Kategorie: Frankreich

  • Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    In der Süd-Gironde, in der Region Landiras, ist seit Dienstag Abend erneut ein großer Brand im Gange. Am Mittwochmorgen sind bereits mindestens 6.000 Hektar abgebrannt. 16 Häuser wurden in dem Ort Belin-Béliet zerstört.

    Die Feuerwehr hatte es befürchtet. Am Dienstag, dem 9. August, kam es am Rande von Landiras, einem Gebiet, das bereits im Juli von heftigen Bränden heimgesucht worden war, erneut zu einem extrem heftigen Feuer. Am Mittwochmorgen waren rund um die Gemeinden Hostens und Saint-Magne bereits 6.000 Hektar Wald verbrannt. Fast 3.800 Menschen mussten evakuiert werden, die Evakuierung von Bourg de Belin (fast 2.000 Menschen) ist heute Vormittag noch im Gange. In der Gemeinde Belin-Béliet brannten in der Nacht 16 Häuser ab.

    Am frühen Abend des 9. August wurde der gesamte Ort Hostens evakuiert und die Feuerwehren versuchen mit allen Kräften ein Überspringen der Flammen auf die Häuser zu verhindern. Die Rettung der von den Flammen bedrohten Häuser hat Vorrang. Ein Drama für die Gemeinde, die bereits im Juli wegen der heftigen Brände evakuiert wurde.

    „Wir werden versuchen, alle in Sicherheit zu bringen“
    Tausende von Menschen mussten gestern Abend in aller Eile ihre Häuser verlassen. Viele haben Unterschlupf bei Freunden und Verwandten gefunden.

    „Wir hoffen, dass unsere Häuser sicher sind, aber das Problem ist, wir wissen nicht, wann wir wieder zurück können“, sagt eine Bewohnerin, die gestern mit ihren drei Kindern evakuiert wurde gegenüber France 3.

    In dem Gebiet sind 500 Feuerwehrleute im Einsatz, die von Löschflugzeugen unterstützt werden. Die Wetterbedingungen machen die Löscharbeiten sehr schwierig.

    „Die Front des Feuers bewegt sich in Richtung A63 (Autobahn Bayonne-Bordeaux). In Kürze wird eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 90 km/h und eine Reduzierung auf zwei von drei Fahrspuren in Richtung Bayonne-Bordeaux eingeführt“, so die Präfektur des Departements Gironde in einer Pressemitteilung.

  • Maine-et-Loire: Feuer zerstört 600 Hektar Wald – 50 Menschen evakuiert

    Maine-et-Loire: Feuer zerstört 600 Hektar Wald – 50 Menschen evakuiert

    Seit Montag ist nördlich von Baugé-en-Anjou, Maine-et-Loire, ein Großbrand im Gange.

    Das Feuer, das am Montag im Wald von Pugle (Maine-et-Loire) nördlich von Baugé-en-Anjou ausgebrochen ist, hat inzwischen bereits etwa 600 Hektar verbrannt und mindestens 50 Personen mussten evakuiert werden, wie die Präfektur und die Feuerwehr am Dienstag mitteilten. „Das Feuer ist nicht unter Kontrolle“, teilte das Departement am Dienstag mit. Weitere 500 Hektar werden von den Flammen bedroht.

    Nach Angaben der Präfektur sind an den rund 20 Brandherden „317 Feuerwehrleute im Einsatz mit 107 Fahrzeuge“. Auch ein Dash-Löschflugzeug wurde eingesetzt. Der Rauchgeruch breitet sich über einen großen Teil des Departements Maine-et-Loire aus, bis nach Angers und Cholet, aber auch bis nach Nantes im Departement Loire-Atlantique, berichtet die Zeitung Ouest France.

  • Loire-Atlantique: 50-Jährige Frau ermordet – Lebensgefährte verhaftet

    Loire-Atlantique: 50-Jährige Frau ermordet – Lebensgefährte verhaftet

    Eine Frau wurde in ihrem Haus in Saint-Brévin-les-Pins, in der Nähe von Saint-Nazaire, tot aufgefunden. Ihr Lebensgefährte, ein 30-Jähriger, wurde wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt.

    Eine Frau im Alter von etwa 50 Jahren wurde am Samstag in Saint-Brévin-les-Pins, in der Nähe von Saint-Nazaire im Département Loire-Atlantique, tot aufgefunden.

    Auf ihrem Gesicht und ihrem Körper wurden Spuren von schweren Schlägen festgestellt. Ihr Lebensgefährte, ein Mann in den Dreißigern, wurde wegen „vorsätzlicher Tötung“ angeklagt, wie die Staatsanwaltschaft von Nantes mitteilte.

    Nach den jüngsten Zahlen des Innenministeriums wurden im Jahr 2019 mindestens 146 Frauen und im Jahr 2020 mindestens 102 Frauen Opfer von Feminiziden. Das Kollektiv „Feminizide durch Lebensgefährten oder Ex-Freunde“ zählte 2021 mindestens 113 Frauenmorde.

    Insgesamt werden in Frankreich laut Innenministerium jedes Jahr mehr als 200.000 Frauen Opfer von Gewalt.

  • Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Frankreich bricht diesen Sommer traurige Rekorde bei den Waldbränden, wie das Europäische Waldbrandinformationssystem berichtet. Hier ein Überblick über die aktuell aktiven Brände.

    Mit bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannter Fläche seit Jahresbeginn verzeichnete Frankreich laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS) bereits im Juli einen traurigen Rekord. Am Dienstag, dem 9. August, brennen in vier Departements noch immer Feuer, die auf eine außergewöhnliche Trockenheit zurückzuführen sind. Hier ein Überblick über die Lage.

    Lozère und Aveyron: fast 3.000 Evakuierungen und 700 Hektar verbrannte Fläche

    Etwa 3.000 Personen, Bewohner der Gemeinde, aber auch Urlauber, die sich auf Campingplätzen in den Gorges du Tarn aufhielten, wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag wegen des anhaltenden Feuers in Mostuéjouls im Departement Aveyron evakuiert, wie die Feuerwehr am Dienstagmorgen mitteilte. 1.200 Menschen über Nacht in Sicherheit gebracht, wie die Präfektur des Departements auf Twitter mitteilt.

    Es handelt sich um denselben Waldbrand, der am Montag in der Gemeinde Massegros Causses Gorges in Lozère ausgebrochen war und sich auf das Aveyron ausgebreitet hat. Er verbrannte bisher mindestens 700 Hektar Vegetation, von denen drei Viertel im Departement Aveyron liegen.

    600 Feuerwehrleute sind vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Zusätzlich sind drei Canadair-Löschflugzeuge aus dem Gard zur Unterstützung eingetroffen. „Die evakuierte Bevölkerung in den Gemeinden Mostuéjouls oder Rivière-sur-Tarn muss in den Schutzräumen bleiben: Bis auf weiteres ist keine Rückkehr in die Häuser möglich“, so die Präfektur des Departements Aveyron.

    Im Departement Maine-et-Loire: 600 Hektar verbrannt, weitere 500 gefährdet
    Ein Feuer, das am Montagnachmittag im Norden des Departements Maine-et-Loire ausbrach, hat bereits 600 Hektar Vegetation im Massif de Pugle in Baugé-en-Anjou verbrannt, wie die Präfektur des Departements am Dienstag mitteilte. Am Dienstagvormittag war das Feuer immer noch nicht unter Kontrolle und weitere 500 Hektar sind direkt gefährdet. Die Feuerwehr ist nicht sicher, ob sie das Feuer im Laufe des Tages eindämmen kann, sagt ein Kommandant, der die Einsätze vor Ort leitet, gegenüber Franceinfo. 317 Feuerwehrleute und 107 Fahrzeuge sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus anderen Départements. Auch ein Dash-Flugzeug des Zivilschutzes fliegt Löscheinsätze.

    Ein Problem für die Löscharbeiten bestand darin, dass das Feuer am Montagnachmittag das Lager der Minenräumung in Beauregard erreichte, wo Munition und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert werden. Die durch die Hitze verursachten Detonationen verhinderten, dass die Feuerwehr in dem Gebiet tätig werden konnte und dass das Feuer schnell an Virulenz gewann.

    Isère: mehr als 100 Hektar verbrannt
    Im Departement Isère schreitet das Feuer, das am Freitagabend nach einem Blitzeinschlag in den Ausläufern der Chartreuse ausgebrochen war, „langsam voran“, wie die Präfektur in einer Erklärung am Dienstagmorgen mitteilte. Er hat inzwischen „etwas mehr als hundert Hektar“ vernichtet.

    380 Feuerwehrleute sind mit 92 Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von Löschflugzeugen. Fünf Kolonnen sind zur Verstärkung aus den Departements Rhône, Savoie, Haute-Loire, Puy-de-Dôme, Allier und Cantal eingetroffen.

    „Bisher sind keine Verletzten unter der Bevölkerung zu beklagen. Drei Feuerwehrleute wurden bei einem Einsatz leicht verletzt“, meldete die Präfektur des Departements Isère. Derzeit sind keine Wohnhäuser oder Firmengelände gefährdet. Etwa 170 Personen wurden aus den Orten Malossane, Les Balmes und Le Bourget in der Gemeinde Voreppe evakuiert. Die Orte Les Barniers-Les Côtes in La Sure-en Chartreuse wurden vorsorglich bereits am Sonntag zur Räumung ihrer Häuser aufgefordert. Die Bewohner fanden hauptsächlich bei ihren Familien Unterschlupf. Weitere 30 Häuser wurden am Montag im Gebiet Les Balmes wegen heranfliegender brennender Pflanzenteile evakuiert.

    In der Charente wurden fast 150 Hektar Wald vernichtet
    Fast 150 Hektar Wald wurden bei einem Brand zerstört, der am Montagabend in der Gemeinde Boisbreteau in der Süd-Charente ausgebrochen ist, so die Präfektur des Departements in einer Erklärung am Dienstag. Das Feuer ist nicht unter Kontrolle und breitet sich weiter aus.

    Mehr als 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus der Nouvelle-Aquitaine und des Pays de la Loire. Im Laufe des Vormittags werden auch Löschflugzeuge erwartet.

    Etwa 30 Personen wurden in dem Festsaal von Boisbreteau untergebracht, fügte die Präfektur der Charente hinzu. Zwei Hochspannungsleitungen, die etwa 200 Haushalte versorgten, mussten vom Stromnetz getrennt werden.

  • Hitze: Die nach 2040 am meisten gefährdeten Städte Frankreichs

    Hitze: Die nach 2040 am meisten gefährdeten Städte Frankreichs

    Ein Ende der Zunahme von Hitzewellen ist nicht abzusehen. Frankreich befindet sich bereits in der vierten Hitzeperiode dieses Sommers. Die Intensität der künftigen Hitzeperioden wird je nach Gebiet unterschiedlich sein.

    Frankreich tritt in die vierte Hitzeperiode des Jahres 2022 ein, die zweite in weniger als einer Woche. Den Meteorologen zufolge werden diese Hitzeperioden immer häufiger auftreten. Aber die intensive Hitze wird die französischen Regionen nicht auf die gleiche Weise und mit der gleichen Intensität treffen.

    Ab 2040 werden die am stärksten betroffenen Departements vor allem im Süden und Osten liegen. Die Rangfolge der 70 bevölkerungsreichsten Städte Frankreichs basiert auf den Projektionen von Forschern aus Klimalaboren, die von Drias-Météo France zusammengestellt wurden. Die Klima-Modelle beziehen sich auf die Monate Juni, Juli und August zwischen 2040 und 2070.

    Die Stadt Annecy führt die Rangliste an, mit 16 zusätzlichen ungewöhnlich warmen Tagen und Nächten im Vergleich zum Referenzzeitraum 1975-2006. Es folgen Lyon und seine Metropolregion, Saint-Etienne, Avignon, Valence und Dijon. Toulouse belegt mit 12 zusätzlichen ungewöhnlich warmen Tagen und 7,5 zusätzlichen ungewöhnlich warmen Nächten den 27. Platz.

    Insgesamt werden die Städte im Rhonetal am stärksten betroffen sein. Die weiter südlich gelegenen Städte in der Nähe der Rhonemündung folgen dicht dahinter.

    Im Gegensatz dazu werden der Norden und der Westen von den steigenden Temperaturen eher verschont bleiben. Die Gemeinden im Finistère und an der Côte d’Opale werden jedoch von einem anderen Problem betroffen sein, das mit der globalen Erwärmung zusammenhängt: dem Anstieg des Meeresspiegels.

  • Warum die neue Hitzewelle in Frankreich schlimmer wird als die vorherige

    Warum die neue Hitzewelle in Frankreich schlimmer wird als die vorherige

    Ab heute werden in mehreren Städten Frankreichs wieder Temperaturen von über 35 Grad herrschen. Durch ein starkes Hochdruckgebiet begünstigt, werden die hohen Temperaturen diesmal länger anhalten, sodass diese Hitzewelle noch schlimmer ist als die vorherige.

    Kaum war die letzte vorbei, begann in Frankreich ab Montag, dem 8. August, die vierte Hitzewelle des Sommers. In vielen Städten des Landes werden die Temperaturen mehrere Tage lang die 35-Grad-Marke erreichen. Die für die Auslösung eines Hitzealarms erforderlichen Schwellenwerte werden in mehreren Departements erreicht. Météo France hat deswegen vier Departements auf die Warnstufe Orange gesetzt: Gironde, Lot-et-Garonne, Gard und Vaucluse.

    Zu warme Nächte
    Während sich während der letzten Welle die starke Hitze nur auf einen Tag, nämlich den Mittwoch, den 3. August, konzentrierte, halten die Temperaturen diesmal an und bleiben über mehrere Tage bestehen. Auch in den Nächten bleiben die Temperaturen sehr hoch, wie in Bordeaux, wo zwischen Dienstag- und Freitag nachts 25 und 26 Grad erwartet werden.

    Bereits am Montag, dem 8. August, wurden in Bordeaux 35 Grad erwartet. Zwischen Dienstag und Freitag soll das Thermometer laut Météo-France nicht unter 37 Grad fallen. Örtlich sind Spitzenwerte von 40 Grad möglich.

    Ein starkes Hochdruckgebiet ist schuld
    Diese vierte und schwerste Hitzewelle lässt sich durch die Wetterbedingungen erklären, die zur Zeit über dem europäischen Kontinent beobachtet werden. Ein Hochdruckgebiet, das für warmes und trockenes Wetter steht, befindet sich derzeit über den Britischen Inseln und setzt Frankreich hohen Temperaturen aus.

    Das Hoch wird mit einem Tief in Portugal kombiniert, was es einem Strom heißer Luft aus der Sahara ermöglicht, bis nach Frankreich aufzusteigen, berichtet der Sender BFM-TV.

  • Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Nach einem Wochenende mit heftigen Bränden loderten die Flammen am Montag, dem 8. August, im Département Morbihan in der Bretagne erneut auf. Familien mussten vorsorglich aus ihren Häusern evakuiert werden.

    Davor hatten Feuerwehr und Bewohner Angst. Am Montag, dem 8. August, flammte das Feuer in dem bretonischen Departement Morbihan wieder auf. Es kam zu sechs Brandausbrüchen, die zum Teil bis Dienstagmorgen noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Schuld daran sind der starke Wind und die Beschaffenheit des Bodens. Hubert Audic, Landwirt in Locoal-Mendon (Morbihan), erklärte auf France 3: „Das ist ein Torfmoor, also wird das Feuer in der Tiefe glühen und sobald es Wind gibt, wird es wieder ausbrechen“.

    Ein einziges Löschflugzeug für mehrere Brände
    Die Gendarmen gehen von Haus zu Haus, um zu überprüfen, ob die Evakuierungsaufforderung alle erreicht hat. Löschflugzeuge werden zur Unterstützung der Feuerwehr in ein Gebiet gerufen, in dem sie normalerweise nicht zum Einsatz kommen. „Das ist ein großer Brandausbruch und es gibt mehrere Feuer im Departement, bei denen er ebenfalls eingreift, also muss das Flugzeug nacheinander die Brände anfliegen“, sagt Didier Mousel, Direktor des Service Départemental d’incendie et de Secours des Departements Morbihan.

  • Motorrad-Raser in Pontoise: 18-jähriger Mann verhaftet und angeklagt

    Motorrad-Raser in Pontoise: 18-jähriger Mann verhaftet und angeklagt

    Ein Mann, der am Samstag zugegeben hatte, zwei Kinder in Pontoise überfahren zu haben, wurde am Montag angeklagt und in Haft genommen. Er war am Samstag, dem 6. August, von der Polizei verhaftet worden, nachdem er zugegeben hatte, am Freitagabend zwei Kinder überfahren zu haben.

    Der 18-jährige Mann, der zugegeben hatte, zwei Kinder im Alter von 10 und 11 Jahren angefahren und schwer verletzt zu haben, wurde am Montag, dem 8. August, angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Am Samstag war er von der Polizei verhaftet worden, nachdem er die Tat zugegeben hatte.

    Die Fakten: Am Freitag gegen 21.15 Uhr wurden zwei Kinder von einem Motorrad erfasst, als das Mädchen im Alter von 10 und der Junge im Alter von 11 Jahren, auf der Esplanade im Quartier Hauts Marcouville in Pontoise Fangen spielten, teilte die Direction départementale de la sécurité publique (DDSP) des Val-d’Oise laut der Zeitung Le Parisien mit.

    „Schwere neurologische Folgen“ für das Mädchen
    Am frühen Nachmittag des Samstags erschien der junge Mann mit seinem Anwalt auf der Polizeiwache und „gab die Tat zu“, wie die Staatsanwaltschaft von Pontoise mitteilte.

    Das zehnjährige Mädchen erlitt ein Schädeltrauma auf. Sie wurde in das Necker-Krankenhaus in Paris gebracht und am Samstag operiert. „Wenn dieses Kind am Leben bleibt, wird es schwere neurologische Schäden davontragen“, erklärte die Staatsanwaltschaft Pontoise.

  • Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Am Montag, dem 8. August, brach gegen Abend im Departement Lozère ein Feuer aus, das sich bis in das Aveyron ausbreitete. Dreitausend Menschen mussten in der Nacht evakuiert werden.

    Das Feuer, das am Montag, dem 8. August, in Le Massegros in der Region Lozère durch eine landwirtschaftliche Maschine ausgelöst wurde, hatte sich bis 23 Uhr auf über 400 Hektar ausgebreitet und war bis ins benachbarte Aveyron vorgedrungen, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Nach Angaben der Zeitung Midi Libre sind am Dienstagmorgen bereits mindestens 700 Hektar Opfer der Flammen geworden.

    Die Präfektur des Departements Aveyron gab am Dienstagmorgen bekannt, dass in der Nacht rund 1.000 Personen evakuiert werden mussten. „Die ganze Nacht hindurch wurden Evakuierungen durchgeführt. Zwischen 1 Uhr und 3 Uhr morgens wurden 1.200 Personen versorgt“, schrieb die Präfektur auf ihrem Facebook-Account und kündigte die Ankunft von drei Canadair-Löschflugzeugen aus dem Departement Gard am frühen Morgen des Dienstag an.

    Nach Angaben der Stadtverwaltung von Mostuéjouls im Département Aveyron wurden insgesamt mehr als 3.000 Menschen evakuiert. Vorsorglich wurden die Dörfer Rivière-sur-Tarn, Mostuéjouls und mehrere Campingplätze evakuiert.

    Das Feuer entstand laut Feuerwehr durch eine landwirtschaftliche Maschine. In einer Zeit extremer Trockenheit genügte ein kleiner Funken, um in der Nähe von Massegros, nördlich von Montpellier, die Vegetation in Brand zu setzen.

    Die betroffene Fläche, die um 17.30 Uhr 50 Hektar betrug, wuchs schnell auf 400 Hektar gegen 23 Uhr an.

    Zweihundert Feuerwehrleute aus Lozère und Aveyron waren im Einsatz. Am Abend traf Verstärkung aus der Haute-Garonne ein. Mehr als 600 Feuerwehrleute aus mehreren Departements (Aveyron, Lozère, Gard, Hérault, Bouches-du-Rhône, Var, Aude, Alpes-maritimes, Tarn, Ariège, Haute-Garonne) waren laut der Präfektur des Departements Aveyron auch am Dienstagmorgen im Einsatz.

    Das Feuer entwickelte sich in sehr dichten und schwer zugänglichen Kiefernwaldgebieten in Richtung der Schluchten des Tarn. Mehrere sekundäre Feuerausbrüche wurden entlang der RD32 (Lozère) und der RD9 (Aveyron) verzeichnet, insbesondere am Ort Bombes im Aveyron.

    Laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS), das seit 2006 entsprechende Statistiken führt, verzeichnete Frankreich bereits im Juli einen Rekord an verbrannter Fläche: Seit Jahresbeginn sind bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannt!

  • Vendée: Feuer in einem Industriegebiet fordert einen Toten und zwei Verletzte

    Vendée: Feuer in einem Industriegebiet fordert einen Toten und zwei Verletzte

    „Bei der verstorbenen Person handelt es sich um einen jungen Auszubildenden“, erklärte die Präfektur der Vendée. Ausserdem gibt es einen Leichtverletzten unter den Beschäftigten und einen leicht verletzten Feuerwehrmann.

    Ein Feuer in einem Industriegebiet in Montaigu (Vendée) forderte einen Toten und zwei Leichtverletzte, wie die Präfektur der Vendée am Montag, dem 8. August, mitteilte. „Die tote Person ist ein junger Auszubildender. Es gibt einen leicht verletzten Arbeitnehmer, einen leicht verletzten Feuerwehrmann, der ins Krankenhaus gebracht wurde, und fünf Arbeitnehmer, die psychologisch betreut wurden“.

    Der Brand ereignete sich in der Firma Vincent 4×4, wie France 3 Pays-de-la-Loire berichtet. 2.000 Quadratmeter Gebäudefläche sind den Flammen zum Opfer gefallen. Das Feuer breitete sich auf zwei Unternehmen aus, die sich das gleiche Gebäude teilten, L’Atelier peinture und JLP Concept.

    Insgesamt drei Unternehmen waren von dem Brand betroffen, der am späten Montagnachmittag ausbrach und am späten Abend unter Kontrolle war. Der Brand mobilisierte etwa 80 Feuerwehrleute und etwa 20 Gendarmen, um das Gebiet zu sichern.