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  • Moody’s senkt Frankreichs Kreditwürdigkeit – Bitteres Willkommen für François Bayrou

    Moody’s senkt Frankreichs Kreditwürdigkeit – Bitteres Willkommen für François Bayrou

    Die Ratingagentur Moody’s hat Frankreichs Kreditwürdigkeit herabgestuft – von Aa2 auf Aa3. Grund dafür ist laut Moody’s die politische Zersplitterung des Landes, die es erschwert, die öffentlichen Finanzen schnell zu sanieren. Die Entscheidung fiel nur wenige Stunden nach dem Amtsantritt von François Bayrou als Premierminister. Kaum im Amt, sieht sich Bayrou mit einer ersten großen Herausforderung konfrontiert. Moody’s hatte Frankreichs Bonität zuvor mit „negativer Perspektive“ bewertet, was auf eine drohende Abstufung hinwies. Nun erfolgte der Schritt: Von Aa2, das eine leicht überdurchschnittliche Bewertung war, auf Aa3, allerdings mit stabiler Perspektive. Damit reiht sich Moody’s bei den Mitbewerbern ein: Sowohl S&P als auch Fitch bewerten Frankreich bereits mit AA-, wobei Fitch eine negative Perspektive anführt. Trotz der Herabstufung gilt Frankreichs Kreditwürdigkeit noch als „hoch“. Die Herabstufung reflektiert Moody’s Besorgnis über die politische Unsicherheit in Frankreich…

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  • Europas Blick auf François Bayrou: Reaktionen zur Ernennung des neuen Premierministers

    Europas Blick auf François Bayrou: Reaktionen zur Ernennung des neuen Premierministers

    Die Ernennung von François Bayrou zum neuen Premierminister Frankreichs sorgt nicht nur in Paris, sondern auch in anderen europäischen Hauptstädten für großes Interesse. Während Frankreichs politische Landschaft angespannt auf die nächsten Schritte wartet, werfen Nachbarländer einen kritischen Blick auf Bayrous politische Zukunft und seine Herausforderungen. Eine europäische Perspektive auf die neue Regierung. Schweiz: Große mediale Aufmerksamkeit In der Schweiz ist François Bayrous Ernennung ein Top-Thema in den Nachrichtensendungen. Das Interesse der Schweizer Medien liegt vor allem in den Umständen der Ernennung. Nach zwei intensiven Gesprächen zwischen Präsident Emmanuel Macron und François Bayrou wird die Entscheidung als Versuch gesehen, Stabilität in eine Regierung zu bringen, die seit dem Sturz von Michel Barnier unter Druck steht. Kommentatoren betonen jedoch, dass der Erfolg des neuen Premierministers keineswegs garantiert ist. Belgien: Zweifel an Bayrous Zukunft In Belgien b…

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  • Antibiotikaresistente Cholera-Stämme: Eine alarmierende Entdeckung in Mayotte

    Antibiotikaresistente Cholera-Stämme: Eine alarmierende Entdeckung in Mayotte

    Forscher des französischen Instituts Pasteur haben auf Mayotte eine neue, hochresistente Cholera-Stammvariante identifiziert. Diese Entdeckung, die vom New England Journal of Medicine als äußerst besorgniserregend eingestuft wurde, hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Der betroffene Stamm zeigt eine Resistenz gegen zwei der drei Klassen von Antibiotika, die üblicherweise zur Behandlung von Cholera eingesetzt werden. Sollte diese Resistenz auf die dritte Klasse übergreifen, droht eine ernste medizinische Krise, da es keine weiteren Behandlungsoptionen gäbe. Die resistenten Cholera-Stämme wurden zunächst 2018 im Jemen identifiziert, einem Land, das von humanitären Krisen und unzureichenden Gesundheitsstrukturen geprägt ist. Von dort verbreitete sich die Bakterienvariante bis in den Libanon und schließlich nach Mayotte, eine französische Überseeinsel im Indischen Ozean. Diese Entwicklung unterstreicht die globale Dimension des Problems – Antibiotikaresistenzen machen nicht an Landesgrenzen …

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  • François Bayrou: Ein Premierminister auf dünnem Eis – Kann er sich eine politische Mehrheit sichern?

    François Bayrou: Ein Premierminister auf dünnem Eis – Kann er sich eine politische Mehrheit sichern?

    Die Ernennung von François Bayrou zum Premierminister am 13. Dezember durch den Élysée-Palast hat die politische Landschaft Frankreichs erneut in Bewegung gebracht. Bayrou, ein erfahrener Politiker und Vorsitzender der zentristischen Partei MoDem, steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Er muss eine stark fragmentierte Assemblée nationale dazu bringen, an einem Strang zu ziehen. Doch kann der neue Premierminister die Kluft zwischen den politischen Lagern überbrücken? Oder droht ihm, wie seinem Vorgänger Michel Barnier, ein Misstrauensvotum? Die größte Herausforderung für Bayrou liegt in der Zusammensetzung der Nationalversammlung. Sie ist zersplittert wie nie zuvor – keine Partei hat eine klare Mehrheit. Bayrou muss darauf achten, dass sich nicht erneut eine Koalition gegen ihn formiert, die ihn wie Barnier zu Fall bringen könnte. Auf dem Papier könnte sich der neue Premierminister auf den sogenannten „Block présidentiel“ stützen: eine Allianz aus Abgeordneten seiner eigenen Partei MoDem, …

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  • Treffen in Ajaccio: Emmanuel Macron begegnet Papst Franziskus

    Treffen in Ajaccio: Emmanuel Macron begegnet Papst Franziskus

    Am 15. Dezember 2024 kam es in Ajaccio, der Hauptstadt Korsikas, zu einem bedeutenden Treffen zwischen dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Papst Franziskus. Dieses Ereignis markierte den ersten Besuch eines Papstes auf der Mittelmeerinsel und unterstrich die Bedeutung der Region sowohl für Frankreich als auch für die katholische Kirche. Papstbesuch auf Korsika Papst Franziskus besuchte Korsika, um an der Abschlussveranstaltung des Kongresses „La religiosité populaire en Méditerranée“ teilzunehmen. Dieser Kongress widmete sich der Volksfrömmigkeit im Mittelmeerraum und betonte die Rolle traditioneller religiöser Praktiken in der modernen Gesellschaft. Der Papst hielt eine Ansprache im „Palais des Congrès et d’Exposition d’Ajaccio“ und zelebrierte eine Messe auf der Place d’Austerlitz, die von zahlreichen Gläubigen besucht wurde. Begegnung mit Präsident Macron Am Nachmittag traf Papst Franziskus am internationalen Flughafen von Ajaccio mit Präsident Emmanuel Macron zusammen…

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  • Wie werden die Rebellen Syrien regieren? Und andere World-News

    Wie werden die Rebellen Syrien regieren? Und andere World-News

    Hayat Tahrir al-Sham (HTS), die islamistische Rebellengruppe, die den Sturz der Assad-Dynastie in Syrien anführte, steht nun vor einer Herausforderung, die weit über die Eroberung von Gebieten hinausgeht: die Regierungsführung. HTS hat sich seit ihrer Gründung aus extremistischen Wurzeln wie dem Islamischen Staat und Al-Qaida entwickelt, ihre Ideologie moderiert und versucht, sich als regierungsfähige Kraft zu präsentieren. Doch was bedeutet das für Syrien?


    Vom lokalen Akteur zur nationalen Macht

    Seit 2017 kontrolliert HTS die Provinz Idlib, eine ländliche und landwirtschaftlich geprägte Region im Nordwesten Syriens. In dieser Zeit hat die Gruppe gezeigt, dass sie eine gewisse Stabilität und Ordnung durchsetzen kann – wenn auch mit harter Hand. Mit einem straffen Sicherheitsapparat und autoritären Methoden hat HTS rivalisierende Fraktionen sowie Kritiker unterdrückt. Regelmäßige Proteste gegen willkürliche Verhaftungen und schlechte Haftbedingungen sind Ausdruck der Unzufriedenheit der Bevölkerung.

    Aber kann das, was in Idlib funktioniert hat, auf ein ganzes Land übertragen werden? Syrien ist weit heterogener als die relativ kleine und kulturell einheitliche Provinz Idlib. Es gibt urbane Zentren wie Damaskus, religiöse Vielfalt und wirtschaftlich bedeutende Regionen, die andere Ansprüche und Herausforderungen mit sich bringen. Ein nationaler Regierungsanspruch würde HTS zwingen, breitere Allianzen zu schmieden – und moderatere Positionen einzunehmen.


    Die Gratwanderung zwischen Ideologie und Pragmatismus

    HTS hat in den letzten Jahren versucht, sich von ihrer extremistischen Vergangenheit zu distanzieren. Doch viele zweifeln, ob diese Veränderung mehr als eine taktische Entscheidung ist. Die internationale Gemeinschaft beobachtet skeptisch, ob HTS tatsächlich eine Regierung aufbauen kann, die nicht nur auf Zwang, sondern auf Legitimität beruht. Syrien ist ein Flickenteppich von Ethnien und Glaubensrichtungen – und die Spannungen könnten explodieren, wenn HTS versucht, eine rein islamistische Agenda durchzusetzen.

    Die Frage bleibt: Kann eine Bewegung, die aus dem Jihadismus hervorgegangen ist, zu einem stabilisierenden Faktor in einem kriegszerstörten Land werden? Es wäre nicht das erste Mal, dass eine bewaffnete Gruppe versucht, von der Gewaltpolitik zur Regierungsführung überzugehen – aber die Erfolgsgeschichten sind rar.


    Eine Regierung aus der Not heraus?

    Die wirtschaftlichen Bedingungen in Syrien sind katastrophal. Selbst wenn HTS es schafft, die politische Kontrolle zu sichern, wird die Wiederherstellung der Infrastruktur und die Bekämpfung der Armut eine Mammutaufgabe. In Idlib hat die Gruppe eine rudimentäre Verwaltung aufgebaut, die Schulen und Krankenhäuser betreibt, wenn auch auf niedrigem Niveau. Doch ein Land wie Syrien verlangt mehr – und das ohne die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, die HTS weiterhin als Terrororganisation einstuft.

    Wie würde HTS also mit einer humanitären Krise umgehen, die weite Teile der syrischen Bevölkerung betrifft? Bisher hat die Gruppe vor allem in den Bereichen operiert, in denen humanitäre Hilfe von internationalen Organisationen bereitgestellt wurde. Ein nationales Regime würde jedoch weitaus größere Ressourcen und Fachwissen erfordern.


    Eine dunkle Aussicht oder eine neue Ära?

    Es gibt keine einfachen Antworten darauf, wie Syrien unter der Herrschaft von Hayat Tahrir al-Sham aussehen könnte. Sicher ist, dass die Gruppe vor einem steinigen Weg steht. Die Regierung eines Landes erfordert mehr als militärische Stärke – sie erfordert eine Vision, die über Ideologie hinausgeht und die Bedürfnisse der gesamten Bevölkerung berücksichtigt. Ob HTS das leisten kann, wird die Zeit zeigen. Doch eines ist klar: Die kommenden Monate und Jahre werden für Syrien entscheidend sein.


    Israel schließt seine Botschaft in Irland

    Israel wird seine Botschaft in Dublin schließen, wie der israelische Außenminister gestern erklärte. Der Schritt folgt auf die Entscheidung Irlands, sich offiziell auf die Seite Südafrikas zu stellen und dessen Fall gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof zu unterstützen. Südafrika wirft Israel Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen vor – ein Vorwurf, den Israel entschieden zurückweist.

    „Irland hat jede rote Linie in den Beziehungen zu Israel überschritten“, sagte der israelische Außenminister Gideon Saar in einer Stellungnahme. Bereits seit Monaten ist das Verhältnis angespannt. Im Mai rief Israel seinen Botschafter aus Irland zurück, ebenso wie aus Spanien und Norwegen, nachdem diese Länder einen palästinensischen Staat anerkannt hatten.

    Die Schließung der Botschaft bedeutet jedoch nicht das Ende der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Offizielle Vertreter betonten, dass Irlands Botschaft in Tel Aviv weiterhin aktiv bleiben werde.


    Südkorea ohne gewählten Führer

    Das südkoreanische Parlament hat Präsident Yoon Suk Yeol am Samstag seines Amtes enthoben. Damit steht das Land ohne gewählte Führung da – zu einer Zeit, in der es mit ernsten Herausforderungen konfrontiert ist, wie den Spannungen mit Nordkorea und einer zunehmenden politischen Polarisierung im Inland. Doch was genau steckt hinter dieser politischen Krise?

    Außerhalb des Parlaments feierten Menschen den Amtsenthebungsbeschluss. Für viele war Yoons Suspendierung ein Beweis für die Stärke der südkoreanischen Demokratie. Der Präsident hatte durch die kurzzeitige Ausrufung des Kriegsrechts breite Kritik auf sich gezogen. Doch die Amtsenthebung hat ein Machtvakuum hinterlassen. Bis das Verfassungsgericht entscheidet, ob Yoon dauerhaft seines Amtes enthoben wird oder zurückkehren darf, übernimmt der Premierminister – der jedoch selbst nicht gewählt ist – die Führung des Landes.

    Die Situation könnte sich zu einer Belastungsprobe für Südkorea entwickeln. Wie wird das Land ohne starke Führung auf die Bedrohungen aus Nordkorea reagieren? Und wie wird die Demokratie mit dieser Krise umgehen?


    Weitere Top-Nachrichten

    Georgien: Das Parlament hat Mikheil Kavelashvili, einen ehemaligen Fußballstar und rechtspopulistischen Politiker, zum Präsidenten gewählt. Dies verschärft die politische Krise des Landes, das von Protesten und einer umstrittenen Parlamentswahl erschüttert wird.

    Gerichtsverfahren: ABC News hat zugestimmt, 15 Millionen Dollar zu zahlen, um eine Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump beizulegen. Trump und seine Verbündeten planen Berichten zufolge, Journalisten und ihre Quellen mit Vorladungen und möglichen Strafverfolgungen unter Druck zu setzen.

    Mosambik: Der tropische Wirbelsturm Chido ist gestern auf dem Festland aufgeschlagen, nachdem er zuvor in einem französischen Archipel im Indischen Ozean schwere Zerstörungen und Todesopfer verursacht hatte.

    Burkina Faso: Ein Regierungsplan, schlecht ausgebildete Zivilisten in bewaffnete Milizen einzubinden, hat das Land an den Rand eines Bürgerkriegs gebracht.

    Ukraine: Ukrainische Offizielle setzen alles daran, Donald Trump für sich zu gewinnen – mit Diplomatie, Charme und gelegentlichen Glücksschüssen.

    Bolivien: Eine Spaltung innerhalb der lang dominierenden Partei „Bewegung für den Sozialismus“ hat das Land in eine politische Blockade gestürzt.

  • „Ein regelrechtes Massaker“ – Verwüstung in Mayotte nach dem Zyklon Chido

    „Ein regelrechtes Massaker“ – Verwüstung in Mayotte nach dem Zyklon Chido

    Mit Windgeschwindigkeiten von über 220 km/h hat der Zyklon Chido Mayotte, einen kleinen französischen Archipel im Indischen Ozean, verwüstet. Es ist die heftigste Naturkatastrophe, die die Insel seit 90 Jahren erlebt hat und hinterlässt eine Spur der Zerstörung, vor allem in den ärmsten Gebieten, wo fast ein Drittel der Bevölkerung in prekären Behausungen lebt. Die humanitäre Lage ist dramatisch.

    Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen. In Mayotte herrscht der Ausnahmezustand. Die grundlegende Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln ist zusammengebrochen, während viele der ohnehin fragilen Behausungen in den Bidonvilles dem Sturm nicht standhalten konnten. Jetzt stehen sie in Trümmern. Tausende Bewohner sind obdachlos und dringend auf Hilfe angewiesen. Die französischen Minister für Inneres und Übersee, Bruno Retailleau und François-Noël Buffet, werden am Montag auf der Insel erwartet, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Doch die lokalen Behörden befürchten das Schlimmste: Sie rechnen mit „mehreren Hundert Toten“.

    Laut dem letzten offiziellen Bericht wurden bislang 14 Todesfälle bestätigt. Doch wie viele Menschen tatsächlich ums Leben gekommen sind, wird schwer zu ermitteln sein. Aufgrund der muslimischen Tradition, die auf der Insel stark verwurzelt ist, müssen Verstorbene innerhalb von 24 Stunden bestattet werden. Hinzu kommt, dass viele Bewohner ohne Aufenthaltspapiere auf der Insel leben – Schätzungen gehen von über 100.000 Menschen aus. Diese Bevölkerungsgruppe könnte in der offiziellen Bilanz der Opfer untergehen.

    Am Samstag richtete der Zyklon Chido auf Mayotte unvorstellbaren Schaden an. Häuser wurden bis auf die Grundmauern zerstört, Blechdächer vom Wind davongetragen, Strommasten umgerissen, Bäume entwurzelt. Die Szenen, die sich den Einwohnern nach dem Sturm boten, sind apokalyptisch. Straßen sind vielerorts unpassierbar, und Kommunikationswege sind in weiten Teilen unterbrochen. In einem der ärmsten Departements Frankreichs trifft die Katastrophe auf eine ohnehin fragile Infrastruktur, was die Hilfsmaßnahmen zusätzlich erschwert.

    „Es ist ein Massaker“, beschreibt Ousseni Balahachi, ein pensionierter Krankenpfleger aus Mamoudzou, der Hauptstadt Mayottes. Der Schaden an öffentlichen Gebäuden ist enorm: Gerichte, die Präfektur, zahlreiche Schulen und Geschäfte liegen in Trümmern. Sogar das Krankenhaus wurde überflutet. Laut Balahachi könnte die medizinische Versorgung der vielen Verletzten unter diesen Umständen kaum gewährleistet werden.

    Um die Folgen der Katastrophe zu bewältigen, wurde ein Luft- und See-Korridor von der französischen Insel La Réunion eingerichtet, die 1.400 Kilometer entfernt liegt. Hilfslieferungen mit medizinischem Gerät, Nahrungsmitteln und Fachpersonal treffen seitdem ein. Insgesamt 800 Sicherheitskräfte und ein Feldlazarett sollen die lokalen Rettungsdienste unterstützen. Satellitengestützte Kommunikationsgeräte werden ebenfalls bereitgestellt, um die Koordination der Hilfsmaßnahmen zu erleichtern.

    Besonders dramatisch ist die Lage in den überfüllten Bidonvilles, etwa in den Hügeln von Mamoudzou. Dort rechnen die Rettungskräfte mit zahlreichen Opfern, die unter den Trümmern begraben sein könnten. „Es gibt keine Worte für das Ausmaß dieser Katastrophe“, sagte der Bürgermeister von Mamoudzou, Ambdilwahedou Soumaila.

    Während die Aufräumarbeiten laufen, bleibt die Frage: Wie wird sich Mayotte von dieser Tragödie erholen?

  • Der „historische Prozess“ von Mazan: Ein Wendepunkt im Kampf gegen sexualisierte Gewalt?

    Der „historische Prozess“ von Mazan: Ein Wendepunkt im Kampf gegen sexualisierte Gewalt?

    Gisèle Pélicot, eine Frau, die jahrelang Opfer von Vergewaltigungen durch ihren Ehemann und von ihm arrangierten Fremden wurde, hat Frankreich und die Welt erschüttert. Der Prozess von Mazan gilt als Meilenstein in der Diskussion über sexualisierte Gewalt und könnte langfristig die gesellschaftliche Haltung zu diesen Verbrechen verändern – doch wie nachhaltig ist diese Wirkung?

    Der Mut einer Frau als Symbol des Wandels

    Gisèle Pélicot hat durch ihren öffentlichen Auftritt eine Welle der Solidarität ausgelöst. „Es ist Zeit, dass wir unsere Sichtweise auf Vergewaltigung ändern“, erklärte sie im Gerichtssaal von Avignon. Ihr Ehemann hatte sie jahrelang unter Drogen gesetzt und Fremden ausgeliefert, die er über das Internet rekrutierte. Diese grausamen Taten wurden nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt: Pélicot entschied sich bewusst gegen einen Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um die Thematik in die Mitte der Gesellschaft zu bringen.

    Anne-Cécile Mailfert, Präsidentin der Fondation des Femmes, würdigte diese Entscheidung: „Durch ihre Offenheit hat sie gezeigt, dass Vergewaltigung jeden treffen kann – Monsieur und Madame Tout-le-Monde. Die Scham hat das Lager gewechselt.“

    Ein Prozess mit Signalwirkung

    Feministische Organisationen, Politiker und Aktivistinnen sprechen von einem „Vorher und Nachher Mazan“. Die Schauspielerin Judith Godrèche, Stimme des #MeToo-Movements in Frankreich, nannte den Prozess gar eine „Revolution“. Doch was macht diesen Fall so außergewöhnlich?

    Neben den erschütternden Details der Taten und dem Mut von Pélicot, sich öffentlich zu äußern, liegt die Bedeutung auch in der medienwirksamen Inszenierung: Die Bilder von Gisèle Pélicot, die erhobenen Hauptes das Gericht betritt, während die Täter geduckt und mit verhüllten Gesichtern erscheinen, bleiben im kollektiven Gedächtnis.

    Rückblick: Lehren aus der Vergangenheit

    Vergleiche mit früheren Prozessen zeigen, wie sich die Wahrnehmung von Vergewaltigungen verändert hat. Der Fall von Aix-en-Provence 1978, in dem zwei belgische Touristinnen nach ihrer Vergewaltigung beschimpft und verhöhnt wurden, verdeutlicht, wie weit die Gesellschaft in der Zwischenzeit gekommen ist. Doch Agnès Fichot, die damals junge Anwältin, betont, dass auch der Prozess von Mazan nur ein weiterer Schritt in einem langen Kampf ist. „Es ist ein Erwachen, aber noch kein Sieg.“

    Ein Spiegel der Realität

    Einer der zentralen Punkte dieses Prozesses ist die Erkenntnis, dass es keinen „typischen“ Vergewaltiger gibt. Die Täter sind oft „ganz gewöhnliche Männer“, die in Situationen der Gelegenheit handeln. Dieser Aspekt zeigt, dass das Problem nicht allein bei pathologischen Persönlichkeiten liegt, sondern tief in gesellschaftlichen Strukturen verwurzelt ist.

    Doch was kommt nach diesem „Spiegelbild“? Feministische Stimmen und Expertinnen fordern gesetzliche und politische Konsequenzen. Während Länder wie Spanien nach ähnlichen Fällen ihre Gesetze verschärften – etwa durch die Einführung der ausdrücklichen Zustimmung („Nur ein Ja ist ein Ja“) – steht eine vergleichbare Reform in Frankreich noch aus.

    Der Kampf geht weiter

    Anne-Cécile Mailfert mahnt jedoch, dass es nicht allein um Gesetzesänderungen geht. „Das wahre Problem liegt in der Gewalt innerhalb von Beziehungen, der Wiederholungstaten und vor allem in der Notwendigkeit, sexuelle Bildung zu fördern.“ Gleichzeitig warnt sie vor konservativen Strömungen, die diese Fortschritte behindern könnten.

    Wie schon 1978 ist auch diesmal klar: Der Kampf endet nicht mit einem Urteilsspruch. Die Gesellschaft muss diesen Prozess nutzen, um langfristig Veränderungen herbeizuführen. „Männer müssen Teil dieses Wandels werden“, betont Fichot, „und zwar mehr, als bisher der Fall ist.“

    Erinnerung als Verantwortung

    Der Prozess von Mazan hat eine Tür geöffnet, durch die die Gesellschaft hindurchgehen muss. Dabei bleibt die Erinnerung an die Frauen, die sich für diesen Fortschritt eingesetzt haben – von Aix bis Mazan – ein zentraler Bestandteil. Wird die Welt morgen anders aussehen? Wahrscheinlich nicht. Aber dieser Prozess hat gezeigt, dass Wandel möglich ist – wenn wir die Lektionen daraus beherzigen und weiter daran arbeiten.

  • Korsika – Auf den Spuren des Papstes

    Korsika – Auf den Spuren des Papstes

    Korsika, die „Insel der Schönheit“, lockt nicht nur mit atemberaubenden Landschaften und malerischen Dörfern, sondern birgt auch eine reiche Geschichte, die eng mit dem Papsttum verknüpft ist. Im Dezember 2024 wird Papst Franziskus als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche die Insel besuchen und damit ein neues Kapitel in dieser langen Beziehung aufschlagen. Historische Verbindungen zwischen […]

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  • Korsika zur Weihnachtszeit: Canistrelli – Kekse mit Geschichte und Seele

    Korsika zur Weihnachtszeit: Canistrelli – Kekse mit Geschichte und Seele

    Korsika, die Insel der Schönheit, besticht nicht nur durch ihre atemberaubenden Landschaften, sondern auch durch ihre einzigartige Küche. Besonders zur Weihnachtszeit zeigt sich die kulinarische Tradition der Insel von ihrer besten Seite. Ein herausragendes Beispiel dafür sind Canistrelli, knusprige…

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