Kategorie: Frankreich

  • Energiekrise: Gaspreise auf dem Weltmarkt sinken auf das Niveau vor dem Ukraine-Krieg

    Energiekrise: Gaspreise auf dem Weltmarkt sinken auf das Niveau vor dem Ukraine-Krieg

    Am 1. Januar 2023 wird der neue regulierte Gastarif eingeführt. Es wird einen Anstieg um 15% geben. Das hätte deutlich höher ausfallen können, aber für die betroffenen Haushalte bleibt es eine Herausforderung.

    Antoine Lepers, ein junger Ingenieur in Paris, wird ab dem 1. Januar mehr für sein Gas bezahlen müssen. Trotz des bisherigen Anstiegs der Gaspreise beschränkte der Gaspreisdeckel bislang den Anstieg seiner Rechnungen auf 4%. Eine Obergrenze, die in drei Tagen auf 15% steigen wird. Der junge Mann zahlt dann etwa 7,50 Euro mehr im Monat. Vom Gaspreisdeckel profitieren Privatpersonen, die weniger als 30 MWh pro Jahr verbrauchen und einen Vertrag zum regulierten Tarif haben.

    Mehrere Monate Verzögerung
    Mit dem 15%-Schild werden die französischen Haushalte durchschnittlich 25 Euro mehr pro Monat zahlen, ein Anstieg, der sich in Grenzen hält. Ohne jeglichen Preisdeckel wären die Rechnungen im Durchschnitt um mehr als 200 Euro explodiert. Gleichzeitig sinken die Gaspreise auf den Märkten wieder auf das Niveau vor dem Krieg in der Ukraine, aber diese niedrigeren Preise werden sich erst mit einer Verzögerung von mehreren Monaten auswirken. Ein baldiger und spürbarer Rückgang der Gaspreise ist also leider noch nicht in Sicht.

  • Wetter: Das Neujahr 2023 kündigt sich außergewöhnlich mild an

    Wetter: Das Neujahr 2023 kündigt sich außergewöhnlich mild an

    Nach den rekordverdächtig milden Weihnachtstagen könnte auch das Neujahrswochenende 2023 in vielen Regionen Frankreichs ungewöhnlich warm werden.

    Am Neujahrswochenende 2023 könnten in Frankreich Hitzerekorde gebrochen werden, berichtet La Chaîne Météo. Ein Südwind wird milde Luft subtropischen Ursprungs aufsteigen lassen, mit Temperaturen von 10 bis 13°C in 1.500 m Höhe in der Südhälfte Frankreichs und von 5 bis 10°C in der Nordhälfte. Das sind immerhin 5 bis 10°C über den jahreszeitlichen Normalwerten.

    Samstag, 31. Dezember
    Am Samstag wird es von der Bretagne über die Normandie bis in die Hauts-de-France stürmisches Wetter geben, mit intensiven Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h an der Kanalküste. Ansonsten ist der Himmel locker bewölkt, es gibt einige maritime Einflüsse an der Mittelmeerküste und ein paar Regentropfen in den Cevennen.

    Am Morgen liegen die Temperaturen zwischen 6 und 15°C, in den Niederungen gibt es keinen Frost. Am Nachmittag werden von Nord nach Süd 13 bis 20°C erwartet, mit Spitzenwerten von 23°C im Baskenland.

    Das Wetter in Frankreich am Samstagnachmittag (La Chaine Météo)

    In der Silvesternacht gibt es kein Winterwetter, weder Frost noch Schnee ist im Flachland in Sicht. Es wird mild, sogar in den Bergen.

    Sonntag, 1. Januar
    Am ersten Tag des Jahres 2023 wird sich das Hochdruckgebiet verstärken und sich über den größten Teil Frankreichs erstrecken. Nördlich der Loire in Richtung der Kanalküste wird es weniger regnen, aber der Wind wird immer noch ziemlich stark wehen. Im Süden wird sich die Sonne relativ leicht durchsetzen. Die Temperaturen sind oft 1 bis 2°C milder als am Vortag und liegen auf dem Niveau der Temperaturen, die wir normalerweise erst Ende April oder sogar Anfang Mai erwarten.

    Montag, 2. Januar
    Am Montag, dem 2. Januar, kommt leichter Regen in den östlichen Regionen an. In der Nähe des Ärmelkanals wird sich der Himmel aufhellen. Die niedrigsten Temperaturen werden am Morgen im Nordwesten erwartet, mit 7°C in Brest und Rennes und 8°C in Nantes. In Paris wird die Temperatur den ganzen Tag über um 9°C liegen.

  • Val-d’Oise: 22-jähriger Mann in Sarcelles erschossen

    Val-d’Oise: 22-jähriger Mann in Sarcelles erschossen

    Der junge Mann wurde am Donnerstag schwer verletzt am Steuer seines Autos aufgefunden und verstarb etwa 30 Minuten nach Eintreffen der Rettungskräfte.

    Ein 22-jähriger Mann wurde am Donnerstagabend, dem 29. Dezember, in Sarcelles im Département Val-d’Oise getötet. Ersten Berichten zufolge wurde er von Schüssen getroffen, als er in seinem Auto sass, wie Franceinfo am Freitag unter Berufung auf mehrere Quellen meldete.

    Im Besitz einer Handfeuerwaffe
    Der Mann wurde am Donnerstag, dem 29. Dezember, gegen 19 Uhr schwer verletzt am Steuer seines Wagens aufgefunden. Das Auto war von Kugeln durchsiebt – etwa zehn Einschusslöcher wurden gezählt. Das Opfer wurde nach ersten Erkenntnissen in den Brustkorb getroffen. Es verstarb etwa 30 Minuten nach Eintreffen der Rettungskräfte. Der 22-jährige Mann war selbst im Besitz einer Handfeuerwaffe. Die Kriminalpolizei in Versailles hat die Ermittlungen übernommen.

  • Wie sind die Verkehrsprognosen für das Neujahrswochenende?

    Wie sind die Verkehrsprognosen für das Neujahrswochenende?

    Wie wird die Situation auf den Straßen Frankreichs an diesem Wochenende des Jahreswechsels sein?

    Wenn Sie am Freitag, dem 30. oder Samstag, dem 31. Dezember auf Frankreichs Strassen unterwegs sein müssen, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Das gesamte Land wird von Bison Futé als grün eingestuft. An den beiden Tagen vor Schulbeginn könnte es jedoch zu einigen Behinderungen kommen.

    Sonntag, 1. Januar
    Am Sonntag, dem 1. Januar, kann es bei der Rückreise aus den Wintersportorten zu Schwierigkeiten auf den Hauptverkehrsachsen in den Alpen, im Rhonetal und auf der Autobahn A6 kommen. Im Burgund, im Osten und in der Region Rhône-Alpes-Auvergne wird der Verkehr als orange eingestuft.

    Bison Futé gibt den Autofahrern einige Ratschläge:

    – Erreichen oder durchqueren Sie die Île-de-France vor 12 Uhr,
    – meiden Sie die Autobahn A6 auf Höhe der Mautstelle Fleury von 14 bis 19 Uhr,
    – meiden Sie die Autobahn A7 zwischen Orange und Lyon von 16 bis 20 Uhr,
    – vermeiden Sie die Autobahn A43, zwischen Chambéry und Lyon, von 11 bis 20 Uhr,
    – vermeiden Sie die N90 zwischen Italien und Albertville von 15:00 bis 19:00 Uhr,
    – vermeiden Sie den Mont-Blanc-Tunnel auf der Rückfahrt nach Frankreich von 13 bis 20 Uhr (Wartezeiten von mehr als 1 Stunde).

    Montag, 2. Januar
    Am Montag, dem 2. Januar, werden die ersten Schwierigkeiten in der Île-de-France voraussichtlich gegen 11 Uhr auftreten, die Hauptverkehrszeit liegt zwischen 16 und 20 Uhr. Der Verkehr wird in der Île-de-France sowie in Burgund und Ostfrankreich als orange eingestuft.

    Bison Futé gibt für Montag diese Ratschläge:

    – Erreichen oder durchqueren Sie die Île-de-France vor 11 Uhr,
    – meiden Sie die Autobahn A35, zwischen Straßburg und Deutschland, von 15 bis 20 Uhr,
    – meiden Sie die Autobahn A10 auf Höhe der Mautstelle Saint-Arnoult von 11 bis 19 Uhr,
    – vermeiden Sie die Autobahn A6 zwischen Lyon und Beaune von 12:00 bis 14:00 Uhr.

  • 22 gute Nachrichten aus dem Jahr 2022

    22 gute Nachrichten aus dem Jahr 2022

    Wissenschaftliche Entdeckungen, soziale Fortschritte, kulturelle Auszeichnungen… Das zu Ende gehende Jahr war auch von positiven Ereignissen geprägt. 

    Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu und viele hoffen, dass das Jahr 2023 besser werden wird. Aber wir haben tatsächlich 22 gute Nachrichten ausfindig gemacht, die das vergangene Jahr geprägt haben. Einige sind regelrecht historisch, andere symbolisch oder einfach nur anekdotisch… Aber sie alle lassen das vergangene Jahr versöhnlicher erscheinen.

    1) Ameisen können Krebs erkennen

    Gibt es bald einen „Ameisenschnelltest“ bei der Ankunft im Krankenhaus? Im März 2022 gelang es französischen Forschern des CNRS, des Inserm, der Universität Sorbonne Paris Nord und des Institut Curie, Ameisen so zu trainieren, dass sie Krebszellen von gesunden Zellen unterscheiden können. Dies wurde durch den außergewöhnlichen Geruchssinn dieser Tierchen ermöglicht. Die Ergebnisse sind sehr ermutigend, mit einer Erfolgsquote von 95% bei Brust- und Eierstockkrebs.

    2) Das Baguette wurde in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen

    Das macht Freude: Das berühmte französische Baguette wurde Ende November 2022 von der Unesco als immaterielles Kulturerbe der Menschheit ausgezeichnet. Eine schöne Anerkennung für die 35.000 handwerklichen Bäckereien in Frankreich. Jetzt bleibt nur noch die Frage: Mögen Sie es lieber weiß, goldbraun oder gut durchgebacken?

    3) Das Loch in der Ozonschicht hat sich weiter geschlossen

    Unserer Umwelt geht es (ein wenig) besser. Das Loch in der Ozonschicht, die uns vor gefährlicher ultravioletter Strahlung schützt, schrumpfte auch 2022 langsam weiter. „Im Laufe der Zeit sind stetige Fortschritte zu beobachten und das Loch schließt sich“, freute sich ein Wissenschaftler der Nasa. Es bleibt jedoch noch einiges zu tun, um einen optimalen Schutz des Planeten zu gewährleisten. Das Ozonloch ist immer noch fast dreimal so groß wie die Fläche Kanadas.

    4) Verhütungsmittel für Frauen unter 26 Jahren wurden in Frankreich kostenlos

    Ein Fortschritt für den Zugang zu Verhütungsmitteln in Frankreich. Seit dem 1. Januar werden bestimmte Pillen, Implantate und Spiralen für Frauen unter 26 Jahren vollständig erstattet. Diese Maßnahme galt zuvor nur für Minderjährige. Ein weiteres Verhütungsmittel wird ab dem 1. Januar 2023 für alle Personen unter 25 Jahren kostenlos sein: Kondome.

    5) Ein Bartgeier hat zum ersten Mal seit 100 Jahren ein Ei gelegt

    Wertvoller als sprichwörtliche Henne mit den goldenen Eiern ist das Ei des Bartgeiers! Ein Schatz, der so wertvoll ist, dass der genaue Ort des Nestes geheim gehalten wird… Eines ist sicher: Im März brütete dieser vom Aussterben bedrohte Greifvogel auf den Hochebenen des Vercors. Eine Premiere seit fast einem Jahrhundert, die das Ergebnis von Wiederansiedlungsbemühungen ist, die 2010 begannen. „Es erzählt eine schöne Geschichte vom Menschen, der ein wenig seine früheren Fehler wieder gut macht, und außerdem dient es dazu, die Poesie der Berge zu bereichern“, freut sich ein Wärter des Naturschutzgebiets Vercor.

    6) Die Französin Stéphanie Frappart wurde die erste Frau, die bei einer Fußball-Weltmeisterschaft als Schiedsrichterin fungierte

    Eine gläserne Decke wurde durchstossen. Die Französin Stéphanie Frappart wurde am 1. Dezember die erste Frau, die bei einer Weltmeisterschaft als Haupt-Schiedsrichterin fungierte. Und zwar während des Vorrundenspiels zwischen Costa Rica und Deutschland. Eine Auszeichnung für eine Frau, die schon immer an vorderster Front für die Gleichstellung von Frauen und Männern in diesem sehr männerdominierten Sport gekämpft hat. Vor dem Spiel hatte sie bereits als erste weibliche Schiedsrichterin in der französischen Ligue 2 (2014), der Ligue 1 (2019) und der Champions League (2020) amtiert.

    7) In der Region Hauts-de-France wurde ein Wohnhaus aus der gallo-römischen Zeit entdeckt

    Eine Villa aus der römischen Antike. In Soissons im Departement Aisne wurde auf einer Baustelle für Sozialwohnungen ein Schatz aus der gallo-römischen Zeit entdeckt. Bei der Ausgrabung des Geländes entdeckten die Archäologen die Spuren eines „Domus“, einer typischen Behausung aus römischer Zeit. Unter den Funden: Alltagsgegenstände, Keramik und ein Bronzelöffel zur Entnahme von Pigmenten für das Make-up. Très chic!

    8) „Der kleine Prinz“ landete zum ersten Mal in Frankreich

    Was lag näher, als das bekannteste Werk von Antoine de Saint-Exupéry in ein Flugzeug zu packen? Genau das wurde Ende Januar umgesetzt. Fünfunddreißig der 141 Manuskriptblätter und Originalzeichnungen des Kleinen Prinzen überquerten den Atlantik an Bord eines Air France Airbus, um im Musée des arts décoratifs in Paris ausgestellt zu werden. Es war das erste Mal, dass das Originalwerk seine Heimat, die Vereinigten Staaten, verließ und in die Heimat seines Autors, Frankreich, gelangte. Saint-Exupéry hat sein Kultbuch 1943 in New York geschrieben.

    9) Der Franzose Hugo Duminil-Copin hat die Fields-Medaille erhalten

    Sind die Franzosen wirklich nicht gut in Mathe? Das ist garnicht so sicher. Im Juli erhielt der Franzose Hugo Duminil-Copin die Fields-Medaille, die einem „Nobelpreis“ für Mathematik entspricht. Und er ist nicht der erste: Zwölf weitere Landsleute haben bereits die prestigeträchtigste aller Auszeichnungen in Mathematik erhalten. „Ich untersuche sogenannte Phasenübergänge, also Verhaltensänderungen in der Materie“, erklärte er, schränkte jedoch ein: „Ich könnte Ihnen nicht einmal sagen, wie Sie meine Forschung nutzen können. Das muss jemand anderes herausfinden“.

    10) Das James-Webb-Teleskop hat seine ersten großartigen Bilder geliefert

    Anfang September hat das leistungsstärkste Teleskop, das je gebaut wurde, Bilder des sogenannten Tarantelnebels eingefangen. Dabei handelt es sich nicht um eine große Spinne, sondern um eine Region im Kosmos, die 161.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist und in der in rasantem Tempo neue Sterne geboren werden. Auf der faszinierenden Aufnahme ist ein Cluster junger, hell leuchtender blauer Sterne zu erkennen. Außerdem sind mehrere lange Filamente aus Gas und Staub zu sehen, die dieser „Sternenkinderstube“ ihren Namen gegeben haben. Ein Traum für alle Astronomen.

    11) Der Biber ist nach Frankreich zurückgekehrt

    Der fleissige Architekt der Flussufer hat seine Arbeit auch in Frankreich wieder aufgenommen. Nachdem die Biber Mitte des letzten Jahrhunderts fast völlig aus dem Hexagon verschwunden waren, sind sie nun wieder aufgetaucht. Nicht zu verwechseln mit ihren Verwandten, den Nutrias! Um Biber zu erkennen, muss man auf ihren Kot achten. „Darin findet man Holzfragmente“, erklärt der Experte Paul Hurel. Denn es ist keine Legende, dass Biber hart arbeiten, um Holzdämme entlang unserer Flüsse zu bauen. Die Konstruktionen sind sehr nützlich, um die Auswirkungen von Überschwemmungen zu begrenzen.

    12) Annie Ernaux gewann den Nobelpreis für Literatur

    Im Oktober gewann die 82-jährige Französin Annie Ernaux, Autorin eines autobiografischen, universellen und politischen Werks, den Nobelpreis für Literatur. Mit dieser sechzehnten Auszeichnung führt Frankreich die Weltrangliste unter den Literaturpreisträgern an. In den Buchhandlungen, in denen die Hauptwerke von Annie Ernaux wie warme Semmeln verkauft werden, herrscht Hochbetrieb.

    13) Die Zahlung von Unterhaltszahlungen wurde automatisiert

    Seit dem 1. März übernimmt die Kindergeldkasse bei allen Scheidungen, die von einem Richter ausgesprochen werden, die automatische Auszahlung der Unterhaltszahlungen. Damit soll verhindert werden, dass ein alleinerziehender Elternteil in die Armut abrutscht. Eine Änderung, die dem Elternteil, sehr oft der Mutter, der für die Kinder verantwortlich ist, mehr finanzielle Sicherheit gibt. Bisher wurden nach Angaben der Regierung fast ein Drittel der Unterhaltszahlungen nicht oder nur unregelmäßig geleistet. Das soll sich nun endlich ändern.

    14) Es gab endlich wieder eine Tour de France für Frauen

    Es war ein langer und kurvenreicher Weg, aber die Tour de France hat endlich wieder ihre Türen für weibliche Sportlerinnen geöffnet! Im Sommer 2022 wurde nach jahrzehntelanger Abwesenheit und vielen gescheiterten Versuchen wieder eine Tour de France für Frauen veranstaltet. In diesem Jahr legten die Fahrerinnen acht Etappen zurück und die Niederländerin Annemiek van Vleuten gewann das Rennen. Die Frauen-Tour de France geht 2023 weiter, mit einem geplanten Start in Clermont-Ferrand am 23. Juli.

    15) Zwei verloren geglaubte Skulpturen wurden dem Schloss Versailles zurückgegeben

    Zwei Statuen (Zephyr und Flora und L’Abondance), die von Ludwig XIV. bzw. Ludwig XV. für das Schloss Versailles in Auftrag gegeben worden waren, wurden nach 300 Jahren wiedergefunden. Sie waren von der Familie Rotschild gekauft und von den Nazis gestohlen worden. Die beiden monumentalen Skulpturen befanden sich seit einigen Jahren in der angolanischen Botschaft in Paris, die sie nun an Frankreich zurückgegeben hat. Nun kann man sie in den Gärten des Trianon bewundern.

    16) Der anatolische Leopard ist wieder aufgetaucht, obwohl die Art bereits als ausgestorben galt

    Sein gräuliches Fell und die großen Rosetten an den Flanken und auf dem Rücken waren seit 1974 nicht mehr beobachtet worden. Ein anatolischer Leopard wurde in der Türkei offiziell identifiziert, erklärte der türkische Minister für Land- und Forstwirtschaft im Mai. Aber es ist unmöglich zu wissen, wo genau das Tier fotografiert wurde. Die türkischen Behörden halten den Ort geheim, um zu verhindern, dass ein anderes Raubtier – der Mensch – das seltene Tier stört.

    17) Die Spendenfreudigkeit hat weltweit zugenommen

    Trotz oder gerade wegen der Covid-19-Pandemie sah man Großzügigkeit und Spendenfreudigkeit im Jahr 2022 in einem immer größeren Teil der Bevölkerung, so der sehr seriöse Weltglücksbericht der Vereinten Nationen. Spenden für wohltätige Zwecke, Freiwilligenarbeit und Hilfe für Fremde sind „im Vergleich zu vorpandemischen Werten um etwa 25% in die Höhe geschnellt“.

    18) Sophie Adenot wurde zweite französische Astronautin

    Die Gleichstellung von Männern und Frauen schreitet voran – zumindest im Weltraum. Mehr als zwanzig Jahre nach Claudie Haigneré hat Frankreich eine neue Astronautin, ihr Name ist Sophie Adenot. Die 40-jährige Ingenieurin und Offizierin der Luftwaffe ist Teil des neuen Jahrgangs der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Sie wurde aus 22.523 Bewerbern ausgewählt. „Es ist ein Werdegang, der schrittweise aufgebaut wurde und der zwar an der Basis ein bisschen Träumerei erforderte, aber vor allem Arbeit, um an diesen Punkt zu gelangen. Viel, viel Arbeit. Und auch ein bisschen Glück“, erklärte sie. Sophie Adenot hat an ihren Glücksstern geglaubt…

    19) In Grönland wurde die DNA eines Mastodons entdeckt

    Régis Debruyne, Paläogenetiker am Muséum national d’histoire naturelle, ist überglücklich. Anfang Dezember wurden zwei Millionen Jahre alte DNA-Fragmente von Wissenschaftlern aus dem gefrorenen Boden der Arktis entnommen. Diese genetischen Spuren, die ältesten, die je gefunden wurden, zeugen unter anderem von der Anwesenheit von Mastodonten, einem Verwandten der Elefanten und Mammuts. „Das ist eine unerwartete Entdeckung“, freut sich der Experte.

    20) Ein Brief von Karl V. wurde entziffert

    Eine „unverständliche“ Folge von Symbolen wurde fünf Jahrhunderte später endlich entziffert! Vier französische Forscher haben einen Brief entziffert, den Karl V. im Jahr 1547 an seinen Botschafter in Frankreich schrieb. Dafür benötigten die Kryptografen, die mit einer Historikerin der Universität Picardie zusammenarbeiteten, sechs Monate Arbeit. Was also verbarg sich in diesem mysteriösen Brief? Der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches beschreibt die verschlechterten Beziehungen zu Franz I.. Und der Brief berichtet „von einem Gerücht über ein Mordkomplott gegen Karl V., das sich in Frankreich zusammenbrauen würde“.

    21) Bei AIDS-Impfstoffen wurden wichtige Fortschritte erzielt

    Boten-RNA kann Leben retten. Nach Impfstoffen gegen Covid-19 wurde diese Technologie jetzt auch in einem Projekt für einen Impfstoff gegen das AIDS-Virus eingesetzt. Im Januar 2022 verabreichte das Unternehmen Moderna die ersten Dosen an Menschen. Es handelt sich zwar nur um die erste Testphase, aber sie lässt Hoffnung aufkommen, nach vier Jahrzehnten erfolgloser Forschung. „Wir kommen voran“, begrüßt Professor Yazdan Yazdanpanah. Aber „wir müssen noch mehr Energie und Geld darauf verwenden“.

    22) In Peru haben Archäologen ein „außergewöhnliches“ Fresko (wieder-)entdeckt

    Es gibt immer wieder neue Entdeckungen. Und Wiederentdeckungen. Eine Stätte, die Archäologen nur von Fotografien aus dem frühen 20. Jahrhundert kannten, wurde im Oktober 2022 in Peru wiederentdeckt. „Es ist selten, dass in der präkolumbianischen Archäologie Wandmalereien von solcher Qualität ans Tageslicht kommen“, freut sich Sam Ghavami, der vier Jahre lang nach dem Fresko gesucht hat. Das Gemälde gehörte zu einem Tempel namens Huaca Pintada. In dem Freskenfragment, das etwa 30 Meter lang ist, stechen blaue, braune, rote, gelbe, schwarze, weiße und „lucuma“-genannte senfgelbe Farben hervor.

    (Das Original diese Textes erschien bei Franceinfo)

  • Klimawandel: Skigebiete sind die letzten Opfer des heißesten Jahres in Frankreich

    Klimawandel: Skigebiete sind die letzten Opfer des heißesten Jahres in Frankreich

    Auch die letzte Woche des Jahres war von milden Temperaturen geprägt – viele Skigebiete mussten etwa die Hälfte ihrer Pisten schließen -, zieht Météo-France eine Wetterbilanz für 2022. Ein historisches Jahr, eines der wärmsten, geprägt von außergewöhnlichen Perioden, die auf die globale Erwärmung zurückzuführen sind.

    Das milde Jahresende kennzeichnet ein Jahr 2022, das das wärmste war, das Météo-France je aufgezeichnet hat. „Weihnachten 2022 war außergewöhnlich mild im ganzen Land, mit einem Wärmeindikator von 11,3 °C am 25. Dezember auf nationaler Ebene (eine Abweichung von +5,5 °C im Vergleich zur Norm), was dieses Weihnachten auf den zweiten Platz der mildesten Weihnachten nach 1997 setzt“, erklärt Météo-France und betont, dass „die Temperaturen in den letzten Jahren oft mild oder sogar extrem mild zu dieser Jahreszeit waren“.

    Nur Weihnachten 2020 war im Landesdurchschnitt kälter als normal. Von einem sehr kalten Weihnachten wie 1962, als das Thermometer in Vichy auf -17,0 °C, in Tarbes auf -9 °C, in Paris auf -7,5 °C und in Perpignan auf -4,5 °C fiel, ist Frankreich sehr weit entfernt.

    Entwicklung der durchschnittlichen Jahrestemperaturen seit 1900 (Météo France)

    Diese milde letzte Woche zwischen den Feiertagen krönt auf jeden Fall ein außergewöhnliches Jahr 2022, es „wird das wärmste Jahr sein, das Frankreich je gemessen hat. Das Jahr 2022 ist ein Symptom des Klimawandels in Frankreich, das von Wetterextremen geprägt ist“, so Météo-France. „Im gesamten Jahr wird die Temperatur in Frankreich im Durchschnitt über 14,2 °C liegen. Je nach den Temperaturen in den letzten Tagen des Dezembers wird die Jahrestemperatur für das gesamte Jahr 2022 zwischen 14,2 °C (kalter Dezember), 14,4 °C oder sogar 14,6 °C (warmer Dezember) liegen. Damit liegt 2022 auf Platz 1 der wärmsten Jahre, deutlich vor 2020, das bisher den Rekord hielt.“

    Abweichungen der Temperaturen und der Niederschläge (Météo France)

    Eine dramatische Folge war der Regenmangel, der weite Teile des Landes betraf. „Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge in Frankreich dürfte im Jahr 2022 ein Defizit von 15 bis 25% aufweisen (im Vergleich zur Norm 1991-2020). Das Jahr 1989 ist mit einem Defizit von 25% das bislang niederschlagsärmste Jahr. 2022 war gespickt mit Rekordmonaten: der Mai mit einem Defizit von 60 Prozent und der Juli mit einem Defizit von 85 Prozent waren die trockensten Monate, die seit Beginn der Messungen im Jahr 1959 in ganz Frankreich aufgezeichnet wurden.

    „Die im März beginnende Dürre 2022 im klimatologischen Sinne ist mit einer vorläufigen Dauer von 8 Monaten die drittlängste Dürre (nach der Dürre 1989-1990, die 17 Monate dauerte, und 2005, die 9 Monate dauerte). Drei Viertel des Landes waren betroffen“, so Météo-France.

    Die Hälfte der Skipisten geschlossen
    Das sehr milde Jahresende wirkt sich auch auf die Skigebiete aus, die derzeit unter akutem Schneemangel leiden: Die milde Witterung und der Regen führen laut Domaines skiables de France (DSF) derzeit dazu, dass etwa die Hälfte der französischen Skipisten geschlossen ist.

    Für Météo-France ist das Jahr 2022 ein gutes Beispiel für die Folgen der globalen Erwärmung. „Die bemerkenswerten Sommerperioden des Jahres 2022 wären ohne die Auswirkungen des Klimawandels höchst unwahrscheinlich und deutlich weniger intensiv gewesen“.

  • Klima: 2022 war ein außergewöhnliches Jahr in Frankreich

    Klima: 2022 war ein außergewöhnliches Jahr in Frankreich

    2022 war das wärmste Jahr, das jemals in Frankreich gemessen wurde. Der Sommer war vor allem von Hitzewellen und vielen Waldbränden geprägt.

    Historische Hitzerekorde, Trockenheit, Weihnachten mit ungewöhnlich milden Temperaturen: 2022 ist das wärmste Jahr, das jemals in Frankreich gemessen wurde. Als Symptom des Klimawandels ermöglicht es dieser Dezember einigen Familien, sogar den Silvesterabend im Freien zu verbringen. Eine Frau sagt gegenüber France Télévisons: „18 °C im Winter machen mir schon ein bisschen Angst“. Neben dem Dezember wurden auch alle anderen Jahreszeiten kräftig durcheinander gewirbelt.

    Zehn Monate über den normalen Temperaturen
    Der Sommer war geprägt von Hitzewellen und Bränden, wie in der Gironde, wo 66.000 Hektar Wald in Flammen aufgingen. Es war eine Saison der Rekorde, mit 33 Hitzetagen, der zweitheißeste Sommer seit 1900. Weitere sichtbare Auswirkungen des Klimawandels waren heftige Gewitter, Tornados und eine nie da gewesene Hitze im Oktober. Die Temperaturen lagen fast 15 Tage lang 3 bis 7 °C über den Normalwerten.

    Laut Météo-France lagen in diesem Jahr nur die Monate Januar und April nicht über den normalen jahreszeitlichen Temperaturen.

  • Mbappé, Messi, Macron – Reaktionen auf Pelés Tod

    Mbappé, Messi, Macron – Reaktionen auf Pelés Tod

    Die Fußballwelt hat eine ihrer größten Legenden verloren: „König“ Pelé. Der Mann, von dem man annimmt, dass er mehr als 1.000 Tore geschossen hat, starb am Donnerstag, dem 29. Dezember, im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus in Sao Paulo. Die Welt des Fußballs ist in Trauer. Nach Johan Cruyff im Jahr 2016 und Diego Maradona im Jahr 2020 hat die Welt eine weitere Legende verloren. „Eines Tages hoffe ich, dass wir im Himmel zusammen Fußball spielen können“, sagte „König“ Pelé nach dem Tod von Diego Maradona im Jahr 2020. Dieser Moment scheint nun, elf Tage nach dem Ende der Weltmeisterschaft in Katar, gekommen zu sein. „Wir lieben dich unendlich. Ruhe in Frieden“, postete Pelés Tochter Kely Nascimiento auf Instagram. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron gedachte am Donnerstag der brasilianischen Fußballlegende „König“ Pelé. „Das Spiel. Der König. Die Ewigkeit“, twitterte das Staatsoberhaupt.

    „König Pelé is…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Wetter: Departements Finistère und Morbihan unter Warnstufe Orange „Regen und Überschwemmung“

    Wetter: Departements Finistère und Morbihan unter Warnstufe Orange „Regen und Überschwemmung“

    Ab 14 Uhr wird in beiden Departements stürmisches Wetter erwartet, das örtlich bis zu 60 mm Regen pro Quadratmeter bringen wird.

    In der Bretagne wird es viel regnen. Météo France hat am Freitag, dem 30. Dezember, die Departements Morbihan und Finistère ab 14 Uhr auf die Warnstufe Orange für „Regen und Überschwemmung“ gesetzt. Bis zum Samstagmittag werden zwischen 50 und 80 mm Regen pro Quadratmeter erwartet, wobei starke Windböen (80 bis 100 km/h) als „erschwerende Faktoren“ hinzu kommen sollen. „Das Zusammentreffen von starken Winden und wassergesättigten Böden könnte Entwurzelungen und das Umstürzen von Bäumen erleichtern“, warnt Météo France.

    „Die Unsicherheiten betreffen vor allem die Dauer der Regenepisode, die mindestens bis Samstagmittag und möglicherweise darüber hinaus anhalten soll, und die Reaktion der Flüsse, da die Böden im Westen der Bretagne derzeit bereits gesättigt sind“, so die Meteorologen. Météo France empfiehlt den Bretonen, die Website Vigicrues zu konsultieren, um die Entwicklung der Wasserstände in den Flüsse zu verfolgen.

  • Energiekrise: Wie eine kleine Gemeinde im Departement Côtes-d’Armor große Einsparungen erzielt

    Energiekrise: Wie eine kleine Gemeinde im Departement Côtes-d’Armor große Einsparungen erzielt

    Kleinere Gemeinden müssen sich anstrengen, um zu verhindern, dass ihre Energierechnungen in unbezahlbare Höhen schnellen. Ein Beispiel dafür ist Le Méaugon in der Region Côtes-d’Armor.

    Die Gemeinde La Méaugon (Côtes-d’Armor) hat sich entschieden, die nächtliche Straßenbeleuchtung zu reduzieren, um der Energiekrise entgegenzuwirken. Seit Oktober werden die Lichter um 21 Uhr ausgeschaltet. „Wenn alle Gemeinden mitspielen, ist das gut für die Umwelt und für alles“, meint ein Einwohner gegenüber France 3. In Sachen Energieeinsparung gilt La Méaugon als Vorzeigegemeinde. Seit 2016 wird zum Heizen der sechs öffentlichen Gebäude kein Gas oder Öl mehr verwendet, sondern nur noch Holz, das von lokalen Produzenten geliefert wird.

    Mehr als 15.000 Euro Einsparungen pro Jahr.

    In den Räumen regeln Sonden die Temperatur. „Wenn die Gebäude nicht genutzt werden, (…) geht die Temperatur auf 12 °C herunter“, erklärt Jean-Marc Labbé, der Bürgermeister von La Méaugon. Das Projekt kostete 385.000 Euro und wurde zu 60% vom Staat finanziert. Es ermöglicht der Gemeinde Einsparungen von mehr als 15.000 Euro pro Jahr. Viele bretonische Gemeinden folgen jetzt dem Beispiel und haben Arbeiten zur Senkung ihres Energieverbrauchs in Angriff genommen.