Kategorie: Alle Artikel

  • Prozess um die Anschläge vom 13. November 2015: Heute soll das Urteil fallen

    Prozess um die Anschläge vom 13. November 2015: Heute soll das Urteil fallen

    Nach zehn Monaten Verhandlung in einem außergewöhnlichen Prozess wird am Mittwochabend die Entscheidung des Pariser Schwurgerichts erwartet. Die 14 anwesenden Angeklagten und sechs weitere, die in Abwesenheit wegen ihrer Beteiligung an den Anschlägen vom 13. November 2015 vor Gericht gestellt wurden, sollen heute Abend ihre Strafen erhalten. Das härteste Urteil – lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung nach Verbüssung der Mindesthaftzeit – wurde für Salah Abdeslam gefordert, das einzige noch lebende Mitglied der Terrorkommandos, das für den Tod von 130 Menschen verantwortlich ist.

    Die Verhandlungstage im Prozess um die Anschläge vom 13. November 2015 endeten am Montag, dem 27. Juni. Nach zehn Monaten Verhandlung warten nun alle Parteien auf die Entscheidung des Pariser Schwurgerichts, die für Mittwochabend erwartet wird.

    Seit Montag sind die fünf Berufsrichter, aus denen sich das Gericht zusammensetzt, und ihre vier Stellvertreter an einem „gesicherten“ Ort in der Nähe von Paris einquartiert, ohne die Möglichkeit, diesen zu verlassen.

    Während ihrer Klausurtagung müssen sie entscheiden, ob die Angeklagten für ihre Taten verantwortlich sind und welche Anklagepunkte gegen jeden von ihnen zutreffen.

    Die Richter werden am Mittwoch um 17 Uhr in den Pariser Justizpalast zurückkehren, um den vierzehn Angeklagten, die bei der Verhandlung anwesend sind, das Urteil mitzuteilen.

    Die Nationale Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft (Pnat) forderte lebenslange Haftstrafen für fünf der 14 anwesenden Angeklagten – sechs weitere stehen in Abwesenheit vor Gericht – in dem längsten Prozess in der französischen Justizgeschichte der Nachkriegszeit.

    Für Salah Abdeslam, das einzige noch lebende Mitglied der Kommandos, die am 13. November 2015 in Paris und Saint-Denis 130 Menschen töteten, wurde die härteste Strafe nach französischem Recht gefordert: lebenslängliches Zuchthaus ohne die Möglichkeit einer Freilassung.

    „Ich bin kein Mörder“
    Salah Abdeslam, der am Montag als letzter vor Gericht sprach, sagte zu den Richtern: „Die öffentliche Meinung sagt, dass ich mit einer Kalaschnikow auf den Terrassen stand und auf die Leute geschossen habe. Die öffentliche Meinung glaubt, dass ich im Bataclan war und Menschen getötet habe. Sie wissen, dass die Wahrheit genau das Gegenteil ist“.

    „Ich habe Fehler gemacht, das ist wahr, aber ich bin kein Mörder, ich bin kein Killer. Wenn Sie mich wegen Mordes verurteilen, begehen Sie eine Ungerechtigkeit“, sagt der Hauptangeklagte Salah Abdeslam.

    Die Staatsanwaltschaft forderte auch lebenslange Haft für den Auftraggeber der Anschläge, den Belgier Osama Atar, der in Abwesenheit verurteilt wird und wahrscheinlich bereits in der irakisch-syrischen Grenzregion ums Leben gekommen ist.

    Zwei Wochen lang hatten die Verteidiger in ihren Plädoyers das Gericht gewarnt: Wenn man im Namen der durch diese Verbrechen ausgelösten Emotionen dazu übergehe, die Mörder und die Komplizen bei den Vorbereitungshandlungen, die Vermieter von Autos und Häusern, gleich zu verurteilen, dann müsse man zugeben, dass sich der Rechtsstaat unter dem Schock selbst verloren hat und nur noch eine Pappkulisse übrig geblieben ist…

    Die Urteile werden am Mittwoch ab 17 Uhr erwartet.

  • Covid-19: FFP2 oder chirurgisch – die Wirksamkeit der verschiedenen Masken gegen eine Ansteckung

    Covid-19: FFP2 oder chirurgisch – die Wirksamkeit der verschiedenen Masken gegen eine Ansteckung

    Erst im Mai wurde in Frankreich die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln abgeschafft. Und bereits jetzt werden die Rufe nach einer Rückkehr der Masken immer lauter. Gesundheitsministerin Brigitte Bourguignon hat begonnen, den Boden für die Rückkehr der Maskenpflicht zu bereiten, indem sie die Franzosen aufforderte, die Maske in öffentlichen Transportmitteln freiwillig wieder zu tragen. Aber wo liegen die Unterschiede zwischen einer chirurgischen Maske und einer FFP2-Maske? Die chirurgische Maske verhindert, dass „beim Ausatmen des Trägers Sekrete der oberen Luftwege oder Speichel, die übertragbare Krankheitserreger enthalten können, herausgeschleudert werden“, so das französische Gesundheitsministerium (Ministère des Solidarités et de la Santé). Die erste Indikation für eine chirurgische Maske ist das Tragen durch eine ansteckende Person „ab den ersten Symptomen, um Ansteckungen in ihrem Umfeld zu vermeiden. Die Maske schützt jedoch nicht vor dem Einatmen von sehr kleinen Part…

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  • Bourbon und anderer Whisk(e)y

    Bourbon und anderer Whisk(e)y

    Die Bourbon-Vanille (siehe Elisa-Artikel vom 15. Juni) hat mich auf die Frage gebracht: Warum heißt der amerikanische Whiskey ausgerechnet Bourbon? Auch das sieht doch nach einem Zusammenhang mit dem französischen Adelsgeschlecht der Bourbonen (französische Königsfamilie von 1579-1792) aus! Was habe…

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  • Kaufkraft und Inflation: Erhöhung der Beamtengehälter um 3,5% ab dem 1. Juli

    Kaufkraft und Inflation: Erhöhung der Beamtengehälter um 3,5% ab dem 1. Juli

    Die französische Regierung kündigte am Dienstag, den 28. Juni, eine allgemeine Lohnerhöhung von 3,5% für Beamte an. Diese wird ab dem 1. Juli wirksam. Die Gehälter der 5,7 Millionen Staatsbediensteten in Frankreich werden ab dem 1. Juli um 3,5% angehoben, wie das Ministerium für den öffentlichen Dienst am Dienstag gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP bekannt gab. Diese 3,5%, die laut dem Ministerium die höchste prozentuale Erhöhung seit 37 Jahren darstellen, „addieren“ sich zu der durchschnittlichen Erhöhung von 1,5%, die jedes Jahr bei den Gehältern der Beamten und Vertragsbediensteten durchgeführt wird. Die Gehaltserhöhung im öffentlichen Dienst bringt Gesamtkosten in Höhe von etwa 7,5 Milliarden Euro mit sich, die zwischen dem Staat und den Gebietskörperschaften aufgeteilt werden sollen. Die Ankündigung folgt auf eine Erklärung von Amélie de Montchalin vom 14. März dieses Jahres. Damals hatte die für den öffentlichen Dienst zuständige Ministerin angekündigt, dass noch …

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  • Bombardiertes Einkaufszentrum in der Ukraine: Emmanuel Macron spricht von „absolutem Horror“

    Bombardiertes Einkaufszentrum in der Ukraine: Emmanuel Macron spricht von „absolutem Horror“

    Am Montag, dem 27. Juni, beschossen die russischen Streitkräfte ein belebtes Einkaufszentrum in der Zentralukraine mit Raketen. Die vorläufige Bilanz lautet 18 Tote und mehrere Dutzend Verletzte. Mindestens 40 Personen gelten noch als vermisst. Eine dicke Rauchwolke steigt aus dem Gebäude auf, das wenige Stunden zuvor noch ein riesiges Einkaufszentrum gewesen ist. Darunter verzehren meterhohe Flammen die Überreste der Waren. Lesen Sie auch: Ukraine-Krieg: Rakete trifft belebtes Einkaufszentrum mit mehr als tausend Zivilisten Das Einkaufszentrum in Krementschuk wurde am Montag, dem 27. Juni, von russischen Raketen beschossen. Die Stadt im Zentrum des Landes mit rund 220.000 Einwohnern war bislang von dem Beschuss der russischen Angreifer relativ verschont geblieben. Auf internationaler Ebene gab es zahlreiche Reaktionen auf diese Tragödie. Emmanuel Macron verurteilte den Beschuss als einen „absoluten Horror“ und sagte, dass er „den Schmerz der Familien der Opfer teilt. Und die Wut über …

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  • UNO ruft bei Eröffnung ihrer Weltkonferenz in Lissabon den „Notstand der Ozeane“ aus

    UNO ruft bei Eröffnung ihrer Weltkonferenz in Lissabon den „Notstand der Ozeane“ aus

    Fünf Tage lang werden Tausende von Menschen über die Zukunft der Meere nachdenken, um Lösungen für die Überfischung, die Plastikverschmutzung oder die Versauerung der Meere zu finden.

    Die UNO will so versuchen, Lösungen für die Probleme der Ozeane zu finden. Tausende von Politikern, Experten und Umweltschützern sind auf Einladung der Vereinten Nationen ab Montag, dem 27. Juni, für fünf Tage zu einer Konferenz in Lissabon (Portugal) zusammengekommen. „Wir stehen derzeit vor dem, was ich einen Notstand der Ozeane nennen würde“, sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres.

    Die Meere, die mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche bedecken, erzeugen die Hälfte des Sauerstoffs, den wir einatmen, und sind eine lebenswichtige Proteinquelle für das tägliche Leben von Milliarden von Menschen.

    Der Ozean spielt darüber hinaus eine regulierende Rolle, indem er die Auswirkungen des Klimawandels abmildert. Da er jedoch etwa ein Viertel der CO2-Verschmutzung absorbiert, obwohl die Emissionen in den letzten sechzig Jahren um 50% gestiegen sind, ist der Ozean saurer geworden. Das destabilisiert die aquatischen Nahrungsketten und verringert die Fähigkeit der Weltmeere, immer mehr Kohlendioxid zu binden. Da der Ozean mehr als 90% des durch die globale Erwärmung verursachten Wärmeüberschusses aufnimmt, leidet er auch unter mächtigen Meereshitzewellen, die wertvolle Korallenriffe zerstören.

    Eines der vielen Themen, die auf der Konferenz angesprochen werden, ist die Plastikverschmutzung. Laut einem aktuellen Bericht der OECD wird sich die Verschmutzung bis 2060 auf eine Milliarde Tonnen pro Jahr verdreifachen. Schon jetzt sterben jedes Jahr eine Million Vögel und über 100.000 Meeressäuger an Mikroplastik. Auch die Überfischung gibt Anlass zur Sorge: „Mindestens ein Drittel der wilden Fischbestände wird zu stark befischt und weniger als 10% des Ozeans sind geschützt“, kommentiert Kathryn Mathews, wissenschaftliche Leiterin der amerikanischen NGO Oceana.

    Die Debatte wird sich auch um ein mögliches Moratorium drehen, um den Meeresboden vor dem Bergbau auf der Suche nach seltenen Metallen zu schützen, die für die Herstellung von Batterien für die florierende Elektrofahrzeugbranche benötigt werden. Eine Koalition aus fast 100 Ländern befürwortet die Einrichtung von Schutzzonen, die 30% der Ozeane und Landflächen der Erde abdecken sollen.

  • Covid-19: Gesundheitsministerin Brigitte Bourguignon fordert die Franzosen auf, in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder Maske zu tragen

    Covid-19: Gesundheitsministerin Brigitte Bourguignon fordert die Franzosen auf, in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder Maske zu tragen

    Fast 62.000 neue Ansteckungen wurden in der vergangenen Woche durchschnittlich pro Tag von Santé Publique France registriert. Es ist eine der von der Regierung bereits geplanten Maßnahmen, um dem Wiederaufflammen der Covid-19-Epidemie zu begegnen. „Ich fordere die Franzosen auf, die Maske in den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder anzulegen“, kündigte die Ministerin für Gesundheit und Prävention Brigitte Bourguignon am Montag, dem 27. Juni, auf dem Sender RTL an. Es handele sich nicht um eine „Maskenpflicht“, präzisierte die Ministerin jedoch. Diese Empfehlung gelte auch für alle geschlossenen Räume mit hohem Publikumsaufkommen. Die Ministerin verwies auf die „Bürgerpflicht“, die sowohl darin bestehe, „sich selbst angesichts einer hochgradig übertragbaren Variante zu schützen“, als auch „andere und insbesondere die Schwächsten zu schützen“. Die Epidemie nimmt wieder zu Die Maskenpflicht wurde von der Regierung im Mai aufgehoben, aber die Zahl der täglichen Fälle ist seitdem wieder ange…

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  • Tornado fordert in den Niederlanden einen Toten und sieben Verletzte

    Tornado fordert in den Niederlanden einen Toten und sieben Verletzte

    Ein Tornado forderte am Montag, dem 27. Juni, in der niederländischen Küstenstadt Zierikzee mindestens einen Toten und sieben Verletzte. Der Tornado war seit drei Jahrzehnten das erste Naturereignis dieser Art in den Niederlanden, das tödlich verlief.

    Ein Tornado forderte am Montag, dem 27. Juni, in einer niederländischen Küstenstadt den Tod eines Menschen und verletzte sieben weitere. „Die Schäden in mehreren Straßen von Zierikzee sind beträchtlich. Neben herabgefallenen Dachziegeln und umgestürzten Bäumen wurden die Dächer von vier Häusern komplett zerstört“, teilten die Behörden der Provinz Zeeland im Südwesten der Niederlande mit.

    Bei der getöteten Person handelte es sich um einen Touristen, der im Hafenbereich der Stadt von einem Dachziegel am Kopf getroffen wurde, berichtete die Lokalzeitung Provinciale Zeeuwse Courant.

    Bilder in sozialen Netzwerken zeigten Trümmer, die von einer wirbelnden Luftsäule weggetragen wurden, und einen großen weißen Trichter aus Wolken vor einem dunklen Himmel.

    Ein seltenes Phänomen in den Niederlanden
    Mindestens 20 Wohnungen wurden vorübergehend unbewohnbar gemacht und die Behörden richteten eine Unterkunft für die Betroffenen ein.

    In den Niederlanden gab es bereits mehrere Tornados, aber das letzte Mal wurde laut der niederländischen Wetterbehörde KNMI im Jahr 1992 ein Mensch getötet. Weitere Tornados gab es in den Jahren 1967, 1972 und 1981. „Heftige Wirbelstürme, auch Tornados genannt, sind in unserem Land selten“, stellte die KNMI auf ihrer Webseite fest. „Das Gebiet, in dem sie auftreten, ist in der Regel nicht größer als eine schmale Piste, die zwei bis mehrere Dutzend Kilometer lang und einige hundert Meter breit ist“, sagt die KNMI.

  • Neue Regierung von Elisabeth Borne: Schwierige Koalitionsfindung

    Neue Regierung von Elisabeth Borne: Schwierige Koalitionsfindung

    Elisabeth Borne setzt ihre Arbeit an der Bildung ihrer neuen Regierung fort und versucht, mit den verschiedenen Parteien, die nach den Parlamentswahlen die politische Landschaft Frankreichs prägen, eine Einigung zu erzielen. Eine schwierige Aufgabe… Seit dem Ende der Parlamentswahlen arbeitet Premierministerin Élisabeth Borne daran, eine neue Regierung zusammenzustellen, die die politischen Strömungen auf einen gemeinsamen Nenner bringt und Emmanuel Macron eine absolute Mehrheit verschaffen kann. Wirtschaftsminister Bruno le Maire sagte, dass man eine Einigung mit den anderen wichtigen Parteien anstrebe, aber nicht um jeden Preis. Die Verhandlungen gehen weiter Die Premierministerin setzt ihre Gespräche mit den verschiedenen politischen Kräften fort, die ihrerseits derzeit allerdings kein übermäßiges Interesse daran zeigen, sich mit der Mehrheit des Präsidenten zu verbünden. Die Republikaner kritisieren vor allem die sehr hohe Staatsverschuldung und warten ungeduldig auf Ankündigunge…

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  • Welche Geräte verbrauchen bei uns zu Hause am meisten Energie und wie können wir Geld sparen?

    Welche Geräte verbrauchen bei uns zu Hause am meisten Energie und wie können wir Geld sparen?

    Mehrere französische Energieunternehmen haben die Franzosen dazu aufgerufen, „sofort“ Einsparungen bei ihrem Energieverbrauch vorzunehmen. Hier einige Tipps, wie man Energie sparen und die Kosten senken kann.

    Am Sonntag, dem 26. Juni, forderten die Geschäftsführer von TotalEnergies, EDF und Engie in einem in der französischen Zeitung JDD veröffentlichten Beitrag die Franzosen auf, ihren Verbrauch von Kraftstoff, Öl, Strom und Gas „sofort“ zu reduzieren, um der Gefahr einer Verknappung und eines Preisanstiegs zu begegnen. Eine ähnliche Aufforderung hatte Jean-François Carenco, der Vorsitzende der französischen Energieregulierungskommission (CRE), bereits im März formuliert: „In Frankreich muss ab sofort Gas und Strom eingespart werden, sonst könnte es im nächsten Winter problematisch werden“.

    Lesen Sie auch: Energieversorger: Franzosen müssen Verbrauch von Öl, Gas und Strom senken!

    Hier einige Möglichkeiten, wie man seinen Energieverbrauch im täglichen Leben senken kann.

    Kühlschrank / Gefrierschrank
    Das ist unbestreitbar das Haushaltsgerät mit dem höchsten Energieverbrauch in jeder Wohnung. Laut der Agence de la transition écologique (Ademe) verbraucht ein Kühl-/Gefrierschrank im Durchschnitt 346 Kilowattstunden (kWh). Diese Zahl variiert natürlich je nach Modell, Marke und Nutzung.

    Um den Verbrauch eines Kühlschranks zu senken, gibt es ein paar einfache Tricks.

    • Anordnung der Lebensmittel: Füllen Sie Ihren Kühlschrank nicht komplett mit Lebensmitteln, denn die gekühlte Luft muss im Inneren zirkulieren können.
    • Halten Sie ihn von Wärmequellen fern und stellen Sie ihn nicht in die direkte Sonneneinstrahlung. Im Sommer sollte man ihn etwas weiter von der Wand entfernt aufstellen, damit der Kondensator besser belüftet wird. Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Lüftungsöffnung nicht durch Staub verstopft ist.
    • Stellen Sie die Temperatur Ihres Geräts richtig ein: Senken Sie die Kühltemperatur nicht auf unter 4 °C. Lassen Sie außerdem die Kühlschranktür nicht zu lange offen, denn das führt zu einem übermäßigen Energieverbrauch.

    Denken Sie daran, Ihren Gefrierschrank oder das Gefrierfach regelmäßig abzutauen.

    Wäschetrockner und Waschmaschine
    Diese Geräte verbrauchen im Durchschnitt etwa 301 Kilowattstunden pro Jahr. Der Wäschetrockner ist dabei besonders energieintensiv.

    Wenn es möglich ist, sollte man die Wäsche bei gutem Wetter an der frischen Luft trocknen. Wenn das nicht möglich ist, schleudern Sie Ihre Wäsche vor dem Trocknen ausgiebig, damit weniger Wasser zurückbleibt das Trocknen nicht so lange dauert. Auch sollte man die Geräte nicht überladen: Sie verbrauchen viel mehr, wenn sie bis zum Rand gefüllt sind! Das gilt übrigens auch für den Geschirrspüler …

    Schließlich sollte man wissen, dass das Waschen von Wäsche bei 30°C dreimal weniger Energie als bei 90°C verbraucht: Bevorzugen Sie also das Waschen bei niedrigen Temperaturen.

    Fernseher
    Unser Hauskino ist ein Energiefresser! Im Durchschnitt verbraucht ein Fernseher 187 Kilowattstunden pro Jahr. Diese Zahl ist umso wichtiger, als das Fernsehen bei den Franzosen besonders beliebt ist und sie ihre TV-Geräte im Durchschnitt jeden Tag 3,5 Stunden lang laufen lassen. Der Energieverbrauch des Fernsehers hängt allerdings von mehreren Parametern ab: der Größe, seiner Auflösung, seiner Frequenz… Um wirklich Geld zu sparen, ist die Wahl des richtigen Geräts beim Kauf daher von entscheidender Bedeutung.

    Andere Geräte rund um den Fernseher können die Energierechnung noch weiter belasten: Set-Top-Boxen, Spielkonsolen, DVD-Player etc. All diese Geräte verbrauchen im Stand-by-Modus Energie. Wenn sie nicht benutzt werden, sollte unbedingt der Stecker gezogen werden: „Durch das komplette Ausschalten können bis zu 10% der Stromrechnung eingespart werden und auch das Material wird geschont“, erklärt die französische Umweltagentur (Ademe).

    Weitere nützliche Tipps
    Bei der derzeitigen Hitze wünschen wir uns alle eine Klimaanlage, um das Innere unserer Wohnungen angenehm zu kühlen. Aber Achtung: Diese Geräte verbrauchen meist mehr als man denkt, ohne unbedingt den erwarteten Komfort zu bieten. Eine mobile Klimaanlage der Klasse A mit einer Leistung von 2,5 kW kostet im Monat mehr als 130 € und kann bis zu 2,5 Mal mehr verbrauchen als eine fest installierte Klimaanlage und fast 30 Mal mehr als ein Ventilator! Wo möglich, sollten man daher Ventilatoren bevorzugen.

    Im Winter spielt oft die Heizung die Hauptrolle auf der häuslichen Energierechnung. Die Umweltagentur Ademe rät deshalb: „Senken Sie die Temperatur Ihrer Heizung während der Heizperiode um durchschnittlich ein Grad, so können Sie Ihre Rechnung um mindestens 7% senken“.

    Top 10 der Geräte, die in privaten Wohnungen am meisten Strom verbrauchen
    (Rangliste der  französischen Umweltagentur Ademe)

    • Kühl-/Gefrierkombination (346 kWh/Jahr)
    • Wäschetrockner und Waschmaschine (301 kWh/Jahr)
    • Gefrierschrank (288kWh/Jahr)
    • Fernseher (187 kWh/Jahr)
    • Kühlschrank (166 kWh/Jahr)
    • Geschirrspüler (162kWh/Jahr)
    • Elektrischer Backofen (146 kWh/Jahr)
    • Kochplatten (131 kWh/Jahr)
    • Stationärer Computer (123 kWh/Jahr)
    • Videospielkonsole (103 kWh/Jahr)