Kategorie: Frankreich

  • Dürre: Der Fluss Ardèche trocknet aus

    Dürre: Der Fluss Ardèche trocknet aus

    Die Dürre in Frankreich hält an. Der Fluss Ardèche ist besonders betroffen und die Präfektur ruft für die Ardèche höchste Alarmbereitschaft aus.

    In den Schluchten der Ardèche sind zwar immer noch Kanus unterwegs, aber Vorsicht: Die Wassermenge beträgt nur 6 m³ pro Sekunde, wie in einem Juli. „Die Dürre wird von einem Jahr zum nächsten immer präsenter und ausgeprägter werden“, befürchtet eine Frau auf dem Sender France 2. Damit der Fluss im Sommer noch befahrbar ist, halten zwei Dämme flussaufwärts das Wasser der Winterregenfälle zurück. Doch auch diese Stauseen sind inzwischen vom Wassermangel betroffen.

    Auch wenn der Fluss seit jeher an Hitzeperioden gewöhnt ist, hat seine Widerstandsfähigkeit ihre Grenzen. „Wenn diese Phänomene zu lange andauern, sich zu oft wiederholen und wie in diesem Jahr im Frühjahr beginnen, wird auf lange Sicht die Umwelt darunter leiden“, sagt Sophie Ferraris, Referentin beim Établissement public territorial du bassin versant de l’Ardèche. Eines steht unmittelbar bevor: Die Präfektur wird den Fluss Ardèche in Alarmbereitschaft versetzen. Es ist also mit Einschränkungen bei der Wassernutzung zu rechnen.

  • Prorussische Hacker bekennen sich zu Angriff auf die Website des französischen Senats

    Prorussische Hacker bekennen sich zu Angriff auf die Website des französischen Senats

    Die Hacker-Gruppe „NoName“ veröffentlichte auf ihrem Telegram-Kanal eine Nachricht auf Russisch und Englisch, in der sie die Unterstützung Frankreichs für die Ukraine kritisiert. Der Zugang zur Internetseite des Senats war am Freitag, dem 5. Mai, durch einen „Cyberangriff gewissen Ausmaßes“ gestört, wie aus einer E-Mail hervorgeht, die an alle Abgeordneten und ihre Mitarbeiter geschickt wurde. „Unser Team ist voll mobilisiert, um die Störungen zu beheben“, erklärt der französische Senat auf Twitter. „Es handelt sich offensichtlich um einen Denial-of-Service-Angriff, bei dem die Website mit Anfragen überflutet wird“, kommentierte ein von der Nachrichtenagentur AFP befragter Experte für Cybersicherheit. Die prorussischen Hacker der Gruppe „NoName“ bekannten sich am Freitagmorgen auf ihrem Telegram-Kanal zu dem Angriff mit einer Nachricht auf Russisch und Englisch, in der sie die französische Unterstützung für Kiew kritisierten. „Wir haben in der Presse gelesen, dass Frankreich mit der Uk…

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  • Trockenheit: Planschbecken sollen in den Pyrénées-Orientales ab dem 10. Mai verboten werden

    Trockenheit: Planschbecken sollen in den Pyrénées-Orientales ab dem 10. Mai verboten werden

    Das Department Pyrénées-Orientales wird in Kürze in die Dürrekrisenstufe wechseln. In Kürze wird es einen Erlass geben, der neue Einschränkungen für das Departement vorsieht.

    Die Departements rund um das Mittelmeer liegen in einer roten Zone. Die Trockenheit des Winters, die in Frankreich immer wieder Anlass zur Sorge gibt, hat viele Kommunen dazu veranlasst, verschärfte Verordnungen zu erlassen, um der Wasserkrise zu begegnen.

    Insgesamt sind derzeit in 20 Departements Einschränkungen erlassen worden, im Vergleich zu 8 Departements im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Drei Departements – Bouches-du-Rhône, Var und Gard – befinden sich in der sogenannten „Krisenphase“, ein viertes Departement könnte in Kürze folgen.

    Bei dem vierten Departement handelt sich um die Pyrénées-Orientales. Laut dem Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, hat dieses Departement „seit einem Jahr keinen richtigen Regentag mehr gehabt. […] Wenn man sich in so einer Krise befindet, ist es einfach, nichts ist erlaubt außer Trinkwasser“, so der Minister im Gespräch mit dem Sender RTL.

    In diesen vier Departements wird es also verboten sein, den Garten zu bewässern, das Auto in Waschanlagen zu reinigen oder auch den Swimmingpool zu füllen. Der Minister Christophe Béchu erklärte außerdem, dass „der Verkauf von oberirdischen Pools (große Planschbecken, die im Garten aufgestellt werden) in den Pyrénées-Orientales verboten werden“ wird: „Das ist die Realität der Situation, in der wir uns befinden. Der Klimawandel ist angekommen, wir müssen aus der Kultur des Überflusses ausbrechen. […] Wir müssen sparsam sein und unsere Wassernutzung optimieren“.

    Während die Landwirtschaft im Großen und Ganzen von den starken Einschränkungen verschont bleiben sollte, „wird es Auswirkungen auf Golfplätze, Waschanlagen, den Verkauf von Aufstellschwimmbecken und Wasserbohrungen geben“, kündigte der Präfekt der Pyrénées-Orientales an.

    Einzelheiten zu den Einschränkungen werden bei der Veröffentlichung eines neuen Erlasses am 9. Mai bekannt gegeben.

  • Dürre: Frankreichs Honigerträge werden stark beeinträchtigt sein

    Dürre: Frankreichs Honigerträge werden stark beeinträchtigt sein

    Aufgrund der Trockenheit gibt es für die Bienen weniger Nektar zum Sammeln. Außerdem sind auch sie durch den Wassermangel geschwächt. Die Imker im Departement Gard bereiten sich auf einen starken Rückgang ihrer Produktion vor.

    Sie fliegen von Blüte zu Blüte, um Nektar zu sammeln, diese wertvolle Mischung aus Wasser und Zucker, aus der Honig hergestellt wird. Aber bei dieser großen Hitze und dem Wassermangel ist es für die Bienen immer schwieriger, Nektar zu finden. „Während einer Trockenperiode werden sich die Pflanzen in Sicherheit bringen. Die Nektarabsonderung ist für die Pflanzen ein Wasserverlust, also werden sie es vorziehen, weniger Nektar abzusondern“, sagt der Imker Pierre-Emmanuel Coste auf dem Sender France 3.

    Normalerweise werden hier fünf bis sechs Tonnen Honig geerntet, aber durch die Dürre sind die Erträge stark beeinträchtigt. „Beim Garrigue-Honig macht sich das sofort bemerkbar. In diesem Jahr bin ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt Garrigue-Honig machen kann“, sagt der Imker. Nur 20 Meter von den Bienenstöcken entfernt befindet sich eine Wasserquelle, die den Durst der Bienen stillen soll und die Temperatur im Inneren der Bienenstöcke zu regulieren. 35 Grad ist die ideale Temperatur, aber der Wassermangel schwächt Tausende von Bienen. De Imker Pierre-Emmanuel Coste muss sich also anpassen und seine Bienen bis ins Nachbardepartement Ain wandern lassen.

  • Globale Erwärmung: Frankreich wird +4 °C erreichen – weit über dem globalen Durchschnitt von +3 °C

    Globale Erwärmung: Frankreich wird +4 °C erreichen – weit über dem globalen Durchschnitt von +3 °C

    Der Nationale Rat für den ökologischen Übergang hat gerade eine Stellungnahme veröffentlicht, die die Befürchtungen der Regierung bestätigt. „Wir müssen uns der Realität des Klimawandels stellen, und zwar mit offenen Augen“, meint der grüne Senator und stellvertretende Vorsitzende des Fachausschusses des CNTE Ronan Dantec. Laut dem Nationalen Rat für den ökologischen Übergang – dem Vertreter von Gebietskörperschaften, NGOs, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Parlamentariern angehören – muss sich Frankreich auf eine Klimaerwärmung von bis zu +4 °C vorbereiten. Ronan Dantec „schlägt vor, für den Anpassungspfad an den Klimawandel die allgemeine Hypothese einer globalen Erwärmung von 3 °C bis zum Ende des Jahrhunderts zu wählen, 1,5 °C im Jahr 2030 und 2 °C im Jahr 2050“. „Wir befinden uns weltweit auf einem Pfad in Richtung 3 °C aber für das französische Kernland bedeutet das +4 °C“, erklärt Ronan Dantec und betonte, dass die Stellungnahme im Nationalen Rat für den ökologischen Übergang „ei…

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  • Greenpeace: Frankreichs öffentliche Verkehrsmittel sind zu teuer und zu kompliziert zu benutzen

    Greenpeace: Frankreichs öffentliche Verkehrsmittel sind zu teuer und zu kompliziert zu benutzen

    Die Umwelt-NGO verweist insbesondere auf die Zugpreise und Tarifformeln sowie auf die Preise der Abonnements für Fahrten in Paris und den nahen Vororten.

    Ist Frankreich wirklich so schlecht in Sachen öffentlichen Verkehrsmitteln? Das Land liegt nur auf Platz 21 von 30 europäischen Ländern und Paris auf Platz 27 von 30 Hauptstädten in einer Rangliste, die die Preise des öffentlichen Verkehrs, Sozialtarife und die Einfachheit der Abonnements berücksichtigt und am Donnerstag, dem 4. Mai von Greenpeace veröffentlicht wurde. Die Umweltorganisation wirft dem französischen System vor, dass seine Züge zu teuer und die Tarife auf nationaler Ebene nicht ausreichend integriert sind und dass insbesondere für Jugendliche und Senioren die TGV-Tickets nicht für die TER-Züge gelten und umgekehrt.

    In Bezug auf Paris findet Greenpeace das Jahresabonnement (925 Euro) deutlich zu teuer, zumal es die gesamte Region Ile-de-France abdeckt und es kein günstigeres Angebot gibt, um sich nur in der Hauptstadt fortzubewegen. Im Gegensatz dazu lobt die Greenpeace die Sozialtarife in der Region Paris und weist auch darauf hin, dass Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern mindestens 50 % der Abonnements für elf Monate für öffentliche Verkehrsmittel erstatten. Jedoch scheint diese französische Besonderheit nicht in die Rangliste aufgenommen worden zu sein.

    Luxemburgs kostenlose Verkehrsmittel belegen den ersten Platz.
    Für Greenpeace müssen die Abonnements einfach und klar geregelt sein, alle Verkehrsmittel in großen Regionen über mindestens einen Monat oder sogar ein Jahr abdecken, für alle – auch für Nichtansässige – gelten, „für alle erschwinglich“ sein und für die niedrigsten Einkommen, Arbeitslose, Rentner, Jugendliche, Behinderte, Asylbewerber billiger oder kostenlos sein. Die Qualität der Verkehrsnetze wird in der Rangliste nicht berücksichtigt.

    Luxemburg, wo der öffentliche Nahverkehr vollständig kostenlos ist, ist wenig überraschend die Nummer 1, gefolgt von Malta, Österreich, Deutschland, Zypern und Spanien. Auf Platz 21 rangiert Frankreich auf einer Stufe mit Finnland, Italien und der Slowakei, die Schweiz liegt auf Platz 7, Belgien auf Platz 12 und Bulgarien auf dem letzten Platz. Greenpeace lobt die „relativ erschwinglichen Tickets“, die in Deutschland, Österreich und Ungarn landesweit genutzt werden können, und stellt fest, dass es integrierte Abonnements in Belgien, Deutschland, Österreich, Zypern, Ungarn, den Niederlanden und der Schweiz gibt. Greenpeace wartet darauf, mehr über das „Einheitsticket“ zu erfahren, das die Regierung in Frankreich einführen will.

  • Dürre: Nestlé Waters suspendiert zwei Bohrungen in Vittel für sein Hépar-Wasser

    Dürre: Nestlé Waters suspendiert zwei Bohrungen in Vittel für sein Hépar-Wasser

    Die Nestlé-Gruppe hat bislang nicht angegeben, wie lange das Aussetzen der Wasserförderung an ihrem Standort in den Vogesen voraussichtlich dauern wird. Die Maßnahme wurde aufgrund von „sich verschlechternden klimatischen Bedingungen“ beschlossen.

    Der Konzern Nestlé Waters setzt die Nutzung von zwei seiner sechs Bohrungen zur Förderung seines Hépar-Wassers in Vittel, in den Vogesen, aus. Laut dem Sender France Bleu Sud Lorraine wurde diese Maßnahme „aufgrund der klimatischen Unwägbarkeiten“ auf unbestimmte Zeit vorgenommen. Die Marke Hépar wird für die Verbraucher „im Rahmen der verfügbaren Mengen“ weiterhin zugänglich sein.

    „Nestlé Waters ist (…) mit sich verschlechternden klimatischen Bedingungen konfrontiert, mit häufigeren und intensiveren Ereignissen wie regelmäßigen Dürren, gefolgt von starken Regenfällen, die die Betriebsbedingungen einiger Bohrlöcher an seinem Standort in den Vogesen beeinträchtigen“ , schreibt der Konzern in einer Pressemitteilung.

    Vier Bohrungen noch in Betrieb
    Die beiden stillgelegten Bohrungen werden aufgrund ihrer geringen Tiefe als „besonders empfindlich“ eingestuft. Laut der Gruppe – die unter anderem auch die Marken Vittel, Contrex und Perrier besitzt – macht dies es „sehr schwierig, die Stabilität der wesentlichen Merkmale eines natürlichen Mineralwassers aufrechtzuerhalten“. Die Produktion des magnesiumreichen Wassers werde daher nur noch mit den vier verbleibenden Bohrungen fortgesetzt.

    „Wenn sie die Produktion teilweise einstellen, gibt es einfach nicht genug Wasser“, sagt Bernard Schmitt, Sprecher des Bürgerkollektivs Eau 88, das die Wasserentnahmegenehmigungen für Nestlé Waters schon länger kritisiert. Für die Marke Hépar darf der Konzern bis zu 800.000 Kubikmeter pro Jahr aus den Grundwasserschichten entnehmen.

    „Wir sind am Ende angelangt! Seit 30 Jahren wissen wir, dass dieses Grundwasser in einem sehr schlechten Zustand ist. Es ist klar, dass die Flaschenwasserindustrie durch die Dürre, die in den kommenden Jahren herrschen wird, bedroht ist.“ Das sagt Bernard Schmitt, Sprecher des Bürgerkollektivs Eau 88 gegenüber France Bleu Sud Lorraine.

    „Die Abfüllanlagen werden irgendwann von selbst stillstehen!“, kritisiert Bernard Schmitt. Nestlé Waters beschäftigt in Vittel fast 600 Mitarbeiter. Die Stadt erhebt von Nestlé einen Zuschlag auf natürliches Mineralwasser in Höhe von etwa vier Millionen Euro pro Jahr.

  • Umwelt: Eine geplante künstliche Insel in der Nähe von Cannes sorgt für Kontroversen

    Umwelt: Eine geplante künstliche Insel in der Nähe von Cannes sorgt für Kontroversen

    Die geplante Errichtung einer künstlichen Insel, einer Art schwimmendes Resort, einige hundert Meter von der Küste entfernt, in der Nähe von Cannes an der Côte d’Azur, wird wegen ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen kontrovers diskutiert.

    Es handelt sich um ein in Frankreich ganz neuartiges Projekt. Eine künstliche Insel könnte bald 600 Meter von der Küste entfernt zwischen den Lérins-Inseln und dem Esterel-Massiv entstehen. Ein Projekt, das die ortsansässigen Fischer sprachlos macht. „Das wird Verschmutzung bringen, das wird nicht gut sein“, beklagt sich einer von ihnen auf dem Sender France 2. Die Bilder, die der Bauunternehmer liefert, sind dagegen grandios. Ein Restaurant, eine Suite, eine Loungebar, zwei Swimmingpools und bis zu 350 Gäste gleichzeitig. Marc Audineau, einer der Designer des Canua Island-Projekts, verspricht eine umweltfreundliche Einrichtung, die das Bewusstsein der Gäste für den Meeresboden schärfen soll. „Wir werden den Müll an Bord sammeln und sortieren“, verspricht er.

    Vereine protestieren
    In Théoule-sur-Mer (Alpes-Maritimes) haben einige Vereine nun eine Petition gegen das Projekt gestartet. Sie fürchten die ökologischen Auswirkungen, da täglich Pendelboote zum Resort fahren werden. Die Meerespräfektur muss noch eine Genehmigung für das Anlegen der Pendelboote erteilen.

  • Marseille: 18 Menschen starben seit Jahresbeginn durch Tötungsdelikte

    Marseille: 18 Menschen starben seit Jahresbeginn durch Tötungsdelikte

    In Marseille im Departement Bouches-du-Rhône wurde am Mittwochabend, dem 3. Mai, erneut ein 32-jähriger Mann erschossen. Seit Anfang des Jahres starben in der Stadt am Mittelmeer 18 Menschen durch Mord.

    Am Mittwochabend, dem 3. Mai, wurde ein 32-jähriger Mann in Marseille (Bouches-du-Rhône) mit einer Pumpgun erschossen. Er wurde an seinem Auto, das vor einem Lebensmittelgeschäft im 13. Arrondissement der Stadt geparkt war, getroffen. Das Opfer verstarb kurz nach dem Eintreffen der Rettungskräfte. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen hatte der Mann gerade selbst eine Gefängnisstrafe wegen Beihilfe zum Mord verbüßt. Für die Bewohner des Viertels war es ein Schock. „Wir hatten hier noch nie eine Schießerei oder Ähnliches“, sagte einer von ihnen auf dem Sender France 2.

    Seit Anfang des Jahres sind in Marseille 18 Menschen durch Tötungsdelikte im Rahmen von Abrechnungen im Drogenmilieu gestorben. Zu den am meisten betroffenen Stadtvierteln gehört die Cité Félix Pyat im dritten Arrondissement der Stadt, wo allein im letzten Monat drei Menschen ihr Leben verloren. Die Menschen des Viertels fühlen sich im Stich gelassen. Aus Solidarität mit den Opfern der Morde wurde am Mittwoch in Marseille ein Marsch organisiert.

  • Paris 2024: Über 300.000 Menschen haben sich als Freiwillige Helfer für die Olympischen Spiele beworben

    Paris 2024: Über 300.000 Menschen haben sich als Freiwillige Helfer für die Olympischen Spiele beworben

    Die Ende März gestartete Kampagne, um freiwillige Helfer für die olympischen Spiel in Paris zu finden, endete am Mittwochabend um Mitternacht. Sie hatte großen Erfolg. Es werden jedoch nur 45.000 Personen ausgewählt.

    Noch nie zuvor hat Frankreich so viele Freiwillige für ein Sportereignis gesucht. Und die Organisation hat jetzt die Qual der Wahl: Mehr als 300.000 Menschen haben sich für eine freiwillige Tätigkeit während der Olympischen Spiele in Paris 2024 beworben. Die erste Rekrutierungsphase, die im März gestartet wurde, endete am Mittwoch, den 3. Mai um Mitternacht.

    Nun ist es Aufgabe des Organisationskomitees, die Bewerbungen zu durchforsten und nach den 45.000 Auserwählten zu suchen. „Es wird Enttäuschte geben. Wir müssen Profile identifizieren, die unseren Bedürfnissen entsprechen“, erklärte Alexandre Morenon-Condé, Leiter des Freiwilligenprogramms für Paris 2024. Die Aufgabe dieser Freiwilligen: Besucher empfangen, Material verteilen oder auch Athleten unterstützen.

    Alle 101 französischen Departements sind unter den Bewerbungen vertreten, ein Drittel der Bewerbungen stammt von Personen unter 25 Jahren und es gibt etwas mehr Frauen (55%) als Männer. Mehr als 3.000 Personen gaben an, dass sie eine Behinderung haben. Alle müssen über 18 Jahre alt sein, mindestens Französisch oder Englisch sprechen und für mindestens 10 Tage, die Zeit der Olympischen oder Paralympischen Spiele, zur Verfügung stehen.

    Die Freiwilligen werden im September endgültig bekannt gegeben.
    Für diese Freiwilligen wird die Organisation von Paris 2024 die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos zur Verfügung stellen und die Verpflegung übernehmen. Die Unterkunft wird hingegen von den Freiwilligen selbst bezahlt werden müssen. Dies hat Bewerbungen aus sage und schreibe 190 Ländern nicht verhindert. „Wir sind von der internationalen Begeisterung überrascht, aber wir freuen uns sehr. Das zeigt die Attraktivität der Spiele, die Attraktivität von Paris“, freut sich Alexandre Morenon-Condé.

    Die 45.000 ausgewählten Freiwilligen werden im September bekannt gegeben. Einige werden jedoch bereits im Sommer einberufen, um an Testveranstaltungen wie Segeln in Marseille oder Triathlon in Paris teilzunehmen.

    Paris 2024 plant auch, einige hundert Personen in Reserve zu halten, angesichts des Risikos von Absagen und vor allem des Risikos von falschen Freiwilligen, das mit der in den sozialen Netzwerken gestarteten Gegenkampagne zur „Unfreiwilligkeit“ zusammenhängt. Ziel dieser Gegenkampagne war es, sich zu registrieren und in die Teams der Freiwilligen zu integrieren, um letztendlich nicht zu erscheinen oder die Spiele von innen heraus zu stören. Alexandre Morenon-Condé ist über die Situation aber nicht wirklich beunruhigt: „Durch den Auswahlprozess werden wir sicherstellen, dass die Bewerber wirklich Lust haben, die Farben der Olympiade von Paris 2024 zu tragen. Alle Freiwilligen werden akkreditiert, genauso wie diejenigen, die in der Organisation der Spiele arbeiten werden, und werden einer administrativen Untersuchung durch die staatlichen Stellen unterzogen.“