Kategorie: Alle Artikel

  • Dürre: Seen und Flüsse trocknen aus – Frankreich in höchster Alarmbereitschaft

    Dürre: Seen und Flüsse trocknen aus – Frankreich in höchster Alarmbereitschaft

    Frankreich erlebte diesen Sommer eine historische Dürre. Die Tatsache, dass die Trockenheit auch im Herbst anhält, beunruhigt alle Spezialisten. In einer Zeit, in der neue Studien eine unerwartet starke Erwärmung vorhersagen, wird Wasser, seine Erhaltung und seine Aufteilung zu einer großen Herausforderung. Die milden Temperaturen in diesem Herbst sind wie eine Verlängerung des Sommers. Sie verlängern aber auch die historische extreme Trockenheit, die im Juli und August in Frankreich herrschte, so dass die Wassersituation zu Ende des Jahres besonders besorgniserregend ist. Laut einer Bilanz von Météo-France kam es in diesem Jahr zu einer „historischen Trockenheit der Böden“. „Der Feuchtigkeitsindex der Böden war in diesem Sommer im gesamten Land defizitär. Die Böden trockneten deutlich aus und wurden oft sehr trocken bis extrem trocken. Ende Juli erreichten sie in den Regionen PACA, Korsika, Okzitanien, Auvergne-Rhône-Alpes, Nouvelle-Aquitaine und im Grand Est historische Trockenrekord…

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  • Lichter aus: Französische Städte sparen Energie und reduzieren die Straßenbeleuchtung

    Lichter aus: Französische Städte sparen Energie und reduzieren die Straßenbeleuchtung

    Städte und Gemeinden in ganz Frankreich reduzieren die Straßenbeleuchtung als Teil des nationalen Energiesparplans für den Winter.

    Einige grosse französische Städte, darunter Toulouse und Lyon, schalten seit dem 31. Oktober nachts die Straßenbeleuchtung ab, um Energie zu sparen.

    Einen Tag, nachdem in Frankreich die Uhren auf Winterzeit umgestellt wurden, wird in Toulouse die Straßenbeleuchtung in Bereichen außerhalb des Stadtzentrums von Mitternacht bis 5 Uhr morgens ausgeschaltet; in Lyon wird die Beleuchtung von Sonntag bis Mittwoch wöchentlich zwischen 2 Uhr und 4.30 Uhr ausgeschaltet bleiben.

    Auch einige Städte in den Pyrénées-Orientales, darunter Argelès-sur-Mer, Toulouges und Sainte-Marie, werden nachts die Lichter ausschalten. Zahlreiche auch kleinere Gemeinden schließen sich an und beschliessen Energie und Geld zu sparen, indem sie die Strassenbeleuchtung abschalten, wenn die meisten Menschen im Bett sind.

    In vielen Dörfern werden die Straßenlaternen bereits heute in den frühen Morgenstunden ausgeschaltet, jetzt haben lokale Behörden beschlossen, die Abschaltzeit weiter vorzuverlegen – z. B. die Lichter um 23 Uhr statt um Mitternacht auszuschalten.

    Laut einem Anfang Oktober veröffentlichten Bericht der Regierung ist die Straßenbeleuchtung nach den öffentlichen Gebäuden der zweitgrößte Posten auf der Energierechnung der Kommunen, sie macht insgesamt 31 Prozent der kommunalen Energieausgaben aus.

    Diese Massnahmen sollen es den gemeinden ermöglichen, die Energiekosten zu senken und die Steuerlast für die Bürger zu reduzieren. Weniger Strom bedeutet allerdings auch weniger Belastung für die Umwelt. Es ist besser für den Geldbeutel der Menschen, aber auch für Pflanzen und Tiere, die auf diese weise weniger künstlichem Licht ausgesetzt sind.

    Andere Städte dagegen, darunter auch Paris, haben beschlossen, die Straßenbeleuchtung aus Sicherheitsgründen nicht zu reduzieren. Die Vereinigung „60 millions de piétons“ wies darauf hin, dass 30 Prozent der tödlichen Unfälle mit Fußgängern in den Monaten November, Dezember und Januar, also in der dunklen Jahreszeit, passieren.

    Der Verband befürchtet nun, dass durch die Abschaltung der Strassenbeleuchtung die Zahl der Unfälle mit Fußgängern zunehmen wird, und rät Abendspaziergängern, in der Dunkelheit helle Kleidung zu tragen, damit sie besser gesehen werden können.

    Ab dem 1. November sind Geschäfte und Büros in Paris allerdings verpflichtet, beleuchtete Hinweisschilder und Werbetafeln auszuschalten, sobald sie geschlossen haben, andernfalls drohen Geldstrafen zwischen 750 und 1.500 Euro.

    Einen Monat später, sechs Monate vor dem Inkrafttreten eines landesweiten Gesetzes, tritt in Paris ein Verbot für Leuchtreklame auf Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln von 23.45 Uhr bis 6 Uhr morgens in Kraft – eine Regelung, die 3.000 digitale Anzeigetafeln und 1.630 Leuchtreklamen allein in Paris betreffen wird.

    Laut dem grünen Abgeordneten Dan Lert verbraucht eine zwei Quadratmeter große Werbetafel so viel Strom wie die Beleuchtung und alle Geräte in einem Haushalt.

  • Asteroid: Entdeckung des „größten potenziell gefährlichen Objekts“ für die Erde

    Asteroid: Entdeckung des „größten potenziell gefährlichen Objekts“ für die Erde

    Astronomen gaben am Montag, dem 31. Oktober, bekannt, dass sie einen riesigen, etwa 1,5 Kilometer großen Asteroiden entdeckt haben, der in ferner Zukunft eine Bedrohung für die Erde darstellen könnte.

    Astronomen gaben am Montag bekannt, dass sie einen etwa 1,5 Kilometer großen Asteroiden entdeckt haben, der unter Umständen in ferner Zukunft mit der Erde kollidieren könnte – und dann eine planetare Verwüstung verursachen würde. Die meisten Asteroiden dieser Größe wurden laut Wissenschaftlern bereits entdeckt, doch dieser versteckte sich bislang im Glanz der Sonne und war daher besonders schwer zu sehen.

    Der Asteroid mit der Bezeichnung 2022 AP7 „kreuzt die Flugbahn der Erde, was ihn zu einem potenziell gefährlichen Asteroiden macht“, erklärte Scott Sheppard, Astronom an der Carnegie Institution for Science, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Derzeit werde er uns jedoch nicht zu treffen, da er „sehr weit“ von der Erde entfernt bleibe, wenn er ihre Umlaufbahn kreuze, beruhigte der Astronom.

    Die Bedrohung besteht darin, dass wie bei jedem Asteroiden die Flugbahn aufgrund der Gravitationskräfte, die vor allem von den Planeten ausgeübt werden, langsam verändert wird. Daher sind Prognosen über einen sehr langen Zeitraum schwierig. Aber: Es handelt sich um das „größte für die Erde potenziell gefährliche Objekt, das in den letzten acht Jahren entdeckt wurde“, so eine Mitteilung des amerikanischen NOIRLab, das mehrere Observatorien betreibt.

    Dieser erdnahe Asteroid benötigt fünf Jahre, um die Sonne zu umkreisen, und befindet sich heute mehrere Millionen Kilometer entfernt, wenn er der Erde am nächsten ist. Das Risiko ist also sehr hypothetisch, aber im Falle einer Kollision hätte ein Asteroid dieser Größe „verheerende Auswirkungen auf das Leben, wie wir es kennen“, erklärt Scott Sheppard. Der in die Atmosphäre geschleuderte Staub würde das Sonnenlicht blockieren, den Planeten abkühlen und ein Massenaussterben auslösen.

    Die Entdeckung wurde mit Hilfe des Victor M. Blanco-Teleskops in Chile und seines DECam-Instruments gemacht, das ursprünglich zur Untersuchung der Dunklen Materie entwickelt wurde. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift The Astronomical Journal veröffentlicht. Es wurden zwei weitere Asteroiden in diesem sonnennahen Bereich entdeckt, darunter ein Asteroid, der der Sonne am nächsten ist. Diese beiden stellen allerdings keine Gefahr für die Erde dar.

    Rund 30.000 Asteroiden aller Größen – darunter mehr als 850 mit einer Größe von 1 km und mehr – wurden in der Umgebung der Erde katalogisiert. Keiner von ihnen bedroht unseren Planeten in den nächsten 100 Jahren. Wahrscheinlich aber sind noch nicht alle katalogisiert. Laut Scott Sheppard könnten noch „zwischen 20 und 50“ große Asteroiden entdeckt werden. „Die meisten befinden sich auf Umlaufbahnen, die es schwierig machen, sie zu finden, wie zum Beispiel Umlaufbahnen, die es schwierig machen, sie wegen der Helligkeit der Sonne zu sehen“.

    Um sich auf eine Kollisionsgefahr vorzubereiten, führte die Nasa Ende September eine Testmission durch: Ein Raumschiff wurde gegen einen ungefährlichen Asteroiden katapultiert, um zu beweisen, dass es möglich ist, seine Flugbahn zu ändern.

  • Amazonas: In den ersten 6 Monaten in 2022 wurde 600.000 Fußballfeldern entsprechende Fläche entwaldet

    Amazonas: In den ersten 6 Monaten in 2022 wurde 600.000 Fußballfeldern entsprechende Fläche entwaldet

    Agrobusiness-Unternehmen, die vom brasilianischen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro unterstützt werden, holzen das Amazonasgebiet im Eiltempo ab. Die NGO Greenpeace Frankreich hat sich vor Ort ein Bild von dem Ausmaß der Schäden gemacht…

    Eric Moranval ist Kampagnenleiter für Wälder bei Greenpeace Frankreich. Er setzt sich unter anderem dafür ein, dass die Europäische Union den Import von Produkten stoppt, die mit der Abholzung von Wäldern in Verbindung stehen. Zum ersten Mal wird sich der Umweltaktivist vor Ort begeben, um mit eigenen Augen zu sehen, wie der Amazonas verbrannt wird. Agrobusiness-Firmen, die ihr Vermögen mit Palmöl, Soja, Vieh, Kakao, Kaffee und Holz machen, tun ihr Bestes, um möglichst viel Land zu gewinnen, indem sie es verbrennen und die Ur-Bevölkerung vertreiben.

    All diese Hektar Wald sind eigentlich Eigentum der indigenen Bevölkerung, uraltes Land, das die lokalen Gemeinschaften mit Hilfe von NGOs wie Greenpeace Brasilien zurückerobern wollen.

    „Gewalt ist leider allgegenwärtig“
    Die von einem Kamerateam des Senders France 2 begleitete Expedition beginnt in Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, im Herzen des Primärwaldes. Eric Moranval von Greenpeace trifft sich mit Rômulo, dem NGO-Korrespondenten in Brasilien. Brasilien gehört zu den Top 3 der gefährlichsten Länder für Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten. Die Aktivisten benutzen gepanzerten Geländewagen, denn sie fahren in das Grenzgebiet der Entwaldung, wo Gewalt allgegenwärtig ist.

    „Hier ist die Karte von Amazonien, auf der wir alle Gebiete sehen können, die in den letzten sechzig Tagen abgebrannt sind“, erklärt ein brasilianischer Aktivist Eric Moranval. Das System kombiniert Bilder von gefährdeten Orten mit künstlicher Intelligenz, um das Ausmaß der verbrannten Gebiete zu lokalisieren und zu messen.“ Rômulo erläutert: „Die Karte, die wir hier haben, zeigt das, was wir den Abholzungsbogen nennen. Und die ersten sechs Monate dieses Jahres 2022 waren die schlimmsten, die wir je erlebt haben. Wir schätzen sie auf etwa 4.000 Quadratkilometer. Diese Zahl ist schwer vorstellbar … aber wir reden hier von 600.000 Fußballfeldern in nur sechs Monaten!

  • China: Angestellte und Touristen nach Covid-19-Fall in Vergnügungspark eingesperrt

    China: Angestellte und Touristen nach Covid-19-Fall in Vergnügungspark eingesperrt

    China setzt seine Null-Covid-Politik fort. Als am Montag, dem 31. Oktober, in einem Vergnügungspark in Shanghai ein positiver Fall entdeckt wurde, blieben Tausende von Menschen unter strenger Aufsicht vor Ort eingesperrt.

    Nachdem am Montag, dem 31. Oktober, in einem Vergnügungspark in Shanghai ein Fall von Covid-19 entdeckt worden war, saßen Tausende Touristen fest. Am Dienstagmorgen machten die Attraktionen den Teststationen Platz. Mehr als 30.000 Besucher saßen fest und wurden von Sicherheitsleuten bewacht. „Sie können erst nach draußen gehen, wenn Sie ein negatives Ergebnis des PCR-Tests vorliegen haben“, verkündete eine Stimme aus einem Lautsprecher.

    Einige Familien warteten fast bis Mitternacht auf ihre Ergebnisse. Andere, die bereits nach Hause zurückgekehrt waren, wurden in den nächsten drei Tagen dreimal getestet. Die Null-Covid-Politik setzt sich in China fort, so auch in Zhengzhou, der größten Fabrik von Foxconn. Der iPhone-Hersteller hat dort seit über zwei Wochen die Arbeiter in den Produktionshallen eingesperrt. Aufgrund der Angst vor dem Virus und dem Mangel an Nahrung haben sich einige zur Flucht entschlossen. Schätzungen zufolge sind immer noch 230 Millionen Menschen in China im Lockdown.

    Lesen Sie auch: Covid-19 in China: Eingeschlossene Arbeiter fliehen über Zäune aus der größten iPhone-Fabrik der Welt

  • Sport: Saint-Malo setzt die Segel für die Route du Rhum

    Sport: Saint-Malo setzt die Segel für die Route du Rhum

    In Saint-Malo (Ille-et-Vilaine) wird am 6. November die Route du Rhum starten. Schon vorher kamen die Neugierigen, um die schnellen Boote zu bewundern.

    Um 10 Uhr morgens, hat das Event-Dorf gerade erst geöffnet und die Segelliebhaber drängen sich bereits am Quai Duguay-Trouin in Saint-Malo (Ille-et-Vilaine). „Gestern war es sehr voll, deshalb sind wir heute am Morgen gekommen“, erzählt ein Tourist. Sein Ziel ist es, den Booten möglichst nahe zu kommen, die am 6. November zur Route du Rhum aufbrechen werden. Am Sonntag werden 138 Boote den Hafen von Malouin verlassen und in einer Einhand-Transatlantikfahrt nach Guadeloupe segeln.

    1,5 Millionen Menschen werden erwartet.
    Kito de Pavant ist zum vierten Mal dabei. Er strebt eine Top-10-Platzierung in seiner Kategorie an, aber bevor er für 15 Tage aufbricht, ist das Bedürfnis nach Kontakt groß. „Wir sind Menschen, die auf dem Meer leben, natürlich ganz allein, also weit weg von den Menschenmassen (…) Man genießt diese Tage, diese Wochen, in denen man viele Leute kennenlernt“, erklärt er gegenüber Franceinfo. Das Event-Dorf am Hafen wurde in diesem Jahr vergrößert, um mehr Menschen aufnehmen zu können. Auf den 70.000 m2 Standflächen werden während der kommenden zwei Wochen 1,5 Millionen Menschen erwartet.

  • Atomkraft: Französische Reaktoren immer noch von Korrosionsproblemen  betroffen

    Atomkraft: Französische Reaktoren immer noch von Korrosionsproblemen betroffen

    Die Hälfte der Atomreaktoren in Frankreich ist derzeit abgeschaltet, ein Teil davon wegen eines Korrosionsproblems am Sicherheitssystem.

    Der Behälter, in dem die Kernreaktion stattfindet, befindet sich hinter der doppelten Betonhülle des Reaktors. Im Inneren wird das Wasser auf 330 Grad erhitzt. Es wird anschliessend unter hohem Druck durch große Zylinder geleitet. Dort wird die Wärme über einen weiteren, unabhängigen Kreislauf zurückgewonnen, um Strom zu erzeugen. Das radioaktive Wasser hingegen fließt zurück in den Reaktortank, um erneut erwärmt zu werden. Dieser Kreislauf wird „Primärkreislauf“ genannt. Er ist nicht völlig geschlossen: Aus Sicherheitsgründen sind Notkreisläufe angeschlossen. Im Notfall kann dadurch Wasser aus einem externen Tank eingespeist werden, um den Reaktor zu kühlen.

    Vor einem Jahr wurden nahe der Verbindung zum Primärkreislauf, an einer Stelle, an der die Rohre einen Knick haben, Anomalien festgestellt. An den Schweißnähten dieses Bogens wurden Mikrorisse festgestellt. Die Risse können bis zu 5 mm groß sein. Da der Stahl des Rohrs nur 3 cm dick ist, besteht zwar keine unmittelbare Gefahr eines Lecks, aber die Risse dürfen nicht größer werden.

    Nach Ansicht von Experten liegt das Problem in der Bogenform selbst, die zu dermassen grossen Temperaturunterschieden geführt hätte, dass der Stahl ermüdete. Dieser Fehler betrifft die 16 neuesten Reaktoren, deren Baupläne sich von den weniger leistungsstarken älteren Reaktoren in diesem Detail unterscheiden. Eine Reparatur ist möglich, aber man muss den Reaktor abschalten, das eingerissene Teil ersetzen und neu verschweißen, wobei man auf die dort herrschende Radioaktivität achten muss. Eine sehr schwierige Aufgabe, die weltweit nur von einigen Dutzend Menschen durchgeführt werden kann.

  • Die erste Autobahn Frankreichs ohne Schranken – aber mit Mautgebühren

    Die erste Autobahn Frankreichs ohne Schranken – aber mit Mautgebühren

    Seit Freitag, dem 4. November, ist die Autobahn A79 im Departement Allier die erste Autobahn in Frankreich, die ohne Mautschranken auskommt, aber gebührenpflichtig ist. Das soll bald auf das ganze Land ausgeweitet werden.

    Im Ausland gibt es das schon lange, nun kommt es auch nach Frankreich. Wie die Zeitung SudOuest berichtet, werden gebührenpflichtige Autobahnen ohne Mautschranken in Frankreich nach und nach zur Norm werden. Die erste gibt es ab Freitag, dem 4. November. Es ist die A79 im Departement Allier. Zu den nächsten Strecken gehören die Autobahn in der Normandie oder die künftige A69 zwischen Toulouse und Castres.

    Die Nutzer können mit normaler Geschwindigkeit fahren, ohne zu verlangsamen oder anzuhalten. Portale mit Kameras und Sensoren identifizieren die Fahrzeuge.

    Wie wird die Mautgebühr bezahlt?
    Die Autofahrer haben dann mehrere Möglichkeiten zu bezahlen: über ein herkömmliches elektronisches Mautgerät, über die Website der Autobahn oder an einem der am Rand der Autobahn aufgestellten Automaten. Fahrer haben 72 Stunden Zeit, um ihre Fahrt zu bezahlen, andernfalls droht ein Bußgeld von 90 Euro, nach 60 Tagen sogar von 375 Euro.

    Fachleute sind der Meinung, dass die Abschaffung der Mautschranken die Zahl der Staus auf den Autobahnen verringern wird. Es soll auch dazu führen, dass grosse Flächen an die Natur zurückgegeben werden können. Beispielsweise soll durch die Einführung der neuen Regelung ab Mitte 2024 eine Fläche von 40 Fußballfeldern frei wird, die derzeit durch Mautstellen auf der A13 und der A14 zugebaut ist.

  • So werden französische Haushalte im Winter vor Stromausfällen gewarnt

    So werden französische Haushalte im Winter vor Stromausfällen gewarnt

    In diesem Winter könnte es zu Stromabschaltungen im französischen Netz kommen, um die Gefahr eines Blackouts abzuwenden. Der Netzbetreiber RTE behält sich das Recht vor, als letztes Mittel punktuell den Strom abzuschalten, wenn die Belastung im Netz zu hoch wird. RTE verspricht, dass Unternehmen und Privatpersonen rechtzeitig gewarnt werden. Es soll keine überraschenden Stromausfälle geben.

    Das französische Stromnetz könnte in diesem Winter starken Belastungen ausgesetzt sein. Ein strenger Winter könnte zu einem deutlichen Anstieg des Strombedarfs führen. Auch wenn der aktuelle Trend auf relativ milde Temperaturen hindeutet, bleibt die Prognosesicherheit über die ersten Novemberwochen hinaus gering.

    Um das Risiko von Überbelastungen zu vermeiden, plant der Stromnetzbetreiber RTE Entlastungsmaßnahmen, d. h. lokalisierte und präventive zweistündige Stromabschaltungen. Enedis und RTE (Réseau de transport d’électricité), erklärten wie die Entlastungsabschaltungen in diesem Winter ablaufen könnten.

    Der Strom wird nicht abgeschaltet, ohne dass die Verbraucher rechtzeitig davon in Kenntnis gesetzt werden. Dank Ecowatt, dem „Wetterbericht für das Stromsystem„, der mit Beginn des Winters eingeführt wurde, können die Franzosen das Spannungsniveau, dem das Stromnetz ausgesetzt ist, mitverfolgen. Grün bedeutet, dass alles in Ordnung ist, Orange ist ein Aufruf zu sparsamen Verhaltensweisen, Rot bedeutet, dass der Stromverbrauch dringend gesenkt werden muss. Im letzten Fall, wenn der Verbrauch nicht sinkt, kann der Netzbetreiber RTE als letztes Mittel Maßnahmen zur Entlastung einleiten.

    „Wenn wir bei der RTE eine potenzielle Situation mit extrem hoher Belastung vorhersehen, die uns dazu veranlassen könnte, den Strom abzuschalten, würden wir ein rotes Ecowatt-Signal aussenden“, wird Jean-Paul Roubin, Exekutivdirektor für Kunden und Betrieb des Stromsystems bei der RTE, von der Zeitung Midi-Libre zitiert. Eine gefährlich hohe Belastung soll soll drei Tage vor Eintritt der Situation festgestellt, zwei Tage vorher bestätigt und am Tag vor einer möglichen Abschaltung bekannt gemacht werden. Im Laufe des Abends, nachdem die Warnung von RTE ausgesandt wurde, werden die Zonen, die zu einem bestimmten Zeitraum abgeschaltet werden sollen, definiert. „Wir legen dann ein Programm für die Abschaltung fest, das um 21.30 Uhr auf der Website Mon Ecowatt zur Verfügung gestellt wird“, erklärt Thierry Sudret, Direktor für Betrieb und Systeme bei Enedis.

    Die Informationen sind im Fernsehen und im Internet verfügbar.
    Die Ecowatt-Warnungen werden auf den Sendern der France-Télévisions-Gruppe ausgestrahlt. So erfahren die Verbraucher auch auf diesem Weg, ob ein rotes Warnsignal ausgelöst wurde. Die Information ist in Echtzeit und rund um die Uhr auf der Ecowatt-Website verfügbar. Dort wird eine Frankreichkarte angezeigt, auf der man sehen kann, welche Departements betroffen sind.

    Für den Fall also, dass eine mögliche Überlastung drei Tage lang bestätigt wird, werden die Verbraucher ab 21:30 Uhr am Vorabend einer möglichen Abschaltung auf der Website erkennen können, ob sie betroffen sind oder nicht. Verbraucher haben auch die Möglichkeit, sich für den roten Warnhinweis „Abschaltung“ anzumelden, dann werden sie per SMS automatisch benachrichtigt.

  • Temperaturen in Europa steigen mehr als doppelt so schnell als im weltweiten Durchschnitt

    Temperaturen in Europa steigen mehr als doppelt so schnell als im weltweiten Durchschnitt

    Die Temperaturen in Europa sind in den letzten drei Jahrzehnten mehr als doppelt so stark angestiegen wie im weltweiten Durchschnitt. Dies ist der schnellste Anstieg aller Kontinente auf der Erde, warnt die UN. Auf dem europäischen Kontinent sind die Temperaturen seit 1991 im Durchschnitt um 0,5 Grad Celsius pro Jahrzehnt gestiegen, wie die Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen und der Copernicus Climate Change Service der Europäischen Union in einem gemeinsamen Bericht feststellen. Infolgedessen haben die Alpengletscher zwischen 1997 und 2021 etwa 30 Meter an Eisdicke verloren, auch der grönländische Eisschild schmilzt rasch und trägt zum beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels bei. Im vergangenen Jahr kam es in Grönland zu einer allgemeinen Schmelze und zu den ersten jemals aufgezeichneten Regenfällen in den höchsten Regionen. In dem UN-Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Temperaturen in Europa unabhängig vom künftigen Ausmaß der globalen Erwärmung wahrsche…

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