Kategorie: Frankreich

  • Brände in der Gironde: Anwohner bekommen jetzt kostenloses Holz

    Brände in der Gironde: Anwohner bekommen jetzt kostenloses Holz

    Die Bewohner der Gironde konnten am Donnerstag, dem 6. Oktober, kostenlos Brennholz für den Winter bekommen. Das Holz war geschlagen worden, um die Ausbreitung der riesigen Brände des Sommers zu begrenzen.

    In La-Teste-de-Buch (Gironde) wurde am Donnerstag, dem 6. Oktober, Brennholz zur Selbstbedienung angeboten. Ein Glücksfall inmitten der Energiekrise. Mit Kettensägen ausgerüstet, zögerten die Bewohner der Gegend nicht, sich zu bedienen. Einer von ihnen erklärte vor der Kamera des Senders France 3, dass er das Holz „diesen Winter zum Heizen“ verwenden werde. Der Wald von La-Teste-de-Buch wurde im Sommer von heftigen Waldbränden verwüstet. 7.000 Hektar Wald wurden zerstört.

    Um zu verhindern, dass sich das Feuer och weiter ausbreitet, hatten die Feuerwehren hunderte Bäume gefällt, damit die Flammen keine Nahrung mehr finden konnten. Dieses Holz wurde jetzt den Anwohnern kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein Anwohner freut sich, dass das Holz bereits geschlagen ist: Traditionell kommen manche Anwohner selbst in den Wald, um Holz zu schlagen. Diesmal ist ihnen der Zugang zum Wald jedoch untersagt. Die einzige Einschränkung für die Anwohner: Sie dürfen das Holz nicht weiterverkaufen.

  • Baskische Küste: Riesiger Erdrutsch an den Klippen von Bidart

    Baskische Küste: Riesiger Erdrutsch an den Klippen von Bidart

    In Bidart, einer Gemeinde an der baskischen Küste, stürzte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den 6. Oktober, ein Teil der Klippe ein. 

    In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den 6. Oktober, kam es an einem Teil einer Steilküste von Bidart im Baskenland zu einem großen Erdrutsch. Ein Teil der nördlichen Klippe auf der Seite Erretegia stürzte ein, berichtet die Zeitung Sud-Ouest. Glücklicherweise waren aufgrund der niedrigeren Temperaturen keine Strandbesucher in diesem Abschnitt, sodass es keine Verletzten gab.

    Auf einer Länge von etwa 100 Metern fielen Felsen herab. Mehreren Augenzeugen zufolge sollen die Felsstürze bis Mittwochnachmittag hingezogen haben. „Der imposanteste Felsblock war 20 bis 30 Meter lang, 7 bis 8 Meter hoch und ebenso breit. Er befand sich am Kopf der Klippe. Es sind die oberen Teile sind, die als erstes fallen“, erklärte der Bürgermeister von Bidart, Emmanuel Alzuri, gegenüber der Zeitung Sud-Ouest.

    „Angesichts der Instabilität der Klippen und des Risikos, dass es jederzeit zu neuen Erdrutschen kommen kann, und aus offensichtlichen Sicherheitsgründen“, erließ Emmanuel Alzuri einen Erlass, der den Verkehr zwischen dem Strand „Plage du Centre“ und dem Strand „Pavillon Royal“ „bis auf Weiteres“ verbietet, berichtet die Zeitung La République des Pyrénées.

    Der Zugang zum Strand bleibt erlaubt, jedoch nur in gewissen Bereichen.

  • Energieeffizienz: Kleine Kästchen schalten bei Spannungen im Stromnetz elektrische Heizkörper ab

    Energieeffizienz: Kleine Kästchen schalten bei Spannungen im Stromnetz elektrische Heizkörper ab

    Das Gerät, das mit allen Arten von elektrischen Heizkörpern kompatibel ist, ermöglicht es, die Stromversorgung bei Verbrauchsspitzen kurzzeitig zu unterbrechen und so das Stromnetz zu entlasten – ohne dabei an Wärmekomfort zu verlieren.

    Jede Geste zählt und jeder ist betroffen. So lautet die Botschaft der Regierung, die am Donnerstag, dem 6. Oktober, ihren Plan zur Energieeinsparung vorstellt. Der Staat, die Gebietskörperschaften und Unternehmen sind aufgefordert, ihre eigenen Ideen zu präsentieren, um den Stromverbrauch des Landes in diesem Winter um 10% zu senken. Aber auch Privathaushalte sind betroffen. Eine der grossen Herausforderungen wird die in Frankreich viel genutzte Elektroheizung sein, die der größte Stromverbraucher ist. Um den Verbrauch zu senken, hat das Unternehmen Voltalis ein kleines Kästchen entwickelt, mit dem die Heizkörper bei Spannungen im Netz vorübergehend abgeschaltet werden können.

    Das Gerät ist sehr unauffällig. „Es ist ein kleiner Kasten – man muss sich bücken, um ihn zu sehen, weil er so unauffällig ist -, der an die Stromversorgung des Heizkörpers angeschlossen ist“, erklärt der Generaldirektor von Voltalis, Matthieu Bineau gegenüber Franceinfo.

    Stromausfälle vermeiden und Geld sparen
    Die Box wurde bereits vor etwa zehn Jahren entwickelt und ist mehr als nur ein Thermostat. Sie ermöglicht es, den Verbrauch des Heizkörpers automatisch zu regulieren. Ausserdem kann sie den Heizkörper vor einer Überlastung im nationalen Stromnetz kurzzeitig abschalten. „Wenn ich einen Heizkörper für zehn Minuten unterbreche, wird sich die Temperatur im Raum nicht ändern“, erklärt Matthieu Bineau. Und der Effekt lässt sich vervielfachen: „Zehn Minuten an einem Heizkörper, zehn Minuten an einem anderen, zehn Minuten an einem dritten … auf der Ebene von einer Million Heizkörpern ermöglicht uns das, einen Effekt zu erzielen, der auf nationaler Ebene deutlich sichtbar ist und dennoch auf der Ebene jedes einzelnen Verbrauchers unbemerkt bleibt.“

    Zusammengenommen könnten solche Maßnahmen zum Beispiel die Inbetriebnahme eines weiteren umweltschädlichen und teuren Wärmekraftwerks verhindern. Der Verbraucher seinerseits kann bis zu 10% seiner Heizkosten einsparen, zumal die Box und ihre Installation kostenlos sind.

    Aber diese Lösung ist nicht die einzige, es gibt auch andere Möglichkeiten, den Verbrauch zu begrenzen, wie z. B. die Temperatur in der Wohnung zu senken. Mehrere Energieversorger bieten Prämien für Kunden an, die bereit sind, in diesem Winter spürbar Strom zu sparen, um Verbrauchsspitzen zu vermeiden.

  • Das enthält der Energiesparplan der französischen Regierung

    Das enthält der Energiesparplan der französischen Regierung

    Die französische Regierung hat am Donnerstag eine Reihe von Energiesparmaßnahmen vorgestellt, um Stromausfälle in diesem Winter zu vermeiden. Der Plan soll Frankreich auch auf den richtigen Weg zu seinen längerfristigen Zielen im Kampf gegen die globale Erwärmung führen. Die französische Regierung hat am Donnerstag, dem 6. Oktober, einen Plan zur Energieeinsparung mit 15 Punkten vorgestellt, um den Winter ohne Stromausfälle zu überstehen, aber auch um die Franzosen auf die viel weiterreichenden Einsparungen und Umstellungen vorzubereiten, die der Klimadringlichkeit geschuldet sind. „Es besteht dringender Handlungsbedarf, der Kampf wird nicht im Winter 2022-2023 enden“, sagte die Ministerin für die Energiewende, Agnès Pannier-Runacher, vor ihren Minister-Kollegen, Unternehmern und anderen Verantwortlichen.

    Die Ministerin rief zur „allgemeinen Mobilisierung“ des ganzen Landes auf, um in zwei Jahren „10% Reduktion des Energiever…

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  • Französin Annie Ernaux erhält Nobelpreis für Literatur – Emmanuel Macron gratuliert

    Französin Annie Ernaux erhält Nobelpreis für Literatur – Emmanuel Macron gratuliert

    Annie Ernaux wurde 1974 mit dem autobiografischen Roman Les Armoires vides bekannt. Im Jahr 1984 erhielt sie den Prix Renaudot für La Place, ein weiteres autobiografisches Werk. „Die Stimme [von Annie Ernaux] ist die Stimme der Freiheit der Frauen und der Vergessenen des Jahrhunderts.“ Emmanuel Macr…

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  • Covid-19 und Grippe – werden Franzosen bald wieder eine Maske tragen müssen?

    Covid-19 und Grippe – werden Franzosen bald wieder eine Maske tragen müssen?

    Seit Beginn des neuen Schuljahres steigen die Ansteckungen mit Covid wieder an. Das geht so weit, dass sich nun wieder die Frage stellt, ob es notwendig ist, zum Schutz der Gefährdetsten wieder eine Maske zu tragen. Dies gilt umso mehr, als dass die Grippe in diesem Winter mehr Schaden anrichten könnte als in den vergangenen Jahren. Werden die Menschen in Frankreich in den kommenden Tagen oder Wochen wieder gezwungen werden, eine Maske zu tragen? Die Viruszirkulation legt dies nahe und zwingt nach Ansicht einiger Experten sogar dazu. Die Möglichkiet einer Rückkehr dieser Schutzmaßnahme wurde jedenfalls Anfang der Woche von Brigitte Autran, der Vorsitzenden des wissenschaftlichen Komitees, das den wissenschaftlichen Rat gegen Covid , der jetzt Comité de veille et d’anticipation des risques sanitaires oder Covars heißt, abgelöst hat, ins Gespräch gebracht.

    Angesicht der stark ansteigenden Zahlen untersucht die Covars verschiede…

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  • Emmanuel Macron: „Wenn wir uns alle mobilisieren…überstehen wir den Winter“

    Emmanuel Macron: „Wenn wir uns alle mobilisieren…überstehen wir den Winter“

    Die Regierung stellt am Donnerstagnachmittag ihren Plan zur Energieeinsparung vor, mit dem sie sich auf einen schwierigen Winter ohne russisches Gas und mit vielen abgeschalteten Atomreaktoren vorbereiten will. „Wenn die ganze Nation es schafft, dieses Ziel einzuhalten, was rein freiwillig ist – dann braucht es keine Gesetze und Dekrete, keine komplizierten Dinge -, wenn wir uns alle mobilisieren, um es einzuhalten, überstehen wir in den schlimmsten Szenarien den Winter.“ Emmanuel Macron rief heute die Franzosen und insbesondere die Unternehmen erneut dazu auf, unverzüglich Maßnahmen zur Energieeinsparung umzusetzen, was es Frankreich ermöglichen würde, „den Winter zu überstehen“, selbst wenn er hart ist. Der Staatschef sprach vor Unternehmern auf der Bpifrance Inno Génération (BIG) in Paris. Er verteidigte den Energiesparplan, den die Regierung am Donnerstagnachmittag vorlegen will. Der Staatschef kündigte an, dass er in Kürze die Verantwortlichen der 50 großen französischen Industrie…

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  • Energiekrise: Preise für Zugtickets der SNCF könnten steigen

    Energiekrise: Preise für Zugtickets der SNCF könnten steigen

    Die Energiekrise wird sich auch auf die Preise für Zugtickets der SNCF auswirken. Die Erhöhung könnte bis zu 10% für die TER-Züge betragen, aber zunächst hängt das noch von Verhandlungen mit den Regionen ab. Für die TGV- und Intercités-Züge wird die Preistabelle bis Anfang nächsten Jahres überarbeitet werden.

    Am Mittwochmorgen, dem 5. Oktober, befürchteten Zugreisende vor dem Bahnhof in Lille (Nordfrankreich), dass die Preise für Fahrkarten in Zukunft steigen werden. „Ich werde immer seltener mit dem Zug fahren, weil es im Vergleich ziemlich gute Flug-Angebote gibt“, erklärt eine Kundin gegenüber dem Sender France 3. Was wird im Januar 2023 wirklich passieren? Die SNCF will sich noch nicht äußern. Eines ist jedoch sicher: Die Stromrechnung der SNCF wird im nächsten Jahr 1,7 Milliarden Euro teurer ausfallen.

    Die SNCF ist der größte Stromverbraucher in Frankreich.
    Für die Fahrgäste bedeutet dies theoretisch etwa 10% höhere Fahrpreise. Aber das Unternehmen wird möglicherweise nicht alle Mehrkosten weitergeben, und auch nicht auf allen strecken. Das Unternehmen wird demnächst Entscheidungen über die Preise für die TGV- Inoui- und Ouigo-Strecken sowie die Intercités-Züge treffen müssen. Bei den TER-Zügen hingegen liegt die Entscheidung bei den Regionen. In beiden Fällen versuchen Nutzerverbände, die schwächsten Kunden zu schützen. 

  • Marseille: Eine nicht alltägliche Auktion brachte über 800.000 Euro ein

    Marseille: Eine nicht alltägliche Auktion brachte über 800.000 Euro ein

    In Marseille fand eine ungewöhnliche Auktion statt. 210 Besitztümer von Kriminellen und Straftätern aus Südfrankreich wurden versteigert.

    In Marseille (Bouches-du-Rhône) wird eine Luxusuhr für 54.000 Euro versteigert. Das Objekt ist sehr selten und wurde aus Graugold und Meteoritengestein hergestellt. Von der Justiz beschlagnahmt, wurde die Uhr jetzt von einem jungen Mann aus Marseille erstanden. Die Auktion ist in Marseille ein absolutes Novum. 210 Lose werden versteigert. Es handelt sich ausschließlich um Wertsachen, die bei Kriminellen oder Straftätern in Südfrankreich beschlagnahmt wurden. Die neuen Käufer lassen sich offensichtlich durch die Herkunft der Waren nicht irritieren.

    Die Kassen des Staates füllen
    „Das füllt die Staatskasse durch den Verkauf von Gütern, die unrechtmäßig erworben wurden, also finde ich das sehr gut“, meint ein Mann vor der Kamera von France 2. Das ist das erklärte Ziel der staatlichen Agentur, die hinter dem Verkauf steht. Der Erlös soll unter anderem in den Entschädigungsfonds für Opfer fließen. Insgesamt wurden bei der Auktion in Marseille über 800.000 Euro eingenommen.

  • Kraftstoffe: 12% der französischen Tankstellen erleben Lieferschwierigkeiten

    Kraftstoffe: 12% der französischen Tankstellen erleben Lieferschwierigkeiten

    Es gibt keinen Mangel an Kraftstoffen, versichert jedoch der Sprecher der Mineralölunternehmen in Frankreich. Man müsse nur ein paar Stunden, manchmal auch ein paar Tage warten, bis die Tankstellen wieder aufgefüllt sind.

    „Die Kraftstoffe werden kommen“, versichert Olivier Gantois, Präsident von Ufip Énergies et Mobilités, dem Sprecher der Mineralölunternehmen in Frankreich, am Donnerstag, dem 6. Oktober auf Franceinfo. Während 12% der Tankstellen Schwierigkeiten mit mindestens einer Kraftstoffart haben, beruhigt Olivier Gantois, dass sich die Situation „ab heute bessern wird“, da zusätzliche Importe getätigt wurden, um die Folgen der laufenden Streiks in den französischen Raffinerien abzuschwächen.

    „Diese Importe kommen gerade an“, sagt er und fügt hinzu, dass sich so die Situation entspannen wird. Man werde die Produktion der Raffinerien, die derzeit größtenteils stillstehen, durch Kraftstoffimporte ersetzen und damit die Reichweite und Auswirkungen der Streikbewegung eindämmen. Priorität sei die Belieferung der Verbraucher. Die Regionen Nord und Pas-de-Calais haben bereits damit begonnen, ihre strategischen Vorräte anzuzapfen.

    Der Präsident der Ufip weigert sich, von einer Knappheit zu sprechen. „Es gibt keine allgemeine Knappheit“, sondern eine „angespannte Versorgungslage“, präzisiert er. Sie betrifft insbesondere den Norden und Osten Frankreichs und offenbar mehr TotalEnergies-Tankstellen als, was auf die Streiks und den „Erfolg“ der Rabatte, die TotalEnergies derzeit gewährt, zurückzuführen ist. Der Rabatt, den Total als Reaktion auf den Preisanstieg des Barrels Öl von derzeit rund 94 USD eingeführt hat, beläuft sich auf 20 Eurocent pro Liter.

    Olivier Gantois geht aber davon aus, dass die Preise hoch bleiben werden, solange der Krieg in der Ukraine andauert. Ein weiterer Grund ist die jüngste Entscheidung der Opec, der Erdöl produzierenden Länder, ihre Produktion zu drosseln.