Kategorie: Alle Artikel

  • Täuschung auf Social Media: Fast jeder zweite Influencer verstößt gegen Regeln

    Täuschung auf Social Media: Fast jeder zweite Influencer verstößt gegen Regeln

    Die Welt der Influencer ist längst kein rechtsfreier Raum mehr – zumindest nicht in Frankreich. Seit einer Gesetzesänderung im Juni 2023 nimmt die DGCCRF (Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung) Social-Media-Stars genauer unter die Lupe. Das Ergebnis? Von den 287 überprüften Influencern im Jahr 2024 wiesen fast die Hälfte (46 %) Verstöße in ihren Veröffentlichungen auf.

    Versteckte Werbung und fragwürdige Finanzprodukte

    Ein Klassiker unter den Vergehen: Schleichwerbung. Manche Influencer bewerben Produkte, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich um bezahlte Partnerschaften handelt. Ein scheinbar harmloser Beauty-Tipp oder eine persönliche Empfehlung entpuppt sich dann als geschickt getarnte Werbung – ein klarer Gesetzesverstoß.

    Besonders problematisch wird es, wenn es um riskante Finanzprodukte geht. Sarah Lacoche, die Generaldirektorin der DGCCRF, warnt: „Manche Influencer behaupten, Investitionen seien sicher und einfach – doch in Wirklichkeit haben einige ihrer Follower Hunderttausende Euro verloren.“ Ein perfides Spiel mit der Gutgläubigkeit der Zuschauer.

    Kosmetikprodukte und andere Risiken

    Aber nicht nur in der Finanzwelt lauern Gefahren. Auch im Bereich Kosmetik gibt es fragwürdige Praktiken. Produkte, die in Frankreich gar nicht zugelassen sind, werden in den Himmel gelobt – mit teils dramatischen Folgen. Allergien, Hautausschläge oder andere gesundheitliche Beschwerden können die Konsequenz sein.

    Wie kann das passieren? Influencer erhalten oft Produkte von Unternehmen, ohne sie selbst zu testen oder deren Inhaltsstoffe zu überprüfen. Die Folge: Verbraucher vertrauen auf Empfehlungen, die sich als gefährlich herausstellen können.

    Strafen und eine neue Strategie

    Die DGCCRF bleibt jedoch nicht untätig. Bei Verstößen können hohe Geldstrafen verhängt werden. In manchen Fällen müssen die betroffenen Influencer sogar eine Video-Warnung an ihre Community richten, um auf die Risiken hinzuweisen – eine Art digitale Wiedergutmachung.

    Um besonders junge Menschen besser zu erreichen, geht die Behörde neue Wege: Sie plant eine Zusammenarbeit mit der renommierten Pariser Hochschule „Les Gobelins“, die auf digitale Medien spezialisiert ist. Ziel ist es, junge Konsumenten zu sensibilisieren und sie für unseriöse Praktiken auf Social Media zu wappnen.

    Mehr als 91.000 Kontrollen im Jahr 2024

    Nicht nur Influencer stehen im Fokus der Behörde. Insgesamt führte die DGCCRF im vergangenen Jahr über 91.000 Kontrollen durch – im Schnitt fast 250 pro Tag. Ein beachtliches Pensum, das zeigt, wie ernst die Behörden die Bekämpfung von Betrug und Verbrauchertäuschung nehmen.

    Doch bleibt die Frage: Werden sich die Influencer anpassen und transparenter arbeiten? Oder wird die Jagd auf unseriöse Praktiken in den sozialen Medien weitergehen? Fest steht: Die Behörden lassen nicht locker – und die Community wird immer wachsamer.

    Catherine H.

  • Frankreichs Verpflichtung zur Überprüfung von Rückführungsanträgen für Kinder von Dschihadisten

    Frankreichs Verpflichtung zur Überprüfung von Rückführungsanträgen für Kinder von Dschihadisten

    Das Verwaltungsgericht von Paris hat am 13. März die Entscheidung der französischen Regierung, 29 Kinder von Dschihadisten und ihre Mütter nicht nach Frankreich zurückzuführen, aufgehoben. Das Außenministerium ist nun verpflichtet, die Anträge innerhalb von zwei Monaten erneut zu prüfen. Die betroffenen Kinder, zwischen sechs und fünfzehn Jahre alt, leben mit ihren Müttern im Lager Roj im Nordosten Syriens. Ihre Angehörigen, organisiert im Kollektiv „Familles unies“, hatten bereits 2024 Rückführungsanträge gestellt. Das französische Außenministerium lehnte diese mit Verweis auf Sicherheitsrisiken ab und führte seit Sommer 2023 keine Rückführungsaktionen mehr durch – trotz internationaler Kritik. Insgesamt sollen sich noch mindestens 120 französische Kinder und 50 Frauen in Syrien in Haft befinden. Alle betroffenen Mütter stehen unter strafrechtlicher Beobachtung und sind mit Haftbefehlen belegt. Die Anwältin der Familienangehörigen, Marie Dosé, bezeichnete das Zögern der französischen …

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  • Meeresspiegel steigt schneller als erwartet – NASA schlägt Alarm

    Meeresspiegel steigt schneller als erwartet – NASA schlägt Alarm

    Der Meeresspiegel ist im Jahr 2024 stärker gestiegen als prognostiziert – und das in einem Jahr, das als das heißeste jemals gemessene in die Geschichte eingegangen ist. Die NASA hat Satellitendaten ausgewertet und festgestellt: Die Ozeane haben sich um 0,59 Zentimeter gehoben, anstatt der erwarteten 0,43 Zentimeter. Klingt nach wenig? Hochgerechnet auf die gesamte Weltmeere bedeutet das gigantische Wassermassen, die Küstenregionen zunehmend bedrohen.

    Warum steigt der Meeresspiegel so schnell?

    Die Ursache liegt in einer brisanten Kombination: Einerseits führt die zunehmende Wärme dazu, dass Gletscher und Eisschilde schmelzen – das bringt mehr Wasser in die Ozeane. Andererseits dehnt sich Wasser aus, wenn es wärmer wird. Beides zusammen lässt den Meeresspiegel kontinuierlich steigen.

    Josh Willis, Klimaforscher bei der NASA, bringt es auf den Punkt: „Jedes Jahr ist ein bisschen anders, aber eines ist sicher – der Ozean steigt weiter, und das mit zunehmender Geschwindigkeit.“

    Ein langfristiger Trend mit gefährlichen Folgen

    Die NASA-Daten zeigen, dass der Meeresspiegel in den vergangenen 30 Jahren um rund 10 Zentimeter gestiegen ist. Was nach einer langsamen Entwicklung klingt, hat drastische Auswirkungen. Denn die Ozeane bestimmen unser Klima, beeinflussen Wetterphänomene und bedrohen Millionen von Menschen, die in Küstennähe leben.

    Kleine Inselstaaten erleben die Krise bereits hautnah: Strände verschwinden, Trinkwasser wird durch eindringendes Salzwasser ungenießbar, ganze Dörfer müssen verlegt werden. Und das betrifft nicht nur ferne Orte – auch europäische Küstenregionen, die Ostküste der USA oder Teile Südostasiens stehen vor massiven Herausforderungen.

    Ist das noch aufzuhalten?

    Die klare Antwort: Nur bedingt. Der Meeresspiegelanstieg ist bereits in vollem Gange, und selbst wenn wir morgen alle Emissionen stoppen würden, würde er weiter steigen – einfach weil das Wasser auf die bereits gespeicherte Wärme träge reagiert. Aber: Wie stark und wie schnell das passiert, haben wir in der Hand.

    Weniger CO₂-Ausstoß bedeutet weniger Erwärmung. Weniger Erwärmung bedeutet weniger Eisverlust. Weniger Eisverlust bedeutet weniger schneller steigende Ozeane. Klingt nach einer simplen Kettenreaktion – warum tun wir dann nicht mehr dagegen?

    Die Weltgemeinschaft steht an einem Wendepunkt: Entweder wir reduzieren jetzt drastisch unsere Emissionen, investieren in Küstenschutzmaßnahmen und helfen betroffenen Regionen – oder wir laufen sehenden Auges in eine Zukunft, in der Städte wie Jakarta, New York oder Hamburg regelmäßig unter Wasser stehen.

    Die NASA-Daten sind eine deutliche Warnung. Die Frage ist: Hören wir endlich hin?

    Von Andreas M. B.

  • Französische Unternehmen kehren Tesla den Rücken: Das Ende eines Hypes?

    Französische Unternehmen kehren Tesla den Rücken: Das Ende eines Hypes?

    Lange Zeit galt Tesla als das Statussymbol für moderne Unternehmer. Doch die Zeiten haben sich geändert. Immer mehr französische Geschäftsleute wenden sich von der Marke ab – und das nicht nur wegen der Konkurrenz auf dem Elektroautomarkt. Auch die politischen Ansichten von Elon Musk spielen eine entscheidende Rolle. Von Hype zur Ablehnung Noch vor wenigen Jahren war es fast ein Muss für innovative Unternehmen, Tesla-Fahrzeuge in ihrer Flotte zu haben. Schnell, umweltfreundlich, futuristisch – die Elektroautos von Elon Musk waren begehrt. Doch nun kippt die Stimmung. In den letzten drei Monaten hat Tesla die Hälfte seines Börsenwerts verloren, und die Verkaufszahlen in Europa sind um 50 % eingebrochen. Einer der Hauptgründe? Der wachsende Widerstand gegen Elon Musk selbst. Der Tesla-Chef hat sich in den letzten Monaten zunehmend politisch positioniert – mit Aussagen, die vielen europäischen Unternehmern missfallen. Besonders seine Nähe zu Donald Trump und das Verbreiten rechtsextremer …

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  • UN-Ermittlungen werfen Israel massenhafte sexuelle Gewalt gegen Palästinenser vor

    UN-Ermittlungen werfen Israel massenhafte sexuelle Gewalt gegen Palästinenser vor

    Die UN-Menschenrechtskommission beschuldigte Israel am Donnerstag, zunehmend sexuelle Gewalt gegen Palästinenser einzusetzen und völkermörderische Handlungen zu begehen – unter anderem durch die systematische Zerstörung von Einrichtungen für sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung. Dies betrifft sowohl den Gazastreifen als auch das Westjordanland in den 17 Monaten seit dem Angriff vom 7. Oktober 2023.

    Die in einem 49-seitigen Bericht dokumentierten Verstöße wurden während einer Anhörung des UN-Menschenrechtsrates in Genf vorgestellt. Laut der UN-Kommission seien palästinensische Frauen, Männer sowie Mädchen und Jungen in den besetzten Gebieten betroffen. Diese Verbrechen seien ein zentrales Element der Misshandlung der palästinensischen Bevölkerung und Teil der völkerrechtswidrigen Besatzung sowie der Verfolgung der Palästinenser als Gruppe, hieß es in einer Pressemitteilung der UN-Menschenrechtskommission.

    Israel, das laut Kommission eine Zusammenarbeit bei der Untersuchung verweigert habe, wies den Bericht entschieden zurück. Die israelische Regierung bezeichnete das Dokument als „kranke Schrift, die nur eine antisemitische Organisation wie die UN verfassen könnte“ und sprach von der „schlimmsten Blutverleumdung in der Geschichte“.

    Systematische sexuelle Gewalt als Mittel der Unterdrückung

    Den UN-Ermittlern zufolge hätten israelische Streitkräfte und Siedler sexuelle Gewalt verübt, darunter Vergewaltigungen, Genitalverletzungen sowie Vergewaltigungsdrohungen mit dem Ziel der Erniedrigung und Einschüchterung. Diese Taten seien von zivilen und militärischen Führungspersönlichkeiten Israels befohlen oder angestachelt worden.

    Die Kommission stellte fest, dass sexuelle Gewalt als „Mittel der Bestrafung und Einschüchterung“ eingesetzt worden sei – sowohl bei Verhaftungen als auch während der Haftzeit, einschließlich Verhören und Durchsuchungen. Die Motive der Täter seien von „extremem Hass auf Palästinenser“ geprägt gewesen, verbunden mit einem „Wunsch, sie zu entmenschlichen und zu bestrafen“.

    Frauen seien routinemäßig mit Vergewaltigung bedroht worden. Dokumentiert wurden Fälle, in denen Frauen gezwungen wurden, sich in der Öffentlichkeit oder vor Soldaten zu entkleiden oder ihren Schleier abzulegen. Zudem seien sie erniedrigenden Leibesvisitationen, Drohungen sowie verbaler und körperlicher Gewalt ausgesetzt gewesen.

    Die Kommission bewertete dies als sexuelle Gewalt im Kontext religiöser und kultureller Bekleidungsvorschriften, insbesondere für muslimische Frauen und Mädchen, die zur Verschleierung verpflichtet sind.

    Männer und Jungen seien tagelang nackt in eiskalten israelischen Gefängnissen festgehalten worden. Viele von ihnen hätten angegeben, vergewaltigt worden zu sein.

    Zudem dokumentierte der Bericht, dass erzwungene Nacktheit vor Soldaten und anderen Gefangenen häufig als Mittel der Demütigung eingesetzt wurde – beispielsweise durch wiederholte Leibesvisitationen sowie Verhöre, bei denen die Betroffenen nackt auftreten mussten, teils unter Kameraüberwachung.

    Auch wurden Häftlinge während des Transports unbekleidet mit sexuellen Beleidigungen konfrontiert. In überfüllten Zellen seien sie nackt zusammengepfercht oder in demütigenden Positionen mit verbundenen Augen und gefesselten Händen gezwungen worden, zu verharren.

    Die Kommission verifizierte vier Fälle, in denen Mitglieder der israelischen Sicherheitskräfte männliche Gefangene durch Tritte, Ziehen oder Quetschen der Genitalien misshandelten. Andere Opfer berichteten, dass sie mit Fingern, Stöcken, Besenstielen, Gemüse oder Metallstangen gewaltsam penetriert worden seien.

    Der Bericht kam zu dem Schluss, dass die dokumentierten Fälle der sexuellen Gewalt zu weit verbreitet und zu ähnlich seien, als dass sie nur auf einzelne Täter zurückzuführen sein könnten. Vielmehr sei die Gewalt systematisch.

    „Die von der Kommission gesammelten Beweise zeigen einen erschreckenden Anstieg sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt“, erklärte Navi Pillay, die Vorsitzende der Untersuchungskommission.

    „Es gibt keinen Zweifel daran, dass Israel sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt gezielt einsetzt, um Palästinenser zu terrorisieren und ein Unterdrückungssystem aufrechtzuerhalten, das ihr Selbstbestimmungsrecht untergräbt“, so Pillay weiter.

    Zerstörung des reproduktiven Gesundheitswesens und Vorwürfe des Völkermords

    Der Bericht beschuldigt Israel zudem, systematisch Einrichtungen für sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung anzugreifen und den Zugang zu Medikamenten sowie medizinischer Ausrüstung zu blockieren. Dadurch seien die Sicherheit von Frauen während der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der Nachsorge massiv gefährdet worden – ein Verstoß gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

    Die Kommission erklärte, dass durch diese Bedingungen in Gaza zahlreiche Todesfälle infolge von Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen eingetreten seien. Dies stelle ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form der Ausrottung“ dar.

    Darüber hinaus habe Israel gezielt „Lebensbedingungen geschaffen, die auf die physische Vernichtung der Palästinenser abzielen“ und Maßnahmen verhängt, die „darauf gerichtet sind, Geburten zu verhindern“. Beide Tatbestände erfüllten die Definition des Völkermords gemäß der Genozidkonvention und dem Römischen Statut.

    „Die gezielte Zerstörung reproduktiver Gesundheitseinrichtungen – darunter direkte Angriffe auf Entbindungsstationen sowie Gazas größte In-vitro-Fertilitätsklinik – verbunden mit der systematischen Aushungerung der Bevölkerung, betrifft alle Aspekte der Fortpflanzung“, erklärte Pillay.

    „Diese Verstöße haben nicht nur unmittelbar schwerwiegende körperliche und psychische Schäden bei Frauen und Mädchen verursacht, sondern auch langfristige, irreversible Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die Fortpflanzungsfähigkeit der Palästinenser als Gruppe.“

    MAB

  • Frankreichs Rüstungsindustrie im Fokus: Macron stärkt Verteidigungsfähigkeit

    Frankreichs Rüstungsindustrie im Fokus: Macron stärkt Verteidigungsfähigkeit

    Inmitten globaler Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen intensiviert Frankreich seine Bemühungen, die nationale Verteidigungsindustrie zu stärken. Am 14. März empfängt Präsident Emmanuel Macron führende Vertreter der französischen Rüstungsindustrie in Paris, um die Weichen für eine robuste Verteidigungsstrategie zu stellen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines sich wandelnden sicherheitspolitischen Umfelds, insbesondere durch die veränderte Haltung der USA gegenüber dem Ukraine-Konflikt. Präsident Donald Trump hat die militärische Unterstützung für die Ukraine reduziert und drängt auf Verhandlungen mit Russland, was in Europa Besorgnis über die Stabilität der transatlantischen Beziehungen ausgelöst hat. Frankreichs Antwort auf globale Herausforderungen Präsident Macron betonte die Notwendigkeit, die Verteidigungsausgaben Frankreichs signifikant zu erhöhen, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten und die strategische Autonomie Europas zu stärken. Geplant ist eine…

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  • Marine Le Pen droht Unwählbarkeit: „Das wäre zutiefst undemokratisch“

    Marine Le Pen droht Unwählbarkeit: „Das wäre zutiefst undemokratisch“

    Das politische Schicksal von Marine Le Pen hängt an einer juristischen Entscheidung, die am 31. März fällt. Sollte das Pariser Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft folgen, drohen ihr fünf Jahre Ineligibilität – und das mit sofortiger Wirkung. Ein Urteil mit politischen Konsequenzen In einem Interview am 13. März sprach Le Pen offen über ihre Befürchtungen. Sollte sie von der Präsidentschaftswahl 2027 ausgeschlossen werden, sei das „zutiefst undemokratisch“, so die Vorsitzende des Rassemblement National (RN). Das französische Volk hätte dann nicht mehr die Möglichkeit, sie als künftige Präsidentin zu wählen. Trotz der drohenden Strafe gibt sie sich kämpferisch: „Ich bin eine Kämpferin. Ich habe von klein auf gelernt, dass juristische Verfahren gegen einen Teil des politischen Kampfes sind.“ Ein Präzedenzfall für die französische Justiz? Die Forderung nach Ineligibilität war erwartet worden – sie ist bei Verurteilungen wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeschrieben. Doch d…

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  • Paris wird grün – Realität oder Wunschdenken?

    Paris wird grün – Realität oder Wunschdenken?

    Paris – eine Stadt der Steinwüsten. Wer an die französische Hauptstadt denkt, hat oft breite Boulevards, historische Gebäude und wenig Grün vor Augen. Doch genau das soll sich ändern. Die Stadtverwaltung will Paris in den kommenden 20 Jahren um 300 Hektar Grünflächen erweitern. Klingt nach einer guten Idee, oder?

    Doch das Vorhaben spaltet die Stadt.

    Eine Stadt kämpft gegen den Klimawandel

    Paris ist heute stark versiegelt – Beton, Asphalt und kaum Platz für Natur. Das ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auch eine Gefahr: Die Sommer werden heißer, Hitzewellen sind keine Seltenheit mehr. Prognosen zeigen, dass das Pariser Klima bis 2050 dem von Sevilla ähneln wird. Wer schon mal in Andalusien war, weiß, was das bedeutet – sengende Hitze, bei der das Leben in einer Betonwüste unerträglich werden kann.

    Der neue Plan Local d’Urbanisme (PLU) soll Abhilfe schaffen. Die Stadt will versiegelte Flächen aufbrechen, den Boden durchlässiger machen und mehr Bäume pflanzen. Ein begrüntes Paris soll für kühlere Temperaturen sorgen und das Leben in der Metropole erträglicher machen.

    Schöne Bilder, harte Realität

    Um die Pariser für das Projekt zu begeistern, hat die Stadtverwaltung eindrucksvolle Visualisierungen erstellt. Grüne Fassaden, schattige Plätze, Bäume, die Straßen säumen – fast ein bisschen zu idyllisch, um wahr zu sein.

    Kritiker werfen der Stadt vor, nur mit schönen Bildern zu werben, aber nicht ausreichend konkrete Pläne zu liefern. Wo genau soll das zusätzliche Grün entstehen? Wie werden Baustellen, Denkmalschutz und der ohnehin knappe Platz in der Stadt in Einklang gebracht? Und vor allem: Wer soll das bezahlen?

    Zwischen Vision und Machbarkeit

    Dass Paris dringend mehr Grünflächen braucht, ist unbestritten. Doch Stadtumbau ist ein Mammutprojekt, das Zeit, Geld und Durchhaltevermögen erfordert. Wird es die Stadtverwaltung schaffen, das ehrgeizige Ziel von 300 Hektar neuer Grünflächen umzusetzen? Oder bleibt Paris auch in 20 Jahren eine Stadt der Hitze und des Betons?

    Von Andreas M. B.

  • Alarmierende Zunahme von Meningokokken-Infektionen in Frankreich – Gesundheitsbehörden raten zur Impfung

    Alarmierende Zunahme von Meningokokken-Infektionen in Frankreich – Gesundheitsbehörden raten zur Impfung

    Die Zahl der invasiven Meningokokken-Infektionen ist in Frankreich zu Jahresbeginn stark gestiegen. Die Gesundheitsbehörde Santé publique France schlägt Alarm: Im Januar und Februar 2025 wurden außergewöhnlich viele Fälle gemeldet. Zwei Infektionscluster geben besonders Anlass zur Sorge.

    Steiler Anstieg der Fälle zu Jahresbeginn

    Meningokokken-Infektionen sind selten, können aber lebensbedrohlich sein – sie verursachen unter anderem Hirnhautentzündungen (Meningitis) und Blutvergiftungen (Sepsis).

    Laut Santé publique France wurden bereits im Januar 95 Fälle registriert, im Februar kamen weitere 89 hinzu. Diese Zahlen liegen weit über dem Durchschnitt der letzten Jahre für denselben Zeitraum.

    Ein besonders besorgniserregender Faktor: Die Entstehung sogenannter „Cluster“, also lokaler Infektionsherde. Einer davon wurde unter Studierenden in Lyon entdeckt, ein anderer in Rennes, wo zwischen Dezember 2024 und Februar 2025 sechs Personen aus unterschiedlichem sozialen Umfeld erkrankten.

    Impfung – der beste Schutz gegen Meningokokken

    Die Behörden reagieren mit gezielten Impfkampagnen. In Rennes bietet die Agence régionale de santé de Bretagne eine Impfung gegen Meningokokken des Serotyps B für alle 15- bis 24-Jährigen an – unabhängig davon, ob sie dort wohnen, arbeiten oder studieren.

    Seit dem 1. Januar 2025 ist die Impfung gegen Meningokokken B sowie die Serotypen ACWY für Säuglinge in Frankreich verpflichtend. Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren sollten ebenfalls gegen ACWY geimpft werden, mit einer Nachholoption bis zum 24. Lebensjahr. Ziel ist nicht nur der individuelle Schutz, sondern auch die Eindämmung der Krankheitsverbreitung innerhalb der Bevölkerung.

    Meningokokken-Infektionen verlaufen oft dramatisch – doch sie lassen sich durch Impfungen effektiv verhindern. Angesichts der steigenden Fallzahlen könnte jetzt der richtige Moment sein, den eigenen Impfstatus zu überprüfen.

    Autor: C.H.

  • Droht ein Handelskrieg? USA erwägen massive Steuer auf europäische Weine

    Droht ein Handelskrieg? USA erwägen massive Steuer auf europäische Weine

    Die Weinbranche in Frankreich schlägt Alarm: Sollte die von Donald Trump angedrohte 200-prozentige Steuer auf europäische Weine tatsächlich kommen, hätte das drastische Folgen. Schon eine frühere Steuererhöhung von „nur“ 25 % führte zu Umsatzeinbrüchen – was würde dann eine Verachtfachung bedeuten? Eine Drohung mit schweren Konsequenzen Noch ist nichts entschieden, doch die Warnung aus den USA sorgt für große Unruhe. „Momentan müssen wir noch im Konjunktiv sprechen – es ist eine Drohung, kein Beschluss“, so Bernard Farges, Präsident des Comité National des Interprofessions des Vins de France. Doch die Aussicht auf eine derart hohe Abgabe lässt die Branche zittern. Bereits 2019 hatten französische Winzer mit einem 25-prozentigen Strafzoll auf ihre Exporte in die USA zu kämpfen. Die Folge: Ein Umsatzrückgang von 25 bis 30 %. Nun steht eine Steuererhöhung auf 200 % im Raum – das würde den amerikanischen Markt für französischen Wein de facto unerschwinglich machen. „Das wäre das Aus für vi…

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