Autor: Nachrichten

  • Tödliche Schüsse: Bastia unter Schock nach Mord an Ex-Mitglied der Mafiagruppe „Brise de Mer“

    Tödliche Schüsse: Bastia unter Schock nach Mord an Ex-Mitglied der Mafiagruppe „Brise de Mer“

    Ein Schusswechsel am frühen Samstagmorgen hat das Zentrum von Bastia in eine Szene verwandelt, die an vergangene Zeiten der korsischen Bandenkriege erinnert. Gegen 8 Uhr wurde Robert Moracchini, eine einstige Schlüsselfigur des berüchtigten Verbrecherkartells „Brise de Mer“, direkt vor seinem Wohnhaus erschossen. Ein Auftragsmord mitten auf der Straße – eiskalt, präzise und mit einer klaren Botschaft. Die Polizei spricht inzwischen offiziell von „Mord in organisierter Bande“ und „krimineller Vereinigung zur Begehung eines Verbrechens“. Für viele in Bastia klingt das wie ein Déjà-vu – zu vertraut sind die Muster, zu bekannt die Namen. Ein Name, der eine Ära prägte Robert Moracchini war kein Unbekannter. Er galt als einer der Mitbegründer der „Brise de Mer“ – einer Organisation, die sich in den 1980er Jahren von einem losen Zusammenschluss in einem kleinen Hafenlokal zum mächtigsten mafiösen Netzwerk Korsikas entwickelte. Der Name des Kartells stammt von der gleichnamigen Bar im alten Ha…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Wenn der Mond an der Sonne knabbert: Sonnenfinsternis fasziniert Toulouse

    Wenn der Mond an der Sonne knabbert: Sonnenfinsternis fasziniert Toulouse

    Ein Himmelsspektakel hat am Samstag, dem 29. März 2025, viele Menschen in Frankreich in seinen Bann gezogen. Eine partielle Sonnenfinsternis legte sich über Teile Europas – und machte auch über Toulouse nicht Halt. Besonders eindrucksvoll war das Schauspiel auf dem Gelände der Cité de l’espace zu erleben, wo Fachleute und Hobbyastronomen gemeinsam die Augen (mit Schutzbrillen!) gen Himmel richteten.

    Das Bild, das sich den Beobachtenden bot, war poetisch und doch real: Der Mond schob sich langsam vor die Sonne, als würde er sich ein kleines Stück davon stibitzen. Ein Mitarbeiter der Cité de l’espace brachte es charmant auf den Punkt: „Man beginnt zu sehen, wie die Sonne ein wenig von dem Mond angeknabbert wird, das ist faszinierend.“ Und genau das war es auch – faszinierend, lehrreich, bewegend.

    Teleskope, Schutzbrillen und staunende Gesichter

    Der Ablauf der Finsternis war genau getaktet. In Toulouse begann die partielle Verdeckung der Sonne um 11:02 Uhr. Der Höhepunkt war um 11:51 Uhr erreicht – da waren rund 17,4 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt. Um 12:43 Uhr war das Spektakel wieder vorbei.

    Die Cité de l’espace nutzte die Gelegenheit clever. Sie bot ein umfassendes Beobachtungsprogramm an, das nicht nur den Blick durch Teleskope ermöglichte, sondern auch durch zahlreiche Informationsangebote glänzte. Für Kinder, Familien und Schulklassen war es ein Ereignis mit Aha-Effekt – das Universum zum Anfassen nah.

    Mehr als nur ein astronomischer Schnickschnack

    Wozu der ganze Aufwand? Ganz einfach: Solche Erlebnisse machen Wissenschaft greifbar. Wenn plötzlich hunderte Menschen mit Schutzbrillen ausgestattet auf einem Platz stehen und ehrfürchtig den Himmel betrachten, wird die trockene Theorie lebendig. Es geht nicht nur um Zahlen, Winkel und Bahnen – es geht ums Staunen, um Fragen wie: „Was machen wir eigentlich hier auf diesem Planeten?“

    Die Veranstaltung hatte aber auch eine ernste Komponente. Der Schutz der Augen stand an erster Stelle. Die Sonne darf unter keinen Umständen ohne spezielle Schutzbrille beobachtet werden – das Risiko für bleibende Augenschäden ist enorm. Gut also, dass Aufklärung und Sicherheit bei der Cité de l’espace großgeschrieben wurden.

    Ein kurzer Schatten – und ein langer Eindruck

    So eine Sonnenfinsternis ist schnell vorbei. Doch der Eindruck bleibt. Erwachsene, die sich an ihre erste Finsternis in Kindertagen erinnern, erzählen oft noch Jahrzehnte später davon. Für viele Kinder und Jugendliche in Toulouse war es am Samstag vermutlich das erste Mal – und definitiv nicht das letzte, dass sie sich für Astronomie begeisterten.

    Das Zusammenspiel von Sonne, Mond und Erde wurde nicht nur sichtbar – es wurde erlebbar. Und wer einmal gesehen hat, wie sich ein dunkler Schatten langsam über das gleißende Licht der Sonne legt, der versteht auch die Faszination, die Menschen seit Jahrtausenden mit diesen Himmelsphänomenen verbinden.

    Der Himmel als Bühne für Neugier

    Astronomie ist ein Fenster in die Vergangenheit, ein Spiegel der Gegenwart und ein Kompass für die Zukunft. Wer sich einmal auf dieses Abenteuer einlässt, will mehr – mehr wissen, mehr sehen, mehr verstehen. Und genau darin liegt der Reiz solcher Veranstaltungen. Sie machen nicht nur Spaß – sie wecken Fragen, die nicht mit einem Klick beantwortet sind.

    Was war das noch gleich mit der Mondbahn? Warum gibt’s eigentlich nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis? Und wie sieht das wohl von einem anderen Planeten aus? – Fragen über Fragen, die zeigen, dass Neugier das schönste Mitbringsel eines solchen Tages ist.

    Nicht alltäglich – und gerade deshalb besonders

    Sonnenfinsternisse sind seltene Gäste am Himmel Europas. Und doch bringen sie jedes Mal aufs Neue Menschen zusammen. Familien, Schulklassen, Rentnergruppen, Technikfreaks – sie alle stehen nebeneinander, schauen in dieselbe Richtung und erleben einen gemeinsamen Moment des Staunens.

    Das nächste Mal? Vielleicht nicht morgen. Vielleicht nicht mal im nächsten Jahr. Aber sicher irgendwann. Und wer dann wieder zur Schutzbrille greift, wird sich erinnern – an diesen Tag, an Toulouse, an das Gefühl, wenn der Mond sich ein Stück von der Sonne schnappte.

    Von C. Hatty

  • Der 29. März: Ein Tag, der Geschichte schrieb

    Der 29. März: Ein Tag, der Geschichte schrieb

    Manche Daten in unserem Kalender wirken auf den ersten Blick unscheinbar – doch schaut man genauer hin, offenbaren sie ein überraschend dichtes Geflecht aus Wendepunkten, Premieren und politischen Paukenschlägen. Der 29. März ist so ein Tag. Ein Streifzug durch die Geschichte zeigt, wie viel an nur einem Datum passieren kann – in Frankreich, Deutschland und der Welt.

    Beginnen wir im Jahr 1638, als eine kleine Gruppe schwedischer Siedler mit großen Ambitionen in Nordamerika landete. Am Ufer des Delaware gründeten sie „Neuschweden“. Ein eher kurzer Auftritt in der Kolonialgeschichte – 17 Jahre später schnappte sich die Niederländische Westindien-Kompanie das Gebiet. Doch der Versuch, abseits von den großen Kolonialmächten Fuß zu fassen, zeugt vom Selbstbewusstsein der schwedischen Krone in jener Zeit. Und wenn man so will: ein früher Beleg für die europäische Konkurrenzmentalität in Übersee.

    Springen wir in die Weimarer Republik: Am 29. März 1925 fand in Deutschland die erste direkte Wahl des Reichspräsidenten statt – ein demokratisches Novum. Der Kandidat der konservativen DVP, Karl Jarres, holte im ersten Wahlgang die meisten Stimmen, doch nicht genug. Im zweiten Wahlgang trat er nicht mehr an und machte Platz für einen Mann, dessen Name sich tief in die deutsche Geschichte eingraben sollte: Paul von Hindenburg. Sein späteres Zusammenspiel mit Hitler – das wissen wir heute – ebnete dem Nationalsozialismus den Weg zur Macht. Tragisch, wie viele demokratische Prozesse in der Weimarer Republik letztlich von antidemokratischen Kräften ausgenutzt wurden.

    Und genau diese dunklen Kräfte zeigten am 29. März 1933 erneut ihr Gesicht: Die UFA, damals das größte deutsche Filmstudio, entließ an diesem Tag sämtliche jüdischen Mitarbeiter. Ein willfähriger Schritt im Gleichschritt mit der neuen NS-Ideologie. Die Filmbranche, einst ein Hort jüdischer Kreativität, verlor über Nacht ihre Vielfalt und ihre Seele. Was bleibt? Ein mahnendes Beispiel für die rasante Geschwindigkeit, mit der ein System ins Rutschen geraten kann.

    Apropos Geschwindigkeit – lassen wir den Blick kurz in Richtung Wissenschaft und Alltag wandern: Am selben Tag im Jahr 1947 meldete Percy Spencer, ein US-amerikanischer Ingenieur, ein Patent für die Zubereitung von Popcorn mittels Mikrowellenstrahlung an. Kaum zu glauben, aber wahr: Der Mikrowellenherd entstand aus einem Zufall im Labor, als Spencer bemerkte, dass ein Schokoriegel in seiner Tasche schmolz – ausgelöst durch Radarwellen. Der Rest ist Snack-Geschichte.

    Wenige Jahrzehnte später, 1972, betrat in Schweden eine Musikgruppe zum ersten Mal gemeinsam ein Tonstudio: ABBA. Ihr Song „People Need Love“ war noch ein zartes Pflänzchen, aber er wurde der erste Schritt auf einem Weg, der sie zu globalen Pop-Ikonen machte. Ob auf Hochzeiten, Geburtstagen oder im Radio – ihre Melodien verfolgen uns bis heute.

    Zurück nach Deutschland. Am 29. März 1983 zogen zum ersten Mal Abgeordnete der Partei „Die Grünen“ in den Bundestag ein. Unter ihnen bekannte Namen wie Petra Kelly, Joschka Fischer und Otto Schily. In Jeans und Pullover betraten sie den Plenarsaal und brachten ein Stück Gegenkultur in den politischen Alltag. Wer hätte damals gedacht, dass aus dieser Bewegung einmal Minister hervorgehen würden?

    Noch ein Schritt nach vorn, ins Jahr 1990: Die Währungsunion zwischen der DDR und der Bundesrepublik war in greifbarer Nähe. An jenem Tag empfahl die Bundesbank einen Umtauschkurs von 2:1 – also zwei Ostmark für eine D-Mark. Eine Entscheidung mit weitreichenden wirtschaftlichen Folgen. Viele Ostdeutsche fühlten sich wirtschaftlich überrannt, andere sahen endlich Perspektive. Ein komplexes Kapitel der Wiedervereinigung, das bis heute nachwirkt.

    Und dann, im Jahr 2017, hallte ein Paukenschlag durch Europa: Großbritannien reichte offiziell das Austrittsgesuch aus der Europäischen Union ein – der Beginn des Brexit-Prozesses. Damit wurde aus einem politischen Versprechen Ernst, und der Kontinent trat in eine Phase der Unsicherheit. Viele junge Briten protestierten, viele europäische Politiker schüttelten den Kopf – doch die Weichen waren gestellt. Heute, Jahre später, sind die Nachwirkungen immer noch spürbar: wirtschaftlich, gesellschaftlich und emotional.

    Blicken wir nach Frankreich: Der 29. März 2004 brachte eine politische Zäsur. Bei den Regionalwahlen erlitt die konservative Regierungspartei UMP von Präsident Jacques Chirac eine schwere Niederlage. Die Sozialisten übernahmen in vielen Regionen die Kontrolle. Es war eine erste Abrechnung der Wählerschaft mit den wirtschaftlichen Reformplänen der Regierung – und ein Vorbote kommender politischer Turbulenzen in Frankreichs Innenpolitik.

    Aber nicht nur Politik und Erfindungen prägten diesen Tag.

    Auch in der Kulturgeschichte hinterließ der 29. März Spuren. So wurde 1955 der irische Schauspieler Brendan Gleeson geboren – vielen bekannt aus Filmen wie „Brügge sehen… und sterben?“ oder „Harry Potter“. Oder der norwegische Autor Jo Nesbø, geboren 1960, dessen düstere Krimis millionenfach verkauft wurden. Solche Namen stehen für eine Kultur, die über Grenzen hinweg begeistert – und die am 29. März ihren Anfang nahm.

    Der Todestag des französischen Schauspielers Bernard Blier im Jahr 1989 markiert hingegen das Ende einer Schauspiel-Ära. Seine unverwechselbare Mimik, sein humorvoll-bissiger Tonfall – all das machte ihn zu einem Liebling des französischen Kinos.

    Und damit stellt sich unweigerlich die Frage: Was verrät uns dieser Tag über uns selbst?

    Vielleicht, dass Geschichte selten stillsteht. Dass Wandel, Brüche, Chancen und Krisen sich nicht nach Kalenderwochen richten. Sondern oft überraschend – manchmal sogar an einem Montagmorgen – plötzlich da sind.

  • Neues E-Book: Mit Kindern Frankreich entdecken – Ein Osterabenteuer voller Genuss & Natur

    Neues E-Book: Mit Kindern Frankreich entdecken – Ein Osterabenteuer voller Genuss & Natur

    Der perfekte Familien-Reisebegleiter für einen unvergesslichen Frühlingsurlaub.

    Frankreich im Frühling erleben – mit Kindern, leichtem Gepäck und großen Augen.
    Dieses Buch ist kein Reiseführer im klassischen Sinne. Es ist ein liebevoll gestalteter Erlebnisbegleiter, der zeigt, wie Familien Frankreich mit allen Sinnen entdecken können – spielerisch, entspannt und voller Magie.

    Ob ihr mit Kleinkind, Schulkind oder Teenager unterwegs seid, mit dem Auto durch die Provence fahrt, die Loire-Schlösser bestaunt oder Paris zum ersten Mal mit Kinderaugen seht:
    👉 Dieses Buch begleitet euch mit Ideen, Geschichten, Geheimtipps und echtem Herzblut.


    🌸 Was euch erwartet:

    ✔️ 25 liebevoll geschriebene Kapitel mit echten Insidertipps für den Osterurlaub
    ✔️ Reiserouten für unterschiedliche Altersgruppen – individuell und flexibel anpassbar
    ✔️ Detaillierte Stadtführungen durch Orte wie Paris, Colmar, Nantes, Sarlat oder Avignon – perfekt abgestimmt auf Familien
    ✔️ Besondere Erlebnisse wie Eselwanderungen, Baumkronenpfade, Höhlenbesuche oder historische Shows
    ✔️ Familienfreundliche Restaurants & Picknickplätze, die Kinder lieben
    ✔️ Kultur zum Anfassen – kindgerecht erklärt und mit Ideen zum Mitmachen
    ✔️ Geheimtipps abseits des Mainstreams, die wirklich überraschen
    ✔️ Praktische Infos zu Verkehr, Unterkünften, Packlisten, Apps & mehr
    ✔️ Persönliche Empfehlungen von einem Frankreich-Experten, der mit Herz und Erfahrung schreibt


    🧭 Für wen ist dieses Buch?

    ✅ Familien mit Kindern zwischen 0 und 16 Jahren
    ✅ Eltern, die ihren Kindern mehr zeigen wollen als nur Spielplätze – aber genau wissen, wie wichtig Spielplätze sind
    ✅ Frankreich-Liebhaber*innen, die neue Orte entdecken wollen
    ✅ Reiselustige, die Wert auf authentische Erlebnisse legen – statt überlaufener Touristenpunkte
    ✅ Alle, die sich Ostern als Familienzeit zurückholen wollen – mit Natur, Kultur und Crêpe in der Hand


    📦 Format


    💡 Warum dieses Buch?

    Weil Reisen mit Kindern anders ist – und genau deshalb besonders.
    Weil Frankreich mehr ist als nur Paris und Côte d’Azur.
    Weil die besten Momente oft auf einem Feldweg, neben einem Lavendelstrauch oder beim ersten Crêpe passieren.

    Und weil du mit diesem Buch nicht alles planen musst – sondern Lust bekommst, loszufahren.


    „Mit Kindern durch Frankreich – Ein Osterabenteuer voller Genuss, Natur & Entdeckungen“ ist mehr als ein Reiseführer.
    Es ist eine Einladung. Eine Inspiration. Und vielleicht der schönste Start in eure nächste Familiengeschichte.

  • Tödliche Messerattacke auf der Place de la Victoire – Bordeaux unter Schock

    Tödliche Messerattacke auf der Place de la Victoire – Bordeaux unter Schock

    Bordeaux, 28. März 2025 – Ein Tag, der sich ins kollektive Gedächtnis der Stadt eingebrannt hat. Mitten im pulsierenden Zentrum, auf der sonst so lebendigen Place de la Victoire, kam es am frühen Abend zu einem tödlichen Gewaltausbruch. Ein 28-jähriger Mann wurde Opfer einer brutalen Messerattacke – und Bordeaux hielt für einen Moment den Atem an.


    Augenzeugen berichten von einem plötzlichen Streit, Schreien – und dann Panik. Innerhalb von Sekunden verwandelte sich der Platz in ein Szenario, das man sonst nur aus düsteren Krimis kennt. Das Opfer brach zusammen, schwer verletzt, blutüberströmt. Trotz schneller Hilfe durch die Rettungskräfte konnte sein Leben nicht gerettet werden – er starb noch am Tatort.

    Die Polizei war zügig vor Ort und konnte in unmittelbarer Nähe einen Verdächtigen stellen. Der Mann, gegen den nun wegen vorsätzlichen Totschlags ermittelt wird, befindet sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu Motiv und genauer Tathergang laufen auf Hochtouren.


    Was bleibt, ist Fassungslosigkeit.

    Die Place de la Victoire – normalerweise ein Ort, an dem sich junge Leute treffen, Studenten plaudern, Touristen Fotos machen – wurde zum Schauplatz eines tödlichen Verbrechens. Das Gefühl von Sicherheit, das die Menschen in dieser Ecke von Bordeaux lange Zeit hatten, hat einen tiefen Riss bekommen.

    Die Stadtverwaltung reagierte schnell. Für Augenzeugen, Anwohner und Angehörige wurde eine psychologische Anlaufstelle eingerichtet – eine wichtige Maßnahme, denn viele sind emotional schwer erschüttert. Niemand rechnet damit, Zeuge eines derart brutalen Vorfalls zu werden, wenn man einfach nur seinen Feierabend genießen möchte.


    Doch diese Tragödie ist kein Einzelfall.

    Bereits im April 2024 kam es in Bordeaux zu einer tödlichen Messerattacke. Damals griff ein 25-jähriger Asylbewerber mehrere Personen am Ufer der Garonne an. Ein Mann starb, der Täter wurde später von der Polizei erschossen. Die Ermittlungen ergaben, dass religiöse Spannungen eine Rolle gespielt haben könnten.

    Beide Fälle – so unterschiedlich sie in ihrer Motivation sein mögen – zeigen, wie sehr das Thema Gewaltbereitschaft im öffentlichen Raum an Brisanz gewonnen hat. Und sie lassen viele fragen: Was läuft schief in unserer Gesellschaft?


    Der Druck auf Politik und Polizei wächst.

    Die Menschen in Bordeaux verlangen Schutz – und zwar spürbar. Mehr Präsenz der Sicherheitskräfte, klarere Präventionsstrategien, vielleicht auch ein stärkerer Fokus auf soziale Ursachen und psychologische Betreuung auffälliger Personen. Doch was davon kann wirklich helfen? Und was ist lediglich Symbolpolitik?

    Ein Bürgermeister kann keine Gedanken lesen, ein Polizist nicht überall gleichzeitig sein. Aber das Gefühl, dass man nicht schutzlos ausgeliefert ist – das ist es, was sich viele jetzt wünschen.


    Manche fordern härtere Strafen, andere setzen auf Integration, Bildung und Dialog. Doch vielleicht braucht es nicht nur ein Entweder-oder, sondern ein Umdenken auf mehreren Ebenen. Gewalt ist nie ein Zufall – sie hat immer Ursachen. Diese zu erkennen und gezielt anzugehen, ist keine leichte Aufgabe, aber eine, der man sich stellen muss.


    Was in Bordeaux passiert ist, könnte in jeder anderen Stadt ebenso geschehen. Das macht es nicht weniger tragisch – aber umso wichtiger, darüber zu sprechen. Gewalt darf nie zur Gewohnheit werden, nie zum Normalzustand. Und genau das ist die Gefahr: dass solche Vorfälle irgendwann nur noch ein weiterer Eintrag in der Chronik sind.

    Doch Bordeaux – das zeigen die Reaktionen der Menschen – will sich nicht damit abfinden. Die Bürger fordern Antworten, Maßnahmen und vor allem: echte Veränderung.


    Und vielleicht entsteht aus diesem Schmerz auch ein neuer Zusammenhalt – denn wer einmal sieht, wie fragil das Leben im öffentlichen Raum sein kann, erkennt, wie wertvoll ein sicherer Alltag ist.

    Catherine H.

  • Frühstück mit Folgen – Yachtunfall in Schutzgebiet endet mit Haftstrafe

    Frühstück mit Folgen – Yachtunfall in Schutzgebiet endet mit Haftstrafe

    Ein sonniger Morgen, ein italienischer Anwalt auf seiner luxuriösen Yacht vor der Küste Korsikas – und ein Frühstück, das alles veränderte. Was wie eine harmlose Auszeit klang, mündete in einem ökologischen Desaster: Der Mann hatte den Autopiloten aktiviert, um in aller Ruhe zu frühstücken. Während er seinen Kaffee schlürfte, strandete seine Yacht mitten im Parc Naturel Marin du Cap Corse et des Agriates – einem der empfindlichsten und artenreichsten Meeresschutzgebiete Frankreichs. Das Urteil folgte prompt: ein Jahr Gefängnis wegen grober Fahrlässigkeit. Und das hat Signalwirkung.

    Der betroffene Naturpark, gelegen im Nordwesten Korsikas, ist ein marines Juwel. Seine Unterwasserwelt ist Heimat für zahlreiche bedrohte Arten – ein Paradies für Meeresbiologen, ein Rückzugsort für Tiere, die anderswo kaum noch Lebensraum finden. Genau deshalb ist der Schutzstatus so streng. Genau deshalb tut jede Form von Verschmutzung besonders weh. Nach dem Unfall wurden große Mengen Treibstoff und Scha…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Tarn-et-Garonne: Frankreichs wasserreiches Wunderland

    Tarn-et-Garonne: Frankreichs wasserreiches Wunderland

    Wenn du gerne am Wasser bist – ob paddelnd, planschend oder einfach nur träumend – dann wird dich Tarn-et-Garonne direkt ins Herz treffen. Dieses versteckte Juwel im Südwesten Frankreichs ist wie gemacht für Menschen, die Wasser nicht nur trinken, sondern erleben wollen. Mit sanft schlängelnden Flüssen, stillen Seen und historischen Kanälen fühlt sich hier alles […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Verborgene Welten: Spektakuläre Höhlenentdeckung in der Bourgogne

    Verborgene Welten: Spektakuläre Höhlenentdeckung in der Bourgogne

    Manchmal beginnt ein Abenteuer direkt vor der Haustür – oder besser gesagt: unter den Füßen. Zwei Nachbarn in der Bourgogne, leidenschaftliche Höhlenforscher, haben eine Entdeckung gemacht, die nicht nur in Fachkreisen für Aufsehen sorgt. Bei einer Erkundung einer bis dahin unbekannten Felsöffnung stießen sie auf ein gewaltiges, fast mystisches Loch im Boden – ein Zugang zu einem rund 200 Meter langen Netzwerk unterirdischer Gänge. Diese neue Höhle reiht sich nahtlos ein in eine lange Tradition spektakulärer Entdeckungen in der Region. Man denke nur an die berühmten Grotten von Azé oder Blanot – oder an das geheimnisvolle Creux Billard. Doch diese jüngste Entdeckung hebt sich ab. Nicht nur wegen ihrer frischen Unerforschtheit, sondern auch durch die unberührte Schönheit und das Potenzial für neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Ein Geschenk der Tiefe In einer Welt, in der vieles kartiert, vermessen und digitalisiert scheint, überrascht es umso mehr, dass der Boden unter unseren Füßen n…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Arbois – Wo der Jura die Seele küsst. Auf den Spuren von Louis Pasteur

    Arbois – Wo der Jura die Seele küsst. Auf den Spuren von Louis Pasteur

    Schon mal davon geträumt, in eine Landschaft einzutauchen, in der sich Natur und Geschichte so harmonisch verbinden, dass man den Alltag für ein paar Stunden oder Tage komplett vergisst? Willkommen in Arbois – einem zauberhaften Ort mitten im französischen Jura, der nicht nur mit seinen Weinbergen, Wasserfällen und historischen Gassen punktet, sondern auch mit einem […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Verheerendes Erdbeben in Südostasien: Über 1.000 Tote und mehr als 2.300 Verletzte in Myanmar

    Verheerendes Erdbeben in Südostasien: Über 1.000 Tote und mehr als 2.300 Verletzte in Myanmar

    Ein Erdstoß, der alles veränderte – binnen Sekunden hat ein Beben der Stärke 7,7 am Freitag weite Teile Myanmars erschüttert und eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Besonders schlimm traf es die Region um Mandalay. Die traurige Bilanz: Über 1.000 Todesopfer, mehr als 2.300 Verletzte und ein erschüttertes Land, das jetzt buchstäblich in Trümmern liegt.

    Die genaue Zahl der Opfer ist kaum zu schätzen, nicht zuletzt, weil viele Gebiete noch immer von der Außenwelt abgeschnitten sind. Telefonleitungen sind zerstört, Straßen unpassierbar – viele Orte bleiben vorerst unerreichbar. Doch was man weiß, reicht aus, um das Ausmaß der Katastrophe zu erahnen.

    Rettung in der Hoffnungslosigkeit

    Seit dem Beben kämpfen Helfer gegen die Zeit. Inmitten von eingestürzten Häusern, umgestürzten Strommasten und klaffenden Rissen im Asphalt suchen sie unermüdlich nach Überlebenden. Der Lärm der Rettungsgeräte mischt sich mit Rufen und Hilfeschreien – eine Szene, die unter die Haut geht.

    In der Hauptstadt Rangun sind erste Hilfsgüter eingetroffen. Ein Flugzeug aus Indien brachte Decken, Nahrung, Hygieneartikel – Dinge, die jetzt über Leben und Tod entscheiden können. Auch China schickt Hilfe: 82 Rettungskräfte wurden entsandt. Weitere Unterstützung kam von der EU, Frankreich, den USA und Indonesien. Die WHO hat ihr Notfallmanagement aktiviert.

    Bangkok – eine Stadt im Ausnahmezustand

    Während Myanmar um seine Menschen ringt, traf das Beben auch das Nachbarland Thailand. In Bangkok stürzte ein im Bau befindliches Hochhaus mit 30 Stockwerken in sich zusammen. Eine apokalyptische Szene – Stahlträger wie Mikadostäbe geknickt, Betonplatten wie Spielkarten übereinander gestapelt.

    Mindestens zehn Menschen kamen dort ums Leben, zahlreiche Bauarbeiter wurden verschüttet. Die Suche nach Überlebenden läuft rund um die Uhr. Der Gouverneur von Bangkok warnte bereits, dass auch hier die traurige Zahl steigen dürfte.

    Ein Beben, das Grenzen sprengt

    Die Erdstöße waren nicht nur lokal spürbar – selbst in der chinesischen Provinz Yunnan wackelten die Wände. Die chinesische Erdbebenbehörde registrierte eine Erschütterung mit der Stärke 7,9. Auch wenn es sich um dieselbe seismische Aktivität handelt, schwanken die Messwerte je nach Region und Instrument.

    Ist das erst der Anfang? Das fragen sich viele. Denn kurz nach dem Hauptbeben gab es bereits Nachbeben – das stärkste mit einer Magnitude von 6,7. Ein gefährliches Spiel der Natur, das die Angst weiter schürt.

    Ein Land ruft um Hilfe

    Myanmars Militärregierung steht international stark in der Kritik – doch jetzt, im Angesicht der Katastrophe, ist die Politik Nebensache. General Min Aung Hlaing bat um weltweite Unterstützung. „Jedes Land, jede Organisation“ solle helfen, hieß es offiziell.

    Und tatsächlich: Die internationale Gemeinschaft scheint gewillt, ihre Differenzen vorübergehend beiseitezulegen. Menschlichkeit vor Machtpolitik – eine wohltuende Ausnahme im geopolitischen Alltagschaos.

    Ein Schicksal, das verbindet

    Erdbeben kennen keine Grenzen, keine Religion, keine Politik. Sie treffen jeden. Vielleicht ist es genau das, was in diesen Tagen zählt – die Erinnerung daran, dass wir letztlich alle verletzlich sind.

    Ein Rettungssanitäter aus Mandalay erzählte Reportern, wie er ein kleines Mädchen aus den Trümmern zog. Sie hatte sich an eine Holzplanke geklammert, ihr Blick starr, ihr Körper zitternd. „Ich dachte, sie sei tot“, sagte er. Doch dann bewegte sie sich. Und weinte.

    Was bedeutet die Katastrophe für die Region, in der politische Konflikte, Armut und Instabilität ohnehin Alltag sind? Wird das Beben als neue Zäsur in die Geschichte eingehen – oder einfach nur als weiteres Kapitel in einer langen Reihe von Tragödien?

    Vielleicht liegt darin auch ein Hoffnungsschimmer. Denn Katastrophen zeigen nicht nur, wie viel zerstört werden kann – sondern auch, wie viel Solidarität in uns steckt.

    Von Catherine H.