Autor: Nachrichten

  • Juliette Binoche wird Jury-Präsidentin des 78. Filmfestivals von Cannes

    Juliette Binoche wird Jury-Präsidentin des 78. Filmfestivals von Cannes

    Vom 13. bis 24. Mai 2025 wird Cannes wieder zum Zentrum der Filmwelt – und eine der größten französischen Schauspielerinnen übernimmt dabei eine besondere Rolle: Juliette Binoche wird als Präsidentin der Jury fungieren. Ein emotionaler Moment nach 40 Jahren Am 4. Februar bestätigten die Organisatore…

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  • Megève im Winter: Luxus, Nostalgie und grenzenloses Skivergnügen

    Megève im Winter: Luxus, Nostalgie und grenzenloses Skivergnügen

    Der Schnee knirscht unter den Schuhen, während der Duft von frisch gebackenen Croissants durch die klare Winterluft zieht. In der Ferne leuchten die verschneiten Gipfel der französischen Alpen – willkommen in Megève! Dieser Wintersportort hat eine besondere Aura: ein bisschen nostalgisch, ein bisschen luxuriös, aber vor allem einzigartig charmant. Doch was macht Megève so besonders? […]

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  • Winter in den französischen Alpen: Matouille – Das unbekannte Käsevergnügen aus Savoyen

    Winter in den französischen Alpen: Matouille – Das unbekannte Käsevergnügen aus Savoyen

    Wenn der Winter die französischen Alpen mit Schnee bedeckt, wächst die Sehnsucht nach wärmenden, herzhaften Gerichten. Neben Klassikern wie Fondue und Tartiflette gibt es eine weniger bekannte, aber ebenso köstliche Spezialität: Matouille. Dieses rustikale Gericht stammt aus der Haute-Savoie und ver…

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  • Wintersport-Traum in Les Trois Vallées: Ein unvergessliches Abenteuer im größten Skigebiet der Welt

    Wintersport-Traum in Les Trois Vallées: Ein unvergessliches Abenteuer im größten Skigebiet der Welt

    Ein Winterparadies wie aus dem Bilderbuch. Stell dir vor: frisch gefallener Pulverschnee, endlose Pisten und eine Kulisse, die aussieht, als hätte ein Künstler sie gemalt. Genau das erwartet dich in Les Trois Vallées – dem größten zusammenhängenden Skigebiet der Welt. Über 600 Kilometer perfekt präparierte Abfahrten, verteilt auf die drei berühmten Täler Courchevel, Méribel und […]

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  • Internationaler Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen – Warum wir mehr Miteinander brauchen

    Internationaler Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen – Warum wir mehr Miteinander brauchen

    Stellen wir uns eine Welt vor, in der jeder Mensch als Bruder oder Schwester gesehen wird. Eine Welt, in der ethnische, religiöse oder kulturelle Unterschiede nicht trennen, sondern bereichern. Utopisch? Vielleicht. Doch genau diese Vision steht im Mittelpunkt des Internationalen Tages der Geschwisterlichkeit aller Menschen, der jedes Jahr am 4. Februar begangen wird. Ein Tag, der an das erinnert, was in einer Welt voller Krisen, Konflikte und Spaltungen so oft in den Hintergrund rückt: die gemeinsame Menschlichkeit.

    Mehr als ein idealistischer Traum

    Die Idee dieses Tages entstand aus einem historischen Moment: Am 4. Februar 2019 unterzeichneten Papst Franziskus und der Großimam der Al-Azhar, Ahmad al-Tayyeb, in Abu Dhabi das Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen. Ihr Ziel war es, einen interreligiösen Dialog zu fördern, Hass und Gewalt zu bekämpfen und Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu bauen. Zwei führende Geistliche verschiedener Glaubensrichtungen – vereint in der Botschaft, dass alle Menschen eine Familie sind.

    Die Vereinten Nationen erkannten die Bedeutung dieses Schritts und erklärten den 4. Februar offiziell zum Internationalen Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen. Doch was bedeutet das für uns im Alltag?

    Geschwisterlichkeit als Antwort auf eine zerrissene Welt

    Die Welt scheint heute gespaltener denn je. Politische Ideologien, soziale Ungerechtigkeit, religiöse Konflikte, wirtschaftliche Interessen – sie alle sorgen dafür, dass sich Menschen voneinander entfernen. Doch was wäre, wenn wir uns daran erinnern, dass hinter jedem Etikett, hinter jeder Nationalität, Religion oder Hautfarbe ein Mensch steht?

    Ein Mensch mit Hoffnungen, Ängsten, Träumen. Ein Mensch, der, genau wie wir selbst, Anerkennung, Liebe und Sicherheit sucht. Diese Erkenntnis ist keine naive Vorstellung, sondern die Grundlage für friedliches Zusammenleben.

    Geschwisterlichkeit bedeutet nicht, dass wir alle gleich sein müssen. Es geht nicht darum, Unterschiede zu leugnen. Vielmehr geht es darum, sie als Stärke zu begreifen – als Ausdruck der Vielfalt, die unsere Welt lebenswert macht.

    Was jeder Einzelne tun kann

    Es ist leicht, an einem Tag wie diesem große Worte zu finden. Doch wie lässt sich die Idee der Geschwisterlichkeit konkret im Alltag umsetzen?

    • Zuhören statt urteilen: Oft bewerten wir Menschen vorschnell aufgrund von Herkunft, Beruf oder Religion. Doch ein Gespräch kann Klischees aufbrechen und Verständnis schaffen.
    • Solidarität zeigen: Ob im kleinen Rahmen – einem Nachbarn in Not helfen – oder im großen Stil – sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen: Jede Geste zählt.
    • Bildung als Schlüssel nutzen: Vorurteile entstehen meist aus Unwissenheit. Wer sich mit anderen Kulturen und Religionen beschäftigt, lernt, Gemeinsamkeiten zu erkennen.
    • Soziale Medien bewusst nutzen: Statt Hassbotschaften zu verbreiten oder still hinzunehmen, wenn andere diskriminiert werden, kann jeder aktiv für eine respektvolle Debattenkultur eintreten.

    Ein Tag mit Signalwirkung – aber reicht das?

    Natürlich wird ein einzelner Gedenktag die Welt nicht über Nacht verändern. Doch er kann ein Denkanstoß sein. Ein Moment der Reflexion, der uns daran erinnert, dass Frieden und Zusammenhalt nicht nur politische oder religiöse Themen sind – sondern etwas, das bei jedem Einzelnen beginnt.

    Denn letztendlich geht es um eine ganz einfache Frage: In welcher Welt wollen wir leben? In einer, die Mauern errichtet – oder in einer, die Brücken baut?

    Vielleicht ist die Antwort darauf gar nicht so kompliziert. Vielleicht liegt sie genau in der Idee dieses Tages: Geschwisterlichkeit als gelebte Praxis, als Haltung, die über den 4. Februar hinausgeht – und uns jeden Tag begleitet.

    Autor: C. Hattyu

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Handelskonflikt zwischen den USA und Mexiko: Eine einmonatige Atempause

    Handelskonflikt zwischen den USA und Mexiko: Eine einmonatige Atempause

    Die Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko stehen erneut im Fokus internationaler Aufmerksamkeit. Am Montag, dem 3. Februar 2025, verkündete US-Präsident Donald Trump eine einmonatige Aussetzung der geplanten 25-prozentigen Zollerhöhung auf mexikanische Importe. Diese Entscheidung folgte auf ein Telefongespräch mit der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum, in dem beide Seiten Maßnahmen zur Bekämpfung des Drogenhandels und der illegalen Migration besprachen.

    Hintergrund der Zollankündigungen

    Noch am Samstag zuvor hatte Präsident Trump angekündigt, ab Dienstag, dem 4. Februar, Zölle in Höhe von 25 % auf Importe aus Mexiko und Kanada zu erheben. Diese Maßnahme sollte den vermeintlichen laxen Umgang der Nachbarländer mit Drogenhandel und illegaler Migration adressieren. Mexiko und Kanada sind neben den USA Partner im nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA), und solche Zollerhöhungen hätten erhebliche Auswirkungen auf den trilateralen Handel.

    Die Vereinbarung zwischen den USA und Mexiko

    Nach intensiven Gesprächen einigten sich die USA und Mexiko auf eine vorläufige Lösung. Präsidentin Sheinbaum erklärte auf der Plattform X: „Die Zölle sind ab sofort für einen Monat ausgesetzt.“ Im Gegenzug verpflichtete sich Mexiko, die nördliche Grenze zu den USA mit 10.000 zusätzlichen Mitgliedern der Nationalgarde zu verstärken, um den Drogenschmuggel, insbesondere von Fentanyl, zu unterbinden. Zudem vereinbarten die USA, Maßnahmen gegen den Waffenschmuggel nach Mexiko zu ergreifen.

    Reaktionen und Implikationen

    Diese vorläufige Einigung wurde von beiden Seiten als Schritt in die richtige Richtung begrüßt. Präsidentin Sheinbaum betonte die Bedeutung des Dialogs und des Respekts in den bilateralen Beziehungen. Sie wies jedoch auch die unbegründeten Vorwürfe zurück, die mexikanische Regierung habe Verbindungen zum organisierten Verbrechen, und kritisierte die US-Waffenhersteller für ihre Rolle bei der Bewaffnung krimineller Gruppen in Mexiko.

    Wirtschaftliche Auswirkungen und historische Perspektive

    Die Einführung der Zölle hätte nicht nur die mexikanische Wirtschaft belastet, sondern auch die Preise für US-Verbraucher erhöht und potenziell Millionen von Arbeitsplätzen gefährdet. Mexiko ist der größte Handelspartner der USA, wobei 83 % der mexikanischen Exporte, darunter Autos, Autoteile und landwirtschaftliche Produkte, in die Vereinigten Staaten gehen.

    Historisch gesehen haben die USA unter der „America First“-Politik von Präsident Trump wiederholt protektionistische Maßnahmen ergriffen, um die heimische Wirtschaft zu schützen. Diese Politik hat jedoch oft zu Spannungen mit Handelspartnern geführt und die globalen Lieferketten beeinträchtigt.

    Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die vereinbarten Maßnahmen ausreichen, um die Bedenken der USA hinsichtlich Drogenhandel und illegaler Migration zu zerstreuen. Beide Länder stehen vor der Herausforderung, gemeinsame Lösungen zu finden, die sowohl die Sicherheit als auch die wirtschaftliche Stabilität in der Region gewährleisten. Die internationale Gemeinschaft wird die Entwicklungen genau beobachten, da sie weitreichende Auswirkungen auf den globalen Handel und die diplomatischen Beziehungen haben könnten.

    Autor: P. Tiko

  • Heute in der Geschichte: Der 4. Februar – Wendepunkte und historische Ereignisse

    Heute in der Geschichte: Der 4. Februar – Wendepunkte und historische Ereignisse

    Der 4. Februar hat in der Weltgeschichte zahlreiche bedeutende Ereignisse hervorgebracht – von politischen Umwälzungen über technologische Fortschritte bis hin zu kulturellen Meilensteinen. Besonders in Frankreich spielte dieser Tag mehrfach eine Rolle, sei es in der Zeit der Französischen Revolution, während des Zweiten Weltkriegs oder in der Kolonialgeschichte. Doch nicht nur dort: Auch global markierte dieses Datum entscheidende Wendepunkte.

    Revolution, Unabhängigkeit und Kriege

    1794: Frankreich schafft die Sklaverei ab – vorerst

    Ein Meilenstein der französischen Geschichte: Am 4. Februar 1794 erklärte der Nationalkonvent die Abschaffung der Sklaverei in allen französischen Kolonien. Diese Entscheidung war eng mit den Idealen der Französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – verknüpft. Doch die Realität sah anders aus. Napoleon Bonaparte führte die Sklaverei 1802 wieder ein, und erst 1848 kam es zur endgültigen Abschaffung. Besonders in der Karibik, etwa in Saint-Domingue (heutiges Haiti), spielte diese Frage eine zentrale Rolle und führte später zur Unabhängigkeit des Landes.

    1945: Die Konferenz von Jalta beginnt

    Eines der bedeutendsten Treffen des Zweiten Weltkriegs begann am 4. Februar 1945. In der Schwarzmeer-Stadt Jalta trafen sich die „Großen Drei“ – Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin –, um über die Nachkriegsordnung Europas zu beraten. Hier wurden die Weichen für die Aufteilung Deutschlands, die Gründung der Vereinten Nationen und die künftige geopolitische Ordnung gestellt. Doch was auf dem Papier wie ein geordneter Friedensplan klang, wurde bald zum Ausgangspunkt des Kalten Krieges.

    1961: Beginn des Unabhängigkeitskampfes in Angola

    In Afrika markierte der 4. Februar 1961 den Auftakt zum blutigen Unabhängigkeitskrieg Angolas gegen die portugiesische Kolonialmacht. An diesem Tag griffen Freiheitskämpfer in Luanda eine Polizeistation an, woraufhin die portugiesischen Truppen mit brutalen Vergeltungsmaßnahmen reagierten. Der Kampf dauerte bis 1975 – eine lange, leidvolle Zeit für die angolanische Bevölkerung.

    Frankreich am 4. Februar: Zwischen Krieg und Fortschritt

    1944: Charles de Gaulle verkündet die politische Neuordnung Frankreichs

    Mitten im Zweiten Weltkrieg, am 4. Februar 1944, stellte Charles de Gaulle die Grundzüge einer neuen französischen Ordnung vor. Frankreich, zu dieser Zeit noch von Deutschland besetzt, stand kurz vor der Befreiung. De Gaulle betonte in einer Rede in Algier, dass das neue Frankreich demokratisch, sozial gerechter und wirtschaftlich stabiler werden solle. Diese Ideen mündeten später in die Vierte Republik, die allerdings nur bis 1958 Bestand hatte – dann übernahm de Gaulle selbst die Führung und gründete die Fünfte Republik.

    2004: Facebook wird gegründet – eine neue Ära beginnt

    Zwar nicht in Frankreich, aber mit globaler Wirkung: Am 4. Februar 2004 ging Facebook online. Was als kleines Netzwerk für Harvard-Studenten begann, entwickelte sich schnell zu einem weltweiten Phänomen. Heute beeinflusst die Plattform nicht nur die Art, wie Menschen kommunizieren, sondern auch Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Man könnte sagen: Facebook hat unser aller Leben verändert – zum Guten wie zum Schlechten.

    Wissenschaft, Sport und Kultur

    1902: Die Geburt der Pariser Metro

    Frankreichs Hauptstadt ist berühmt für ihre Metro – doch wusstest du, dass am 4. Februar 1902 eine der zentralen Linien eröffnet wurde? Die Linie 2 Nord (heute einfach Linie 2) verband die Place de l’Étoile mit der Place Anvers und war ein wichtiger Schritt für den städtischen Nahverkehr in Paris. Heute transportiert die Metro Millionen von Menschen täglich und ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Pariser Lebens.

    1976: Die Olympischen Winterspiele in Innsbruck

    Sportlich gesehen war der 4. Februar 1976 ein großer Tag: In Innsbruck wurden die Olympischen Winterspiele eröffnet. Eigentlich hätte Denver die Spiele ausrichten sollen, doch die Stadt lehnte sie aus Kostengründen ab. So sprang Innsbruck ein – bereits zum zweiten Mal nach 1964. Legendär wurde das Event durch den österreichischen Skifahrer Franz Klammer, der mit seinem waghalsigen Fahrstil Gold in der Abfahrt holte.

    Ein Tag voller Geschichte

    Ob Revolutionen, Kriege oder technologische Fortschritte – der 4. Februar war oft ein Datum des Wandels. In Frankreich spielte er mehrfach eine Rolle, sei es bei der Abschaffung der Sklaverei, in der Zeit des Zweiten Weltkriegs oder beim Ausbau der Metro. Und weltweit? Dort brachte dieser Tag Entscheidungen hervor, die bis heute nachwirken – sei es in Angola, in Jalta oder in den Weiten des Internets mit der Geburt von Facebook. Wer hätte gedacht, dass so viel Geschichte in einem einzigen Datum steckt?

  • Warum Benjamin Netanjahu trotz des Haftbefehls des IStGH nicht in den USA verhaftet wird

    Warum Benjamin Netanjahu trotz des Haftbefehls des IStGH nicht in den USA verhaftet wird

    Am Sonntag, dem 2. Februar 2025, landete Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ohne Zwischenfälle in Washington. Dies geschah trotz des internationalen Haftbefehls, den der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) im November 2024 gegen ihn erlassen hatte. Am Montag traf er sich mit Steve Witkoff, dem Nahost-Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, und am Dienstag folgt ein offizielles Treffen mit Trump selbst. Netanjahu droht in den USA keine Verhaftung, da das Land nicht dem Römischen Statut angehört und daher nicht zur Zusammenarbeit mit dem Gericht in Den Haag verpflichtet ist.

    Der Haftbefehl des IStGH und seine rechtlichen Grenzen

    Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) erließ im November 2024 Haftbefehle gegen Benjamin Netanjahu und den ehemaligen israelischen Verteidigungsminister Joav Gallant. Ihnen werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, darunter der Vorwurf, Hunger als Kriegsmethode eingesetzt und gezielt Zivilisten verfolgt zu haben. Der Haftbefehl gilt jedoch nur in den 125 Staaten, die das Römische Statut unterzeichnet haben, darunter alle EU-Länder sowie Kanada, Australien und Brasilien. Diese Länder sind verpflichtet, mit dem IStGH zu kooperieren und Haftbefehle auszuführen. Die USA gehören jedoch nicht dazu.

    Die ablehnende Haltung der USA gegenüber dem IStGH

    Die USA erkennen die Autorität des IStGH nicht an und haben bereits unter früheren Präsidenten Maßnahmen gegen das Gericht ergriffen. Schon während der Amtszeit von George W. Bush lehnten die USA die Zuständigkeit des Gerichts ab und schlossen mit zahlreichen Ländern bilaterale Abkommen, um eine Auslieferung von US-Bürgern an Den Haag zu verhindern.

    Die Haltung gegenüber dem IStGH verschärfte sich erneut unter Donald Trump. Bereits 2020 verhängte seine Regierung Sanktionen gegen IStGH-Funktionäre, die US-Soldaten wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Afghanistan untersuchen wollten. Im Januar 2025 unterzeichnete Trump erneut eine Verfügung, um den Druck auf das Gericht zu erhöhen. Ein Gesetzentwurf zur Verhängung von Strafmaßnahmen gegen den IStGH scheiterte jedoch am Widerstand der Demokraten im Senat.

    Internationale Reaktionen und politische Spannungen

    Die Entscheidung der USA, sich dem IStGH zu widersetzen, wurde international scharf kritisiert. Das Büro der Versammlung der Vertragsstaaten des Römischen Statuts erklärte am 23. Januar 2025, es „bedauere jede Form von Druck oder Bedrohung gegen den Gerichtshof und seine Mitarbeiter“ und bekräftigte seine „unerschütterliche Unterstützung für die Prinzipien des Völkerrechts“.

    Auch innerhalb der EU sorgte Netanjahus Besuch in den USA für Diskussionen. Während einige europäische Staaten, darunter Frankreich und Deutschland, bekräftigten, dass sie den Haftbefehl umsetzen würden, blieben andere, insbesondere osteuropäische Staaten, in ihrer Position vorsichtiger.

    Netanjahus eingeschränkte Reisefreiheit

    Der Haftbefehl des IStGH schränkt Netanjahus internationale Mobilität erheblich ein. Reisen in Staaten wie Deutschland, Frankreich oder Kanada könnten für ihn riskant werden, da dort eine Verhaftung und Auslieferung an Den Haag drohen würden.

    Seine Reise in die USA zeigt jedoch, dass er weiterhin enge Verbündete hat, die ihn gegen internationale Strafverfolgung schützen. Solange Washington die Autorität des IStGH nicht anerkennt, kann Netanjahu dort sicher verkehren und politische Unterstützung für Israels Vorgehen im Nahost-Konflikt suchen.

    Der Fall Netanjahu offenbart erneut die geopolitischen Grenzen internationaler Justiz. Während der IStGH sich als Instanz für globale Strafverfolgung etablieren möchte, stoßen seine Entscheidungen oft auf politischen Widerstand. Insbesondere mächtige Staaten wie die USA oder China verweigern sich seiner Autorität und schützen ihre Verbündeten.

    Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich der diplomatische Druck auf Netanjahu erhöht oder ob seine Verbündeten ihn weiterhin vor rechtlichen Konsequenzen bewahren können. Sicher ist: Solange die USA den IStGH nicht anerkennen, wird Netanjahu dort keine Verhaftung fürchten müssen.

    Autor: P. Tiko

  • Wirtschaft ohne Migranten? Welche Folgen hätte ein Stopp der Einwanderungsregularisierungen für Frankreich?

    Wirtschaft ohne Migranten? Welche Folgen hätte ein Stopp der Einwanderungsregularisierungen für Frankreich?

    Frankreich diskutiert wieder über Einwanderung – diesmal mit dem Vorschlag, die Regularisierungen für Migranten ohne gültige Aufenthaltstitel drastisch einzuschränken. Der konservative Politiker Bruno Retailleau will die Hürden für eine Aufenthaltsgenehmigung erhöhen und somit die Zahl der Regularisierungen reduzieren. Besonders betroffen wären Branchen wie das Baugewerbe und die Gastronomie, die bereits jetzt unter massivem Fachkräftemangel leiden. Doch was würde ein solcher Kurswechsel tatsächlich für die französische Wirtschaft bedeuten? Strengere Regeln für Aufenthaltsgenehmigungen Retailleaus Vorschlag ist bislang keine gesetzliche Neuerung, sondern eine Richtlinie, die den Präfekten eine strengere Handhabung empfiehlt. Wer eine Aufenthaltserlaubnis ausnahmsweise erhalten möchte, soll statt fünf nun sieben Jahre in Frankreich gelebt haben. Zusätzlich muss er nicht nur nachweisen, dass er die französische Sprache beherrscht, sondern sich auch an die Werte der Republik hält. Hinter …

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  • Alte Skikleidung in neuem Glanz: Wie eine Skilehrerin ausrangierte Skianzüge recycelt

    Alte Skikleidung in neuem Glanz: Wie eine Skilehrerin ausrangierte Skianzüge recycelt

    Die berühmten roten Skianzüge der Skilehrer haben ein striktes Verbot: Sie dürfen nicht einfach weiterverkauft werden. Warum? Weil sie nicht nur ein Markenzeichen der Skischulen sind, sondern auch ein wichtiges Sicherheitsmerkmal auf der Piste. Doch was passiert mit den ausgedienten Uniformen? Einfach entsorgen? Das kommt für Zoé Pellicier nicht infrage.

    Zoé ist selbst Skilehrerin und hatte eine geniale Idee: Sie recycelt die alten Anzüge und verwandelt sie in trendige Accessoires.

    Wenn aus Skianzügen Taschen werden

    Skilehrer müssen alle zwei Jahre ihre Kleidung austauschen – ein riesiger Berg an Material, der sonst im Müll landen würde. Stattdessen schickt Zoé die abgetragenen Jacken und Hosen durch eine kreative Transformation: Sie näht daraus Bauchtaschen, Rucksäcke und Kulturbeutel. Selbst die Matten von Sessellift-Stützen verarbeitet sie weiter. Ihre Produkte verkauft sie in einem kleinen Laden direkt an der Piste und über ihren Online-Shop unter dem Label 3ème Manche.

    Das Recyclingprojekt läuft mittlerweile auf Hochtouren. Rund 20.000 Anzüge aus verschiedenen Skigebieten warten alle zwei Jahre auf eine neue Bestimmung. In ihrer Werkstatt in der Maurienne-Region (Savoie) hat Zoé bereits mehr als 1.000 Stück recycelt – und das mit wachsendem Erfolg.

    Nachhaltigkeit auf der Skipiste

    Für Zoé ist das Projekt nicht nur eine Geschäftsidee, sondern auch eine Herzensangelegenheit. „Ich wollte etwas für die Umwelt tun – auf meine Weise“, sagt sie. Denn wer könnte die Auswirkungen des Klimawandels deutlicher spüren als jemand, der täglich in den Bergen arbeitet? Die Skisaison wird durch steigende Temperaturen immer kürzer, Schneesicherheit ist längst nicht mehr selbstverständlich.

    Die Skilehrerin ist aber nicht die Einzige, die auf kreative Wiederverwertung setzt. In der Savoie gibt es mittlerweile auch Unternehmen, die alte Skier in Möbel oder Deko-Objekte verwandeln. Skifahren und Nachhaltigkeit – ein Gegensatz? Nicht unbedingt. Wer genau hinsieht, entdeckt viele kleine Initiativen, die sich für eine umweltfreundlichere Bergwelt einsetzen.

    Und mal ehrlich: Ist es nicht viel cooler, eine Tasche zu tragen, die einmal auf der Piste unterwegs war, als eine Massenware aus dem Kaufhaus?

    Catherine H.