Am frühen Samstagnachmittag des 6. August brachen in Saint-Philibert und La Trinité-sur-mer im Département Morbihan in der Bretagne, einer bei Touristen sehr beliebten Region, zwei große Brände aus. Das Feuer konnte in der Nacht unter Kontrolle gebracht werden. Zwischenzeitlich musste eine Siedlung mit fünfzehn Häusern evakuiert werden.
Am frühen Nachmittag des 6. August brach in Saint-Philibert, zwischen Carnac und Locmariaquer im Departement Morbihan, hinter dem Strand von Men er Belech ein großer Brand aus. Von den Stränden, die an diesem Augustwochenende stark frequentiert waren, und den nahe gelegenen Häfen oder vom offenen Meer aus war die Rauchsäule kilometerweit zu sehen.
Die Feuerwehr setzte vor Ort umfangreiche Mittel ein, um den Brand, der zahlreiche Wohnhäuser bedrohte, einzudämmen. Eine Siedlung mit 15 Häusern im Ort Kernevest wurde evakuiert. Ein Gemeindesaal wurde geöffnet, um die betroffenen Personen aufzunehmen.
Ein weiteres Feuer in La Trinité-sur-Mer Etwa eine Stunde später stieg eine weitere Rauchsäule über den Stränden der Gegend auf. Ein zweites Feuer war in der Ortschaft Kermarquer ausgebrochen.
Insgesamt wurden am Samstag allein im Departement Morbihan etwa 20 Brandausbrüche registriert. 300 Feuerwehrleute und 107 Löschzüge waren im Einsatz.
Die Behörden raten zu größter Wachsamkeit. Im Morbihan gilt weiterhin eine verstärkte Dürrewarnung.
Un gros incendie est en cours à Saint-Philibert, entre Carnac et Locmariaquer dans le Morbihan. Le feu a pris derrière la plage de Men er Belech. L’image vue depuis une webcam placée sur le port de La Trinité-sur-mer est saisissante.https://t.co/hw4WZgCWwG
Photos prises de chez nous. 1er départ à gauche : Plage de Men er Beleg, la 2nd à droite : Kernevest. Sans oublier La Trinité, Crach’ et les autres + celui du rond point du Chat noir hier. C’est horrible 😭 et impossible de ne pas imaginer que ces feux soient d’origines humaines. pic.twitter.com/eE59RqvkBW
An den Hängen des Puigmal im Departement Pyrénées-Orientales ging am Samstagnachmittag, 6. August, ein schwerer Hagelsturm nieder.
Ein ganz weißer Pyrenäengipfel inmitten einer Hitzewelle. Das ist bemerkenswert. Die Hänge des 2.910 Meter hohen Puigmal an der Grenze zwischen den östlichen Pyrenäen und Spanien waren am späten Samstagnachmittag weiß bedeckt.
Aber Schnee war es nicht. Das wäre aufgrund der hohen Temperaturen, die auch in dieser Höhe herrschen, gar nicht möglich. Ein starker Hagelsturm ging auf die Pyrenäengipfel nieder, wie eine Webcam von Météo Pyrénées filmte. Der Hagelsturm dauerte nur wenige Minuten. Aber lange genug, um an der Wetterstation auf 2.471 Metern Höhe etwa 3 cm Hagel fallen zu lassen.
Im Flachland des Südwestens sind Gewitter seit Beginn des Sommers selten, das ist in den Tälern der Pyrenäen nicht der Fall. In den letzten Tagen kam es zu mehreren vereinzelten und teilweise heftigen Gewittern.
Frankreich wird derzeit von einer „beispiellosen“ Dürre heimgesucht und der Wassermangel wird zur Realität. In Nord-Korsika bleiben nur noch knappe 25 Tage, bevor die Bevölkerung ohne Leitungswasser auskommen muss. Im Departement Var sind bereits drastische Einschränkungen eingeführt worden und die Bewohner sind gezwungen, ihren Verbrauch stark einzuschränken. Und die Krise ist noch lange nicht vorbei …
25 Tage. Das ist die Zeit, die den Bewohnern Nord-Korsikas noch bleibt, bevor es kein fließendes Wasser mehr geben könnte. Diese beängstigende Feststellung wurde Anfang der Woche von der Präfektur des Inseldepartements veröffentlicht. Und die Maßnahmen, die ergriffen wurden reichen nicht aus, um diesen Termin hinauszuzögern. Die Bewohner bereiten sich darauf vor, dass kein Wasser mehr aus den Hähnen kommt. Verzweifelt ruft der Präfekt des Departements Haute-Corse „zu einer kollektiven und solidarischen Anstrengung auf“, damit weiterhin Leitungswasser geliefert werden kann.
Inzwischen beunruhigen die Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung die höchsten Stellen des Staates. Premierministerin Elisabeth Borne beschloss daher gestern, einen interministeriellen Krisenstab zu aktivieren, um mit der „außergewöhnlichen Dürre“ umzugehen. „Mehr als hundert Gemeinden haben kein Trinkwasser mehr“, beklagte gestern der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu. In einigen dieser Gemeinden wird Trinkwasser mit LKWs angeliefert, „da sich nichts mehr in den Leitungen befindet“. Um dem Wassermangel entgegenzuwirken, „wurden und werden überall dort, wo es notwendig ist, restriktive Maßnahmen ergriffen“.
Bereits seit mehreren Tagen bekommen manche Bewohner kein Wasser kehr. Dies ist in einigen Gemeinden im Departement Creuse, im Finistère, aber auch im Departement Var der Fall. In vielen Regionen wird die Grenze für den Wasserverbrauch inzwischen auf 200 Liter pro Tag und Haushalt festgelegt. Duschen, Waschmaschinen, Geschirrspülen… Die Bewohner sind gezwungen, jeden Verbrauch von Leitungswasser zu überdenken.
Bei Überschreitung des genehmigten Verbrauchs wird der Preis pro m3 Wasser verdoppelt. Es kann sogar soweit gehen, dass der Wasserdurchfluss am Zähler begrenzt wird.
Was die Pegelstände der Flüsse betrifft, die viele Regionen mit Trinkwasser versorgen, sprechen die Behörden von einer „beispiellosen Situation“. Es gab keine Regenfälle, die es dem Grundwasser und den Flüssen ermöglicht hätten, sich zu regenerieren. Frankreich muss sich auf noch schwierigere Zeiten einstellen: September und Oktober könnten katastrophal werden, wenn es nicht ausreichend regnen sollte.
Bison futé registrierte am Samstagmittag, 6. August, insgesamt 1072 Kilometer Stau auf französischen Autobahnen. Die Behörden bezeichnen das als „außergewöhnlich“.
Erwartungsgemäss ist der Verkehr an diesem Samstag im ganzen Land schwierig. Laut Bison futé wurden am Samstag, dem 6. August 2022, mehr als 1072 Stau-Kilometer gezählt. Das sind 41 Kilometer mehr als im letzten Jahr, als die Behörden am selben Tag 1031 Kilometer Stau registrierten.
Dieses Stauniveau wird von Bison futé als „außergewöhnlich“ bezeichnet. Der Samstag wird auf nationaler Ebene als roter Tag und in der Region Auvergne-Rhône-Alpes als schwarzer Tag – was „extrem schwieriger“ Verkehr bedeutet – eingestuft.
Die meisten Schwierigkeiten gibt es auf der A7 im Departement Drôme, wo die Verzögerungen an diesem zweiten Wochenende, an dem sich die Juli-Urlauber mit den August-Urlaubern kreuzen, am stärksten waren. Ausserdem führte ein Lkw-Unfall zu einem rund 30 Kilometer langen Stau auf der A7.
„In der Region Île-de-France wird der Verkehr in Richtung der Mautstellen der Autobahnen A6 und A10 ab dem frühen Morgen sehr dicht sein“, prognostizierte Bison futé und empfahl dringend, die Mautstelle Saint-Arnoult-en-Yvelines zwischen 7:00 und 12:00 Uhr und die Achse Orléans-Tours zwischen 12:00 und 15:00 Uhr zu meiden.
Am Freitag, einem Tag, der in der Ile-de-France und in Auvergne-Rhône-Alpes bereits als rot eingestuft war, wurden um 17:25 Uhr insgesamt 785 km Stau verzeichnet.
Am Sonntag soll die Lage auf dem gesamten Straßennetz ruhiger sein, jedoch wird es laut Bison Futé auf der A7 im Rhônetal in Nord-Süd-Richtung weiterhin zu Schwierigkeiten kommen.
Für die Tourismusbranche ist die Rückkehr der Urlauber aus Europa, aber auch und vor allem aus den USA, sehr willkommen. Es ist zwei Jahre her, seit die Amerikaner wegen der Covid-Krise nicht mehr nach Frankreich reisen und somit auch nicht mehr in Frankreich Urlaub machen konnten.
Die Amerikaner kamen früher, um das typische Paris zu suchen, wie zum Beispiel in dem bekannten Restaurant Bouillon Chartier. Die amerikanischen Touristen sind jetzt endlich wieder in die französische Hauptstadt zurückgekehrt. Jill Frieze träumte nur von einem: Boeuf bourguignon und Schnecken zu essen. „Vor langer Zeit habe ich einmal Schnecken gegessen, und die sind wirklich gut“, schwärmt die kalifornische Touristin gegenüber France 2. Und sie ist natürlich auf der Suche nach Souvenirs, die sie mit in ihre Heimat nehmen kann. „Es gibt so viele Geschichten um einen herum, es ist ein toller Ort, um Fotos zu machen“, sagt sie.
Der Eiffelturm ist nach wie vor beliebt Seit Anfang des Jahres sind bereits fast 400.000 Touristen aus den Vereinigten Staaten gekommen. Eine Zahl, die fast genauso hoch ist wie in der Zeit vor Covid. Die Leidenschaft für Paris scheint unverändert. Der Eiffelturm ist nach wie vor eines der meistbesuchten Bauwerke in Frankreich. „Es ist toll, dass das Kulturerbe erhalten geblieben ist, das kennt man in den USA nicht“, meint eine Touristin auf France 2.
Die Rückkehr der Amerikaner ist eine gute Nachricht für die Tourismusbranche.
Der ehemalige Premierminister Jean Castex hat wohl tatsächlich damit begonnen, die Fensterläden seines Hauses in Prades im Département Pyrénées-Orientales neu zu streichen.
„Ich werde in meine Pyrenäen zurückkehren. Ich muss meine Fensterläden und mein Geländer neu streichen, die seit zwei Jahren einen Schlag abbekommen haben“. Dies erklärte Jean Castex, damals noch Premierminister, am 11. Mai in der Zeitung Le Parisien. Er stand damals kurz davor, sein Büro seiner Nachfolgerin Elisabeth Borne zu übergeben.
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Fast drei Monate sind seither vergangen. Hat Jean Castex tatsächlich sein Versprechen gehalten? Es sieht so aus, zumindest scheint er mit den Arbeiten begonnen zu haben. Jean Castex veröffentlichte am Donnerstag ein Foto auf seinem Instagram-Account, auf dem ein Fensterladen oder eine Tür aus Holz, ein Topf mit Farbe oder Lasur und ein Pinsel zu sehen sind. Der Zustand des Holzes z…
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Die Frau bestreitet, dass sie ihren Mann absichtlich getötet habe, und beteuert, dass es sich um einen Unfall gehandelt hat.
Eine Frau aus Usson-en-Forez im Département Loire wurde am 5. August wegen Mordes an einem Ehepartner angeklagt und im Gefängnis von La Talaudière inhaftiert, wie France Bleu Saint-Etienne Loire berichtet. Sie hatte ihren Mann mit ihrem Auto überfahren und später erklärt, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe.
Die Ereignisse gehen auf den 19. Juli zurück. Gegen 2 Uhr morgens wurden die Gendarmen der Kompanie Montbrison zu einem Verkehrsunfall in der Nähe des Hauses des Ehepaars gerufen. Vor Ort erklärte die 55-jährige Frau, dass sie am Steuer ihres Dacia Duster saß, als sie mit etwas zusammenstieß. Dabei handelte es sich um ihren 54-jährigen Ehemann, der auf der Stelle verstarb.
Die Frau bestreitet die Tat
Die geschockte Frau war zunächst in die Psychiatrie eingeliefert worden und konnte von den Ermittlern nicht vernommen werden. Das Paar, das drei Kinder hat, lebte getrennt. Der Mann wohnte nur 30 Meter vom Haus der Eltern seiner Ex-Partnerin entfernt.
Aus dem Bericht der Gerichtsmediziner ging mittlerweile hervor, dass der Mann zweimal angefahren wurde, zuerst an der Hüfte und dann am Kopf, bevor er schliesslich überrollt wurde. Die Frau wurde daher am Freitag, dem 5. August, in Polizeigewahrsam genommen. Sie bestreitet nach wie vor, ihren Mann absichtlich getötet zu haben und bleibt dabei, dass es sich um einen Unfall handelte. Sie erklärte den Ermittlern, dass sie zunächst dachte, sie sei mit einem Schaf zusammengestoßen.
Während Frankreich von einer grossen Dürre heimgesucht wird, sorgt am Freitag, 5. August, eine Ausnahmeregelung für Kontroversen. Golfclubs dürfen nämlich weiterhin einen Teil ihrer Golfplätze bewässern…
Ein leuchtend grüner Rasen, wie man ihn derzeit nicht oft sieht. In Dampierre-sur-le-Doubs (Doubs) wird ein Teil eines Golfplatzes regelmäßig bewässert. „Wir dürfen noch bestimmte Bereiche bewässern, vor allem die Abschlagzonen“, erklärt Mathieu Beyer, der Direktor des Golfplatzes Prunevelle vor der Kamera des Senders France 3. Auch für die Greens, die Bereiche um die Löcher, ist die Bewässerung noch erlaubt. In Zeiten grosser Trockenheit werfen diese Genehmigungen jedoch Fragen auf und sorgen für Kontroversen.
Mehrere Politiker reagierten empört auf diese Genehmigungen, wie zum Beispiel Éric Piolle, der grüne Bürgermeister von Grenoble (Isère): „In den Anti-Dürre-Erlassen gibt es eine Ausnahmeregelung, um die Bewässerung der Golfgrüns zu erlauben! Während wir zur Sparsamkeit aufrufen, werden die Praktiken der Reichsten geschützt.“ Eine Position, die von der Umweltorganisation France Nature Environnement geteilt wird. „Sind Freizeitbeschäftigungen dieser Art vorrangig, wenn man sich in einer Krisenzeit befindet?“, fragt Vizepräsident Anthony Gaper. Die Golfspieler verteidigen sich und erklären, dass sie nur einen kleinen Teil des Platzes bewässern. Im Durchschnitt benötigt ein Golfplatz 25.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr.
Der 500. Tag der Gefangenschaft des französischen Journalisten Olivier Dubois, der am 8. April 2021 im Norden Malis entführt wurde, nähert sich. Seine Familie hat anlässlich seines 48. Geburtstags am 6. August, eine Kommunikationskampagne gestartet, um sein Schicksal stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der französischen Behörden zu rücken.
Am Samstag, dem 6. August, wird der 48-jährige Olivier Dubois seinen zweiten Geburtstag in Gefangenschaft verbringen, fast 500 Tage nach seiner Entführung am 8. April 2021 in Gao, Nordmali, zu der sich die JNIM (Groupe de soutien à l’islam et aux musulmans) bekannt hatte.
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Aus diesem Anlass hat die Familie der einzigen französischen Geisel weltweit eine neue Kommunikationskampagne gestartet und dazu aufgerufen, Emmanuel Macron eine Postkarte zu schicken, die kostenlos an den Élysée-Palast geschickt werden kann. Wie Canèle Bernard, die Schwest…
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Der französische Segler Laurent Camprubi bereitete sich auf die legendäre „Route du Rhum“ vor und kenterte mit seinem Boot vor der Küste Spaniens. Nach 16 Stunden in seinem gekenterten Segelboot konnte er von der spanischen Küstenwache gerettet werden.
„Innerhalb von Sekunden stand alles auf dem Kopf“. Der 62-jährige Laurent Camprubi wurde wohlbehalten von der Küstenwache gefunden, nachdem er 16 Stunden lang in seinem umgekippten Segelboot vor der spanischen Küste auf Rettung wartete. Der französische Segler bereitete sich auf die „Route du Rhum“ vor, wie die Zeitung Le Télégramme berichtete.
„Wir haben die Rettung des französischen Seglers, der 16 Stunden im Inneren seines umgekippten Segelbootes verbracht hat, erfolgreich abgeschlossen“, meldete die spanische Küstenwache auf Twitter. Die Rettung sei „fast unmöglich“ gewesen und habe „in einer Operation gegen die Zeit bei rauer See“, nachts und „mitten im Nirgendwo“ stattgefunden, so die Rettungskräfte.
“Al filo de lo imposible, en una operación contrarreloj, con mala mar, de noche, a 15 millas de costa y en medio de la nada”. Ayer cerramos con éxito el rescate del tripulante francés que permaneció 16 horas en el interior de su velero volcado en Malpica, ➡️ @laSextaTV pic.twitter.com/CD5R0O30J0
Laurent Camprubi war mit seinem Segelboot, einem etwas mehr als 12 Meter langen Einrumpfboot, von Lissabon aus gestartet. Doch etwa 20 km vor den Sisargas-Inseln, einer Inselgruppe in der spanischen Region Galizien, kenterte der Franzose und saß im Inneren seines Segelboots fest. „Die See war rau, schwierig, mit einem Wind von etwa 30 Knoten, aber das Boot lief gut. Ich sass im Cockpit, als ich heftig auf das Wasser schlug, das Boot begann sich zu neigen und ich merkte, dass ich den Kiel verloren hatte“, erzählte der Skipper nach seiner Rettung der Nachrichtenagentur AFP.
„Meine Stunden schienen gezählt“ „Innerhalb von Sekunden stand alles auf dem Kopf. Das Boot begann zu sinken und das Wasser drang ein. Ich habe mir gesagt: ‚Da ist nicht gut’“, so der Segler, der sich nach eigenen Angaben „in eine Ecke geduckt“ hatte, um auf Hilfe zu warten. „Meine Stunden schienen gezählt“, da die Luftblase im Schiffsrumpf „nach und nach immer kleiner wurde“. Laurent Camprubi konnte die Rettungskräfte durch Auslösen eines Notsenders alarmieren. Mithilfe eines Hubschraubers wurde ein Retter auf dem Boot abgesetzt und klopfte an den Rumpf. Zum Zeitpunkt der Rettung war das Meer stürmisch. Der Zugang zum Cockpit war fast unmöglich. Die Rettungskräfte beschlossen, Rettungsbojen zu installieren, um das Sinken des Bootes zu verhindern. Am frühen Morgen gelang es schließlich Tauchern mit Taschenlampen, unter den Rumpf vorzudringen, wo sie Laurent Camprubi entdeckten. Für ihn war es eine Erlösung. „Ich wusste, dass sie da waren, ich musste nur noch durchhalten“, erzählt der Segler. Nach dem Kontakt mit den Rettungskräften tauchte er unter und schwamm nach draussen: „Ich holte Luft und schnorchelte raus, es waren zwei Meter, um unter der Tür durchzukommen, dann vier, um aus dem Cockpit zu kommen“.
16 Stunden mit kaum 30 Zentimetern Luft Bis zu seiner Rettung hat Laurent Camprubi fast 16 Stunden „in kaum 30 Zentimetern Luft“ verbracht, wie die spanischen Retter berichten. Der Segler stand unter Schock, war aber unverletzt und wurde mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus in La Coruña, Galizien, geflogen. Dort wurde er einer Reihe von Untersuchungen unterzogen: Seine Körpertemperatur war auf 34,5 Grad gesunken und er war stark dehydriert. Nach der Bergung seines Bootes wird Laurent Camprubi in Frankreich von seiner Frau und seinen Kindern erwartet.