Kategorie: Frankreich

  • Massenkarambolage mit 3 Toten und 11 Verletzten auf der A1 am Abend des 24. Dezembers

    Massenkarambolage mit 3 Toten und 11 Verletzten auf der A1 am Abend des 24. Dezembers

    Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn A1 zwischen Lille und Paris kamen am Abend des 24. Dezember drei Menschen ums Leben. Unter den Opfern ist auch ein Kind. Elf Personen wurden verletzt.

    Drei Menschen, darunter ein Kind, starben am Samstagabend bei einer Massenkarambolage auf der A1 in der Nähe von Herbécourt (Somme) und elf wurden verletzt, wie die Feuerwehr über Twitter mitteilte. An der Kollision, die sich am frühen Abend ereignete, waren nach Angaben der Feuerwehr und des Verkehrsinformationszentrums Bison Futé drei Fahrzeuge beteiligt, und zwar in der Nähe von Herbécourt in der Fahrtrichtung Lille-Paris.

    Nach Angaben der Feuerwehr starben drei der fünf Personen, die sich in einem ersten, in Rumänien zugelassenen Fahrzeug befanden, zwei Erwachsene und ein Kind. Die beiden anderen Insassen wurden schwer verletzt. In den beiden anderen betroffenen Fahrzeugen wurden nach Angaben der Feuerwehr neun Personen leichter verletzt. Alle elf Personen wurden in drei Krankenhäuser des Departements, in Péronne, Montdidier und Amiens, transportiert.

    Mehr als fünfzehn Fahrzeuge der Feuerwehr waren im Einsatz, ebenso wie die Gendarmerie und verschiedene Rettungsfahrzeuge des SAMU. Die Autobahn wurde teilweise gesperrt.

  • Marseille: Ein Mann und eine Frau im 14. Arrondissement angeschossen

    Marseille: Ein Mann und eine Frau im 14. Arrondissement angeschossen

    Der Mann befindet sich in Lebensgefahr. Drei Personen flüchteten nach den Schüssen.

    Ein Mann und eine Frau wurden am Samstag, dem 24. Dezember, in Marseille durch Schüsse verletzt. Das meldet Franceinfo unter Berufung auf Polizeikreise. Die Tat ereignete sich gegen 19.30 Uhr in der Siedlung Campagne Larousse im 14. Arrondissement der Stadt. Der Mann befindet sich in Lebensgefahr. Drei Personen flüchteten nach den Schüssen, bestätigte die Polizeiquelle gegenüber Franceinfo hinzu. Die Kriminalpolizei in Marseille wurde eingeschaltet.

    Am Freitagabend wurde ein 22-Jähriger ebenfalls im 14. Arrondissement von Marseille mit einer Schusswaffe getötet. Das Opfer erlag seinen Verletzungen, nachdem es von zwei Kugeln getroffen worden war, wie Franceinfo am Samstag erfuhr. Bisher kann jedoch keine Verbindung zwischen den beiden Fällen hergestellt werden.

  • Weihnachtsdrama im Departement Eure: Zwei Kinder bei Hausbrand getötet und ein drittes in Lebensgefahr

    Weihnachtsdrama im Departement Eure: Zwei Kinder bei Hausbrand getötet und ein drittes in Lebensgefahr

    Bei einem Hausbrand in Selles im Departement Eure sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Kinder wurden getötet, ein drittes wurde schwer verletzt. Die Opfer konnten sich nicht rechtzeitig aus dem brennenden Gebäude retten.

    Zwei Kinder starben am frühen Samstagmorgen bei einem Brand in einem Haus in Selles (Eure), wo sie mit ihrer Familie die Weihnachtsfeiertage verbringen wollten, wie die Präfektur des Departements Eure mitteilte. Die Opfer, ein Mädchen im Alter von etwa acht Jahren und ein Junge im Alter von etwa zehn Jahren, hatten das brennende Gebäude nicht rechtzeitig verlassen können und waren bereits tot, als die Feuerwehr sie evakuieren konnte. Ein drittes Kind konnte wiederbelebt werden. Das Mädchen im Alter von etwa zwölf Jahren wurde in akuter Lebensgefahr in ein Pariser Krankenhaus geflogen.

    Insgesamt befanden sich fünf Erwachsene und fünf Kinder, vier Generationen einer Familie, die zu Weihnachten zusammengekommen waren, in dem Ferienhaus in der Nähe von Pont-Audemer, wie die Präfektur des Departements Eure mitteilte. Die fünf Erwachsenen und zwei weitere Kinder hatten das Gebäude rechtzeitig verlassen können, darunter auch die 90-jährige Urgroßmutter.

    Die Feuerwehr wurde gegen 3.45 Uhr alarmiert und war schnell vor Ort, doch das Feuer war bereits sehr weit fortgeschritten und das Bauernhaus wurde von den Flammen vollständig zerstört. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um die bislang unbekannte Brandursache zu ermitteln.

  • Vogelgrippe: 2 Millionen Geflügel allein im Dezember geschlachtet – Frankreich hofft auf Impfung im Herbst 2023

    Vogelgrippe: 2 Millionen Geflügel allein im Dezember geschlachtet – Frankreich hofft auf Impfung im Herbst 2023

    In Frankreich wurden vom 1. August bis zum 21. Dezember insgesamt etwa 3,3 Millionen Tiere geschlachtet, die Hälfte davon waren Enten. Allein im Dezember wurden laut dem französischen Landwirtschaftsministerium 2 Millionen Tiere gekeult. Die französische Regierung, die wie der Rest Europas mit einer katastrophalen Vogelgrippe-Epidemie konfrontiert ist, die zur Tötung von Dutzenden Millionen von Geflügel auf dem Kontinent geführt hat, setzte sich am Donnerstag das Ziel, die erste Impfung von Geflügel im Herbst 2023 zu starten. Die Regierung hofft, bis dahin über einen ausreichend wirksamen und von der EU zugelassenen Impfstoff zu verfügen. 3,3 Millionen Vögel seit August gekeult. Die Tierseuche, die seit mehreren Jahren Hühner, Enten und Puten in den Zuchtbetrieben dezimiert, beschleunigt sich mit dem Winter und führte im Dezember zur Tötung von fast zwei Millionen Vögeln, so dass seit dem 1. August in Frankreich insgesamt 3,3 Millionen Vögel notgeschlachtet wurden. Am Donnerstag stellt…

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  • SNCF: Gibt es wirklich jedes Jahr zu Weihnachten Streiks?

    SNCF: Gibt es wirklich jedes Jahr zu Weihnachten Streiks?

    200.000 Reisende werden am Wochenende des 24. Dezember wegen eines Streiks der SNCF-Zugbegleiter nicht mit dem Zug fahren können. Und immer öfter hört man in Frankreich, dass es jedes Jahr an Weihnachten und Silvester Streiks gebe. Aber das stimmt nicht.

    „Die Nutzer, die ein wenig Erfahrung mit dem Reisen haben, wissen, dass es an Weihnachten Streiks bei der SNCF gibt, das ist üblich zu Weihnachten“, sagte Christian Boucaret, der Präsident der Fédération nationale des associations des usagers des transports (Fnaut) gegenüber Franceinfo am Dienstag, dem 20. Dezember. Eine Idee, die von vielen Internetnutzern auch in den sozialen Netzwerken geteilt wird.

    Auch wenn etwa 200.000 Reisende an diesem Weihnachten 2022 von einem Streik betroffen sein werden, ist es falsch zu sagen, dass dies jedes Jahr zum gleichen Zeitpunkt geschieht. Das letzte Mal, dass an Weihnachten wirklich gestreikt wurde, war vor drei Jahren, im Jahr 2019, mit insgesamt 27 Streiktagen im Dezember. In diesem Jahr hatten die Eisenbahner die Idee eines Waffenstillstands für Heiligabend abgelehnt, damals protestierten sie gegen die von Emmanuel Macron angestrebte Rentenreform, etwas, das nicht nur den Eisenbahnsektor betraf. Anschliessend muss man allerdings bis 1986, also mehr als 35 Jahre zurückgehen, um einen massiven Streik der SNCF an Weihnachten zu finden. Der Verkehrsexperte Gilles Dansart bestätigt, dass Streiks bei der SNCF am 24. Dezember letztlich sehr selten sind. „Meist wurden die Tarifverhandlungen vor den Feiertagen beendet“, erklärt er.

    Seit 70 Jahren wird jedes Jahr gestreikt, aber Weihnachten ist selten betroffen.
    Aber der falsche Eindruck kommt nicht von ungefähr. Wenn man in die Vergangenheit schaut, gab es tatsächlich oft Streikandrohungen zu Weihnachten. Allerdings wurde Heiligabend in der Regel gerade noch gerettet, entweder weil die Gewerkschaften ihre Ankündigung zurückzogen oder weil die Regierung oder das SNCF-Management einen Rückzieher machten.

    Letztes Jahr zum Beispiel gab es für Weihnachten zwar eine Streikandrohung, aber die Gewerkschaften haben den Streik schließlich am Heiligabend nicht durchgeführt. Und wenn im vergangenen Jahr dennoch etwas mehr als 50.000 Reisende ihre Reise annulliert sahen, lag das eher daran, dass die SNCF nicht mehr genug Zeit hatte, alle Züge rechtzeitig wieder einzusetzen. Ein weiteres Beispiel stammt aus dem Jahr 1995. Ein massiver Streik legte Frankreich von November bis Dezember einen Monat lang lahm. Protestiert wurde damals gegen die geplanten Reformen von Alain Juppé, jedoch zog der Premierminister seine Reformpläne zurück und der Verkehr wurde rechtzeitig wieder aufgenommen.

    Was hingegen stimmt, ist, dass es insgesamt tatsächlich viele Streiks im französischen Schienenverkehr gibt. Die SNCF-Statistiken zeigen, dass es seit 1947 kein einziges Jahr ohne Streiks gegeben hat.

  • Der Serienmörder Charles Sobhraj alias „die Schlange“ nach Frankreich zurückgekehrt

    Der Serienmörder Charles Sobhraj alias „die Schlange“ nach Frankreich zurückgekehrt

    Der Franzose Charles Sobhraj, der in den 1970er Jahren in Asien wegen mehrerer Morde verurteilt worden war, kehrte am Samstagmorgen nach Frankreich zurück, nachdem er aus dem Gefängnis in Nepal entlassen worden war, wo er fast 20 Jahre lang in Haft verbracht hatte.

    Er ist wieder in Frankreich. Der 78-jährige französische Serienmörder Charles Sobhraj alias „Die Schlange“, der von den nepalesischen Behörden ausgewiesen wurde, nachdem er 20 Jahre lang wegen des Mordes an zwei nordamerikanischen Touristen im Gefängnis gesessen hatte, ist am Samstag, dem 24. Dezember, nach Paris zurückgekehrt.

    Der Mann, der in den 1970er Jahren in Asien etwa 20 Morde begangen haben soll und als Vorlage für eine Netflix-Serie diente, kam mit einem Flugzeug aus Doha (Katar) am Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle an und wurde sofort von der Grenzpolizei in Empfang genommen.

    Nach „Identitätsprüfungen“ verließ Charles Sobhraj den Flughafen unauffällig und ließ zahlreiche Journalisten vergeblich warteten.

    Der 78-jährige Charles Sobhraj, der in Thailand als „Bikinimörder“ und „die Schlange“ bekannt war, wurde aus dem Gefängnis in Nepal entlassen, wo er fast 20 Jahre in Haft verbracht hatte. Der Oberste Gerichtshof Nepals ordnete am Mittwoch die Freilassung von Charles Sobhraj an und begründete dies mit seinem Alter. Ausserdem benötige er eine Operation am offenen Herzen. Diese Entscheidung steht im Einklang mit einem nepalesischen Gesetz, das die Freilassung von bettlägerigen Gefangenen erlaubt, die bereits drei Viertel ihrer Strafe verbüßt haben.

    „Ich bin unschuldig“
    Im Flugzeug von Doha, wo er sich am Freitagabend auf der Durchreise befand, sagte Charles Sobhraj einem AFP-Reporter, dass er „unschuldig“ an den ihm zugeschriebenen Verbrechen sei.

    „Ich bin in all diesen Fällen unschuldig, okay? (…) Alles wurde auf gefälschten Dokumenten aufgebaut“, sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. „Ich habe viele Dinge zu erledigen. Ich muss viele Leute verklagen, darunter auch den Staat Nepal“.

    „Der Richter hat, ohne auch nur einen einzigen Zeugen zu befragen (…) und ohne dem Angeklagten zu gestatten, auch nur ein einziges Argument vorzubringen, das Urteil geschrieben“, fügte er hinzu. „Die Gerichte in Nepal, (…) alle Richter, waren voreingenommen“.

    „Es hat mehr als 19 Jahre gedauert, bis er seine Freiheit wiedererlangt hat, und ich bin sehr glücklich und sehr schockiert darüber“, kommentierte seine französische Anwältin Isabelle Coutant-Peyre, die ihn am Flughafen abgeholt hatte, vor der Presse. „Er wurde ungerechtfertigt aufgrund einer Akte verurteilt, die von der nepalesischen Polizei mit gefälschten Unterlagen zusammengestellt wurde. Es ist ein Skandal, er wird als Serienmörder dargestellt, was völlig falsch ist„.

    Nach der Bekanntgabe seiner Entlassung hatte das französische Außenministerium mitgeteilt, dass Frankreich ihn aufnehmen würde, wenn ihm ein Auslieferungsersuchen „zugestellt“ würde.

    Charles Sobhraj, französischer Staatsbürger mit einer vietnamesischen Mutter und einem indischen Vater, begann Anfang der 1970er Jahre die Welt zu bereisen. Er gab sich als Edelsteinhändler aus und freundete sich mit seinen Opfern an, die oft westliche Rucksacktouristen auf den Spuren der Hippies der 1970er Jahre waren, bevor er sie unter Drogen setzte, beraubte und ermordete.

    Charles Sobhrajs Spitzname „Die Schlange“ rührt von seiner Fähigkeit her, andere Identitäten anzunehmen, um der Justiz zu entgehen.

    Er wurde zum Titel einer erfolgreichen Serie der BBC und Netflix, die auf seinem Leben basiert.

  • Streik bei der SNCF: Franzosen suchen nach anderen Reisemöglichkeiten

    Streik bei der SNCF: Franzosen suchen nach anderen Reisemöglichkeiten

    Streik bei der SNCF und die Franzosen suchen nach anderen Möglichkeiten, ihre Familien über die Feiertage zu besuchen. Bus, Mitfahrgelegenheiten oder sogar Flugzeuge – jeder hofft, eine andere Reisemöglichkeit zu finden.

    Um Weihnachten mit ihrer Familie in Perpignan (Pyrénées-Orientales) zu verbringen, reist eine Rentnerin aus Montpellier mit dem Bus. „Ich nehme den Bus. Das ist deutlich billiger, es ist sehr gut. Und die Zeit ist genau gleich“, erzählt sie auf dem Sender France 3. Andere haben sich aufgrund des Mangels an Zügen für die Straße entschieden. Seit Dienstag, dem 20. Dezember, werden auch Mitfahrgelegenheiten verstärkt in Anspruch genommen. „Angesichts der Ungewissheit, angesichts des Preises für den Zug, habe ich auf eine Mitfahrgelegenheit zurückgegriffen“, sagt eine Nutzerin. Doch die Plätze werden immer knapper.

    Lösungen finden
    Auch das Mieten von Autos wird immer schwieriger. Bei den großen Autovermietern sind in Paris fast keine Fahrzeuge mehr verfügbar. Als letzte, aber oft viel teurere Lösung beginnen sich auch die Flugzeuge zu füllen. Guillaume Rostand, Sprecher von Liligo, berichtet von einem „sehr starken Anstieg der Suchanfragen nach inländischen Flughäfen“. Einige Franzosen sind gezwungen, sich notgedrungen neu zu organisieren. Ein Arbeitnehmer hat seine Abreise vorgezogen und wird mit seinem Computer im mobilen Home-Office unterwegs sein.

  • Paris: Fassungslosigkeit und Fragen am Tag nach den tödlichen Schüssen

    Paris: Fassungslosigkeit und Fragen am Tag nach den tödlichen Schüssen

    Ein 69-jähriger Mann, der der Polizei bereits wegen eines rassistischen Angriffs bekannt war, tötete am Freitagmittag in Paris drei Menschen in der Nähe eines kurdischen Kulturzentrums. Ein Drama, das die kurdische Gemeinschaft in Frankreich in Trauer versetzt und noch viele Fragen aufwirft.

    Schock, Unverständnis und Wut. Die kurdische Gemeinschaft in Frankreich trauert am Tag nach den tödlichen Schüssen, die am Freitag, dem 23. Dezember 2022, kurz vor Mittag in der Rue d’Enghien im zehnten Arrondissement von Paris abgefeuert wurden. Ein 69-jähriger Franzose, der erst vor elf Tagen aus dem Gefängnis entlassen worden war und der der Polizei als Gewalttäter bekannt war, tötete mit seiner Waffe drei Menschen. In Polizeigewahrsam erklärte er seine Tat damit, dass er „Rassist“ sei. 

    Wer waren die Opfer?
    Die drei Opfer waren alle kurdischer Herkunft. Da ist zunächst Emine Kara, die Leiterin der kurdischen Frauenbewegung in Frankreich. Frankreich hatte ihren Asylantrag abgelehnt. Das zweite Opfer hieß Miran Perwer. Der Sänger war aus der Türkei geflohen, wo er wegen seiner politischen Aktivitäten verfolgt wurde. Der Name des dritten Opfers wurde noch nicht veröffentlicht. Bei der Schießerei in der Rue d’Enghien wurden außerdem drei weitere Personen zum Teil schwer verletzt.

    Wer ist der Schütze?
    William M. ist ein 69-jähriger Franzose, Zugführer im Ruhestand. Er lebt im zweiten Arrondissement von Paris. Sein 90-jähriger Vater beschreibt ihn als „schweigsam und „verrückt“. Er erklärt, dass sein Sohn „nichts sagte“ und „den (Angriff) ganz allein geplant haben muss“. In Polizeigewahrsam erklärte der Täter, er habe so gehandelt, weil er „Rassist“ sei.


    William M. war laut Innenminister Gérald Darmanin in den Dateien des territorialen Nachrichtendienstes und der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) unbekannt und auch nicht als „ultrarechte Person“ registriert. Er „wollte Ausländer angreifen“ und habe „offensichtlich allein gehandelt“, fügte Gérald Darmanin hinzu. Der Mann besuchte einen Schießstand und seine zahlreichen Waffen waren wie gesetzlich vorgeschrieben angemeldet. Er wurde im Besitz einer halbautomatischen Pistole vom Typ Colt-45, drei Magazinen, die mit 14 Schuss Munition bestückt waren, und 25 Patronen vom Kaliber 45 festgenommen, berichtet die Zeitung Journal Du Dimanche.

    Der Täter soll von einem Auto vor dem Sitz des Kurdischen Demokratischen Rates Frankreichs abgesetzt worden sein, so die Zeitung L’Humanité. Als er dort ankam, sollte eine Versammlung von etwa 60 kurdischen Frauen stattfinden, doch der Zeitplan wurde im letzten Moment um eine Stunde verschoben. Wusste der Verdächtige davon? Wer setzte ihn in der Rue d’Enghien ab? Hatte er einen oder mehrere Komplizen? Mehrere Fragen sind noch unbeantwortet.

    Kann man von einem Terroranschlag sprechen?
    Die Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft war vor Ort, ist aber nicht offiziell mit dem Fall befasst. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen Mordes, versuchten Mordes, vorsätzlicher Gewalt mit Waffen und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Die kurdische Gemeinschaft spricht von einem „terroristischen“ Akt und schiebt die Schuld auf die Türkei.

    Der Justiz bekannt, warum war er auf freiem Fuß?
    Der Mann hatte drei Vorstrafen. Er wurde im Juni 2017 wegen „verbotenen Besitzes von Waffen der Kategorien A, B und C“ zu sechs Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Im Juni 2022 wurde er wegen Gewalttaten, die bis ins Jahr 2016 zurückreichten, zu zwölf Monaten Haft verurteilt. Da er Berufung eingelegt hatte, ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Zuletzt hatte er im Dezember 2021 mehrere wilde Migrantenlager im Parc de Bercy in der Nähe der Konzerthalle Accor Arena mit einem Säbel angegriffen. Zwei Sudanesen wurden damals verletzt. William M. verbrachte ein Jahr in Untersuchungshaft. Er wurde am 8. Dezember 2021 inhaftiert und am 12. Dezember 2022 wie gesetzlich vorgeschrieben freigelassen und unter richterliche Aufsicht gestellt.

    Anschliessend kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen
    Die Emotionen in der kurdische Gemeinschaft, die in diesem Pariser Stadtteil stark vertreten ist, kochten Stunden nach der Tat über. Es kam zu gewalttätigen Zwischenfällen mit Ordnungskräften, wobei eine Person festgenommen wurde, wie eine Polizeiquelle berichtete. Die Polizisten, die mit Steinen, verschiedenen Gegenständen und sogar Weihnachtsbäumen angegriffen wurden, mussten Tränengas einsetzen.

    Die kurdische Gemeinschaft kündigte für Samstagmittag eine Demonstration in Paris auf dem Place de la République an. Verantwortliche der kurdischen Gemeinschaft wurden am Vormittag auf Wunsch von Emmanuel Macron und Gérald Darmanin vom Pariser Polizeipräfekten Laurent Nuñez empfangen.

  • Hérault: 80-Jähriger und Schwiegertochter tot im eigenen Haus gefunden – Verdächtiger in Haft

    Hérault: 80-Jähriger und Schwiegertochter tot im eigenen Haus gefunden – Verdächtiger in Haft

    In dem Haus trafen die Gendarmen auf einen Mann ohne festen Wohnsitz. Der Verdächtige, der die Tat bereits zugab, wird nun psychiatrisch untersucht.

    Die Leichen eines etwa 80-jährigen Mannes und seiner Schwiegertochter wurden am vergangenen Wochenende in dem Haus, in dem sie lebten, in Villeneuve-lès-Maguelone (Hérault) gefunden, berichtet jetzt France Bleu Hérault. Der Hauptverdächtige für die Tat ist ein Obdachloser, der von der Gendarmerie aufgegriffen wurde, als er sich noch in dem Haus befand.

    Laut der Staatsanwaltschaft Montpellier entdeckten die Gendarmen der Brigade von Villeneuve-lès-Maguelone die Leichen des 80-jährigen Mannes und seiner 57-jährigen Schwiegertochter bereits am Sonntag, dem 18. Dezember, in einem Haus neben dem Bahnhof von Villeneuve-lès-Maguelone. Beide hatten seit dem Tod der Ehefrau des 80-Jährigen in diesem Haus gelebt. Die Familie machte sich Sorgen, weil sie nichts mehr von ihnen gehört hatte.

    Der Verdächtige hatte keine Verbindung zu den Opfern.
    Ebenfalls nach Angaben der Staatsanwaltschaft wiesen die Körper der Opfer Spuren von Schlägen auf. Vor Ort stießen die Gendarmen auf einen Mann, der sich in dem Haus aufhielt. Es handelte sich um einen 38-jährigen Obdachlosen mit spanischer Staatsangehörigkeit, der die Tat zugab, ohne eine rationale Erklärung zu liefern. Es bestand keine familiäre, freundschaftliche oder berufliche Verbindung zwischen dem Mann und den Opfern. Die Ermittler fanden Einbruchsspuren, die darauf hindeuteten, dass er ursprünglich in das Haus einbrechen wollte.

    Bei den ersten Vernehmungen erschien der psychische Zustand des Verdächtigen instabil. Er soll daher von psychiatrischen Sachverständigen untersucht werden. Es wurden gerichtliche Ermittlungen eingeleitet und der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen.

  • Macron: „Es ist nicht tolerierbar, dass wenige hundert Leute das Land blockieren und den Franzosen die Feiertage verderben“

    Macron: „Es ist nicht tolerierbar, dass wenige hundert Leute das Land blockieren und den Franzosen die Feiertage verderben“

    Anlässlich der letzten Ministerratssitzung vor den Weihnachtsferien wies der Präsident der Republik mit dem Finger auf das mangelnde Verantwortungsbewusstsein der SNCF-Zugbegleiter, die am Weihnachtswochenende streiken wollen. „Es ist nicht tolerierbar, dass einige hundert Personen das Land blockieren und den Franzosen nach zwei Jahren Covid die Feiertage verderben“, rief Emmanuel Macron nach Informationen von Franceinfo während des Ministerrats, der am Donnerstag, dem 22. Dezember, stattfand, aus. Der Staatspräsident kritisierte das mangelnde Verantwortungsgefühl der streikwilligen SNCF-Zugbegleiter. Am Wochenende sollen etwa 40% der TGV-Züge ausfallen. Angesichts dieses Arbeitskampfs forderte der Staatschef die zuständigen Minister auf, zu handeln und den Druck auf die Konfliktparteien aufrechtzuerhalten. „Die Regierung darf nicht Beobachter der sozialen Konflikte sein, sondern muss sich stärker einbingen.“ So wird Emmanuel Macron von Franceinfo zitiert. Der Präsident forderte die Re…

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