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  • Verschmutzte Austern im Becken von Arcachon: Ermittlungen gehen weiter

    Verschmutzte Austern im Becken von Arcachon: Ermittlungen gehen weiter

    Das Becken von Arcachon, berühmt für seine Austernzucht, steht erneut im Zentrum eines Umwelt-Skandals. Nach starken Regenfällen kam es zu Überflutungen, die offenbar Abwasser in die Austernparks spülten. Die Folge: eine Kontamination, die bereits im Dezember 2023 zu zahlreichen Fällen von Magen-Darm-Erkrankungen führte und den Verkauf der Austern zeitweise stoppte.

    Ein altbekanntes Problem – das eskaliert

    Wer in der Gemeinde Lanton wohnt, kennt das Problem nur zu gut: Sobald es stark regnet, laufen die Abwasserkanäle über. Fäkalien und andere Verunreinigungen fluten die Straßen und fließen schließlich ins Meer. Doch diesmal scheint der Fall schwerwiegender zu sein.

    Einige Experten warnen schon lange davor, dass das Abwassersystem des Beckens nicht für die zunehmend extremen Wetterbedingungen ausgelegt ist. Und die Vorwürfe gehen noch weiter: Es wird untersucht, ob es zu illegalen Einleitungen durch eine Tochtergesellschaft des Wasserversorgers Veolia gekommen ist.

    Garde à vue und politische Konsequenzen

    Die Affäre hat mittlerweile eine juristische Dimension erreicht. Eine hochrangige Vertreterin von Veolia sowie die Direktorin des Syndikats für Abwasserentsorgung (SIBA) wurden bereits mehrere Stunden lang in Polizeigewahrsam genommen. Am 18. Februar wurde zudem der Bürgermeister von Arcachon von den Behörden befragt.

    Umweltaktivisten und Austernzüchter haben genug. Ein Zusammenschluss mehrerer Verbände hat Klage wegen „Ökozids“ eingereicht. „Das Becken ist eine besonders empfindliche Umweltzone. Die Vorfälle sind zu gravierend, um sie einfach hinzunehmen“, erklärt Thierry Lafon, Austernzüchter aus Gujan-Mestras.

    Wie geht es weiter?

    Noch sind viele Fragen offen: War das Desaster eine unvermeidliche Folge der starken Regenfälle – oder hätten die Behörden es verhindern können? Und falls es zu illegalen Abwassereinleitungen kam, wer trägt die Verantwortung?

    Eines ist sicher: Die Austernzüchter brauchen schnelle Antworten. Denn jede weitere Kontamination gefährdet nicht nur die Umwelt, sondern auch eine der wichtigsten wirtschaftlichen Ressourcen der Region.

    Autor: C.H.

  • Französischer Senat verabschiedet umstrittenes Gesetz zum Verbot des Kopftuchs im Sport

    Französischer Senat verabschiedet umstrittenes Gesetz zum Verbot des Kopftuchs im Sport

    Die Debatte über Laizismus und Sport in Frankreich hat eine neue Wendung genommen. Der Senat hat einen Gesetzesvorschlag verabschiedet, der das Tragen religiöser Symbole – insbesondere des Kopftuchs – in allen Sportwettbewerben, auch auf Amateurebene, verbietet. Ein tief gespaltenes Thema, das erstmals ausdrücklich von der Regierung unterstützt wird. Ein Kurswechsel der Regierung Bislang wurde die Frage des Kopftuchs im Sport den einzelnen Sportverbänden überlassen. Einige, wie der französische Fußballverband, hatten das Tragen des Kopftuchs bereits untersagt, während andere, etwa der Handballverband, es erlaubten. Diese Uneinheitlichkeit führte zu jahrelangen Kontroversen – doch nun scheint die Regierung entschlossen, eine klare Linie zu ziehen. Mit 210 Stimmen dafür und 81 dagegen wurde das Gesetz von der mehrheitlich rechts-konservativen Senatskammer angenommen. Der Text stammt aus der Feder von Michel Savin, einem Senator der konservativen Partei Les Républicains (LR). Seine Begrün…

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  • Gespräche über die Ukraine, die Beziehungen zwischen den USA und Russland – und andere World-News

    Gespräche über die Ukraine, die Beziehungen zwischen den USA und Russland – und andere World-News

    Hochrangige US-amerikanische und russische Vertreter haben sich gestern nicht nur darauf verständigt, gemeinsam an einem Ende des Krieges in der Ukraine zu arbeiten, sondern auch auf eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit und die schrittweise Normalisierung der bilateralen Beziehungen. Die Verhandlungen waren die umfangreichsten seit Jahren zwischen den beiden globalen Mächten.

    Das Treffen in Saudi-Arabien markiert eine drastische Kehrtwende in den russisch-amerikanischen Beziehungen nach drei Jahren westlicher Bemühungen, Moskau für die Invasion der Ukraine im Jahr 2022 zu isolieren – ein Ansatz, der Sanktionen und Waffenlieferungen an Kiew umfasste. Präsident Trump zeigte sich bereit, die Bedenken europäischer Verbündeter hintanzustellen.

    US-Beamte verzichteten in ihren Stellungnahmen nach dem Treffen darauf, Russlands Verletzung des Völkerrechts oder die Kriegsverbrechen, die Moskau vorgeworfen werden, zu thematisieren. Auch die dreijährige Zerstörung durch russische Angriffe auf die Ukraine spielte in ihren Äußerungen keine Rolle. Stattdessen lobten sie wiederholt Präsident Trump für seinen Versuch, die Kämpfe durch direkte Gespräche mit Russland zu beenden – eine Strategie, die sein Vorgänger Joe Biden nicht verfolgt habe.

    Wie geht es weiter?

    US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass die Vereinigten Staaten in Gespräche mit Russland über das mögliche Ende des Krieges in der Ukraine eintreten und zugleich die diplomatischen Beschränkungen zwischen den Botschaften in Moskau und Washington abbauen wollten. Zudem würden neue Partnerschaften in Geopolitik und Wirtschaft ausgelotet.

    Wirtschaftliche Interessen im Fokus

    Russland nutzte die Gespräche offenbar, um Trumps wirtschaftliches Interesse an natürlichen Ressourcen zu bedienen. Die russische Delegation argumentierte, dass amerikanische Ölkonzerne und andere Unternehmen Hunderte Milliarden Dollar verdienen könnten, wenn sie wieder in Russland Geschäfte machten.

    Reaktion aus der Ukraine

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einer Stellungnahme seine für heute geplante Reise nach Saudi-Arabien ab. „Entscheidungen über das Ende des Krieges in der Ukraine können nicht ohne die Ukraine getroffen werden, noch können uns irgendwelche Bedingungen aufgezwungen werden“, erklärte er. „Wir wurden zu diesem russisch-amerikanischen Treffen in Saudi-Arabien nicht eingeladen. Das war eine Überraschung für uns – und wohl auch für viele andere.“


    Israel trauert um zwei der jüngsten Geiseln

    Die radikalislamische Hamas plant, morgen die sterblichen Überreste von vier israelischen Geiseln im Austausch gegen die Freilassung palästinensischer Häftlinge zu übergeben, teilte der Chefunterhändler der Gruppe mit. Unter den Toten befinden sich Mitglieder der Familie Bibas – darunter Shiri Bibas und ihre beiden Kinder. Die Zahl der am Samstag zur Freilassung vorgesehenen lebenden Geiseln wurde von drei auf sechs erhöht.

    Ariel Bibas (4) und sein Babybruder Kfir sind für viele Israelis zu einem Symbol der Geiselnahme geworden. Die Nachricht von ihrem Tod hat in Israel große Bestürzung ausgelöst. Der Fall der Familie Bibas diente sowohl als Argument für jene, die einen Deal zur Beendigung des Krieges und zur Befreiung der Geiseln befürworteten, als auch für jene, die den militärischen Kampf gegen die Hamas bis zu deren Zerschlagung fortsetzen wollen.

    Situation im Libanon

    Die israelischen Streitkräfte halten weiterhin strategische Grenzposten im Süden des Libanon unter Kontrolle. Eine Frist, die beiden Seiten den Rückzug aus der Region vorschrieb, lief gestern ab.

    Vertreibung von Zivilisten

    Tausende Menschen, die durch die Kämpfe im Libanon vertrieben wurden, können ihre von Israel besetzten Städte nicht erreichen. Einige versuchen es dennoch – für einen Mann endete die Reise tödlich.


    Brasilien klagt Bolsonaro wegen Putschversuchs an

    Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist wegen des Versuchs, nach seiner Wahlniederlage 2022 mit einem groß angelegten Komplott an der Macht zu bleiben, angeklagt worden. Insgesamt 34 Personen, darunter Bolsonaro selbst, wurden wegen Verbrechen gegen die Demokratie angeklagt. Die Anklage folgt weitgehend den Empfehlungen der Bundespolizei Brasiliens aus dem vergangenen November.

    Der Fall geht nun vor den Obersten Gerichtshof Brasiliens, der über eine mögliche Verhaftung Bolsonaros und eine Anklageerhebung entscheiden wird.


    Weitere wichtige Meldungen

    • Vatikan: Papst Franziskus (88) leidet an einer Lungenentzündung und wird bis zum Wochenende keine öffentlichen Termine wahrnehmen, teilte der Vatikan mit.
    • Panama: Tage nach der Abschiebung von 300 Migranten aus Asien und dem Nahen Osten aus den USA nach Panama stimmte mehr als die Hälfte einer Rückführung in ihre Herkunftsländer zu.
    • Sudan: Die paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces, die um die Macht in dem kriegsgebeutelten Land kämpft, kündigte die Bildung einer eigenen Regierung an.
    • Kanada: Die Behörden untersuchen die Ursachen für eine Bruchlandung eines Flugzeugs in Toronto, bei der die Maschine umkippte. Alle 80 Insassen überlebten.
    • Luftfahrt: Die Familie eines Opfers des Flugzeugabsturzes nahe Washington im letzten Monat hat zwei Klagen gegen die US-Regierung eingereicht.
    • USA: In der Mitte und im Osten des Landes herrschen extreme Kältewellen mit rekordverdächtigen Tiefsttemperaturen.
    • Gesundheit: Ein neuer Bericht zeigt, dass die weltweite Versorgung mit sicherem und erschwinglichem medizinischem Sauerstoff weiterhin unzureichend ist.
    • Weltraum: Der Asteroid 2024 YR4 gilt als der bisher wahrscheinlichste größere Himmelskörper, der mit der Erde kollidieren könnte. Sein Vorbeiflug ist für Dezember 2032 prognostiziert.
    • Unterhaltung: Der US-Rapper ASAP Rocky wurde vom Vorwurf freigesprochen, einen ehemaligen Freund und Weggefährten angeschossen zu haben.
  • EILMELDUNG: USA und Russland nehmen Gespräche über Ukraine-Krieg auf – ohne Kiew

    EILMELDUNG: USA und Russland nehmen Gespräche über Ukraine-Krieg auf – ohne Kiew

    In einer bemerkenswerten Wende in der US-Außenpolitik unter Präsident Donald Trump haben hochrangige Vertreter der USA und Russlands Gespräche in Riad, Saudi-Arabien, aufgenommen, um den anhaltenden Krieg in der Ukraine zu beenden. Auffällig ist dabei die Abwesenheit ukrainischer Vertreter, was sowohl in Kiew als auch bei europäischen Verbündeten Besorgnis ausgelöst hat.

    Die US-Delegation, angeführt von Außenminister Marco Rubio und Nationalem Sicherheitsberater Mike Waltz, traf im Diriyah-Palast auf den russischen Außenminister Sergei Lawrow. Ziel dieser Gespräche ist es, den Weg für ein direktes Treffen zwischen Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu ebnen. Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden Schritt der Trump-Administration, die zuvor verfolgte Politik der Isolation Russlands umzukehren und direkte Verhandlungen zu suchen.

    Präsident Trump äußerte den Wunsch, den Konflikt schnell zu beenden, was jedoch Bedenken hinsichtlich möglicher Zugeständnisse an Russland aufwirft, insbesondere in Bezug auf die NATO-Ambitionen der Ukraine und deren territoriale Integrität. Die Tatsache, dass ukrainische Vertreter von den Gesprächen ausgeschlossen wurden, führte zu scharfer Kritik von Präsident Wolodymyr Selenskyj, der betonte, dass jede Vereinbarung ohne die Beteiligung der Ukraine inakzeptabel sei. Europäische Diplomaten äußerten ebenfalls Besorgnis über Russlands Einfluss in den Verhandlungen und Putins mögliche weiterreichende Ziele, die über die Ukraine hinausgehen könnten.

    Die Entscheidung, die Gespräche in Saudi-Arabien abzuhalten, unterstreicht die wachsende diplomatische Rolle von Kronprinz Mohammed bin Salman, trotz seines umstrittenen Rufs auf der internationalen Bühne. Während die USA und Russland versuchen, ihre bilateralen Beziehungen zu verbessern und eine Lösung für den Ukraine-Konflikt zu finden, dauern die russischen Drohnenangriffe auf ukrainische Städte an. Die Lage an der Front bleibt angespannt, während Kiew auf verstärkte Unterstützung durch den Westen drängt.

    Autor: P. Tiko

  • Toulons verstecktes Juwel: Das Havana Café zur besten Terrasse Frankreichs gekürt

    Toulons verstecktes Juwel: Das Havana Café zur besten Terrasse Frankreichs gekürt

    Mitten im Herzen von Toulon – im charmanten Stadtteil Mourillon – thront ein kleines Café, das nun offiziell zur besten Terrasse Frankreichs gekürt wurde. Das Havana Café begeistert seit 24 Jahren seine Gäste und hat sich mit seiner einzigartigen Atmosphäre gegen zahlreiche Konkurrenten durchgesetzt.

    Ein Ort für Frühaufsteher und Nachtschwärmer

    Ab 7 Uhr morgens öffnet das Havana Café seine Pforten und empfängt seine Gäste mit frischem Kaffee und entspannten Gesprächen. Ob Stammkunden oder Touristen, hier findet jeder einen Platz – und genau das macht den Charme des Lokals aus. Jean Rolland, ein treuer Besucher, bringt es auf den Punkt: „Ich habe hier mehr Leute von außerhalb kennengelernt als echte Toulonnais!“

    Das Café hat sich über die Jahre zu einem Treffpunkt für verschiedenste Menschen entwickelt. Mal herrscht entspannte Ruhe, mal füllt sich der Platz mit lebendiger Stimmung – besonders an lauen Sommerabenden, wenn an der Außenbar Cocktails serviert werden.

    Ein Preis, der nicht nur die Gäste erfreut

    Dass das Havana Café nun von einem Jurygremium zur „Besten Terrasse Frankreichs 2025“ gewählt wurde, ist für Inhaber David Fiastre eine besondere Anerkennung. Sein Ziel war es von Anfang an, eine einladende Umgebung für alle zu schaffen – und das scheint ihm mehr als gelungen zu sein.

    „Wir haben eine Außenbar, speziell für Cocktails im Sommer“, erzählt er mit einem Lächeln, während er über seine liebevoll gestaltete Terrasse blickt. Ein Erfolgsrezept, das nicht nur die Jury überzeugt hat, sondern auch die Menschen, die hier jeden Tag aufs Neue verweilen.

    Ein Nachbarschaftsliebling ohne Streit

    Was das Havana Café so besonders macht, ist nicht nur die Qualität der Getränke oder die Dekoration – sondern die Harmonie mit der Umgebung. Während in vielen Städten der Lärm von Bars und Cafés zu Konflikten mit Anwohnern führt, scheint es hier anders zu sein. Selbst abends, wenn sich das Lokal in eine lebhafte Oase verwandelt, bleiben die Nachbarn entspannt.

    Doch was macht dieses Café so einzigartig, dass es sogar einen landesweiten Titel gewinnt? Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Gastfreundschaft, Stil und der Fähigkeit, jeden willkommen zu heißen – egal, ob Stammgast oder zufälliger Besucher auf der Durchreise.

    Eines steht fest: Wer nach Toulon kommt, sollte sich einen Stopp im Havana Café nicht entgehen lassen.

    Von C. Hatty

  • Toulouse – Karneval der Studentenstadt

    Toulouse – Karneval der Studentenstadt

    Toulouse, die „ville rose“ (rosarote Stadt), ist nicht nur für ihre warme Backsteinarchitektur und das entspannte Lebensgefühl bekannt. Einmal im Jahr erwacht sie in einem bunten Spektakel zum Leben: dem Karneval von Toulouse. Doch was macht ihn so besonders? Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich – von seiner bewegten Geschichte über schräge Traditionen bis […]

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  • Gastronomische Wiederentdeckungen: Die „Soupe à la Grimolée“ aus Burgund

    Gastronomische Wiederentdeckungen: Die „Soupe à la Grimolée“ aus Burgund

    Frankreich ist weltweit für seine kulinarische Vielfalt bekannt. Während ikonische Gerichte wie Coq au Vin oder Bouillabaisse regelmäßig auf Speisekarten erscheinen, geraten andere, weniger bekannte Spezialitäten mit der Zeit in Vergessenheit. Eine solche fast vergessene Delikatesse ist die „Soupe à…

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  • Die Ukraine und Russland: Ein Jahrhundert zwischen Unterdrückung, Unabhängigkeit und geopolitischer Begierde

    Die Ukraine und Russland: Ein Jahrhundert zwischen Unterdrückung, Unabhängigkeit und geopolitischer Begierde

    Die Geschichte der Ukraine in den vergangenen hundert Jahren ist eine Geschichte des Überlebens – geprägt von russischer Herrschaft, blutigen Konflikten, wirtschaftlicher Ausbeutung und der ständigen Suche nach echter Souveränität. Von der sowjetischen Kontrolle über die kurze Phase atomarer Abschreckung bis hin zur aktuellen geopolitischen Zerreißprobe mit Russland – die Ukraine hat immer wieder bewiesen, dass sie ein Schlüsselakteur in Europas Sicherheit und Wirtschaft ist.

    Doch warum ist die Ukraine so begehrt? Die Antwort liegt tief unter ihrer Erde – in den riesigen Rohstoffvorkommen, die sie zu einem strategischen Ziel für Großmächte machen.

    Zwischen Unterwerfung und Unabhängigkeit: Die Ukraine im 20. Jahrhundert

    1917, nach der Oktoberrevolution, sah die Ukraine ihre Chance zur Eigenständigkeit. Die kurzlebige Ukrainische Volksrepublik wurde jedoch rasch von den Bolschewiki zerschlagen und 1922 in die Sowjetunion eingegliedert. Von da an war das Land fester Bestandteil der kommunistischen Diktatur, mit allen Konsequenzen: Zwangskollektivierung, politische Repressionen und wirtschaftliche Ausbeutung.

    Besonders der Holodomor von 1932/33, eine von Stalin bewusst herbeigeführte Hungersnot, war ein Trauma, das die Ukraine bis heute prägt. Millionen Menschen verhungerten, während sowjetische Behörden weiterhin Getreide aus dem Land abführten. Ein Genozid? Historiker und Politiker streiten darüber – für die meisten Ukrainer gibt es daran keinen Zweifel.

    Der Zweite Weltkrieg brachte der Ukraine eine weitere Tragödie. Zunächst marschierten die Nazis ein, anschließend kehrte die Rote Armee mit brutaler Härte zurück. Nach dem Krieg wurde die Ukraine zwar ein bedeutendes industrielles Zentrum der UdSSR, blieb aber ein Vasallenstaat Moskaus, ohne echte Eigenständigkeit.

    Doch ein Ereignis im Jahr 1991 änderte alles: Die Sowjetunion kollabierte – und mit ihr die Kontrolle über die Ukraine.

    Die Atomwaffen-Entscheidung: Ein verhängnisvoller Fehler?

    Nach dem Zerfall der UdSSR erbte die Ukraine ein gewaltiges Arsenal an Atomwaffen – das drittgrößte der Welt nach den USA und Russland. Doch die junge Nation stand vor einem Dilemma: Die internationale Gemeinschaft, allen voran die USA und Russland, drängte darauf, dass die Ukraine ihre Atomwaffen abgibt.

    1994 wurde das Budapester Memorandum unterzeichnet. Die Ukraine gab ihre Atomwaffen an Russland ab – im Gegenzug erhielt sie Sicherheitsgarantien von Russland, den USA und Großbritannien. Eine Vereinbarung, die sich 2014 als wertlos erweisen sollte, als Russland die Krim annektierte.

    Hätte die Ukraine ihre Atomwaffen behalten, wäre Putin dann in das Land einmarschiert? Vielleicht nicht. Doch damals schien die Entscheidung vernünftig – immerhin versprachen mächtige Staaten, die ukrainische Souveränität zu schützen. Ein trügerischer Glaube.

    Ein Land voller Reichtümer – und voller Feinde

    Die Ukraine ist nicht nur ein geopolitischer Spielball, sondern auch eine wirtschaftliche Schatzkammer. Ihre Böden gehören zu den fruchtbarsten der Welt, sie besitzt riesige Mengen an Eisen, Titan, Mangan und seltenen Erden – Rohstoffe, die für moderne Technologien unverzichtbar sind.

    Kein Wunder also, dass Russland ein großes Interesse daran hat, das Land zu kontrollieren. Wer die Ukraine beherrscht, sichert sich nicht nur Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen, sondern auch einen geostrategischen Vorteil gegenüber dem Westen.

    Russlands Energiepolitik zeigt deutlich, wie sehr Moskau die Ukraine als wirtschaftlichen Konkurrenten fürchtet. Immer wieder hat der Kreml die Gaslieferungen nach Europa als Druckmittel eingesetzt – und die Ukraine als Transitland war dabei stets ein entscheidender Faktor.

    Doch es geht um mehr als nur Gas. Die Ukraine besitzt enorme Lithiumvorkommen, die für Batterien in Elektroautos und Smartphones unverzichtbar sind. In einer Welt, die immer stärker auf erneuerbare Energien setzt, könnte die Ukraine ein zentraler Lieferant für westliche Industrien werden. Das passt Moskau natürlich gar nicht.

    Der heutige Konflikt: Ein Kampf um Identität und Rohstoffe

    Seit 2014 ist die Ukraine in einem brutalen Konflikt mit Russland gefangen. Die Annexion der Krim war erst der Anfang – in der Ostukraine tobt seither ein Krieg, der bereits zehntausende Menschen das Leben gekostet hat.

    Doch Putins Motivation geht weit über geopolitische Machtspielchen hinaus. Er sieht die Ukraine als Teil einer „russischen Welt“, als Land, das eigentlich zu Russland gehört. Doch die Ukrainer denken anders – und haben das seit 2022 mit ihrem erbitterten Widerstand gegen die russische Invasion bewiesen.

    Neben nationaler Identität und Souveränität spielen handfeste wirtschaftliche Interessen die eigentliche Rolle. Die Ukraine besitzt riesige Bodenschätze, eine florierende Agrarindustrie und ein wachsendes Technologie-Sektor – all das macht sie für Moskau, aber auch für den Westen, extrem wertvoll.

    Ein Blick in die Zukunft

    Die Ukraine steht heute an einem historischen Wendepunkt. Wird sie sich endgültig vom russischen Einfluss lösen können und sich als souveräner europäischer Staat etablieren? Oder bleibt sie ein Spielball in der Auseinandersetzung zwischen Ost und West?

    Und welche Rolle spielt dabei der US-Präsident Donald Trump?

    Eines ist sicher: Die Ukraine ist weit mehr als nur ein Grenzland zwischen Russland und Europa. Sie ist eine Nation mit eigener Geschichte, Kultur und wirtschaftlicher Bedeutung – und genau deswegen ist sie so umkämpft.

    Moskau mag hoffen, dass die Ukraine irgendwann wieder unter seine Kontrolle gerät. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Ukrainer eines nicht sind: bereit, sich zu unterwerfen.

    MAB

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr

  • Karneval in Pau – Baskische Lebensfreude hautnah erleben

    Karneval in Pau – Baskische Lebensfreude hautnah erleben

    Wenn die Straßen von Pau mit Musik, Tanz und farbenfrohen Kostümen gefüllt sind, dann ist Karnevalszeit! Doch dieser Karneval ist nicht einfach nur eine Faschingsparty – er steckt voller baskischer Traditionen, uralter Rituale und unverwechselbarer Bräuche. Was macht den Karneval in Pau so besonders? Tauchen wir ein in eine Welt aus Masken, Mythen und mitreißender […]

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  • Heute in der Geschichte: Der 18. Februar – Ereignisse, die die Welt bewegten

    Heute in der Geschichte: Der 18. Februar – Ereignisse, die die Welt bewegten

    Der 18. Februar – ein Tag wie jeder andere? Keineswegs! An diesem Datum haben sich über die Jahrhunderte hinweg zahlreiche historische Ereignisse zugetragen, die die Welt geprägt haben. Von bahnbrechenden wissenschaftlichen Entdeckungen bis hin zu politischen Wendepunkten bietet dieser Tag eine spannende Reise durch die Zeit.

    Werfen wir einen Blick auf einige der bemerkenswertesten Geschehnisse, die sich weltweit und insbesondere in Frankreich am 18. Februar ereignet haben.


    Weltweite Ereignisse am 18. Februar

    1930: Der Zwergplanet Pluto wird entdeckt

    Ein kühler Februartag im Jahr 1930 – irgendwo in Arizona sitzt der junge Astronom Clyde Tombaugh über Fotoplatten gebeugt, die er im Lowell-Observatorium aufgenommen hat. Plötzlich erkennt er eine winzige, sich bewegende Lichtquelle. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, ist in Wirklichkeit eine Sensation: die Entdeckung des neunten Planeten des Sonnensystems, Pluto!

    Damals wurde Pluto als vollwertiger Planet gefeiert, doch 2006 stufte ihn die Internationale Astronomische Union zum Zwergplaneten herab. Eine herbe Enttäuschung für viele, die ihn liebevoll als den „kleinen Außenseiter des Sonnensystems“ betrachteten. Aber mal ehrlich – wer kann schon von sich behaupten, so oft den Status gewechselt zu haben wie Pluto?

    1885: Markteinführung des ersten modernen Automobils

    Ein Meilenstein der Mobilität! Am 18. Februar 1885 meldet der deutsche Ingenieur Karl Benz seinen „Motorwagen Nummer 1“ zum Patent an – das erste benzinbetriebene Automobil der Geschichte. Noch ahnt kaum jemand, wie sehr dieser Moment die Welt verändern wird.

    Man stelle sich die Straßen des 19. Jahrhunderts vor: Pferdefuhrwerke, Kutschen und plötzlich ein seltsames Gefährt ohne Pferde, das ratternd und qualmend durch die Stadt tuckert. Kein Wunder, dass die ersten Autofahrer oft misstrauisch beäugt wurden. Heute, mit Millionen von Autos auf den Straßen, scheint das kaum noch vorstellbar.

    2001: Der erste menschliche Embryo wird geklont

    Ein ethisches und wissenschaftliches Novum: Am 18. Februar 2001 verkünden Forscher des Unternehmens Advanced Cell Technology (ACT) in den USA, dass es ihnen gelungen sei, einen menschlichen Embryo zu klonen.

    Die Nachricht löst eine weltweite Debatte aus. Wissenschaftler sehen enormes medizinisches Potenzial – Kritiker hingegen warnen vor den ethischen Konsequenzen. Klonen ist und bleibt ein heiß diskutiertes Thema. Wo liegt die Grenze zwischen Fortschritt und moralischer Verantwortung?

    1977: Der letzte Start der „Enterprise“

    Nein, nicht das berühmte Raumschiff aus „Star Trek“, sondern das Space Shuttle „Enterprise“! Am 18. Februar 1977 wird das erste Testmodell eines Space Shuttles in die Luft gehoben. Zwar kann diese Version noch nicht ins All fliegen, aber sie dient als Prototyp für spätere Missionen.

    Ein entscheidender Moment für die Raumfahrt, denn die Space Shuttles ermöglichen später wiederverwendbare Raumschiffe – eine Revolution in der Raumfahrttechnik.


    Der 18. Februar in Frankreich: Wendepunkte der Geschichte

    Auch in Frankreich hat der 18. Februar einige bedeutende Kapitel der Geschichte geschrieben.

    1563: Ermordung des Herzogs von Guise – Ein Wendepunkt der Hugenottenkriege

    Frankreich im 16. Jahrhundert – ein Land zerrissen von blutigen Religionskriegen zwischen Katholiken und Hugenotten (französischen Protestanten). Einer der mächtigsten Männer dieser Zeit ist François de Guise, Anführer der katholischen Liga und erbitterter Feind der Protestanten.

    Am 18. Februar 1563 wird er während der Belagerung von Orléans von einem hugenottischen Attentäter niedergestreckt. Sein Tod markiert eine Wende: Die Katholiken verlieren ihren Anführer, und wenig später wird ein Friedensvertrag geschlossen. Doch der Waffenstillstand ist brüchig – die Religionskriege dauern noch Jahrzehnte an.

    1861: Die erste Eisenbahnverbindung zwischen Frankreich und Spanien

    Ein großer Schritt für die Mobilität! Am 18. Februar 1861 wird die erste direkte Eisenbahnverbindung zwischen Frankreich und Spanien eröffnet.

    Bis dahin waren die Pyrenäen eine natürliche Barriere zwischen beiden Ländern – Reisen über die Grenze waren mühsam und zeitaufwendig. Mit der neuen Bahnstrecke rücken Frankreich und Spanien näher zusammen, Handel und Austausch florieren.

    1915: Frankreich im Ersten Weltkrieg – Beginn der Schlacht um Les Éparges

    Mitten im Ersten Weltkrieg, am 18. Februar 1915, beginnt die blutige Schlacht um Les Éparges in Nordfrankreich. Hier treffen französische und deutsche Truppen in einem erbarmungslosen Stellungskrieg aufeinander.

    Die Kämpfe dauern Wochen, kosten tausende Soldaten das Leben und sind ein Beispiel für die unerbittliche Natur des Krieges. Der Schriftsteller Maurice Genevoix, der hier kämpfte, beschreibt später in seinen Werken die Schrecken des Krieges – ein erschütterndes Zeugnis der Sinnlosigkeit des Gemetzels.

    1979: Schneefall in der Sahara – eine französische Überraschung in Algerien

    Ein ungewöhnliches Wetterphänomen mit französischem Bezug: Am 18. Februar 1979 fällt in der Sahara zum ersten Mal nach Menschengedenken Schnee!

    In der Nähe der algerischen Stadt Ghardaïa – einst französische Kolonie – werden die Dünen plötzlich von einer weißen Schneeschicht überzogen. Für die Menschen vor Ort ein fast surrealer Anblick. Die Bilder dieses seltenen Ereignisses gehen um die Welt und zeigen, dass selbst die heißeste Wüste manchmal für eine Überraschung gut ist.


    Fazit? Geschichte ist überall!

    Ob große politische Umbrüche, wissenschaftliche Entdeckungen oder kuriose Wetterphänomene – der 18. Februar hat einiges zu bieten. Manchmal sind es kleine Ereignisse, die große Auswirkungen haben, manchmal sind es bahnbrechende Momente, die die Welt für immer verändern.

    Wer hätte gedacht, dass an einem einzigen Tag so viel passiert?