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  • Chou farci – wie die Auvergne den Winter auf den Teller bringt

    Chou farci – wie die Auvergne den Winter auf den Teller bringt

    Der Winter in der Auvergne fragt nicht höflich.
    Er kommt einfach.

    Minusgrade, die die Luft scharf machen, gefrorene Erde, Stille auf den Höhenzügen. In solchen Momenten entscheidet sich, ob eine Region gelernt hat, mit der Kälte zu leben. Und genau hier beginnt die Geschichte des chou farci, jenes gefüllten Kohls, der mehr als ein Gericht ist. Er wirkt wie ein Versprechen. Oder sagen wir es ehrlicher: wie ein guter Handschlag unter Menschen, die wissen, dass es draußen ungemütlich bleibt.

    In der Auvergne gehört der Winter nicht bekämpft. Er wird akzeptiert. Und es wird gekocht.


    Man muss sich das vorstellen.

    Ein Garten auf 900 Metern Höhe, irgendwo im Cantal. Schnee knirscht unter den Stiefeln. Der Atem steht wie Rauch in der Luft. Unter einer dicken Schicht Stroh ruht der Kohl. Geschützt, geduldig, zäh. Während andere Pflanzen längst aufgegeben haben, hält er durch. Und genau deshalb landet er später im Topf.

    Kohl als Überlebenskünstler – passt das nicht perfekt zu dieser Landschaft?


    Früher, erzählen die Alten, hing man die geernteten Kohlköpfe an den Wurzeln auf. In Kellern, in Schuppen, überall dort, wo der Frost nicht ganz durchdrang. Wochenlang, manchmal monatelang. Heute klingt das fast archaisch. Damals war es Alltag. Man nutzte, was da war, und man wusste, wie man es haltbar macht. Nicht aus Nostalgie, sondern aus Notwendigkeit.

    Der chou farci entstand genau aus diesem Wissen.


    Er ist kein Showgericht.
    Kein Teller für weiße Tischdecken.

    Er lebt von Geduld, von Zeit, von ruhigen Handgriffen. Von einer Küche, in der niemand auf die Uhr schaut. Und ganz ehrlich: Wer diesen Kohl kocht, hat ohnehin keinen Stress. Warum auch?


    Die Zubereitung beginnt einen Tag vorher. Allein das sagt schon viel. Der Kohl wird blanchiert, Blatt für Blatt gelöst, vorsichtig, fast respektvoll. Danach ruht er. Eine Nacht lang. Er tropft ab, verliert überschüssiges Wasser, sammelt sich. Wie jemand, der sich vor einer langen Aufgabe sortiert.

    Ist das nicht eigentlich ziemlich modern – dieses bewusste Langsamsein?


    Am nächsten Morgen riecht die Küche anders.

    Nach Zwiebeln, die langsam glasig ziehen. Nach Fleisch, das nicht hastig angebraten wird. Nach Petersilie, die frisch geschnitten auf dem Brett liegt. Dazu Brot vom Vortag, in Milch getränkt, Eier, Gewürze. Und dann das Entscheidende: fetter Speck.

    Ohne Speck kein chou farci.
    Da gibt es nichts zu diskutieren.


    Man könnte darüber streiten, wie fein die Farce gemixt sein soll. Manche mögen sie grob, andere fast cremig. In der Auvergne entscheidet oft die Familie. Oder die Erinnerung. So hat es die Großmutter gemacht. Punkt.

    Während die Farce entsteht, passiert etwas Merkwürdiges. Die Gespräche werden leiser. Die Bewegungen ruhiger. Kochen als Konzentration, fast als Meditation. Einer hackt, eine andere schmeckt ab. Zwischendurch ein Kommentar, ein Lachen. „Ein bisschen mehr Pfeffer.“ – „Nicht zu viel, sonst überdeckt er alles.“

    Kennen wir das nicht alle?


    Dann beginnt das Schichten.

    Kohlblatt.
    Farce.
    Kohlblatt.
    Farce.

    Immer wieder. Geduldig. Bis die Cocotte zu etwa zwei Dritteln gefüllt ist. Der Kohl wird nicht gepresst, nicht gequetscht. Er soll atmen. Auch das hat etwas Symbolisches.


    Der Topf kommt auf den Herd. Leises Blubbern. Deckel drauf. Eineinhalb Stunden Zeit. Zeit, um etwas anderes zu tun. In manchen Häusern wird in dieser Phase gemalt, gelesen oder einfach aus dem Fenster geschaut. Im Fernsehen lief früher oft das Mittagsjournal, etwa das von France 2. Aber eigentlich ist das egal. Der chou farci läuft nicht weg.

    Und das ist seine größte Stärke.


    Draußen bleibt es kalt.

    Drinnen wird es warm.

    Nicht nur wegen des Herdes, sondern wegen der Vorfreude. Denn jeder weiß, was gleich passiert. Der Deckel hebt sich, der Duft breitet sich aus, schwer, herzhaft, ehrlich. Kein Schnickschnack. Kein falscher Ton.

    Ein Gericht, das sagt: Setz dich. Iss. Bleib.


    Serviert wird der chou farci selten allein. Oft kommt ein Stück Fleisch dazu, manchmal ein Glas Rotwein aus der Region. Aber eigentlich braucht er nichts. Er ist vollständig. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum er so viele Menschen an einen Tisch bringt.

    Freunde kommen vorbei. Nachbarn klopfen an. „Ach, ihr habt chou farci?“ – „Bleib doch gleich.“

    Wer würde da Nein sagen?


    Man könnte den chou farci als Wintergericht beschreiben. Das stimmt. Man könnte ihn als bäuerliche Küche einordnen. Auch richtig. Aber all das greift zu kurz. Er ist vielmehr eine Haltung. Eine Antwort auf karge Monate. Ein Zeichen von Fürsorge.

    In einer Zeit, in der vieles schnell gehen muss, wirkt dieses Gericht fast trotzig langsam.

    Und genau deshalb passt es heute wieder so gut.


    Denn wer sagt eigentlich, dass Tradition altmodisch ist?

    Wer behauptet, dass Rezepte aus vergangenen Generationen nichts mehr erzählen?

    Der chou farci widerspricht. Mit jedem Bissen. Mit jeder dampfenden Portion. Er zeigt, dass Einfachheit Tiefe haben darf. Dass Sättigung auch emotional funktioniert.


    Vielleicht liegt darin sein größter Reiz.

    Er will niemanden beeindrucken.
    Er will nur da sein.

    Wie ein guter Freund an einem kalten Tag.


    Am Ende sitzen alle noch ein bisschen länger am Tisch. Die Teller sind leer, aber niemand steht sofort auf. Man redet über früher, über das Wetter, über den nächsten Winter. Einer sagt: „Nächstes Mal machen wir ihn noch größer.“ Alle lachen.

    So klingt Zufriedenheit.

    Und irgendwo draußen knackt der Frost.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Ein großer Name, null Promille – und jede Menge Gesprächsstoff

    Ein großer Name, null Promille – und jede Menge Gesprächsstoff

    Es beginnt ganz leise.
    Fast unspektakulär.
    Kein Paukenschlag, kein Marketinggewitter, kein lautes „Schaut her“. Und doch sorgt genau diese stille Entscheidung gerade für ordentlich Bewegung in einer Region, die eher für Geduld als für Experimente bekannt ist.

    Ein Sauternes ohne Alkohol.

    Allein dieser Satz reicht, um an vielen Stammtischen kurz die Gespräche stocken zu lassen. In den Bars von Bordeaux, in den Probierstuben der Gironde, bei Sommeliers, Sammlern und Liebhabern. Ein traditionsreicher Süßwein, bekannt für seine opulente Aromatik, seine Tiefe, seine fast schon meditative Süße – und dann plötzlich ohne Promille. Wie bitte?

    Die Reaktion schwankt zwischen ehrlicher Neugier und leiser Empörung. Darf man das? Muss man das? Oder anders gefragt: Warum eigentlich nicht?

    Ein Ort, der selten Kompromisse macht

    Sauternes.
    Dieser Name steht für Nebel, Geduld und Zeit. Für Trauben, die nicht einfach gelesen, sondern erwartet werden. Für Botrytis, diese geheimnisvolle Edelfäule, die den Beeren Wasser entzieht und Aromen verdichtet. Für Winzer, die lieber ein Jahr verlieren, als Qualität preiszugeben.

    Hier ist nichts hektisch.
    Hier wird nicht schnell entschieden.
    Und genau deshalb fällt der aktuelle Schritt so auf.

    Denn ausgerechnet in diesem konservativen Umfeld hat sich ein Grand Cru Classé zu einem Experiment entschlossen. Kein kleines Gut, kein Start-up ohne Geschichte, sondern ein Haus mit Gewicht. Mit Ruf. Mit Verantwortung.

    Ein Teil der Produktion – rund zehn Prozent – verlässt künftig die gewohnten Pfade. Der Wein entsteht wie immer, aus denselben Trauben, mit derselben Sorgfalt. Erst danach folgt der entscheidende Eingriff: die Entalkoholisierung.

    Kein Traubensaft.
    Kein aromatisiertes Getränk.
    Ein Wein, dem man den Alkohol entzieht.

    Und plötzlich stellt sich eine Frage, die weit über diesen einen Jahrgang hinausgeht: Was bleibt vom Charakter eines großen Weins, wenn der Alkohol fehlt?

    Die Idee dahinter – weniger Rebellion, mehr Beobachtung

    Wer nun an radikale Umbrüche denkt, liegt daneben. Die Motivation wirkt fast bodenständig. Der Konsum von Sauternes sinkt seit Jahren. Süßweine kämpfen generell um Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wächst der Markt für alkoholfreie Alternativen. Nicht explosionsartig, aber stetig. Und vor allem: ernsthaft.

    Menschen trinken bewusster.
    Nicht weniger Genuss, eher mehr Auswahl.
    Mal ein Glas mit Alkohol, mal ohne.

    Genau hier setzt die Überlegung an. Wenn ein Sauternes vor allem für seine Aromatik geschätzt wird – für Honig, Aprikose, kandierte Zitrusfrüchte, Safran, manchmal einen Hauch von Wachs oder Kamille – warum sollte diese Welt nur jenen offenstehen, die Alkohol trinken?

    Ist es wirklich der Alkohol, der die Seele des Weins ausmacht?
    Oder eher das Terroir, die Traube, die Arbeit im Weinberg?

    Zwei Fragen, die man in Sauternes lange nicht laut gestellt hat.

    Zwischen Skepsis und Staunen

    Die Reaktionen bleiben gemischt.
    Und genau das macht die Sache spannend.

    Da ist der ältere Herr in der Brasserie, der den Kopf schüttelt und sagt, das fehle doch etwas. Die Wärme, die Länge, dieses Gefühl, das ein Süßwein hinterlässt. Für ihn gehört Alkohol dazu wie der Nebel im Herbst.

    Daneben sitzt eine junge Frau, die vorsichtig nippt. Erst skeptisch, dann überrascht. „Man erkennt ihn wieder“, sagt sie. Nicht identisch, aber vertraut. Wie eine Melodie in einer anderen Tonart.

    Andere denken pragmatisch. Autofahren. Schwangerschaft. Medikamente. Oder einfach der Wunsch, abends noch klar im Kopf zu bleiben. Für sie öffnet sich plötzlich eine Tür, die bisher verschlossen blieb.

    Und irgendwo dazwischen stehen die Winzer selbst. Stolz, aber wachsam. Offen, aber nicht naiv.

    Die Technik – präzise, aber kein Zaubertrick

    Entalkoholisierung klingt schnell nach Industrie, nach Manipulation, nach Verlust. In Wahrheit handelt es sich um hochpräzise Verfahren, die gezielt den Alkohol entfernen, ohne die flüchtigen Aromastoffe zu zerstören. Vakuumdestillation, Membranfiltration – Prozesse, die wenig romantisch klingen, aber erstaunlich sensibel arbeiten.

    Der Wein entsteht zuerst ganz klassisch.
    Er gärt.
    Er entwickelt Alkohol.
    Er gewinnt Struktur.

    Erst danach greift die Technik ein. Und genau darin liegt der Unterschied zu vielen alkoholfreien Getränken auf Weinbasis. Hier startet nichts bei null. Hier wird reduziert, nicht simuliert.

    Natürlich verändert sich etwas. Wer etwas anderes behauptet, macht sich etwas vor. Alkohol trägt Textur, Länge, Mundgefühl. Aber er ist nicht alleiniger Träger von Identität.

    Und genau das möchte dieses Projekt zeigen.

    Tradition und Wandel – kein Widerspruch

    In Gesprächen mit Verantwortlichen fällt ein Satz immer wieder: Es handle sich nicht um eine Abkehr, sondern um eine Erweiterung. Nicht Ersatz, sondern Ergänzung. Niemand will den klassischen Sauternes verdrängen. Im Gegenteil. Er bleibt das Herzstück.

    Der alkoholfreie Sauternes steht daneben.
    Nicht davor.
    Nicht darüber.

    Vielleicht wie ein Seitenarm eines Flusses, der denselben Ursprung hat, aber anders fließt.

    Diese Haltung wirkt beruhigend. Sie nimmt der Debatte die Schärfe. Und sie passt erstaunlich gut zu einer Region, die zwar langsam, aber nicht blind durch die Zeit geht.

    Ein Geschmack, der Diskussionen auslöst

    Und wie schmeckt er nun?

    Die ersten Beschreibungen ähneln sich. Intensive Nase. Deutlich süß, aber nicht klebrig. Honig, reife Birne, kandierte Orange. Die Säure hält alles zusammen. Am Gaumen fehlt etwas Wärme, ja. Aber dafür wirkt der Wein leichter, direkter, fast klarer.

    Manche vermissen die Tiefe.
    Andere schätzen genau diese neue Zugänglichkeit.

    Ein Sommelier formulierte es so: „Es ist kein Ersatz für einen großen Sauternes nach dem Dessert. Aber es ist ein neuer Moment.“ Einer für den Aperitif, für mittags, für Menschen, die sonst verzichten müssten.

    Und ist das nicht auch ein Wert?

    Ein Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen

    Man kann dieses Projekt nicht losgelöst vom Zeitgeist betrachten. Alkohol verliert seinen Automatismus. Er gehört nicht mehr selbstverständlich dazu. Nicht aus Moral, sondern aus Wahlfreiheit.

    Die Weinwelt reagiert darauf oft zögerlich. Verständlich. Wein lebt von Geschichte, von Ritualen, von Weitergabe. Aber sie lebt auch davon, relevant zu bleiben.

    Vielleicht zeigt dieses Experiment genau das: Tradition bedeutet nicht Stillstand. Sondern die Fähigkeit, das Eigene so gut zu kennen, dass man Neues zulassen kann, ohne sich zu verlieren.

    Oder, um es weniger feierlich zu sagen: Man muss nicht alles mitmachen, aber man sollte wissen, warum man etwas ablehnt.

    Ein leiser Anfang mit offener Zukunft

    Der alkoholfreie Sauternes kommt im Februar 2026 auf den Markt. Preislich kein Schnäppchen, aber bewusst positioniert. Kein Massenprodukt, kein Discounterartikel. Sondern ein Statement.

    Die Verkaufszahlen werden zeigen, wie groß das Interesse wirklich ist. Aber selbst wenn die Mengen überschaubar bleiben, hat dieses Projekt bereits jetzt etwas erreicht: Es zwingt zum Nachdenken.

    Was macht einen großen Wein aus?
    Und für wen entsteht er eigentlich?

    Zwei Fragen, die man an einem Sonntag wunderbar mit einem Glas in der Hand diskutieren kann. Mit oder ohne Alkohol – das entscheidet dann jeder selbst.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • „Ein Angriff auf einen Verbündeten“ – Im US-Kongress formiert sich Widerstand gegen Trumps Pläne für Grönland

    „Ein Angriff auf einen Verbündeten“ – Im US-Kongress formiert sich Widerstand gegen Trumps Pläne für Grönland

    Lange Zeit wurde Donald Trumps Interesse am Erwerb Grönlands als diplomatische Kuriosität abgetan. Doch nach seiner Wiederwahl und vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen sorgt die Thematik erneut für Schlagzeilen – und diesmal mit deutlich ernsterem Ton. Der Vorstoß des Präsidenten, die Kontrolle über das autonome dänische Territorium notfalls auch mit militärischen Mitteln anzustreben, hat nicht nur Verbündete in Europa alarmiert, sondern auch im eigenen Land eine seltene Einigkeit zwischen Republikanern und Demokraten erzeugt.

    Ein geopolitischer Vorwand?

    Die Argumentation der Trump-Regierung folgt einem bekannten sicherheitspolitischen Muster: Grönland sei von strategischem Interesse, insbesondere angesichts der zunehmenden Präsenz Russlands und Chinas in der Arktis. Die riesige Insel verfüge über natürliche Ressourcen, unberührte Rohstoffvorkommen und liege geopolitisch günstig für den Ausbau militärischer Infrastruktur. Trump selbst sprach von der Notwendigkeit, „amerikanische Interessen in der nördlichen Hemisphäre langfristig zu sichern“.

    Doch während die Administration in Washington den Schritt als „Vision für Amerikas strategische Zukunft“ darstellt, sehen Kritiker darin einen Frontalangriff auf internationale Normen und bestehende Allianzen. Der Vorstoß kommt zudem kurz nach der umstrittenen amerikanischen Intervention in Venezuela – was die Sorgen über eine neue, aggressivere Außenpolitik unter Trump 2.0 verstärkt.

    Republikanische Gegenwehr

    Auffällig ist, dass der Widerstand gegen Trumps Pläne nicht nur von Demokraten getragen wird. Mehrere prominente Republikaner äußerten sich in den vergangenen Tagen kritisch bis ablehnend. So erklärte etwa der Senator Thom Tillis aus North Carolina öffentlich, die Idee, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen, sei „absurd“. Der Inselstaat sei ein loyaler Partner und seine Bevölkerung pro-amerikanisch eingestellt – eine Konfrontation mit dem Königreich Dänemark sei daher weder notwendig noch verantwortbar.

    Tillis und andere Republikaner befürchten, dass Trumps Kurs die NATO schwächen und damit ein sicherheitspolitisches Fundament untergraben könnte, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die amerikanische Außenpolitik mitgetragen hat. Gemeinsam mit der republikanischen Senatorin Lisa Murkowski und mehreren demokratischen Kolleginnen und Kollegen reist Tillis in diesen Tagen nach Kopenhagen, um der dänischen Regierung die Solidarität des US-Kongresses zu versichern.

    Legislative Barrieren gegen präsidiale Alleingänge

    Noch handelt es sich nicht um eine militärische Eskalation – doch der US-Kongress bereitet sich bereits auf mögliche Szenarien vor. Eine parteiübergreifende Initiative unter der Leitung von Lisa Murkowski und der Demokratin Jeanne Shaheen brachte einen Gesetzesvorschlag ein, der den Einsatz von Mitteln des Verteidigungsministeriums zur Besetzung oder Annexion Grönlands explizit untersagt. Auch der einflussreiche ehemalige Senator Mitch McConnell, ehemaliger Vorsitzender des Haushaltsausschusses mit Aufsicht über das Pentagon, äußerte sich klar gegen jede Form der militärischen Intervention auf dem dänischen Hoheitsgebiet.

    Solche legislativen Maßnahmen senden ein deutliches Signal: Der Kongress ist bereit, seine verfassungsmäßige Rolle als Gegengewicht zur Exekutive wahrzunehmen. Besonders bei Fragen des Kriegseinsatzes, für den laut US-Verfassung die Zustimmung des Kongresses erforderlich ist, wollen sich die Abgeordneten nicht übergehen lassen.

    Öffentliche Meinung als Korrektiv

    Auch die amerikanische Öffentlichkeit steht dem Vorhaben der Regierung mehrheitlich skeptisch gegenüber. Umfragen zeigen, dass rund drei Viertel der US-Bürger eine Übernahme Grönlands ablehnen – insbesondere, wenn sie mit dem Einsatz militärischer Mittel verbunden wäre. Selbst unter republikanischen Wählerinnen und Wählern ist die Zustimmung gering. Diese breite Ablehnung dürfte ein zusätzlicher Grund für die Zurückhaltung vieler Kongressmitglieder sein, sich vorbehaltlos hinter den Präsidenten zu stellen.

    In Europa sorgt das Verhalten Washingtons natürlich ebenfalls für starke Irritationen. Die dänische Premierministerin sprach von einem „inakzeptablen Affront“ gegenüber einem NATO-Partner. Auch Grönlands Regierung selbst bekräftigte erneut ihre Autonomie und forderte stärkere Verteidigungsgarantien seitens des Nordatlantikpakts.

    Der Konflikt um Grönland zeigt exemplarisch, wie fragile internationale Ordnungen unter Druck geraten, wenn nationale Alleingänge das Primat der Kooperation ablösen. Was zunächst wie eine geopolitische Randnotiz erscheint, könnte in Wahrheit zum Prüfstein für die Belastbarkeit transatlantischer Bündnisse und demokratischer Kontrollmechanismen werden.

    Autor: P. Tiko

  • Tarte Fine mit karamellisierten Schalotten und Ziegenkäse

    Tarte Fine mit karamellisierten Schalotten und Ziegenkäse

    Ein knuspriger Wintergruß aus der modernen französischen Küche 📝 Einführung: Die Tarte Fine ist die grazile, elegante Cousine der klassischen Tarte. Dünner Boden, meist ohne Rand, oft rechteckig oder rustikal rund – sie erlaubt dem Belag, zu glänzen. In dieser Version treffen wir auf eine winterlich…

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  • Maroni-Risotto mit Pilzen und Parmesan-Espuma

    Maroni-Risotto mit Pilzen und Parmesan-Espuma

    Ein cremiges Wintergericht mit nussiger Eleganz ✨ Einleitung Wenn die Tage kurz und kühl sind, sehnt sich die Seele nach Wärme – nicht nur im Herzen, sondern auch auf dem Teller. Dieses Gericht verbindet die rustikale Bodenständigkeit eines klassischen Risottos mit edlen Zutaten der französischen Ha…

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  • Steuerstreit mit Washington: Wie Paris beim Thema GAFAM einknickte

    Steuerstreit mit Washington: Wie Paris beim Thema GAFAM einknickte

    Ende 2025 schien es, als würde Frankreich eine fiskalische Offensive gegen die großen US-Digitalkonzerne starten. Ein parteiübergreifender Vorschlag im Parlament sah vor, die sogenannte GAFAM-Steuer – benannt nach Google, Apple, Facebook (Meta), Amazon und Microsoft – von bislang 3 % auf 15 % zu erhöhen. Doch der Plan wurde nach massiver Intervention aus den USA zurückgezogen. Eine Recherche zeigt nun im Detail, wie Washington mit politischem Druck und wirtschaftlicher Drohkulisse eine Entscheidung des französischen Gesetzgebers ausbremste.

    Die Steuer auf digitale Dienstleistungen wurde in Frankreich 2019 eingeführt, um besonders profitable und unterbesteuerte Internetgiganten stärker an den öffentlichen Haushalten zu beteiligen. Erfasst werden unter anderem Werbeeinnahmen, der Verkauf personenbezogener Daten sowie die Nutzung digitaler Plattformen. Das französische Finanzministerium schätzt die Steuererträge bislang auf mehrere Hundert Millionen Euro jährlich – angesichts der Marktdominanz der betroffenen Unternehmen bleibt der Betrag jedoch bescheiden. Ziel der geplanten Erhöhung war es, mehr fiskalische Gerechtigkeit herzustellen und die Haushaltskonsolidierung voranzutreiben.

    Alarm in Washington

    Kaum war der Vorschlag zur Steuererhöhung öffentlich, reagierte Washington ungewöhnlich scharf. Der Ausschuss für Wege und Mittel des US-Repräsentantenhauses – zuständig für Handels- und Steuerpolitik – veröffentlichte ein deutlich formuliertes Kommuniqué. Darin hieß es, die geplante Erhöhung sei eine „unfaire Attacke auf amerikanische Unternehmen“ und werde nicht unbeantwortet bleiben. Die Androhung konkreter wirtschaftlicher Vergeltungsmaßnahmen, insbesondere im Agrar- und Genussmittelsektor, ließ keinen Zweifel an der Entschlossenheit der US-Seite.

    Parallel dazu wurde eine offizielle Kongressnote an Präsident Donald Trump verfasst. Die Unterzeichner forderten ihn auf, im Rahmen der Handelsgesetzgebung – konkret durch Aktivierung der berüchtigten „Section 301“ – unilaterale Sanktionen gegen Frankreich zu prüfen. Diese Klausel erlaubt es den USA, bei als diskriminierend empfundenen Handelspraktiken mit Zöllen und anderen Maßnahmen zu reagieren, ohne vorherige internationale Konsultationen.

    Die französische Reaktion: Rückzug im Schatten der Drohung

    Noch am Tag nach der amerikanischen Erklärung warnte der französische Wirtschaftsminister Roland Lescure im Parlament eindringlich vor einem „Spiel mit dem Feuer“. In seiner Rede appellierte er an die Abgeordneten, realpolitisch zu denken: Mut sei gut, sagte er, aber ein Frontalzusammenstoß mit den USA wäre riskant und wirtschaftlich kontraproduktiv. Seine Äußerungen stießen auf heftigen Widerspruch, doch sie zeigten Wirkung. Der federführende Abgeordnete zog seinen Antrag auf eine Steuererhöhung auf 15 % zurück und schlug stattdessen eine moderate Anhebung auf 6 % vor, die vom Parlament auch angenommen wurde.

    Diese vermeintliche Kompromisslösung genügte Washington jedoch nicht. Einen Monat später erhielten die französischen Behörden ein weiteres Schreiben aus dem US-Kongress, das erneut vor „inakzeptablen einseitigen Maßnahmen“ warnte und Trump zu energischem Handeln aufforderte. Besonders brisant: Diese diplomatische Botschaft gelangte offenbar über informelle Kanäle an französische Wirtschaftsverbände – insbesondere an die Lobby der Wein- und Spirituosenindustrie, die in früheren Handelsstreitigkeiten bereits Ziel amerikanischer Zölle war.

    Lobbyismus im Inneren: Der Flaschenhals des Widerstands

    Die Verbände der französischen Genussmittelindustrie – darunter die mächtige Champagnerbranche – nutzten das Schreiben aus Washington, um gezielt Druck auf Parlamentarier auszuüben. In Briefen an ausgewählte Abgeordnete warnten sie eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen einer Eskalation mit den USA. Sollte die Steuer weiter erhöht werden, drohten neue Importzölle auf französische Spitzenprodukte, mit verheerenden Folgen für Absatzmärkte, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung.

    Diese indirekte Einflussnahme über wirtschaftliche Interessen zeigte Wirkung. Bei der zweiten Lesung des Haushaltsgesetzes verzichteten auch andere Oppositionsparteien darauf, neue Änderungsanträge zur Erhöhung der GAFAM-Steuer einzubringen. Der ursprüngliche Plan einer signifikanten Besteuerung der Digitalkonzerne war damit endgültig vom Tisch.

    Einige Abgeordnete äußerten im Nachhinein offen ihre Enttäuschung. Der Rückzug sei nicht sachlich begründet, sondern ein Akt politischer Erpressung. Der Staat habe seine fiskalische Souveränität dem Druck eines Drittstaates geopfert – mit langfristigen Folgen für die Glaubwürdigkeit der französischen Steuerpolitik. Andere, wie der Berichterstatter des Haushaltsausschusses, verteidigten den Schritt mit Blick auf die fragile Weltlage und die wirtschaftliche Verwundbarkeit bestimmter Branchen. Frankreich müsse realistisch bleiben, zumal die Reaktionen des US-Präsidenten schwer kalkulierbar seien.

    Alter Konflikt, neue Dynamik

    Es ist nicht das erste Mal, dass die GAFAM-Steuer zum transatlantischen Zankapfel wird. Bereits 2019 hatten die Vereinigten Staaten eine Untersuchung auf Basis von Section 301 eingeleitet, als Frankreich die Steuer einführte. Damals hielt Paris dem Druck stand – auch, weil die Administration in Washington die Drohkulisse letztlich nicht in konkrete Maßnahmen umsetzte. Dass Frankreich sich diesmal schneller geschlagen gab, deutet auf eine veränderte politische Konstellation hin: eine konfliktreiche geopolitische Lage, ein aggressiv auftretender US-Präsident und eine französische Regierung, die innenpolitisch unter Reformdruck steht.

    Die Episode wirft grundlegende Fragen auf: Wie souverän ist nationale Steuerpolitik im Zeitalter globalisierter Konzerne und asymmetrischer Handelsbeziehungen? Welche Handlungsspielräume haben einzelne Staaten wie Frankreich gegenüber Wirtschaftsmächten wie den USA? Und inwieweit lassen sich demokratisch legitimierte Beschlüsse gegen ökonomischen Gegendruck behaupten?

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Wenn Reichtum unsichtbar wird – Wie einige Großvermögen in Frankreich legal dem Einkommensteuerzugriff entkommen

    Wenn Reichtum unsichtbar wird – Wie einige Großvermögen in Frankreich legal dem Einkommensteuerzugriff entkommen

    Die Debatte um die sogenannte „Gerechtigkeit der Besteuerung“ ist in Frankreich erneut entflammt. Auslöser war eine provokante Aussage des ehemaligen Wirtschaftsministers Éric Lombard: Tausende vermögende Franzosen würden keinerlei Einkommensteuer zahlen – ihr steuerlicher Referenzeinkommen liege bei null. Eine These, die das Finanzministerium umgehend zurückwies. Doch was ist dran an der Behauptung? Und wie kann es sein, dass Spitzenvermögen unterhalb des Radars der Einkommensteuer bleiben? Ohne eine grundlegende Steuerflucht zu betreiben, können einige der wohlhabendsten Haushalte Frankreichs offenbar legale Konstruktionen nutzen, um ihre Steuerlast drastisch zu senken – bis hin zum vollständigen Nulltarif. Der Fall illustriert die systemischen Schwächen einer Steuerarchitektur, die traditionell auf Arbeitseinkommen fokussiert ist, während Kapitalerträge und komplexe Vermögensstrukturen oft unzureichend erfasst werden.

    Steuervermeidung durch Struktur: Das Prinzip der „Cashbox-Holdin…

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  • 16. Januar – Ein Tag, der Spuren hinterließ

    16. Januar – Ein Tag, der Spuren hinterließ

    Ein ganz normaler Wintertag? Von wegen. Der 16. Januar steckt voll historischer Wendepunkte – in Frankreich ebenso wie weltweit. Und obwohl die Uhr an diesem Datum genauso tickt wie an jedem anderen, scheint die Geschichte an diesem Tag besonders oft den Atem angehalten zu haben.


    Frankreich: Der Anfang vom Ende der Monarchie

    Beginnen wir in Paris, im Jahr 1793. Die Revolution brodelt, das Volk ist aufgebracht, und die Nationalkonvention tritt zusammen, um ein Urteil zu fällen – nicht über irgendeinen Angeklagten, sondern über den König selbst: Louis XVI.

    Am 16. Januar wird er offiziell zum Tode verurteilt. Es ist nicht bloß ein juristischer Akt. Es ist ein Paukenschlag – das Signal, dass die alte Ordnung zerfällt. Die Guillotine wartet bereits, das Urteil wird wenige Tage später vollstreckt. Und mit dem Fall des Königs beginnt die Republik, radikal, ungewiss, voller Hoffnungen und Ängste.

    Diese Entscheidung hallt bis heute nach. Die Idee, dass Macht nicht göttlich verliehen, sondern vom Volk gegeben – und genommen – wird, wurde an diesem Tag greifbar. Ein Schritt, der das Verhältnis zwischen Bürger und Staat in ganz Europa und darüber hinaus veränderte.


    Verstaatlichung mit Folgen: Renault 1945

    Fast anderthalb Jahrhunderte später, wieder in Frankreich, steht der Name Renault plötzlich im Zentrum der Politik. Der Automobilkonzern wird am 16. Januar 1945 verstaatlicht. Der Grund: der Gründer Louis Renault hatte während der deutschen Besatzung mit den Nazis kooperiert – so zumindest die offizielle Darstellung.

    Die Entscheidung zur Enteignung wird zum Symbol für den Neuanfang der Vierten Republik, aber auch für das Spannungsverhältnis zwischen Wirtschaft und Moral, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Renault bleibt bis weit in die 1990er Jahre ein Staatsunternehmen – und der 16. Januar bleibt ein Datum, das auch für das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Politik in Frankreich steht.


    Ein Krieg beginnt – 1991

    Springen wir ins Jahr 1991. Millionen Fernsehzuschauer weltweit verfolgen gebannt, wie der Himmel über Bagdad in Flammen aufgeht. Die „Operation Desert Storm“ beginnt. Die internationale Koalition unter US-Führung greift den Irak an, um die Besetzung Kuwaits zu beenden.

    Dieser Krieg markiert eine neue Ära: satellitengestützte Kriegsführung, Live-Bilder vom Schlachtfeld, eine neue Dimension medialer Kriegsinszenierung. Und zugleich bleibt ein bitterer Beigeschmack – die Region kommt bis heute nicht zur Ruhe, der Irak wird Jahrzehnte später erneut zum Brennpunkt geopolitischer Interessen. Der 16. Januar 1991 war kein kurzer Sturm – er war der Auftakt zu einem langen Kapitel internationaler Spannungen.


    Prohibition in den USA – ein gescheitertes Experiment

    Zurück ins Jahr 1920: In den Vereinigten Staaten tritt an diesem Tag das Alkoholverbot offiziell in Kraft. Die Prohibition beginnt. Was als moralisches Heilmittel gedacht war, entwickelt sich schnell zum Nährboden für illegale Bars, Schmugglernetzwerke und mafiöse Strukturen.

    Al Capone wird zur Legende, das FBI bekommt ordentlich zu tun – und das öffentliche Leben ändert sich spürbar. Die Idee, Tugend durch Gesetz zu erzwingen, scheitert kläglich. 1933 wird die Prohibition wieder aufgehoben. Doch der 16. Januar bleibt der Tag, an dem ein moralisches Großexperiment seinen Anfang nahm – mit weitreichenden Folgen für Gesetzgebung, Polizeiarbeit und gesellschaftliche Debatten bis heute.


    Gaddafi und Libyen – ein neuer Machthaber

    Am 16. Januar 1970 wird in Libyen ein junger Offizier namens Muammar al-Gaddafi Premierminister. Er hatte wenige Monate zuvor König Idris gestürzt. Was folgt, ist ein Jahrzehnte andauerndes autoritäres Regime, das sich mal als revolutionär, mal als antiimperialistisch gibt – aber selten als berechenbar.

    Gaddafi bleibt über vier Jahrzehnte an der Macht. Sein Regime prägt nicht nur Nordafrika, sondern beeinflusst auch Europa – Stichwort: Flüchtlingspolitik, Erdöl, Terrorismus. Die Weichen dazu? Sie wurden auch an einem 16. Januar gestellt.


    Ein letzter Blick auf kulturelle Schlaglichter

    Auch in der Kulturgeschichte hat der 16. Januar seine Momente:

    • 1547 stirbt der englische König Heinrich VIII. – bekannt für seine sechs Ehen und den Bruch mit der römischen Kirche.
    • 1981 wird in den USA Ronald Reagan offiziell als Wahlsieger bestätigt – ein Schauspieler auf dem Weg zum Präsidenten, dessen Politik auch in Europa Wellen schlägt.
    • 2001 beginnt der Prozess gegen Ex-Diktator Slobodan Milošević – der Anfang juristischer Aufarbeitung des Jugoslawienkriegs.

    Und heute?

    Wenn man sich all das ansieht, dann wird klar: Der 16. Januar hat’s in sich. Politik, Krieg, Revolution, wirtschaftliche Entscheidungen, kulturelle Umbrüche – fast jede menschliche Sphäre hat an diesem Datum ihre eigene Geschichte geschrieben.

    Vielleicht läuft der Tag heute ruhiger ab. Vielleicht auch nicht. In jedem Fall bleibt er ein Beweis dafür, wie viel Kraft 24 Stunden entfalten können. Und vielleicht schaut man ja künftig etwas anders auf das Datum im Kalender – nicht nur als grauen Januartag, sondern als Tag voller Erinnerungen und Bedeutungen.

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