Kategorie: Frankreich

  • Auch das französische Rote Kreuz ruft wegen finanzieller Engpässe um Hilfe

    Auch das französische Rote Kreuz ruft wegen finanzieller Engpässe um Hilfe

    Im ersten Halbjahr 2023 stiegen die Anträge um Unterstützung bedürftiger Menschen beim Roten Kreuz um 7% im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres.

    Nach der Hilfsorganisation Restos du Coeur hat am Dienstag, dem 5. September, auch das Französische Rote Kreuz einen Hilferuf veröffentlicht: Die Organisation sieht sich aufgrund eines starken Anstiegs ihrer Betriebskosten und einer Flut von Hilfsanfragen mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. „Die Zahl der Menschen, die wir betreuen, steigt sehr deutlich an“, erklärte Nathalie Smirnov, Generaldirektorin des Französischen Roten Kreuzes, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die Anträge seien in der ersten Jahreshälfte 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 % gestiegen. Und 2022 hatte es bereits einen Sprung von 22% bei den Anträgen im Vergleich zum Vorjahr gegeben.

    „Wir sind auch mit einem Anstieg unserer Energiekosten um 45 Millionen Euro konfrontiert, trotz der vom Staat eingeführten Maßnahmen“, fügte Nathalie Smirnov hinzu. Das französische Rote Kreuz sieht sich allein wegen der gestiegenen Energiekosten mit einem Defizit von 25 Millionen Euro konfrontiert, das es aus eigener Hilfe nicht ausgleichen kann. Insgesamt rechnet die Organisation in diesem Jahr mit einem Defizit zwischen 45 und 50 Millionen Euro. „Wir appellieren feierlich an die Großzügigkeit der Unternehmen und der öffentlichen Hand, um uns zu helfen, dieses besondere Jahr zu überstehen“, erklärte die Generaldirektorin des 1864 gegründeten Verbands.

    Die Alliance fédérale du Crédit Mutuel, in der 14 der 18 Regionalverbände der Bankengruppe zusammengeschlossen sind, kündigte am Dienstag, dem 5. September, Spenden in Höhe von 7,5 Millionen Euro an das Rote Kreuz und 5 Millionen Euro an die französischen Tafeln (Banques alimentaires) an, nachdem man bereits im März 5 Millionen Euro an die organisation Restos du Coeur gespendet hatte.

  • Abaya-Verbot in der Schule: Fast 300 Verstöße gezählt – Dutzende Mädchen wurden nach Hause geschickt

    Abaya-Verbot in der Schule: Fast 300 Verstöße gezählt – Dutzende Mädchen wurden nach Hause geschickt

    Nach Angaben des französischen Bildungsministers Gabriel Attal hat sich eine Mehrheit der Schülerinnen an das Verbot gehalten. Trotzdem sind am Montag etwa 300 junge Mädchen in einer Abaya, einem traditionellen muslimischen Kleidungsstück, zum Schulbeginn erschienen. Es war das heiße Thema des beginns des neuen Schuljahres. Nachdem das Tragen der Abaya, einem traditionellen Kleidungsstück für Frauen aus dem Nahen Osten und dem Maghreb, in französischen Schulen verboten worden war, achteten die Schulen streng darauf, dass das neue Gesetz eingehalten wurde. Ersten Zahlen zufolge erschienen am Montag fast 300 Schülerinnen mit diesem Kleidungsstück zum Schulbeginn, wie Bildungsminister Gabriel Attal am Dienstag, dem 5. September, bekannt gab. „Es gibt junge Mädchen, die in Abaya in ihrer Schule erschienen sind, gestern waren es, glaube ich, etwas weniger als 300, nämlich 298“, sagte Attal auf dem Sender BFMTV. Eine sehr große Mehrheit habe sich an das Verbot gehalten, aber 67 hätten sich g…

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  • Kraftstoffpreise in Frankreich: Wie weit wird der Preisanstieg noch gehen?

    Kraftstoffpreise in Frankreich: Wie weit wird der Preisanstieg noch gehen?

    Überall in Frankreich nähern sich die Preise für Benzin und Diesel der Marke von 2 Euro pro Liter oder überschreiten sie sogar schon. Aber in nächster Zeit ist nicht mit neuen Unterstützungsmaßnahmen der Regierung zu rechnen. Dieselkraftstoff kostet in Frankreich jetzt durchschnittlich 1,85 Euro pro Liter und Bleifrei 95-E10 1,92 Euro pro Liter, wie aus den am Montag veröffentlichten Zahlen des Ministeriums für den ökologischen Übergang hervorgeht. Die Preise an den französischen Zapfsäulen steigen also erneut an. Und das umso mehr, als die veröffentlichte Zahl ein Durchschnittswert ist, sie bezieht die Preise der kleinen Tankstellen, die weniger als 500 Kubikmeter verkaufen, nicht mit ein. Und gerade die liegen oft über 2 Euro pro Liter. Laut dem Vergleichsrechner der Regierung wurden die 2 Euro pro Liter tatsächlich schon an vielen Orten überschritten. Dieser erneute Preisaufschwung ist auf den Anstieg der Ölpreise zurückzuführen, die innerhalb einer Woche um weitere 10 Dollar auf 88 Dollar pro Barrel gestiegen sind. Derzeit kommt für die Regierung ein neue Tankrabatt, dessen Kosten auf 12 Milliarden Euro geschätzt wird, nicht in Frage. Ein solcher Rabatt wäre nicht „mit den Haushaltsverpflichtungen“ vereinbar, sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Montag. Und das, obwohl die Steuern auf Erdölprodukte derzeit rund 40 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen. Die französischen Autofahrer können jedoch auf den Rabatt der TotalEnergies-Gruppe zählen, die die Preise an ihren Zapfsäulen bis Ende des Jahres auf 1,99 Euro pro Liter deckelt. Die Casino-Sopermärkte bieten den Kraftstoff bis zum 22. Oktober jeden Freitag, Samstag und Sonntag zum Selbstkostenpreis an (ausgenommen LPG und Superethanol E85).
  • Emmanuel Macron befürwortet Bahnticket nach deutschem Vorbild für Regionalzüge

    Emmanuel Macron befürwortet Bahnticket nach deutschem Vorbild für Regionalzüge

    Auf Fragen des Youtube-Kanals HugoDécrypte antwortete Emmanuel Macron am Montag, er habe seinen Verkehrsminister Clément Beaune gebeten, sich mit diesem Thema zu befassen. Emmanuel Macron hat sich am Montag, dem 4. September, in einem Interview mit dem Online-Medium HugoDecrypte dafür ausgesprochen, in den französischen Regionen einen „Pass Rail“ zu einem Einheitstarif nach dem Vorbild des in Deutschland eingeführten „Deutschlandtickets“ einzuführen. „Ich bin dafür, einen Bahnpass nach dem in Deutschland bestehenden Modell einzuführen. In allen Regionen, die bereit sind, dies mit dem Staat zu tun!“, erklärte Emmanuel Macron am Montag, dem 4. September. Als Antwort auf die Inflation und als teil des Kampfes gegen die globale Erwärmung hat die deutsche Regierung im Mai ein Deutschlandticket eingeführt, das für 49 Euro pro Monat unbegrenzten Zugang zu Bussen, U-Bahnen, lokalen und regionalen Zügen bietet. „Für die Ökologie und die Kaufkraft, lasst uns diesen Zugpass auch in Frankreich sch…

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  • Hitzewelle im September: Temperaturrekorde in ganz Frankreich gebrochen

    Hitzewelle im September: Temperaturrekorde in ganz Frankreich gebrochen

    So eine Hitzewelle hat es in Frankreich in einem September noch nie gegeben. Am Montag, dem 4. September, wurden am Nachmittag neue Temperaturrekorde aufgestellt, u. a. in Poitiers mit 37 Grad, La Rochelle, Limoges und Aix-en-Provence, und das dürfte auch in den nächsten Tagen so weitergehen.

    Sportstunde in einem Garten in Bordeaux (Gironde). Der Fitness-Trainer hat für seine Schüler extra eine frühe Stunde gewählt, um die große Hitze zu vermeiden. Um 9 Uhr morgens ist es bereits 23 Grad warm, und bei Anstrengung steigt die Körpertemperatur schnell an. Der Sommer geht in die Verlängerung und man muss sich anpassen. Während einige ihre Sporteinheit beenden, beginnen andere schon mit der Arbeit. Die Arbeiter werden den ganzen Tag im Freien sein müssen, ohne angepasste Arbeitszeiten. „Wir versuchen, morgens so viel wie möglich zu tun, damit wir es nachmittags ruhiger angehen können“, sagt einer von ihnen gegenüber Franceinfo.

    Auf einem Markt im Zentrum der Stadt Bordeaux trotzen die Menschen der Hitze: Es werden bereits 28 Grad gemessen. An vorderster Front stehen die Händler. William Syna hat nicht damit gerechnet, dass er zu dieser Jahreszeit noch so viel Hitze erdulden muss. „Man muss es eben aushalten. Mit der Hitze der Kochgeräte, Fritteuse und Plancha, ist das nicht so einfach“, sagt der Manager des Foodtrucks „Chez Willy“. Die Temperaturen sind am Montagnachmittag in Bordeaux noch auf 35 Grad gestiegen und sollen die ganze Woche über ähnlich hoch bleiben.

  • Schlechtes Vorbild: Gabriel Attal und Elisabeth Borne wegen 38 Minuten Flug in der Kritik

    Schlechtes Vorbild: Gabriel Attal und Elisabeth Borne wegen 38 Minuten Flug in der Kritik

    Bildungsminister Gabriel Attal und Premierministerin Élisabeth Borne wurden am Montag zum Schulbeginn in Rennes erwartet. Sie nahmen das Flugzeug, um die kurze Strecke zurükzulegen. Die Reisen der Regierungsmitglieder werden genauestens unter die Lupe genommen. Am Montag, dem 4. September, vielen Bildungsminister Gabriel Attal und Premierministerin Élisabeth Borne besonders auf. Beide wurden in Rennes (Ile-et-Vilaine) erwartet, um dem Schulbeginn zahlreicher Schüler beizuwohnen.

    Für die kurze Reise wählten die Regierungschefin und ihr Bildungsminister das Flugzeug. Wie die Zeitung Ouest-France berichtet, entschieden sich Gabriel Attal und Élisabeth Borne für eine der Regierungsmaschinen, um von Rennes nach Paris zu fliegen. Insgesamt dauerte der Flug nur 38 Minuten. Die Linke Opposition war darüber ziemlich verärgert und bezeichneten es als „Heuchelei“, dass Gabriel Attal und Élisabeth Borne den 38-minütigen Flug in der Reg…

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  • Emmanuel Macron möchte, dass jeder Sechstklässler „seinen Baum“ pflanzt

    Emmanuel Macron möchte, dass jeder Sechstklässler „seinen Baum“ pflanzt

    Der Staatschef möchte, dass alle Sechstklässler in Frankreich einen Baum pflanzen. Emmanuel Macron hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von zehn Jahren eine Milliarde Bäume neu zu pflanzen. Emmanuel Macron setzte sich am Montag, dem 4. September, das Ziel, dass alle Schüler der Sekundarstufe I in Frankreich einen Baum pflanzen sollen, und damit soll bereits in diesem Jahr in der sechsten Klasse begonnen werden. „Ich möchte, dass wir ab der sechsten Klasse dieses Jahres damit beginnen, dass die Schüler Bäume pflanzen“, sagte der Staatschef in einem Interview auf dem Youtube-Kanal HugoDécrypte. Macron sieht zwar ein, dass dies nicht „für alle Sechstklässler“ in diesem Jahr möglich sein werde, wünschte sich aber, dass es schließlich „diese Generation geben wird, in der jeder Schüler seinen Baum gepflanzt hat“, um „dabei zu helfen“, das Ziel von einer Milliarde in Frankreich gepflanzter Bäume innerhalb von zehn Jahren zu erreichen….

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  • Bildung in Frankreich: „Überall fehlen Lehrer“.

    Bildung in Frankreich: „Überall fehlen Lehrer“.

    Der Lehrerberuf muss auch in Frankreich wieder an Attraktivität gewinnen – es gibt immer weniger Bewerber für die 3.000 derzeit noch offenen Stellen. Allein im Val-de-Marne fehlen zu Beginn des neuen Schuljahres 975 Lehrer. In der Berufsschule fehlen mehr als ein Viertel der Lehrer. Im Collège und L…

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  • Restos du Coeur: Familie des Milliardärs Bernard Arnault kündigt Spende von 10 Millionen Euro an

    Restos du Coeur: Familie des Milliardärs Bernard Arnault kündigt Spende von 10 Millionen Euro an

    Der Vorstandsvorsitzende der Luxus-Handelskette LVMH, Bernard Arnault, kündigte an, dass er und seine Familie fast 10 Millionen Euro zur Unterstützung der Restos du Coeur spenden werden. Der Staat hatte zuvor ebenfalls 15 Millionen Euro zugesagt. Die Hilfsorganisation Restos du Coeur schreibt rote Zahlen. Die Einrichtung, die 35% der Lebensmittelhilfe in Frankreich an Bedürftige leistet, erklärte kürzlich, dass sie sich in einer äußerst komplizierten Situation befinde, insbesondere aufgrund der starken Inflation. Die Organisation erklärte auch, dass sie aufgrund ihrer finanziellen Schwierigkeiten in diesem Winter die Zahl der Empfänger, denen sie Lebensmittelhilfe zukommen lassen könne, deutlich reduzieren müsse. Angesichts dieser angespannten Lage greift nun Bernard Arnault tief in die Tasche. Der französische Milliardär, zeitweilig reichste Mann der Welt und Chef der LVMH-Gruppe kündigte an, dass er den Restos du Coeur 10 Millionen Euro spenden werde, um der Hilfsorganisation über de…

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  • Der Sommer 2023 gehört zu den heißesten Sommern in Frankreich

    Der Sommer 2023 gehört zu den heißesten Sommern in Frankreich

    Météo France zog eine Bilanz für die gerade zu Ende gegangene Sommerperiode. Frankreich verzeichnete erneut einen seiner heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das Land litt unter ungewöhnlich starken Hitzeperioden.

    Der Sommer 2023, der durch eine außergewöhnliche Hitzewelle Ende August gekennzeichnet war, gehörte zu den wärmsten, die in Frankreich je gemessen wurden. Die Durchschnittstemperatur lag mit 21,8°C um 1,4°C über der Norm der Jahre 1991-2020, meldet Météo France.

    Der Sommer 2023 liegt auf Platz 4 der heißesten Sommer seit 1900, hinter den Sommern 2003 (+2,7°C) und 2022 (+2,3°C), und fast auf dem gleichen Niveau wie der Sommer 2018 (+1,5°C). In den meisten französischen Regionen lagen die Durchschnittstemperaturen um fast 1°C über den jahreszeitlichen Normalwerten. Im Südwesten Frankreichs lag die Durchschnittstemperatur sogar 2°C über den jahreszeitlichen Normalwerten.

    Laut Météo France war die Hitzewelle im August die 47. Hitzewelle, die in Frankreich registriert wurde: „Wir hatten die längste und späteste Hitzewelle, die Frankreich je erlebt hat“, so Matthieu Sorel, Klimatologe bei Météo France. Mancherorts dauerte sie ganze 14 Tage, wie in Okzitanien, der Region Provence-Alpes Côte d’Azur und Auvergne Rhône-Alpes.

    In diesem Zeitraum wurden zahlreiche Temperaturrekorde gebrochen, die unter anderem aus dem Jahr 2007 stammten. Beunruhigend ist jedoch, dass die Rekorde vielfach mit mehreren Grad Unterschied gebrochen wurden. Dies war vor allem in Südfrankreich der Fall, zum Beispiel in Carcassonne (Aude), wo in diesem Sommer ein Spitzenwert von 43,2 °C gemessen wurde. Das hatte es in der mittelalterlichen Stadt noch nie gegeben. Auch die Nachttemperaturen dieses Sommers waren laut Météo France „bemerkenswert“: So herrschten zum Beispiel in Toulouse mitten in der Nacht noch 27,4°C.

    In jedem Monat dieses Sommers lagen in ganz Frankreich die Durchschnittstemperaturen über den für die Jahreszeit geltenden Normalwerten: +2,6 °C im Juni, +0,8 °C im Juli und +0,9 °C im August. Der August war der 19. Monat in Folge, in dem die nationalen Monatstemperaturen nicht unter die normalen Jahreszeitenwerte fielen, die für den Zeitraum 1991-2020 berechnet wurden. Und in diesen Jahren waren die Auswirkungen der globalen Erwärmung in Frankreich bereits zu beobachten.

    Über den gesamten Sommer hinweg beobachtete Météo France einen Sonnenscheinüberschuss von fast 10 %, obwohl „der Sommer 2023 im Juli und August im Nordwesten Frankreichs oft trübe und vom Südwesten bis zum östlichen Zentrum recht stürmisch war“, so Météo-France. Für diesen Herbst stellt Météo France allerdings fest, dass die Trockenheit weniger ausgeprägt ist, als sie es im Spätsommer 2022 war. Bedenken gibt es aber nach wie vor im Süden, wo die Natur immer noch mit erhöhter Trockenheit zu kämpfen hat.

    Auch Anfang September werden die Temperaturen wieder steigen: „Eine erneute Episode starker Hitze hat sich seit Sonntag über das Land gelegt“, so Météo-France. Im Südwesten Frankreichs werden Temperaturen erwartet, die für einen September so noch nie dagewesen sind. Eine Rückkehr zur Normalität wird nicht vor Ende der Woche erwartet.