Kategorie: Frankreich

  • TotalEnergies verkauft wegen Ukraine-Krieg Beteiligung an russischer Gesellschaft

    TotalEnergies verkauft wegen Ukraine-Krieg Beteiligung an russischer Gesellschaft

    Das französische Energieunternehmen TotalEnergies gab am Freitag bekannt, dass es seine Beteiligung an einer russischen Gesellschaft veräußert, die Berichten zufolge Treibstoff für russische Kampfjets liefert.

    Das Unternehmen teilte mit, es habe am Freitag mit seinem russischen Partner Novatek eine Vereinbarung über den Verkauf seiner 49-prozentigen Beteiligung am Termokarstowoje-Gasfeld unterzeichnet.

    Das Unternehmen teilte mit, dass die Veräußerung bereits im Juli vereinbart und Anfang August bei den russischen Behörden eingereicht worden sei und die Genehmigung am 25. August erfolgte.

    An diesem Tag erschien ein Artikel in der französischen Tageszeitung Le Monde, in dem über die angebliche Veredelung von Erdgaskondensaten aus Termokarstowoje zu Düsentreibstoff für Kampfbomber berichtet wurde, die seit Februar am russischen Angriff auf die Ukraine beteiligt sind. TotalEnergies – früher Total – besitzt 49 Prozent von Terneftegaz, dem Unternehmen, das Gas aus dem Termokarstovoye-Feld fördert. Die anderen 51 Prozent werden von Novatek gehalten, an dem das französische Unternehmen ebenfalls mit 19,4 Prozent beteiligt ist.

    TotalEnergies hatte zunächst erklärt, es habe keine Kontrolle über Tätigkeiten und Kunden seines russischen Tochterunternehmens.

    Am Freitag teilte das französische Unternehmen ausserdem mit, Novatek habe bestritten, dass seine Kondensate zu russischem Militärflugzeugbenzin verarbeitet würden. Stattdessen würden sie zur Verarbeitung in eine Raffinerie geschickt, deren Produkte ausschließlich nach außerhalb Russlands exportiert würden, so eine von der französischen Firma TotalEnergies weitergegebene Erklärung von Novatek.

    Lesen Sie auch: TotalEnergies wird beschuldigt mit Kerosinlieferungen an Russland den Krieg zu unterstützen

    TotalEnergies erklärte außerdem, dass es rechtliche Schritte erwäge, um eine unbegründete Kontroverse zu beenden, die dem Ruf des Unternehmens schade.

    Clara Gonzales von Greenpeace Frankreich forderte das Unternehmen ausserdem auf, auch seine Beteiligung an Novatek abzustoßen, eine Firma, die „die russische Armee beliefert“.

    „Wir sind (dem französischen Präsidenten) Emmanuel Macron und dem französischen Volk für die Unterstützung der Ukraine dankbar. Vor diesem Hintergrund ist es eine Schande für Frankreich, wenn französische Unternehmen die Ermordung von Ukrainern und die Zerstörung unserer Städte unterstütze“, twitterte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba am Freitag. „TotalEnergies, zieht euch aus Russland zurück!“

    Die Zeitung Le Monde berichtete am Mittwoch, dass Kondensate aus Termokarstowoje an eine Raffinerie geliefert wurden, die von Februar bis Juli 42.700 Tonnen Treibstoff für russische Flugzeuge geliefert hat.

    Novatek teilte über TotalEnergies mit, dass alle Kondensate aus dem Gasfeld „an den Verarbeitungskomplex Ust-Luga in der Region Leningrad geliefert werden“. „Zu den Produkten, die bei der Verarbeitung im Ust-Luga-Komplex anfallen, gehört auch Flugzeugtreibstoff, der ausschließlich ins Ausland exportiert wird und nicht einmal für den Verkauf im Inland zugelassen ist“.

    TotalEnergies ist der einzige große westliche Energiekonzern, der seine Aktivitäten in Russland fortsetzt. Auf die Russland-Geschäfte entfallen 16,6 Prozent der Kohlenwasserstoffproduktion und 30 Prozent der Gasproduktion des französischen Energie-Konzerns.

    Der TotalEnergies-Vorstandsvorsitzende Patrick Pouyanne hatte im März erklärt, dass die russischen Gasfelder, die von den Joint Ventures des Unternehmens bearbeitet werden, für die Energieversorgung Europas unerlässlich seien. Ein Verkauf der Vermögenswerte von TotalEnergies zu Schleuderpreisen würde ausserdem darauf hinauslaufen, Milliarden an russische Investoren zu verschenken, argumentierte Poyanne.

    Inzwischen hat das Unternehmen jedoch einen weitgehenden Rückzug aus Russland angekündigt und unter anderem die Finanzierung des Gasprojekts Arctic LNG 2 eingestellt.

    Im Juli verkaufte TotalEnergies seine 20-prozentige Beteiligung an einem arktischen Ölfeld an die russische Zarubejneft.

  • Migration: Fast 7.000 Migranten haben seit Anfang August den Ärmelkanal überquert

    Migration: Fast 7.000 Migranten haben seit Anfang August den Ärmelkanal überquert

    Seit Anfang August haben bereits fast 7.000 Migranten den Ärmelkanal von Frankreich nach Grossbritannien überquert. Allein am Donnerstag, dem 25. August, waren es etwa 500 Menschen. Sie überquerten den Kanal in der Hoffnung, das Vereinigte Königreich zu erreichen, um dort ein besseres Leben führen zu können.

    Schon bei Tagesanbruch fliegen Polizisten mit einem kleinen Flugzeug über die Kanalküste. Sie halten Ausschau nach den kleinsten Spuren einer sich anbahnenden Überfahrt, an den Stränden oder in den Dünen Nordfrankreichs. Nach einigen Minuten Flugzeit entdecken sie in der Nähe von Dünkirchen eine Gruppe von Migranten. Die Polizisten melden die Position und machen einige Aufnahmen. Etwa dreißig Personen scheinen auf etwas oder jemanden zu warten. „Das Ziel ist es, den Schleuser zu stoppen, wenn er das Boot bringen will“, erklärt ein Polizist in der Reportage von Franceinfo. Am Boden übernehmen dann Gendarmen die Aufgabe, die Abfahrt des Bootes zu verhindern. Nicht alle Versuche können jedoch rechtzeitig gestoppt werden.

    Lesen Sie auch: Immer mehr Migranten überqueren Ärmelkanal – französische Rettungsdienste unter Druck

    Lebensbedingungen verschlechtern sich.
    Meistens lässt die französische Marine die Migranten, die bereits auf See sind, ihre Route fortsetzen und greift nur ein, wenn das Boot eine Panne hat oder Schiffbruch erleidet. Während des Sommers nahmen die Versuche, den Ärmelkanal zu überqueren, aufgrund der günstigen Wetterbedingungen zu. Allein am Montag, dem 22. August, sollen nach Angaben der britischen Behörden fast 1.300 Personen den Ärmelkanal überquert haben. Die Migranten sind entschlossen, nach Großbritannien zu gelangen und die unmenschlichen Lager in der Umgebung von Calais (Pas-de-Calais) zu verlassen. Mehreren Hilfsorganisationen zufolge verschlechtern sich in diesen Lagern die Lebensbedingungen zunehmend. Vor einem dieser Schlafplätze haben die Behörden unter anderem Felsen aufgetürmt, um die Verteilung von Wasser und Lebensmitteln zu verhindern. Seit Anfang des Jahres haben fast 23.000 Menschen den Ärmelkanal überquert.

  • Bei der SNCF kann man die Fahrkarten bald in Raten bezahlen

    Bei der SNCF kann man die Fahrkarten bald in Raten bezahlen

    Die SNCF plant, ab Sommer 2023 die Bezahlung von Zugtickets in mehreren Raten zuzulassen. Dies wird jedoch nicht für alle Fahrten möglich sein.

    Neu bei der SNCF: Ab Sommer 2023 will die französische Bahn die Bezahlung ihrer Fahrkarten in Raten ermöglichen. Die Bahngesellschaft führt diese Zahlungsmöglichkeit ein, um „allen den Zugang zur Zugreise zu erleichtern“, erklärt Christophe Fanichet, der Geschäftsführer von SNCF Voyageurs, gegenüber der Zeitung Le Parisien.

    Die Möglichkeit der Ratenzahlung wird nur online verfügbar sein.

    Nicht für alle Fahrten verfügbar.
    Diese Neuerung gilt allerdings nicht für alle Fahrten, sondern wird nur für Reisen mit dem TGV, Ouigo oder Intercity zur Verfügung stehen. „Ratenzahlung wird für die höheren Bestellbeträge angeboten, zum Beispiel bei einer Buchung für eine Familie oder eine Gruppe“, erklärt SNCF Voyageur.

    Le Parisien berichtet, dass die SNCF Anfang September ein Finanzunternehmen auswählen wird, das für die Ratenzahlung zuständig sein wird. Anschließend wird eine Testphase durchgeführt.

  • Schulanfang 2022: In Frankreich fehlen tausende Schulbusfahrer

    Schulanfang 2022: In Frankreich fehlen tausende Schulbusfahrer

    Das neue Schuljahr steht vor der Tür und seit einigen Wochen machen sich die Schulen Sorgen über den Mangel an Schulbusfahrern. Sie versuchen, Lösungen zu finden.

    In Jarville (Meurthe-et-Moselle) absolviert Benoit Carlo die praktische Prüfung im Straßenverkehr, um seinen Führerschein der Klasse D zu erhalten. Der Quereinsteiger schließt eine dreimonatige Ausbildung zum Busfahrer ab. „Ich habe mich für den Beruf des Busfahrers interessiert, vor allem wegen des Umgangs mit den Kunden“, erklärt Benoit Carlo auf France 2. Die Branche hat Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter einzustellen. In ganz Frankreich sind Tausende von Stellen unbesetzt, insbesondere im Schultransport.

    Lesen Sie auch: In Frankreich könnten zum nächsten Schuljahr im September 7.000 bis 8.000 Schulbusfahrer fehlen

    Es fehlen noch fast 4.000 Busfahrer
    Für Jérôme Balthazar-Rolo, Fahrer bei Kéolis Autocars, sind die Arbeitsbedingungen der Grund für den Mangel: „Meiner Meinung nach sind das die Gründe: keine Vollzeitstelle und kein gutes Gehalt zu bekommen.“ Tatsächlich sind Schulbusfahrer in der Regel Teilzeitbeschäftigte, deren Tag in zwei Hälften geteilt ist, um die Kinder morgens zu bringen und abends abzuholen. Ein Durchschnittsgehalt von nur 600 bis 800 Euro im Monat zieht keine Bewerber an. Nach Angaben des stellvertretenden Verkehrsministers fehlen noch immer fast 4.000 Busfahrer für das kommende Schuljahr.

  • Energie: Franzosen greifen nach Holz

    Energie: Franzosen greifen nach Holz

    Brennholz ist billiger als Gas und Strom und zieht immer mehr Franzosen in seinen Bann. Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres haben schon viele Haushalte ihren Holzvorrat für den Winter bestellt, und die Lieferfristen werden immer länger.

    In einem Brennholzunternehmen in Aureville (Haute-Garonne) stand die Maschine zum Spalten von Holzscheiten den ganzen Sommer über nicht still. Seit Monaten gehen Bestellungen ein. Aus Angst, zu kurz zu kommen, und um nicht den Höchstpreis für den nahenden Winter zahlen zu müssen, wollen die Kunden so früh wie möglich beliefert werden. „Für die Bestellungen gibt es (…) mindestens zwei Monate, zweieinhalb Monate Vorlaufzeit. (…) Normalerweise haben wir im Frühjahr einen grossen Vorrat für den Winter angelegt, und dieses Jahr lieferten wir den Vorrat im Frühjahr direkt an unsere Kunden aus“, erklärt der Geschäftsführer Christian Moumin gegenüber France 3.

    Billiger als Gas oder Strom
    In den letzten zwei Jahren ist der Preis für einen Ster Brennholz im Durchschnitt um 20% gestiegen. Er wird für etwa 85 Euro verkauft, das sind 10 Euro mehr als im letzten Jahr. Auch dieser Preis ist jedoch immer noch günstiger als Gas oder Strom. Ein Kunde gab Anfang Juli eine Bestellung auf: fünf Ster, für die er 425 Euro bezahlte. Er will hauptsächlich mit seinem neuen Holzofen heizen. Da die Gas- und Strompreise in die Höhe geschossen sind, dürfte der Trend zum Holz auch in naher Zukunft nicht abreißen. Der Verkauf von Kaminöfen ist 2021 um ganze 50% in die Höhe geschnellt.

  • Schulanfang: Emmanuel Macron verspricht ein Mindestgehalt von 2.000€ für alle Lehrkräfte

    Schulanfang: Emmanuel Macron verspricht ein Mindestgehalt von 2.000€ für alle Lehrkräfte

    Das neue Schuljahr beginnt in einer Woche. Am Donnerstag, dem 25. August, erläuterte Emmanuel Macron seinen Fahrplan und wiederholte dabei insbesondere eins seiner Wahlkampfversprechen: ein Mindestgehalt von 2.000 € für alle Lehrerinnen und Lehrer zu Beginn ihrer Laufbahn. Eine Woche vor Beginn des neuen Schuljahres hat Emmanuel Macron am Donnerstag, dem 25. August, seinen Fahrplan für die Schulen detailliert dargelegt. Der Staatschef räumte Mängel im französischen Bildungssystem ein. An erster Stelle steht die Bezahlung der Lehrkräfte. „Wir haben auf der Grundlage von Untersuchungen vor zwei Jahren eine allgemeine Aufwertung der Besoldung eingeleitet. Sie wird fortgesetzt und dazu führen, dass kein Lehrer seine Karriere mit weniger als 2.000 € netto beginnen muss“, kündigte Emmanuel Macron an. Reform des beruflichen Gymnasiums Neben der Gehaltsfrage plant Emmanuel Macron eine Reform des beruflichen Gymnasiums, die unter anderem eine Erhöhung der Praktikumszeit um 50% vorsieht. Außerde…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Gewitter, Sonne, Hitze… so wird das Wetter am letzten Wochenende vor Schulbeginn

    Gewitter, Sonne, Hitze… so wird das Wetter am letzten Wochenende vor Schulbeginn

    Nach einer Woche mit Wolken und einigen Gewittern. Wie wird das Wetter am letzten Wochenende vor Schulbeginn?

    Viele geniessen an diesem Wochenende die letzten Stunden der Sommerferien und das letzte Wochenende vor dem meteorologischen Herbstanfang.

    Samstag, einige Gewitter, aber meist scheint die Sonne
    Am Samstag, dem 27. August, können im Osten einige lokale und relativ mäßige Gewitter auftreten. Überall sonst scheint die Sonne, mit ein paar Wolken in der Mitte des Landes. Die Temperaturen werden sowohl im Norden als auch im Süden sommerlich sein. Die Meteorologen erwarten 22 Grad in Brest, 25 Grad in Rennes und Paris, 26 Grad in La Rochelle und Tarbes, 29 Grad entlang der Garonne und bis zu 31 Grad an der Küste des Languedoc in Perpignan.

    Météo France, 27. August 2022

    Der Sonntag bringt sonniges Wetter für alle
    Am Sonntag wird in ganz Frankreich nicht ein einziger Tropfen Regen erwartet. Es wird sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag überall schönes Wetter herrschen. Die Temperaturen steigen leicht: 26 Grad in Brest und Reims, 30 Grad in Biarritz, Tarbes und Montpellier und bis zu 31 Grad in Bordeaux, Toulouse und Montélimar. Das bedeutet, dass die letzten Urlauber noch einige letzte Momente unbeschwert am Pool oder auf den Terrassen genießen können.

    Météo France, 28. August 2022
  • Feminizide in Frankreich: 122 getötete Frauen im Jahr 2021 – Anstieg um 20% in einem Jahr

    Feminizide in Frankreich: 122 getötete Frauen im Jahr 2021 – Anstieg um 20% in einem Jahr

    Hundertzweiundzwanzig Frauen verloren im Jahr 2021 ihr Leben durch Gewalt von Ehe- oder Lebenspartnern oder Ex-Partnern, ein Anstieg um 20% im Vergleich zum Vorjahr, wie aus der am Freitag vom Innenministerium veröffentlichten Bilanz der „gewaltsamen Todesfälle in der Ehe“ hervorgeht.

    Es sind schlimme Zahlen. Die Anzahl der Frauenmorde ist in Frankreich im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 20% gestiegen: 122 Frauen wurden durch die Schläge ihres Ehepartners oder Ex-Ehepartners getötet, gegenüber 102 im Jahr 2020. Dies geht aus einer am Freitag, dem 26. August vom Innenministerium veröffentlichten Bilanz hervor.

    Frauen machten 2021 85% aller Opfer von gewaltsamen Todesfällen in der Partnerschaft aus (143 Todesfälle, davon 122 Frauen und 21 Männer), gegenüber 82% im Jahr 2020, ein Anteil, der seit 2006 stabil geblieben ist.

    Diese Zahlen „entsprechen ungefähr dem Niveau der Zahl der gewaltsamen Todesfälle in der Ehe, die vor der Covid-19-Epidemie beobachtet wurden“, heißt es in der Studie des Innenministeriums.

    Unter diesem Link finden Sie unsere Artikel zum Thema „Frauenmord“…

    Das Jahr 2020 war mit „nur“ 102 getöteten Frauen gegenüber 146 im Jahr 2019 in der Tat außergewöhnlich, wobei nicht klar war, inwiefern dieser Rückgang durch die Lockdowns und Ausgangssperren erklärt werden kann.

    Für Isabelle Rome, die stellvertretende Ministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, sind die Zahlen für 2021 erschreckend. „Trotz der beispiellosen Anstrengungen, die der Staat in den letzten fünf Jahren unternommen hat, bleiben die Frauenmorde auf einem zu hohen Niveau“, sagte sie gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Fast jede dritte getötete Frau (32%) ist bereits zuvor Opfer von Gewalt geworden, und 64% der weiblichen Opfer hatten die Gewalt mindestens einmal bei den Strafverfolgungsbehörden gemeldet. Von diesen hatten 84% eine formelle Anzeige erstattet…

    Gebrauch einer Stichwaffe
    „Wenn eine Frau Gewalt meldet, muss man die Gefahr, in der sie sich befindet, besser einschätzen. Aber man muss auch Fortschritte bei der Erkennung von Gewalt machen: den Frauen ermöglichen, sich auszudrücken, die erlittenen Tatsachen zu schildern“, fordert Françoise Brié, Generaldirektorin der Fédération nationale Solidarités femmes (FNSF), die die telefonische Anlaufstelle 3919 für Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, betreibt.

    Wie in den vergangenen Jahren waren Streit (31 Fälle) und nicht akzeptierte Trennungen (27 Fälle) die Hauptgründe für die Taten (41%). Dicht gefolgt von Eifersucht (25 Fälle) und Krankheit des Opfers (21 Fälle).

    Bei einem Drittel der Todesfälle aller Geschlechter benutzte der Täter eine Stichwaffe: 37 Täter waren Männer und 13 Frauen. Bei Schusswaffen (46 Todesfälle) waren bis auf zwei alle Täter Männern.

    Bereits 85 Frauenmorde im Jahr 2022
    Etwa 43% der Täter begingen nach der Tat Selbstmord oder versuchten auch sich selbst zu töten. Im Jahr 2021 wurden 46 Selbstmorde und 15 Versuche gezählt, eine Zahl, die über die Jahre annähernd gleich bleibt und fast ausschließlich Männer betrifft (60 Männer auf eine Frau).

    Für Pauline Baron vom feministischen Kollektiv #NousToutes müsse man „die Prävention verbessern“: „Die Aufklärung über das Gefühls- und Sexualleben wird in der Schule nicht genügend umgesetzt, obwohl das das richtige Mittel ist, um die Wiederholung der Gewalt von Generation zu Generation zu durchbrechen“.

    Ernestine Ronai warnt davor, „eine kleine Gewalt“ zu definieren: „Eine Ohrfeige, man könnte sagen ‚das ist nicht schlimm‘, aber niemand weiß, wie weit das gehen kann“.

    Für das Jahr 2022 hat das Kollektiv #NousToutes bis zum 21. August, also in weniger als acht Monaten, bereits 85 Frauenmorde gezählt.

  • Orca-Angriffe: Boote vor der Bretagne werden von Orca-Walen angegriffen

    Orca-Angriffe: Boote vor der Bretagne werden von Orca-Walen angegriffen

    Seit einigen Monaten werden Sportboote an den europäischen Küsten von Orcas angegriffen. Vor zwei Wochen wurde eine norwegische Yacht vor der Küste von Brest angegriffen.

    Ein norwegischer Segler wurde vor zwei Wochen vor der bretonischen Küste von einem Orca-Angriff überrascht. Das Tier hatte es auf sein Boot und sein Rettungsboot abgesehen, berichtet der Segler Rolf Storkson dem französischen Fernsehsender TF1. Seit fast zwei Jahren greifen Orcas immer wieder ohne ersichtlichen Grund Sportboote an. „Das Ruderblatt wurde zerstört, obwohl es sehr lang war. Es war nur noch ein Drittel oder ein Viertel davon übrig“, erzählt der Freizeitsportler.

    Rund 60 Fälle sind bereits bekannt.
    Seit 2020 kam es jedes Jahr zu etwa 30 Begegnungen zwischen Segelbooten und Orcas. Sie finden normalerweise nur in Richtung Spanien oder Golf von Biskaya statt, aber dieses Mal haben sich die Orcas in Richtung Bretagne bewegt. Wissenschaftler verstehen den Grund für diese Änderung der Route und des Verhaltens nicht. Orcas sind normalerweise nicht aggressiv, sondern eher neugierig und gesellig.

    Bisher war noch keiner dieser Angriffe für Menschen tödlich, aber Ende Juli sank nach einem solchen Angriff ein Boot vor der Küste Portugals.

  • Zwei Tote bei Bootsunglück vor dem Fort de Brégançon

    Zwei Tote bei Bootsunglück vor dem Fort de Brégançon

    Das Schiff zerschellte an Felsen vor der Küste in der Nähe des Urlaubsortes der französischen Präsidenten.

    Zwei Menschen starben am Donnerstag, dem25. August, beim Untergang ihres Bootes in der Nähe des Fort de Brégançon (Var), wie France Bleu Provence am Freitag, dem 26. August, berichtete. Die beiden etwa siebzigjährigen Urlauber konnten von den Rettungskräften nicht mehr wiederbelebt werden.

    Die Rettungskräfte der Direction interrégionale de la mer Méditerranée (DIRM) wurden am Ende des Nachmittags wegen des Untergangs eines Bootes mit vier Personen an Bord alarmiert. Ersten Berichten zufolge war das Boot gegen Felsen geprallt, bevor es von anderen Bootsfahrern entdeckt wurde.

    Zwei der Schiffbrüchigen wurden von anderen Schiffen aufgenommen, die vor dem Eintreffen der Rettungskräfte anwesend waren. Von den vier Personen an Bord des verunglückten Bootes sind zwei etwa 70-Jährige, ein Mann und eine Frau, nur noch tot geborgen worden.

    Nach Angaben der Präfektur des Meeres wurde der Mann in der Bucht von Bormes und die Frau am Strand von La Galère gefunden. Sie konnten nicht mehr reanimiert werden.