Autor: Nachrichten

  • Seine-Saint-Denis: Schüsse auf das Haus einer Kommunalpolitikerin – Verkehrsstreitigkeit eskaliert

    Seine-Saint-Denis: Schüsse auf das Haus einer Kommunalpolitikerin – Verkehrsstreitigkeit eskaliert

    Ein banaler Streit auf der Straße hat in Seine-Saint-Denis zu einer beispiellosen Eskalation geführt: Eine Gruppe bewaffneter Männer feuerte über zwanzig Schüsse auf das Haus einer Kommunalpolitikerin.

    Eine Szene wie aus einem Gangsterfilm

    Die Fassade des Einfamilienhauses ist übersät mit Einschusslöchern – der nahezu gesamte Ladeinhalt eines Sturmgewehrs wurde in wenigen Sekunden abgefeuert.

    Zum Glück wurde niemand verletzt, obwohl sich mehrere Personen im Haus befanden. Doch die Anwohner sind fassungslos: „Das war eine richtige Kriegsszene“, so ein Zeuge.

    Wie konnte ein Streit im Straßenverkehr so eskalieren?

    Laut ersten Ermittlungen begann alles mit einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Ehemann der Politikerin, ihrem Sohn und den Insassen eines anderen Fahrzeugs.

    Doch damit war es nicht getan: Die unbekannten Männer folgten ihnen bis nach Hause. Der Vater der Familie schaffte es zunächst, sie zu vertreiben – doch einige Stunden später kamen sie maskiert und bewaffnet zurück.

    Noch einmal stellte sich der Vater ihnen entgegen – diesmal blieben sie nicht lange. Aber kurz vor 21 Uhr fiel dann die Entscheidung der Angreifer: Sie kehrten zurück und eröffneten das Feuer.

    Polizei nimmt ersten Verdächtigen fest

    Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Ein Tatverdächtiger wurde bereits in Gewahrsam genommen – er ist der Polizei bekannt wegen Drogenhandels.

    Ob es sich um einen gezielten Angriff auf die Kommunalpolitikerin handelt oder die Tat tatsächlich „nur“ auf einen Straßenstreit zurückzuführen ist, bleibt noch offen.

    Ein brutaler Vorfall, der zeigt, wie schnell eine alltägliche Auseinandersetzung in eine lebensbedrohliche Situation umschlagen kann.

    Von C. Hatty

  • Gewalt in der Filmindustrie: Französische Stars vor dem Parlament

    Gewalt in der Filmindustrie: Französische Stars vor dem Parlament

    Die französische Filmwelt gerät ins Visier der Politik: Jean Dujardin, Pierre Niney, Gilles Lellouche und weitere Größen des Kinos wurden am Montag von der Nationalversammlung zu einer nicht-öffentlichen Anhörung geladen. Im Fokus steht ein brisantes Thema: Gewalt und Missbrauch in der Film-, Mode- und Werbebranche.

    Ein geschlossener Kreis prominenter Stimmen

    Die Sitzung um 15 Uhr versammelte neben Dujardin, Lellouche und Niney auch Jean-Paul Rouve und Pio Marmaï. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen sollen helfen, Missstände offenzulegen und mögliche Reformen anzustoßen.

    Doch worüber genau gesprochen wurde, bleibt unter Verschluss – die Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt. Am Donnerstag folgen weitere Gespräche mit Produktionsfirmen (Pathé Films, Chapter 2, Chi-Fou-Mi Productions) sowie Modelagenturen (IMG Models, Select Model Management, Silent Models Paris).

    Eine Kommission, die hinschaut

    Die Untersuchungskommission, die sich mit Gewalt in den Branchen Kino, Fernsehen, Theater, Mode und Werbung befasst, verfolgt drei zentrale Ziele:

    • Bestandsaufnahme der Gewaltfälle gegen Erwachsene,
    • Schutz von Minderjährigen in der Branche,
    • Aufdeckung systemischer Versäumnisse und Verantwortlichkeiten.

    Der Stein kam durch Judith Godrèche ins Rollen

    Die Initiative zur Kommission geht maßgeblich auf die Schauspielerin Judith Godrèche zurück. Sie hatte vor den Abgeordneten die Einrichtung einer Untersuchung gefordert, nachdem sie Benoît Jacquot und Jacques Doillon wegen Vergewaltigung im Jugendalter angezeigt hatte.

    Ein Wandel für die Branche?

    Der französische Filmsektor steht vor einem entscheidenden Moment. Wird diese Kommission zu echten Veränderungen führen – oder bleibt sie Symbolpolitik?

    Eines ist klar: Das Schweigen über Gewalt und Missbrauch in der Kulturindustrie beginnt zu brechen.

    Von C. Hatty

  • 22 Tonnen Hilfsgüter für Mayotte seit zwei Monaten blockiert – Bürokratie als Hindernis

    22 Tonnen Hilfsgüter für Mayotte seit zwei Monaten blockiert – Bürokratie als Hindernis

    Seit Januar stecken 22 Tonnen humanitärer Hilfe für die Insel Mayotte fest. Der Grund? Ein administrativer Stillstand, der den Transport verhindert. Die Hilfsgüter, gesammelt von der bretonischen Organisation Bougé-Bougé, könnten dringend benötigte Unterstützung für die Bevölkerung bieten. Doch trotz aller Bemühungen wartet man weiter auf grünes Licht.

    Gesammelte Spenden – doch nichts bewegt sich

    Die Aktion startete im Dezember mit dem Ziel, lebensnotwendige Güter nach Mayotte zu schicken. Innerhalb kurzer Zeit kamen elf Paletten Wasser (rund zehn Tonnen), sechs Tonnen Lebensmittel sowie Medikamente, Hygieneprodukte und Kleidung zusammen. Die Unterstützung aus der Bevölkerung war enorm – genauso wie das Engagement der Firma Armor, die sich bereit erklärte, den Transport zu übernehmen.

    Doch jetzt steht alles still. Der Grund: Die französischen Zollbehörden gewähren bislang keine Befreiung von den Einfuhrabgaben. Dabei hatte Nassai Madi, Präsident der Organisation Bougé-Bougé, sämtliche geforderten Unterlagen eingereicht. „Man sagte uns, es dauert zwei Wochen. Dann wollten sie plötzlich zusätzliche Dokumente. Die haben wir sofort nachgereicht – und seitdem: Funkstille. Das geht jetzt schon über zwei Monate so!“

    Ein administratives Labyrinth

    Laut Bougé-Bougé liegt das Problem bei den Behörden in Frankreich, nicht bei denen in Mayotte. Doch wo genau der Haken ist, bleibt unklar. Die Zollbeamten auf Mayotte geben an, dass die Verzögerungen nicht an ihnen liegt.

    Ein bürokratischer Nebel also – während die Hilfsgüter in Lagern verstauben und Bedürftige in Mayotte weiter auf Unterstützung warten.

    Um Bewegung in die Sache zu bringen, hat Bougé-Bougé bereits Kontakt zu Abgeordneten und Senatoren aus Mayotte aufgenommen. Sogar der ehemalige Premierminister Manuel Valls wurde über Mittelsmänner eingeschaltet.

    Dringender Handlungsbedarf

    Für Nassai Madi und die beteiligten Helfer ist die Situation unerträglich. „Diese Hilfe ist lebensnotwendig“, betont er. „Wir brauchen eine schnelle Entscheidung, bevor die Lebensmittel verderben oder die Medikamente unbrauchbar werden.“

    Die drastische Frage, die sich stellt: Wie kann es sein, dass bürokratische Hürden über Leben und Tod entscheiden?

    Während die Kisten in Frankreich bleiben, warten Familien in Mayotte – mit jedem Tag verzweifelter. Wird sich die Blockade bald lösen? Oder bleibt die Hilfe genau dort, wo sie jetzt ist: nutzlos in einem Lager?

    Von C. Hatty

  • Fall Delphine Jubillar: Prozess gegen Cédric Jubillar beginnt am 22. September

    Fall Delphine Jubillar: Prozess gegen Cédric Jubillar beginnt am 22. September

    Nach fast vier Jahren ohne Antworten rückt der Moment der Wahrheit näher: Der Prozess gegen Cédric Jubillar, der beschuldigt wird, seine Frau Delphine ermordet zu haben, beginnt am 22. September 2025 vor dem Schwurgericht im Département Tarn. Dies gaben Justizquellen am Montag, den 10. März, gegenüber Franceinfo und Ici Occitanie bekannt. Die genaue Dauer des Verfahrens ist noch nicht festgelegt.

    Ein rätselhafter Fall ohne Leiche

    Delphine Jubillar, eine 33-jährige Krankenschwester und zweifache Mutter, verschwand spurlos in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 in Cagnac-les-Mines, einer kleinen Gemeinde im Südwesten Frankreichs. Trotz intensiver Suchaktionen wurde ihre Leiche bis heute nicht gefunden.

    Dennoch sind die Ermittler überzeugt, dass Cédric Jubillar, ihr Ehemann, für ihr Verschwinden verantwortlich ist. Das Motiv? Delphine wollte sich scheiden lassen – eine Entscheidung, die laut den Ermittlungen einen heftigen Streit ausgelöst haben könnte.

    Ein Prozess mit vielen offenen Fragen

    Cédric Jubillar wurde am 18. Juni 2021 unter dem Verdacht des Mordes an seiner Frau festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er beteuert seine Unschuld, doch die Justiz hält an seiner Anklage fest.

    Besonders brisant: Es gibt keine Leiche, kein Geständnis, keinen eindeutigen Tatort und keine direkten Zeugen. Die Beweisführung stützt sich auf Indizien, unter anderem das Verhalten von Cédric Jubillar nach dem Verschwinden seiner Frau und seine Aussagen, die laut Ermittlern widersprüchlich sein sollen.

    Im September 2023 hatte das Berufungsgericht in Toulouse entschieden, dass der Fall vor Gericht kommt – eine Entscheidung, die sich mit den Forderungen der Staatsanwaltschaft deckt.

    Was erwartet Cédric Jubillar?

    Vor Gericht könnte Cédric Jubillar zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden, sollte sich die Anklage bestätigen. Doch sein Anwaltsteam kämpft um einen Freispruch und argumentiert, dass die Beweislage zu dünn sei, um eine Verurteilung zu rechtfertigen.

    Bis heute bleibt die Frage offen: Was ist in jener Dezembernacht 2020 wirklich passiert?

    Von C. Hatty

  • Criquet de Crau: Wie ein unscheinbarer Grashüpfer zum Symbol des Artenschutzes wird

    Criquet de Crau: Wie ein unscheinbarer Grashüpfer zum Symbol des Artenschutzes wird

    In der Crau-Ebene in Südfrankreich spielt sich ein stilles Drama ab: Der Criquet de Crau, eine seltene Heuschreckenart, ist vom Aussterben bedroht. Er kommt nur in dieser Region vor – nirgendwo sonst auf der Welt.

    Jetzt setzen sich Naturschützer, Landwirte und Wissenschaftler gemeinsam dafür ein, seinen Lebensraum zu erhalten. Die Fondation du Patrimoine finanziert aktuell eine Mission zur Rettung des Insekts und seiner Umgebung. Doch warum dieser enorme Aufwand für eine einzelne Heuschreckenart?

    Ein einzigartiger Lebensraum in Gefahr

    Die Crau ist eine trockene, steinige Graslandschaft, die in Frankreich als „Coussoul“ bekannt ist. Hier lebt der Criquet de Crau – und nirgendwo sonst.

    Doch dieses fragile Ökosystem steht unter Druck: Büsche und Bäume breiten sich aus, verdrängen die typischen Gräser und nehmen dem Criquet den Lebensraum. Camilla Crifò, Leiterin des Projekts „LIFE SOS Criquet de Crau“, beschreibt die Herausforderung:

    „Wir müssen die Büsche entfernen. Wenn sich die Vegetation verändert, verlieren wir das Ökosystem, das der Criquet zum Überleben braucht.“

    Das Problem: Der Criquet kann nicht einfach umziehen. Seine Flügel sind zu schwach zum Fliegen – er ist buchstäblich an seinen Lebensraum gefesselt.

    Warum dieser Grashüpfer so wichtig ist

    Die Rettung des Criquet de Crau ist weit mehr als der Schutz einer einzelnen Art. Er ist eine sogenannte „Schirmart“ (espèce parapluie). Das bedeutet: Schützt man ihn, schützt man auch viele andere gefährdete Arten, die in der Crau-Ebene leben – darunter seltene Vögel.

    „Die Bedürfnisse des Criquet de Crau decken sich mit denen vieler anderer Arten der Region“, erklärt Crifò. „Wenn wir sein Habitat bewahren, profitieren auch sie davon.“

    Bergschafe als heimliche Helfer

    Überraschenderweise haben die Schafe der Region eine entscheidende Rolle im Schutz des Criquet. Sie halten die Vegetation kurz und verhindern so, dass Büsche überhandnehmen.

    Perrine Turiez von der Landwirtschaftskammer der Bouches-du-Rhône koordiniert deshalb die Zusammenarbeit mit lokalen Hirten:

    „Die Schafe gestalten den Lebensraum des Criquet – durch ihr Fressen halten sie das Gras auf der idealen Höhe für das Insekt.“

    Es ist eine Form der nachhaltigen Landwirtschaft, die sowohl der Natur als auch den Bauern zugutekommt.

    Züchtung und Wiederansiedlung als letzte Hoffnung

    Um die Population langfristig zu sichern, setzt das Projekt LIFE auch auf kontrollierte Zucht und Wiederansiedlung des Criquet de Crau.

    Denn eines ist sicher: Ohne gezielte Maßnahmen würde diese einzigartige Art bald verschwinden. Doch durch den Schutz ihres Lebensraums und den Einsatz von Wissenschaft und Landwirtschaft gibt es eine echte Chance, sie zu retten.

    Ein kleines Insekt – und eine große Verantwortung für die Zukunft der Biodiversität.

    Von C. Hatty

  • Mord in Denain: 30-Jähriger auf offener Straße erschossen – Täter auf der Flucht

    Mord in Denain: 30-Jähriger auf offener Straße erschossen – Täter auf der Flucht

    In Denain, einer Stadt im Département Nord, wurde am Sonntagabend ein 30-jähriger Mann erschossen. Der Täter ist weiterhin flüchtig, die Polizei ermittelt wegen vorsätzlichen Mordes.

    Tödlicher Angriff auf offener Straße

    Laut Polizeiberichten wurde das Opfer gegen 21:30 Uhr in den Rücken geschossen. Passanten alarmierten sofort die Rettungskräfte, die den Schwerverletzten ins Krankenhaus nach Valenciennes brachten. Trotz aller Bemühungen erlag er gegen 23 Uhr seinen Verletzungen.

    Der Fall sorgt für große Beunruhigung in der Region – besonders, weil der Schütze noch nicht identifiziert wurde.

    Ermittlungen laufen – Motiv unklar

    Die Staatsanwaltschaft von Valenciennes hat eine Untersuchung wegen vorsätzlichen Mordes eingeleitet. Die Ermittler versuchen nun, den Täter ausfindig zu machen und das Motiv zu klären.

    War es eine gezielte Hinrichtung? Ein eskalierter Streit? Oder gar eine Auseinandersetzung im kriminellen Milieu? Die Polizei hält sich mit Spekulationen zurück, sucht aber intensiv nach Zeugen und möglichen Spuren.

    Ein ungelöster Fall mit vielen Fragen

    Noch bleibt offen, ob Täter und Opfer sich kannten – und was genau hinter dieser Tat steckt. Sicher ist nur: Ein Mann ist tot, ein Mörder auf der Flucht – und eine Stadt in Angst.

    Von C. Hatty

  • Ölkatastrophe in der Nordsee: Kollision zwischen Tanker und Frachter sorgt für Umweltalarm

    Ölkatastrophe in der Nordsee: Kollision zwischen Tanker und Frachter sorgt für Umweltalarm

    Ein schwerer Schiffsunfall hat sich in der Nordsee ereignet – mit potenziell gravierenden Folgen für Mensch und Natur.

    Ein Unfall mit tragischen Folgen

    Am Montag, den 10. März, kollidierten der Öltanker Stena Immaculate und das Frachtschiff Solong vor der Küste Englands. Während 36 Besatzungsmitglieder gerettet werden konnten, bleibt ein Crewmitglied des Frachters vermisst. Die britische Küstenwache beendete die Suche am Abend desselben Tages – ein schlechtes Zeichen für das Schicksal des Vermissten.

    Ein weiteres Besatzungsmitglied musste ins Krankenhaus gebracht werden, die restlichen Seeleute blieben unverletzt. Das Tankschiff selbst war unter US-amerikanischer Charter und transportierte Flugzeugtreibstoff.

    Öl und Giftstoffe bedrohen die Umwelt

    Besonders besorgniserregend: Beim Aufprall trat Treibstoff aus dem Tanker aus. Die genaue Menge ist nicht bekannt, aber Umweltorganisationen schlagen bereits Alarm. Greenpeace äußerte sich „äußerst besorgt“ über die zahlreichen toxischen Risiken, die sich aus dieser Havarie ergeben könnten.

    Auch der Frachter Solong hatte eine brisante Ladung an Bord – darunter unbestimmte Mengen an Alkohol und ganze 15 Container mit Natriumcyanid, einem hochgiftigen Stoff. Falls dieser ins Meer gelangt, könnten die Konsequenzen verheerend sein. Doch wie konnte es überhaupt zu dieser Katastrophe kommen?

    Navigationsfehler oder technisches Versagen?

    Die genauen Umstände des Unfalls sind noch unklar, doch erste Hinweise deuten darauf hin, dass schlechte Sichtverhältnisse eine Rolle gespielt haben könnten. Der Geschäftsführer des Hafens Grimsby East sprach gegenüber Sky News von „dichtem Nebel“ am Unfalltag.

    Doch ist Nebel allein wirklich ein Grund für eine solche Kollision? Schließlich sind moderne Schiffe mit hochpräzisen Radarsystemen ausgestattet, die auch bei schlechter Sicht eine sichere Navigation ermöglichen.

    Eine weitere Hypothese: Automatisierte Navigation könnte zur Tragödie beigetragen haben. Laut Experten könnte einer der Kapitäne den Autopiloten aktiviert haben, ohne eine ausreichende Überwachung des Schiffs sicherzustellen. Falls sich kein Mensch auf der Brücke befand, wäre das Schiff einfach weiter auf Kollisionskurs geblieben.

    Ein Weckruf für die Schifffahrt?

    Schiffsunglücke sind in der heutigen Zeit selten geworden – doch wenn sie passieren, sind die Folgen oft dramatisch. Die Kombination aus auslaufendem Öl und möglicherweise gefährlichen Chemikalien im Frachtraum der Solong könnte langfristige Schäden für das maritime Ökosystem der Nordsee bedeuten.

    Noch stehen umfassende Untersuchungen aus. Doch eines ist klar: Diese Kollision sollte als Warnsignal dienen, um die Sicherheitsmaßnahmen auf See weiter zu verbessern.

    Von Andreas M. B.

  • Frankreichs Außenminister auf Tour im Inland: Die Krise verstehen, den Geist rüsten

    Frankreichs Außenminister auf Tour im Inland: Die Krise verstehen, den Geist rüsten

    Die Welt ist im Umbruch – und Frankreichs Regierung will, dass die Bürger das verstehen. Außenminister Jean-Noël Barrot begibt sich auf eine außergewöhnliche Reise durch das Land, um mit den Franzosen über die internationalen Krisen zu sprechen, die ihr tägliches Leben beeinflussen. Sein Ziel? Aufklären, sensibilisieren und die Bevölkerung auf die geopolitischen Herausforderungen vorbereiten. Ein Außenminister auf Heimspiel Normalerweise sind Außenminister auf internationalem Parkett unterwegs – doch Barrot geht einen anderen Weg. Er kommt zu den Menschen, um mit ihnen über Themen zu sprechen, die oft als fern und abstrakt erscheinen. Die erste Etappe dieser Tour führt ihn nach Nantes, wo er sich hinter verschlossenen Türen mit lokalen Politikern austauscht, eine Gesprächsrunde mit Schülern führt und schließlich mit den in Nantes stationierten Mitarbeitern des Außenministeriums diskutiert. Barrots Kernbotschaft ist klar: „Noch nie hatte das internationale Geschehen eine so direkte Ausw…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Ex-Präsident der Philippinen Rodrigo Duterte verhaftet – Vorwurf: Verbrechen gegen die Menschlichkeit

    Ex-Präsident der Philippinen Rodrigo Duterte verhaftet – Vorwurf: Verbrechen gegen die Menschlichkeit

    Der frühere philippinische Präsident Rodrigo Duterte wurde in Manila festgenommen. Die Vorwürfe wiegen schwer: Wegen seiner brutalen Anti-Drogen-Kampagne wird er der Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigt.

    Verhaftung nach Landung in Manila

    Rodrigo Duterte, der von 2016 bis 2022 die Philippinen regierte, wurde am Dienstag nach seiner Ankunft am internationalen Flughafen von Manila verhaftet. Grundlage für die Festnahme war ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag.

    Der 79-Jährige steht im Zentrum einer Untersuchung wegen massenhafter Tötungen im Rahmen seines sogenannten „Drogenkriegs“. Menschenrechtsorganisationen sprechen von Zehntausenden Opfern – meist aus ärmeren Schichten. Viele wurden von der Polizei oder von Todesschwadronen hingerichtet, oft ohne stichhaltige Beweise für eine Verbindung zum Drogenhandel.

    Die philippinische Regierung bestätigte die Festnahme in einer Mitteilung: „Interpol Manila erhielt heute Morgen offiziell eine Kopie des Haftbefehls des IStGH.“ Duterte befinde sich in Gewahrsam und werde medizinisch untersucht. Zuvor hatte er eine kurze Reise nach Hongkong unternommen.

    Heftige Reaktionen – Duterte bleibt kämpferisch

    Die Verhaftung löste sofort eine Welle an Reaktionen aus. Duterte selbst hatte sich noch am Sonntag vor Tausenden Anhängern geäußert – in gewohnt drastischer Sprache. Die Ermittler des IStGH bezeichnete er als „Hurensöhne“, fügte aber hinzu, dass er eine Festnahme akzeptieren würde, falls es dazu komme.

    Die Philippinen traten 2019 unter Dutertes Anordnung aus dem IStGH aus. Dennoch behält das Gericht seine Zuständigkeit für Verbrechen, die vor dem Austritt begangen wurden. Zudem untersucht der IStGH auch Morde aus Dutertes Zeit als Bürgermeister von Davao, bevor er Präsident wurde.

    Politisches Erdbeben in den Philippinen

    Duterte ist trotz seiner umstrittenen Politik nach wie vor äußerst populär. Viele Filipinos unterstützen seine kompromisslose Vorgehensweise gegen Kriminalität. Der Ex-Präsident gilt als mächtige Figur in der politischen Landschaft und strebt bei den Midterm-Wahlen im Mai eine Rückkehr als Bürgermeister von Davao an.

    Ein weiterer wichtiger Faktor: Ferdinand Marcos Jr., der aktuelle Präsident der Philippinen, ist ein enger Verbündeter Dutertes. Noch im April 2024 hatte er betont, dass er ihn nicht an den IStGH ausliefern werde – und lehnt eine Rückkehr seines Landes unter die Gerichtsbarkeit des Tribunals weiterhin ab.

    Und jetzt?

    Die Festnahme Dutertes dürfte innenpolitisch und international für Spannungen sorgen. Die Frage bleibt: Wird Marcos seinem Vorgänger weiter den Rücken stärken oder beginnt eine neue juristische Ära auf den Philippinen?

    Eines ist sicher – diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.

    Von C. Hatty

  • Selenskyj in Saudi-Arabien: Friedensgespräche und neue Militärhilfen

    Selenskyj in Saudi-Arabien: Friedensgespräche und neue Militärhilfen

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Montag in Saudi-Arabien eingetroffen. Sein Ziel: Ein Treffen mit Kronprinz Mohammed bin Salman sowie Gespräche über mögliche Friedensverhandlungen und weitere militärische Unterstützung für die Ukraine.

    Parallel dazu findet am Dienstag in Riad ein wichtiges Treffen zwischen einer ukrainischen Delegation und Vertretern der USA statt. Allerdings wird es keine direkten Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Russland geben – trotz früherer Spekulationen.

    „Die Ukraine will Frieden – Russland hält den Krieg am Leben“

    Kurz vor seinem Abflug nach Saudi-Arabien meldete sich Selenskyj auf Telegram zu Wort: „Die Ukraine sucht seit der ersten Sekunde des Krieges nach Frieden. Aber die einzige Ursache für die Fortsetzung des Krieges ist Russland.“

    Eine deutliche Botschaft, die zeigt, dass Kiew weiterhin auf diplomatische Lösungen setzt – allerdings unter der klaren Bedingung, dass Moskau seine Aggression beendet.

    USA bleiben außen vor – Fokus auf europäische Militärhilfe

    Entgegen ersten Berichten wird es keine direkten Verhandlungen zwischen den USA und Russland in Saudi-Arabien geben. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa stellte klar: „Es sind keine Gespräche zwischen Moskau und Washington geplant.“

    Das bedeutet aber nicht, dass die Ukraine auf neue Unterstützung verzichten muss. Selenskyj kündigte am Sonntagabend auf X (ehemals Twitter) weitere europäische Waffenlieferungen an.

    Besonders wichtig für Kiew: Die schnelle Lieferung von IRIS-T-Luftabwehrsystemen aus Deutschland. Zudem investieren die skandinavischen Länder und die baltischen Staaten verstärkt in die europäische Rüstungsproduktion, um die Ukraine weiter zu unterstützen.

    Europas Verteidigung muss unabhängiger werden

    Angesichts der unsicheren politischen Lage in den USA – insbesondere mit Blick auf eine mögliche Rückkehr von Donald Trump – wächst in Europa die Sorge um die eigene Verteidigungsfähigkeit.

    Der französische Hochkommissar für Planung, Clément Beaune, brachte es auf den Punkt: „Trump oder kein Trump, Ukraine oder keine Ukraine – Europa braucht eine eigene Verteidigung.“

    Sein Fazit: Die EU wird in den kommenden Monaten Milliarden zusätzlich in ihre militärische Unabhängigkeit investieren müssen.

    Saudi-Arabien als Vermittler?

    Dass Selenskyj ausgerechnet in Saudi-Arabien um Unterstützung wirbt, ist kein Zufall. Riad pflegt gute Beziehungen sowohl zur Ukraine als auch zu Russland.

    Die Frage bleibt: Kann Saudi-Arabien eine Rolle als Vermittler zwischen Kiew und Moskau spielen?

    Bisher gibt es keine Anzeichen für direkte russisch-ukrainische Gespräche – doch Selenskyjs Besuch zeigt, dass die diplomatischen Bemühungen nicht nachlassen.

    Ob das Königreich in der Lage ist, die festgefahrene Lage zu lösen, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Die Ukraine sucht weiterhin internationale Unterstützung – sei es für die Verteidigung oder den Frieden.

    Von C. Hatty