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  • Booking.com unter Druck: Frankreich zwingt Buchungsplattform zu faireren Verträgen

    Booking.com unter Druck: Frankreich zwingt Buchungsplattform zu faireren Verträgen

    Die Luft wird dünner für Booking.com.

    Frankreichs Wettbewerbsbehörde hat der weltweit größten Hotelbuchungsplattform nun offiziell den Marsch geblasen – wegen unlauterer Geschäftspraktiken, die Hoteliers seit Jahren in Rage versetzen.

    Am 10. Juli machte die DGCCRF, die französische Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung, ihre Entscheidung öffentlich: Booking.com wird aufgefordert, seine Verträge mit Hotels bis spätestens Ende 2025 anzupassen. Andernfalls drohen Strafzahlungen in astronomischer Höhe von bis zu 69,35 Millionen Euro.

    Vertragsklauseln mit Schlagseite

    Im Zentrum der Vorwürfe stehen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Booking.com.

    Die Ermittler der DGCCRF stießen auf Klauseln, die das Gleichgewicht der Geschäftsbeziehungen empfindlich stören. Dazu gehört vor allem, dass Hotels in ihrer Preisgestaltung eingeschränkt werden. Ein Hotelier, der sein Zimmer auf einer anderen Plattform oder seiner eigenen Website günstiger anbietet als auf Booking.com? Nicht erlaubt – und damit ein klarer Eingriff in die Freiheit der Betriebe.

    Hinzu kommt mangelnde Transparenz darüber, nach welchen Kriterien Angebote auf der Plattform gerankt werden. Und als wäre das nicht genug, behält sich Booking.com vor, Vertragsbedingungen ohne Vorankündigung zu ändern.

    Frankreichs Handelsgesetzbuch, Artikel L. 442-1, sieht genau hier eine rote Linie: Kein Geschäftspartner darf Bedingungen auferlegen, die zu einem erheblichen Ungleichgewicht der Rechte und Pflichten führen.

    Ultimatum bis Jahresende

    Die DGCCRF bleibt hart: Bis zum 31. Dezember 2025 muss Booking.com seine Verträge überarbeiten, sodass sie dem europäischen P2B-Regelwerk (Platform to Business) und französischem Recht entsprechen. Dieses verlangt Transparenz und Fairness – beispielsweise die Pflicht, Änderungen der AGB mit ausreichendem Vorlauf auf einem geeigneten Medium zu kommunizieren.

    Sollte Booking.com diesem Ultimatum nicht nachkommen, kann das Unternehmen mit einer Geldstrafe belegt werden, die insgesamt fast 70 Millionen Euro erreichen könnte.

    Eine Summe, die auch für einen Digitalgiganten schmerzhaft ist.

    Booking.com wehrt sich – und gibt sich kompromissbereit

    Wenig überraschend zeigt sich Booking.com nicht begeistert von dieser Entscheidung.

    Die Plattform, die ihren Hauptsitz in den Niederlanden hat, wies die Vorwürfe in einer ersten Reaktion zurück. Gleichzeitig signalisiert sie Gesprächsbereitschaft: Man wolle eng mit der DGCCRF zusammenarbeiten, um Bedenken und Kritikpunkte auszuräumen.

    Booking.com betont, an Lösungen zu arbeiten, die sowohl den Hotels als auch den Gästen zugutekommen. Schließlich hänge der Erfolg der Plattform maßgeblich davon ab, dass Hotels ihre Angebote weiterhin dort platzieren.

    Hoteliers atmen auf

    Für Frankreichs Hotellerie ist das Vorgehen der DGCCRF ein Befreiungsschlag.

    Die Union des Métiers et des Industries de l’Hôtellerie (UMIH) begrüßte die Entscheidung ausdrücklich. Für sie ist es ein wichtiger Schritt, um die Dominanz der Plattform einzudämmen und faire Geschäftsbeziehungen zu ermöglichen.

    Denn gerade kleinere Betriebe klagen seit Jahren darüber, sich in einer Zwickmühle zu befinden: Sichtbarkeit und Buchungen gibt es nur, wenn sie die strikten Bedingungen von Booking.com akzeptieren. Und die Provisionen fressen oft ohnehin schon knappe Gewinnmargen auf.

    Ein Signal an alle Plattformen

    Diese Entscheidung fällt nicht vom Himmel.

    Seit 2020 gilt in der EU der P2B-Regelrahmen, der den Plattformkapitalismus zumindest ansatzweise zähmen soll. Er verpflichtet Online-Vermittler wie Booking.com, transparente Vertragsbedingungen zu schaffen und Änderungen rechtzeitig mitzuteilen.

    Frankreich geht nun einen Schritt weiter und macht klar: Plattformen, die ihre Marktmacht zu Lasten der Betriebe ausnutzen, müssen mit empfindlichen Sanktionen rechnen.

    Droht eine Kettenreaktion?

    Die Frage, die sich nun stellt: Wird Booking.com klein beigeben oder mit allen juristischen Mitteln gegen die Verfügung vorgehen? Fest steht: Sollte die Plattform ihre Verträge tatsächlich anpassen, könnte das Signalwirkung haben. Auch andere Anbieter würden gezwungen sein, ihre AGB zu überprüfen – von Expedia bis Airbnb.

    Für die Hoteliers wäre das ein kleiner Sieg in einem ungleichen Kampf. Einer, der zeigt, dass digitale Riesen nicht über den Gesetzen stehen.

    Eine neue Ära der Fairness?

    Die Entscheidung der DGCCRF ist mehr als nur ein Verwaltungsakt. Sie ist ein Baustein in einem größeren Puzzle: dem Versuch, die Machtbalance zwischen lokalen Betrieben und globalen Plattformen wieder ins Lot zu bringen. Wie Booking.com seine Vertragsbedingungen nun umstrickt – und ob die Hotels damit wirklich mehr Freiheit gewinnen – bleibt abzuwarten.

    Aber eines steht fest: Das Monopol der Plattformen wackelt.

    Und wer weiß – vielleicht liegt darin auch eine Chance für eine Hotelbranche, die nach den Krisenjahren der Pandemie dringend neue Spielräume braucht.

    Autor: Daniel Ivers

  • 14. Juillet 2025: Frankreichs Nationalfeiertag ohne Feuerwerk – wenn Trockenheit, Sparzwang und Sicherheitsbedenken das Feiern verändern

    14. Juillet 2025: Frankreichs Nationalfeiertag ohne Feuerwerk – wenn Trockenheit, Sparzwang und Sicherheitsbedenken das Feiern verändern

    Der 14. Juli steht in Frankreich traditionell für große Feuerwerke, gesellschaftliche Gemeinschaft und republikanische Rituale. Doch im Sommer 2025 müssen viele Kommunen auf das gewohnt pompöse Feuerwerk verzichten oder weichen auf leisere, umweltverträglichere Alternativen wie Drohnenshows und Laserspektakel aus. Dieser Wandel offenbart drei zentrale gesellschaftliche Spannungslinien: Klimawandel, Sicherheitsanforderungen und wachsenden Haushaltsdruck. Trockenheit und Waldbrandgefahr – Die Natur diktiert Verzicht Extreme Trockenheit prägt weite Landesteile, insbesondere den Süden und Westen Frankreichs. Hohe Waldbrandwarnstufen und akute Gefahrenlagen veranlassen Präfekturen, feuergefährliche Aktivitäten strikt zu untersagen. In vielen Départements kommt zu dieser Entscheidung aus Verantwortung gegenüber Bevölkerung und Natur. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister betonen, es wäre „unverantwortlich, das Risiko eines Großbrandes in Kauf zu nehmen“. Statt Raketenexplosionen am Himmel bie…

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  • Wenn der Süden brennt: Waldbrände, Klimawandel und das Ende unbeschwerter Sommer

    Wenn der Süden brennt: Waldbrände, Klimawandel und das Ende unbeschwerter Sommer

    Man könnte meinen, Waldbrände seien eine Laune der Natur. Ein Schicksalsschlag, wie Blitz und Donner, der eben jene Mittelmeerregionen heimsucht, die wir so sehr für ihre Sommeridylle lieben. Doch die Brände, die in diesen Tagen das Département Aude in Südfrankreich verwüsteten, zerstören nicht nur Vegetation und Weinstöcke. Sie zerstören auch eine Illusion: die Illusion der Klimastabilität, auf der unsere Sommerträume seit jeher ruhen.

    Seit dem 7. Juli haben die Flammen über 2.100 Hektar nahe Narbonne vernichtet, mehr als 1.500 Feuerwehrleute sind im Dauereinsatz, während Urlauber hastig ihre Koffer packen. Autobahnen gesperrt, Strände verwaist, Reservierungen storniert. Das Bild des Südens als unerschütterliches Urlaubsparadies bekommt Risse.


    Statistik trifft Realität

    Die Wissenschaft der Attributionsforschung spricht eine nüchterne Sprache: Die Wahrscheinlichkeit für extreme Waldbrandbedingungen hat sich durch den menschengemachten Klimawandel mindestens verdoppelt, teils verdreifacht. Hitzewellen, wie sie in Südfrankreich immer häufiger auftreten, trocknen Böden und Vegetation aus, die schon jetzt unter unregelmäßigen Niederschlägen leiden. Jeder zusätzliche Grad Celsius befeuert die Dynamik, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Doch hinter dieser Statistik steht ein realer Verlust. Für die Winzer des Château La Baronne, die zwischen 30 und 35 Hektar Reben verloren haben, bedeutet es ein ökonomisches Fiasko. Für die Kellnerin im Strandrestaurant von Gruissan, die von Touristen-Trinkgeldern lebt, bedeutet es Tage ohne Einkommen. Der Klimawandel verstärkt, was ohnehin schon ungerecht ist.


    Das Ende der universellen Sommerfreude

    Waldbrände sind keine demokratisch gerechten Katastrophen. Wer im klimatisierten Hotelzimmer sitzt, ist weniger gefährdet als jene, die in einfacheren Unterkünften, Wohnwägen oder Zelten nächtigen. Wer in Frankreich lebt, dessen Lunge atmet tagelang Feinstaub, selbst wenn sein Haus verschont bleibt. Und wer seine Lebensgrundlage auf Rebflächen oder Tourismus gegründet hat, steht angesichts der Flammen vor dem Nichts.

    Die Brände zeigen, was Forscher weltweit betonen: Es geht nicht um abstrakte +1,5°C. Es geht um brennende Häuser, untrinkbares Wasser, zerstörte Existenzen.

    Prävention und Anpassung – eine politische Pflicht

    Natürlich lässt sich argumentieren, Brände habe es immer gegeben. Doch ihre Häufung und Intensivierung sind keine Naturlaune, sondern systemisch produziert. Die Pflicht der Politik ist es, diesen Zusammenhang nicht nur zu erkennen, sondern auch zu handeln: durch feuersichere Landschaftsplanung, Unterbrechung großflächiger Monokulturen, strikte Brandschutzgesetze und eine schnelle Energiewende.

    Die Region Aude plant laut ihrer Tourismusagentur bereits Resilienzprogramme, Evakuierungskonzepte und nachhaltige Mobilitätsangebote. Ein Anfang. Doch ohne drastische Emissionsreduktion bleibt es Kosmetik.


    Ein unbeschwerter Sommer? Nur mit Klimaschutz.

    Früher dachten wir, der Sommer sei eine verlässliche Jahreszeit, die Sonne eine Garantie für Freizeit, Glück, Leichtigkeit. Heute wissen wir: Der Sommer kann tödlich sein.

    Wir müssen uns fragen, was uns unsere Urlaubsbilder wert sind. Sind sie uns ein Wirtschaftssystem wert, das jedes Jahr aufs Neue Brände, Dürren und Ernteausfälle wahrscheinlicher macht? Oder begreifen wir endlich, dass Klimaschutz kein moralisches Ideal ist, sondern die Bedingung dafür, dass es Sommerurlaube, Weinfeste und Meeresrauschen auch in 30 Jahren noch gibt?

    Denn die Brände in Südfrankreich sind keine Naturkatastrophen. Sie sind menschengemachte Systemkatastrophen. Und ihre Lösung liegt nicht bei der Feuerwehr, sondern in unseren Parlamenten, Investitionen, Verkehrskonzepten und Lebensstilen.

    Von E.S.

  • Sarthe: Zehn Monate Haft für falsche Enedis-Mitarbeiter – eine perfide Betrugsmasche

    Sarthe: Zehn Monate Haft für falsche Enedis-Mitarbeiter – eine perfide Betrugsmasche

    Le Mans. Es ist eine dieser Geschichten, die zeigen, wie leichtgläubig und verwundbar Menschen manchmal bleiben – trotz aller Warnungen vor Trickbetrügern. Zwei Männer im Alter von 24 und 27 Jahren sind vom Strafgericht Le Mans zu zehn Monaten Haft verurteilt worden. Ihr Verbrechen: Sie gaben sich als Mitarbeiter des Stromnetzbetreibers Enedis aus und betrogen 69 Menschen – vor allem ältere Personen – in mehreren Gemeinden des Départements Sarthe. Ein altbekanntes Schema – und doch immer wieder erfolgreich Die Masche war simpel, aber wirksam. Die beiden jungen Männer klingelten an Haustüren, trugen Warnwesten mit Enedis-Logo und präsentierten selbstgebastelte Ausweise. Ihr Vorwand: eine technische Überprüfung oder das Ablesen des Stromzählers. Kaum hatten sie Zutritt zu den Häusern oder Wohnungen, lenkten sie ihre Opfer ab. Während der eine über Sicherungen und Leitungen parlierte, durchsuchte der andere Schubladen und Schlafzimmer. Bargeld, Bankkarten, Schmuck, Schecks – alles verschw…

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  • Frankreich und Grossbritannien einigen sich auf neuartiges Abkommen zur Regelung der Kanal-Migration

    Frankreich und Grossbritannien einigen sich auf neuartiges Abkommen zur Regelung der Kanal-Migration

    Beim französisch-britischen Gipfeltreffen in London haben Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Keir Starmer ein Pilotabkommen vorgestellt, das die illegalen Überfahrten von Migranten über den Ärmelkanal eindämmen soll. Das bislang einmalige Modell beruht auf einem Tauschprinzip: Für jeden Migranten, der illegal nach Grossbritannien gelangt und nach Frankreich zurückgeschickt wird, nimmt London einen Asylbewerber aus Frankreich auf, der nachweislich familiäre Bindungen im Vereinigten Königreich hat. Ein Abkommen mit Chancen und Risiken Premierminister Starmer bezeichnete das Projekt als „revolutionär“. Es sieht vor, zunächst wöchentlich 50 Migranten aus Grossbritannien nach Frankreich zurückzuführen. Im Gegenzug verpflichtet sich London, eine gleich grosse Zahl von Asylsuchenden aus Frankreich über ein legales und sicheres Aufnahmeverfahren zu übernehmen. Ziel ist es, lebensgefährliche Kanalüberquerungen zu verhindern und die Geschäftsgrundlage der Schleusernetzwerke zu zerstör…

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  • Frankreichs ehrgeiziger Sparkurs: Kann Bayrou das Defizitziel von 4,6 Prozent halten?

    Frankreichs ehrgeiziger Sparkurs: Kann Bayrou das Defizitziel von 4,6 Prozent halten?

    Frankreichs Premierminister François Bayrou hat angekündigt, das Haushaltsdefizit bis 2026 auf 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken – von derzeit 5,8 Prozent. Es ist ein ambitioniertes Ziel in einem politisch und wirtschaftlich angespannten Umfeld, das strukturelle Herausforderungen offenlegt, die weit über kurzfristige Haushaltsanpassungen hinausreichen. Ein strukturelles Defizitproblem Frankreich verzeichnet seit über vier Jahrzehnten kontinuierliche Haushaltsdefizite. Selbst in Wachstumsphasen gelang es nur selten, strukturelle Überschüsse zu erzielen. Der französische Rechnungshof (Cour des comptes) bezifferte kürzlich den kumulierten Konsolidierungsbedarf, um das EU-Defizitziel von unter 3 Prozent bis 2029 zu erreichen, auf rund 105 Milliarden Euro. Allein bis 2026 sollen nach Regierungsplanungen 40 Milliarden Euro eingespart werden. Zum Vergleich: Deutschland plant für das kommende Jahr trotz schwacher Konjunktur keine Nettoneuverschuldung über die Schuldenbremse…

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  • Israel meldet, dass ein Teil von Irans Uranvorräten die Angriffe überstand – und andere World-News

    Israel meldet, dass ein Teil von Irans Uranvorräten die Angriffe überstand – und andere World-News

    Ein Teil von Irans unterirdisch gelagertem, nahezu waffenfähig angereichertem Uran hat die US-amerikanischen und israelischen Angriffe im vergangenen Monat überstanden und ist nach Angaben eines ranghohen israelischen Beamten für die Nukleartechniker Teherans weiterhin zugänglich.

    Geheimdienstanalysen Israels zeigten jedoch keine Besorgnis über das verbleibende angereicherte Uran. Sie erklären, jeder Versuch Irans, es zu bergen, würde mit hoher Wahrscheinlichkeit entdeckt werden und es bliebe ausreichend Zeit für einen Angriff. Präsident Trump und seine Regierung hatten erklärt, dass Irans Nuklearprogramm durch den gemeinsamen Schlag „ausgelöscht“ worden sei.

    Israel begann Ende vergangenen Jahres mit Vorbereitungen für militärische Schritte gegen Iran, nachdem man einen Endspurt zum Bau einer Atombombe befürchtet hatte. Israel erklärte damals, seine Geheimdienstinformationen seien mit den USA geteilt worden. Doch in den Monaten vor dem Angriff vertraten US-Beamte die Auffassung, dass Iran sich noch nicht zum Bau einer Waffe entschieden habe.


    Ukrainischer Geheimdienstoffizier auf Parkplatz in Kiew erschossen

    Die ukrainischen Behörden teilten gestern mit, dass ein Eliteoffizier des SBU, des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes, am helllichten Tag in Kiew erschossen wurde.

    Bei dem Opfer handelt es sich um Oberst Iwan Woronych, der eine Einheit leitete, die im vergangenen Sommer eine entscheidende Rolle beim Überraschungsangriff der Ukraine auf die russische Region Kursk spielte. Die als Fünfte Direktion bekannte Einheit erhielt technische Unterstützung durch die CIA und war auch für die Tötung eines ranghohen russischen Separatistenkommandeurs mit dem Nom de Guerre „Motorola“ im Jahr 2016 verantwortlich.

    Aktuelle ukrainische Offizielle äußerten sich nicht zu einer möglichen russischen Beteiligung. Sollte Russland hinter der Tat stehen, wäre dies ein seltener nachrichtendienstlicher Erfolg seit Beginn der Invasion vor drei Jahren.


    Großbritannien und Frankreich vereinbaren Atomwaffenpakt:

    Premierminister Keir Starmer und Präsident Emmanuel Macron gaben gestern ein neues Verteidigungsabkommen bekannt. Erstmals verpflichteten sich beide Länder, ihre Nukleararsenale gemeinsam einzusetzen, sollte ein europäischer Verbündeter angegriffen werden.

    Die beiden Regierungschefs verkündeten zudem ein Abkommen, das die Zahl der Migranten verringern könnte, die von Nordfrankreich aus in kleinen Booten den Ärmelkanal überqueren.


    Weitere World-News

    Diplomatie: Außenminister Marco Rubio traf in Malaysia mit dem russischen Außenminister zusammen und bekräftigte Trumps Unzufriedenheit über die stockenden Friedensgespräche.

    Drohnen: Moskau startete eine weitere Angriffswelle auf Kiew und tötete dabei zwei Menschen.

    Gaza: Ein israelischer Luftangriff in der Nähe einer von einer US-Hilfsorganisation betriebenen Gesundheitsklinik tötete mehr als ein Dutzend Menschen, darunter Kinder, wie das Krankenhaus berichtete.

    USA: Der Secret Service suspendierte sechs Agenten, die für die Sicherung des Geländes zuständig waren, an dem letzten Sommer ein Attentat auf Trump verübt wurde.

    Jemen: Zehn Besatzungsmitglieder eines Frachters, der von den Huthi-Rebellen im Roten Meer versenkt wurde, konnten gerettet werden. Etwa ein Dutzend gilt weiterhin als vermisst.

    Geschlechtsangleichung: Die Trump-Regierung forderte von Ärzten und Krankenhäusern personenbezogene Daten über geschlechtsangleichende Behandlungen bei Minderjährigen an – der jüngste Schritt, um solche Behandlungen zu unterbinden.

    Technologie: Nvidia, der weltweit führende Anbieter von KI-Chips, wurde als erstes börsennotiertes Unternehmen mit vier Billionen Dollar bewertet.

    Klima: Großbritannien bereitet sich erneut auf eine möglicherweise rekordbrechende Hitzewelle vor – die dritte des Jahres.

    Wirtschaft: Der italienische Süßwarenhersteller Ferrero übernimmt den US-amerikanischen Cerealienkonzern WK Kellogg in einem Deal im Wert von 3,1 Milliarden Dollar.

    Großbritannien: Vier Personen, darunter drei Teenager, wurden im Zusammenhang mit einem Cyberangriff im April festgenommen, der den Einzelhändler Marks & Spencer Millionen kostete.

    Technologie: Organisationen, die Kinderpornografie verfolgen, melden eine Zunahme von KI-generierten Bildern sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen im Netz. Die EU stellt neue Regeln zur Regulierung von KI vor.

  • Kugeln auf dem Boulevard: Wie Grenoble in der Gewaltspirale versinkt

    Kugeln auf dem Boulevard: Wie Grenoble in der Gewaltspirale versinkt

    Der Sommerabend war noch jung, als plötzlich Schüsse durch den Cours de la Libération hallten. Mittwoch, 9. Juli 2025, kurz nach 21 Uhr. Auf dem Cours de la Libération, mitten im belebten Zentrum von Grenoble, sackte ein junger Mann zusammen. Vier Kugeln hatten ihn im unteren Rückenbereich getroffen. Die Täter? Vier Männer auf E-Rollern. Laut ersten Ermittlungen eröffneten sie das Feuer vor dem Bar-Restaurant Le Bizertino und verschwanden lautlos in der Nacht. Die Opferwahl war kein Zufall – der angeschossene Mann ist den Polizeibehörden bestens bekannt. Was ist los in dieser einst so ruhigen Alpenstadt? Blut auf dem Asphalt Trotz seiner schweren Verletzungen schleppte sich der Mann noch einige Meter bis zur Rue des Alliés. Dort brach er auf dem Bürgersteig zusammen. Passanten, geschockt von der plötzlichen Gewalt, alarmierten die Rettungskräfte. Die Sanitäter lieferten das Opfer in das Universitätskrankenhaus Grenoble Alpes ein. Sein Leben hängt an einem seidenen Faden. Am Tatort fand…

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  • Nestlé unter Druck: Durchsuchungen im französischen Hauptquartier wegen Mineralwasserskandal

    Nestlé unter Druck: Durchsuchungen im französischen Hauptquartier wegen Mineralwasserskandal

    Am Donnerstag durchsuchten Ermittler den französischen Hauptsitz von Nestlé bei Paris. Die Aktion ist Teil einer breit angelegten Untersuchung gegen den Konzern und seine Wassersparte Nestlé Waters – es geht um mögliche Verstöße gegen Gesundheits- und Umweltauflagen. Die Durchsuchung in Issy-les-Moulineaux, südwestlich von Paris, erfolgte am 10. Juli. Sie wurde von der Direction générale de la concurrence, de la consommation et de la répression des fraudes (DGCCRF) bestätigt, wie Radio France berichtete. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit einem im Februar 2025 eingeleiteten Ermittlungsverfahren der Pariser Justiz. Hintergrund der Ermittlungen Auslöser der Strafuntersuchung ist eine Klage der Verbraucherorganisation Foodwatch, die sich als Nebenklägerin konstituierte. Foodwatch wirft Nestlé und seiner Tochter Nestlé Waters vor, bei der Produktion und Vermarktung von Flaschenwasser gegen gesundheitliche oder umweltrechtliche Bestimmungen verstoßen zu haben. Im Zentrum steht der Verda…

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  • Montbéliard mit Hund: Kultur, Käse und Gassigänge im Herzen der Franche-Comté

    Montbéliard mit Hund: Kultur, Käse und Gassigänge im Herzen der Franche-Comté

    Wo liegt eigentlich Montbéliard? Viele Reisende zucken bei dieser Frage mit den Schultern – dabei verbirgt sich hier im Osten Frankreichs zwischen Vogesen und Jura eine Region, die nicht nur Kulturfans, sondern auch Hundeliebhaber begeistert. Genau das beweist das Pays de Montbéliard seit Juli 2025 offiziell mit seinem Beitritt zum Netzwerk „Toutourisme“: Hundefreunde erhalten hier […]

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