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  • Macron und Selenskyj: Ein starkes Bündnis für Europas Zukunft

    Macron und Selenskyj: Ein starkes Bündnis für Europas Zukunft

    Am 26. März 2025 treffen sich der französische Präsident Emmanuel Macron und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Élysée-Palast in Paris – ein Treffen mit Symbolkraft. Der Anlass: die Vorbereitung auf den Gipfel der „Koalition der Willigen“, der am 27. März stattfindet und sich mit langfristigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine beschäftigt. Doch dieses Treffen steht für mehr als nur politische Strategie. Es ist ein Zeichen der Nähe, des Vertrauens – und vielleicht auch ein kleiner Blick auf die künftige Sicherheitsarchitektur Europas.

    Verlässlichkeit in stürmischen Zeiten Frankreich hat sich seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine als starker Partner an Selenskyjs Seite positioniert – militärisch, finanziell und diplomatisch. Macron ließ nie einen Zweifel daran, dass Europas Zukunft auch in der Ukraine entschieden wird. In den letzten Monaten forderte er immer nachdrücklicher, dass die Mitgliedsstaaten der EU ihre Verteidigungsausgaben erhöhen – auf bis zu …

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  • Krisenvorsorge à la EU – warum ein voller Vorratsschrank plötzlich wieder in Mode ist

    Krisenvorsorge à la EU – warum ein voller Vorratsschrank plötzlich wieder in Mode ist

    Man kennt’s vielleicht von den Großeltern: der Keller voll mit Konserven, Wasserflaschen in jeder Ecke, Kerzen, Batterien – und irgendwo dazwischen ein alter Kurbel-Radiorekorder. Was früher belächelt wurde, rückt heute plötzlich wieder in den Fokus. Die Europäische Union ruft ihre Bürger ganz offiziell zur privaten Krisenvorsorge auf – und das mit Nachdruck. Doch warum gerade jetzt? Und wie viel Sinn macht so ein Notvorrat eigentlich?

    Wenn Unsicherheit Alltag wird Krieg in Europa, Cyberangriffe, Naturkatastrophen, Energiekrisen – die Welt ist ins Wanken geraten. Während man früher dachte, Notvorräte bräuchten nur Prepper oder Hardcore-Survival-Fans, sehen das heute immer mehr Menschen anders. Die EU möchte, dass Haushalte für mindestens zehn Tage unabhängig überleben könnten – ganz ohne Strom, Supermarkt oder Apothekenbesuch. Ein bisschen wie Camping – nur ohne die schöne Aussicht.

    Was soll in den Notfallkoffer? Die Liste der EU klingt erst mal logisch – und doch auch ein bisschen b…

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  • Französische Auswanderer in Nordamerika spüren bereits Auswirkungen von Trumps Politik

    Französische Auswanderer in Nordamerika spüren bereits Auswirkungen von Trumps Politik

    Roland Lescure, französischer Abgeordneter und Vertreter der im Ausland lebenden Franzosen in Nordamerika, führte kürzlich eine Umfrage unter französischen Staatsbürgern in den USA und Kanada durch. Ziel war es, deren Empfindungen und Erfahrungen seit der Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele französische Auswanderer bereits negative Auswirkungen der aktuellen US-Politik auf ihr tägliches Leben verspüren. Lescure betont, dass die Unvorhersehbarkeit und die drastischen Maßnahmen der Trump-Administration direkte Konsequenzen für die französische Gemeinschaft in Nordamerika haben. Insbesondere die Einführung von Zöllen und die angespannte diplomatische Lage zwischen den USA und anderen Ländern beeinflussen das Geschäftsumfeld und die persönlichen Lebensumstände der Expatriates. In einem Interview mit Sud Radio äußerte Lescure Bedenken hinsichtlich der aktuellen transatlantischen Beziehungen und stellte fest, dass die USA unter Trump …

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  • Ostern – modern: Asparagus Mimosa Tarte mit Comté & Estragon

    Ostern – modern: Asparagus Mimosa Tarte mit Comté & Estragon

    🐣 Ein Frühlingsgruß aus dem Ofen – französisch, elegant, überraschend frisch. 🌱 Wenn Klassiker auf Frühlingsgefühle treffen… Die Kombination von grünem Spargel und Eiern à la Mimosa ist in der französischen Frühlingsküche tief verwurzelt. „Mimosa“ bezeichnet hierbei nicht den Cocktail (sorry, Brun…

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  • 26. März: Wendepunkte, Verträge und Revolutionen

    26. März: Wendepunkte, Verträge und Revolutionen

    Was macht ein Datum besonders? Manchmal reicht ein einzelner Tag aus, um den Lauf der Geschichte zu ändern – oder zumindest einen kräftigen Schubs zu geben. Der 26. März ist so ein Tag. Mal war er Bühne für bahnbrechende Verträge, mal für politische Umwälzungen, mal für leise, aber folgenreiche Veränderungen. Wer also glaubt, das Frühjahr hätte historisch wenig zu bieten, darf sich heute eines Besseren belehren lassen.


    1979 – Ein Handschlag, der den Nahen Osten veränderte

    Beginnen wir mit einem echten Schwergewicht: Am 26. März 1979 unterzeichneten Ägyptens Präsident Anwar as-Sadat und Israels Premierminister Menachem Begin in Washington den ägyptisch-israelischen Friedensvertrag – vermittelt durch den damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter. Dieser Vertrag beendete formal den Kriegszustand zwischen den beiden Staaten, der seit 1948 immer wieder aufflammte.

    Ägypten wurde damit das erste arabische Land, das Israel offiziell anerkannte. Das hatte natürlich einen Preis: Israel erklärte sich bereit, die Sinai-Halbinsel – die es seit dem Sechstagekrieg 1967 kontrollierte – schrittweise zurückzugeben. Was auf dem Papier wie ein diplomatischer Triumph aussah, war politisch hochexplosiv. Sadat wurde 1981 von islamistischen Offizieren ermordet – sein Friedensschluss mit Israel hatte ihm viele Feinde eingebracht. Und auch Begin erntete in Israel nicht nur Applaus.

    Trotz allem: Der Vertrag hielt. Bis heute.


    Frankreich 1962 – Ein zäher Weg in Richtung Frieden

    Auch in Frankreich hat der 26. März einen bitteren Beigeschmack. 1962, kurz nach dem Abschluss der sogenannten Évian-Verträge, die das Ende des Algerienkriegs einläuteten, kam es in der Pariser Vorstadt Algeriens – genauer gesagt in der Hauptstadt Algier – zu einer tragischen Eskalation.

    Am 26. März 1962 eröffneten französische Soldaten in der Rue d’Isly das Feuer auf eine friedliche Demonstration von französischen Algeriern (Pieds-noirs), die gegen die Unabhängigkeit Algeriens protestierten. 46 Menschen starben, mehr als 150 wurden verletzt. Die genauen Umstände des Massakers sind bis heute nicht völlig geklärt. Klar ist nur: Die französische Armee hatte den Befehl, keine Kundgebungen der OAS (Organisation de l’Armée Secrète) – einer radikal antidekolonialistischen Gruppe – zuzulassen.

    Die blutige Tragödie zeigte, wie zerrissen die französische Gesellschaft damals war – zwischen dem Wunsch nach einem Ende des Kolonialkriegs und dem Unwillen vieler Siedler, ihre privilegierte Stellung aufzugeben.

    Ein tiefer Riss, der noch lange nachhallte.


    Deutschland 1931 – Ein Zusammenschluss, der misstrauisch machte

    Ein kleines, aber nicht unbedeutendes politisches Ereignis fand am 26. März 1931 in Deutschland statt: Die „Harzburger Front“, ein Zusammenschluss aus rechtskonservativen und nationalistischen Kräften, wurde ins Leben gerufen. Auch die NSDAP war beteiligt.

    Es war ein erstes deutliches Zeichen, wie sich die politischen Ränder der Weimarer Republik gegen die fragile demokratische Ordnung formierten. Zwar war die Front nur von kurzer Dauer – aber sie markierte eine Etappe auf dem Weg zum endgültigen Rechtsruck, der mit Hitlers Machtübernahme 1933 zur Katastrophe führte.

    Da weht ein eiskalter Wind der Vorahnung durch die Geschichtsbücher.


    USA 1971 – Der Startschuss für ein modernes Medienzeitalter

    Am 26. März 1971 lief in den USA die erste Folge der Kultserie Cannon. Warum das erwähnenswert ist? Weil es ein Puzzlestück in der Entwicklung des Fernsehens zum Leitmedium ist. Die 1970er Jahre gelten als eine Art goldenes Jahrzehnt der amerikanischen TV-Landschaft: Serien wie Columbo, Kojak oder eben Cannon prägten nicht nur das Genre, sondern auch das Bild der amerikanischen Gesellschaft – samt aller Widersprüche.

    Nicht jede Geschichte muss eine Revolution auslösen, um Wirkung zu zeigen. Manchmal genügt ein gut platzierter Fernsehabend.


    Ein Blick in die Vergangenheit mit einem Augenzwinkern

    Apropos Fernsehen: Am 26. März 1989 wurde die erste Folge von „Der große Preis“ mit Wim Thoelke nach dessen Rückkehr ins deutsche Fernsehen ausgestrahlt. Wer damals vor dem Röhrenfernseher saß, erinnert sich: Das war das Quizformat schlechthin, irgendwo zwischen Bildungsbürgerstolz und Samstagabendkult.

    Klingt banal? Vielleicht. Aber auch solche Daten erzählen etwas über Gesellschaft, Sehnsüchte und Medienkonsum – ganz ohne Paukenschlag.


    Und was sagt Frankreich sonst zum 26. März?

    Springen wir zurück nach Frankreich. 1885 starb an diesem Tag der Schriftsteller Jules Amédée Barbey d’Aurevilly – ein literarisches Enfant terrible des 19. Jahrhunderts. Er war ein Verfechter der Romantik, ein Provokateur, katholisch-konservativ und oft im Streit mit dem literarischen Establishment seiner Zeit. Seine Erzählungen, darunter „Die teuflischen Geschichten“, zählen heute zu den Klassikern der französischen Schauerliteratur.

    Und dann wäre da noch die Gründung des „Conseil national de la Résistance“ (CNR) im Jahr 1943 – exakt am 26. März. Der CNR vereinte die verschiedenen Widerstandsgruppen gegen die deutsche Besatzung und das Vichy-Regime unter einem Dach. Ein entscheidender Schritt für das spätere freie Frankreich.

    Fragt man sich da nicht: Wie viele solcher stillen Gedenktage gehen eigentlich unbemerkt an uns vorbei?


    Ein Tag – viele Gesichter

    Der 26. März ist kein Datum, das sofort Assoziationen weckt wie der 11. September oder der 14. Juli. Aber gerade darin liegt sein Reiz. Er ist ein Mosaikstein aus Verträgen, Tragödien, kulturellen Momenten und historischen Weichenstellungen. Mal laut, mal leise – aber immer mit Wirkung.

    Ein Tag wie viele – und doch einzigartig.

  • Ostern – modern: Dorade Provençale im Salz-Zitronen-Mantel

    Ostern – modern: Dorade Provençale im Salz-Zitronen-Mantel

    Ein eleganter Hauptgang zwischen Meer, Kräutern und mediterraner Frische.

    🌿 Warum Fisch zu Ostern? Ostern ist seit Jahrhunderten ein Fest der Erneuerung, des Lichts und der Leichtigkeit. Während in vielen Regionen Lamm im Zentrum steht, gewinnt Fisch zunehmend an Beliebtheit: leicht, edel, symboli…

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  • Wenn Fernost brennt – Ein hilfloser Kommentar

    Wenn Fernost brennt – Ein hilfloser Kommentar

    Ich sitze hier, weit entfernt vom Geschehen, und trotzdem spüre ich es tief in mir. Dieses Brennen, das nicht nur Bäume und Häuser frisst – sondern auch meine Hoffnung auf eine heile Welt. Südkorea und Japan erleben gerade Feuerhöllen, wie man sie sich kaum vorstellen kann. Und ich frage mich: Wie viele solcher Nachrichten braucht es noch, bis wir endlich kapieren, dass alles auf dem Spiel steht?

    In Südkorea toben riesige Waldbrände, zerstören Dörfer, töten Menschen, fressen sich durch Jahrhunderte alte Tempel. Und drüben in Japan? Dasselbe Bild: flüchtende Familien, verkohlte Wälder, verlorene Heimat. Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu verstehen – das ist mehr als nur Pech oder eine Reihe unglücklicher Zufälle.

    Fernost brennt. Aber was dort in Asien passiert, ist nur ein Spiegel dessen, was überall auf der Welt gärt. Es ist das Ergebnis eines Systems, das nicht nur Ressourcen verbrennt, sondern uns gleich mit. Wir wissen längst, dass steigende Temperaturen, Dürreperioden und Stürme keine Naturlaune sind – sie sind hausgemacht. Und trotzdem tun wir oft so, als hätte das alles nichts mit uns zu tun.

    Ich bin wütend. Nicht auf das Feuer. Sondern auf unsere kollektive Trägheit. Unsere Ausreden. Unser endloses „Man müsste mal“. Wie viele Menschen müssen noch sterben, wie viele Kulturgüter in Rauch aufgehen, bis wir den Ernst dieser Lage wirklich begreifen?

    Und gleichzeitig – ich bin traurig. Weil ich weiß, dass in diesen Flammen auch Geschichten verbrennen. Tempel, in denen Generationen gebetet haben. Wälder, durch die Kinder gelaufen sind. Dörfer, die nie wieder so sein werden wie zuvor. All das – verloren in einer Welt, die zu lange gezögert hat.

    Aber vielleicht – und das ist mein kleiner Funken Hoffnung – vielleicht brennt in dieser Zerstörung auch ein neuer Anfang. Vielleicht ist irgendwann bald diese Glut auch ein Weckruf. Einer, der uns aus unserer Lethargie reißt. Der zeigt, wie eng wir alle miteinander verbunden sind – und wie verletzlich diese Verbindung ist.

    Was ist los in Fernost? Ganz einfach: Die Natur zeigt uns gerade, wie es aussieht, wenn wir ihr zu lange den Rücken kehren. Und sie schreit nicht. Sie brennt.

    Von Andreas M. Brucker

  • „La patrie a besoin de vous“ – Mehr als 12.000 neue Bewerber für die französische Reserve

    „La patrie a besoin de vous“ – Mehr als 12.000 neue Bewerber für die französische Reserve

    Ein Appell mit Wirkung: Seit Anfang des Jahres haben sich über 12.000 Französinnen und Franzosen gemeldet, um Teil der nationalen Reserve zu werden. Eine beeindruckende Zahl – und ein klares Zeichen, dass das Engagement für die Republik wieder an Bedeutung gewinnt. Macrons Worte als Auslöser Es war der 5. März, als Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache eindringlich an seine Mitbürger appellierte: „Die Heimat braucht Sie, Ihr Engagement.“ Allein danach gingen 7.500 Bewerbungen auf der Webseite der nationalen Reserve ein. Ob aus patriotischem Pflichtgefühl, wachsender Unsicherheit oder dem Wunsch, vorbereitet zu sein – der Funke scheint übergesprungen zu sein. Heute zählt Frankreich rund 84.000 Reservistinnen und Reservisten. Das ist mehr als ein Symbol. Es ist ein echtes Netzwerk von Menschen aus der Zivilgesellschaft, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – teils in Uniform, teils im Hintergrund, aber immer im Dienste der Gemeinschaft. Reservist sein – was heißt da…

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  • Eddy Mitchell sagt Sommer-Tour ab – gesundheitliche Gründe zwingen den Rock-Veteranen zur Pause

    Eddy Mitchell sagt Sommer-Tour ab – gesundheitliche Gründe zwingen den Rock-Veteranen zur Pause

    Eddy Mitchell, französische Rocklegende und Grand Seigneur des Chansons, muss diesen Sommer kürzertreten. Sechs bereits angekündigte Konzerte – darunter auch sein geplanter Auftritt bei den Francofolies in La Rochelle – wurden offiziell abgesagt. Der Grund: gesundheitliche Probleme, die eine längere…

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  • Kirchliche Missbrauchsskandale: Fast 1.600 Opfer suchten seit 2022 Hilfe

    Kirchliche Missbrauchsskandale: Fast 1.600 Opfer suchten seit 2022 Hilfe

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2022 haben sich fast 1.600 Betroffene sexualisierter Gewalt durch kirchliche Amtsträger an die unabhängige Instanz Inirr gewandt. Diese von der Französischen Bischofskonferenz ins Leben gerufene Organisation soll Anerkennung und Entschädigung für das erlittene Leid bieten – ein Versuch, Gerechtigkeit nach Jahrzehnten des Schweigens und Wegschauens zu ermöglichen.

    Ein zögerlicher Anfang – und ein plötzlicher Anstieg

    Anfangs bewegte sich die Zahl der monatlichen Anfragen eher im unteren Bereich. Im Februar dieses Jahres jedoch verzeichnete Inirr eine deutliche Zunahme: 31 Menschen wandten sich innerhalb eines Monats an die Instanz – dreimal mehr als üblich. Auslöser war die breite Berichterstattung rund um die Vorfälle im katholischen Internat Notre-Dame de Bétharram sowie die Enthüllungen über den einst hoch geachteten Abbé Pierre.

    Diese Ereignisse rüttelten auf. Sie machten sichtbar, wie tief der Schmerz noch sitzt – und wie dringend viele Menschen die Möglichkeit suchen, gehört zu werden.

    Wer sind die Betroffenen?

    Die meisten von ihnen sind heute zwischen 50 und 60 Jahre alt. Viele wurden in den 1970er, 80er oder 90er Jahren missbraucht – also zu einer Zeit, als die Kirche noch als moralische Instanz galt und Kritik an Priestern tabu war. Rund zwei Drittel der Opfer sind Männer. Besonders erschreckend: In der Hälfte der Fälle waren die Kinder zwischen 11 und 15 Jahren alt, als die Übergriffe begannen. Und sie dauerten oft über Jahre hinweg an – in 52 Prozent der Fälle zwischen ein und fünf Jahren.

    Was leistet Inirr konkret?

    Insgesamt hat die Instanz bislang 765 Entscheidungen getroffen. Fast alle beinhalten auch eine finanzielle Komponente – 99 Prozent der Fälle. In 132 davon wurde die höchstmögliche Entschädigungssumme von 60.000 Euro zugesprochen. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Zahlung bei 36.430 Euro.

    Doch Geld ist nur ein Teil der Wiedergutmachung. Viele Opfer wünschen sich vor allem Anerkennung und das Eingeständnis der Kirche, dass ihnen Unrecht widerfahren ist – und dass dieses Unrecht jahrzehntelang vertuscht wurde.

    Ein Tropfen auf den heißen Stein?

    Angesichts der vom „Sauvé-Bericht“ geschätzten Zahl von 330.000 betroffenen Minderjährigen in Frankreich wirkt die Zahl der bislang registrierten Fälle beinahe winzig. Warum melden sich nicht mehr Menschen?

    Vielleicht liegt es an der Scham, an der Angst, nicht ernst genommen zu werden. Vielleicht auch daran, dass viele Betroffene sich noch nicht bereit fühlen, ihr Schweigen zu brechen. Oder – was besonders bitter wäre – weil sie kein Vertrauen mehr in kirchliche Strukturen haben, selbst wenn diese sich nun „unabhängig“ nennen.

    Zwei Instanzen, ein Ziel

    Neben der Inirr gibt es noch eine zweite Einrichtung: die CRR, zuständig für Opfer aus religiösen Orden und Gemeinschaften. Beide wurden als Reaktion auf den Schock des „Sauvé-Berichts“ gegründet – einem Dokument, das Frankreichs Gesellschaft zutiefst erschütterte. Doch noch ist viel zu tun, um das volle Ausmaß der Taten aufzuarbeiten und langfristig Vertrauen zurückzugewinnen.

    Denn eines steht fest: Die Seelen der Betroffenen tragen oft Wunden, die kein Geld der Welt heilen kann. Aber es ist ein Anfang.

    Und wer, wenn nicht die Kirche selbst, sollte sich dieser Verantwortung stellen?

    Von C. Hatty

    Quellen:
    https://nachrichten.fr