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  • Trumps Strafzölle treffen deutsche Maschinenbauer ins Mark

    Trumps Strafzölle treffen deutsche Maschinenbauer ins Mark

    Gelbe Buchstaben auf grauem Beton: „Menzel Elektromotoren“ prangt es unübersehbar am Firmensitz in Berlin. Drinnen summen Kräne, wuchten tonnenschwere Elektromotoren für Ölkonzerne und Zementwerke durch die Produktionshallen. Ein Ort, an dem normalerweise Zukunft gebaut wird. Doch seit dem 9. April liegt ein dunkler Schatten über dem Betrieb – und nicht nur über ihm.

    Denn an diesem Tag traten die von Donald Trump durchgesetzten US-Strafzölle in Kraft. Für deutsche Exporteure, insbesondere die Maschinenbauer, ein Schock: Auf alle Produkte aus Deutschland – und aus dem gesamten EU-Raum – erhebt die USA nun 20 Prozent zusätzliche Abgaben. Das „Made in Germany“, einst ein Trumpf auf dem Weltmarkt, bekommt plötzlich einen bitteren Beigeschmack.

    Wenn die Weltmärkte verrückt spielen

    Menzel Elektromotoren verkauft rund fünf Prozent seiner Produktion in die Vereinigten Staaten. Kein gigantischer Anteil – aber groß genug, um Kopfschmerzen zu verursachen. Geschäftsführer Mathis Menzel bringt die Sorge auf den Punkt: „Das sind keine rationalen Methoden. Das sind Methoden der Mafia – draufhauen, ohne vorher zu reden.“

    Eine drastische Aussage, aber sie steht für den Frust vieler deutscher Mittelständler. Jahrzehntelang waren sie gewohnt, in stabilen Märkten mit klaren Regeln zu agieren. Jetzt ist plötzlich alles anders – und unberechenbar.

    „Selbst wenn es ein Abkommen mit Trump gibt – wer garantiert uns, dass er es nicht drei Wochen später wieder über den Haufen wirft?“ fragt Menzel. Die Unsicherheit sei tödlich für langfristige Geschäftsbeziehungen. Die Folge: Kunden zögern, Aufträge werden verschoben oder ganz gestrichen. Menzel rechnet mit einem „deutlichen Rückgang der Bestellungen“.

    Preise rauf – Vertrauen runter

    Für viele Firmen gibt es kaum Auswege. Menzel etwa bleibt nichts anderes übrig, als die Mehrkosten auf die Kunden abzuwälzen. Die Maschinen werden also teurer – was sie im internationalen Wettbewerb weniger attraktiv macht. Ein Teufelskreis, der nicht nur den Absatz hemmt, sondern auch das Vertrauen beschädigt.

    Vertrauen, das über Jahre aufgebaut wurde. Vertrauen in die Qualität deutscher Ingenieurskunst, in verlässliche Lieferungen und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Und jetzt? Alles auf der Kippe.

    Europa unter Zugzwang

    Der Vertriebsleiter des Unternehmens, Dirk Achhammer, setzt auf Brüssel – allerdings mit Maß. „Wir brauchen eine kluge Antwort“, sagt er. „Keine pauschalen Vergeltungsmaßnahmen, sondern gezielte Zölle, die unsere eigenen Verbraucher nicht übermäßig belasten.“

    Ein Balanceakt: Die EU muss Stärke zeigen, ohne in einen ausgewachsenen Handelskrieg hineinzurutschen. Denn wie sagt man so schön? Wenn sich zwei streiten, leidet der Dritte – in diesem Fall der Kunde.

    Ein Spiel mit dem Feuer

    Das ifo-Institut in München hat nachgerechnet: Durch die neuen US-Zölle könnten die deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten um bis zu 15 Prozent einbrechen. Das ist mehr als ein Kratzer – das ist ein tiefer Einschnitt in eine jahrzehntelange Erfolgsstory.

    Der Maschinenbau ist neben der Autoindustrie das Rückgrat der deutschen Exportwirtschaft. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen daran. Und wenn die Aufträge wegbrechen, bleiben nicht nur Maschinen stehen – sondern auch Existenzen auf der Strecke.

    Es ist, wie Dirk Achhammer sagt, „eine gefährliche Spirale“. Eine Spirale aus Zöllen, Gegenmaßnahmen, Vertrauensverlust – und einem Handelsklima, das von Unsicherheit geprägt ist. Wer soll da noch mutig investieren?

    Zwischen Ärger und Aktionismus

    Natürlich – niemand will sich von einem Mann wie Trump diktieren lassen, wie globaler Handel zu funktionieren hat. Aber blindwütiger Aktionismus bringt auch nichts. Es braucht jetzt Fingerspitzengefühl, Weitsicht und einen langen Atem.

    Und vielleicht, nur vielleicht, auch den Mut, über neue Märkte nachzudenken. Denn so sehr die USA ein wichtiger Handelspartner sind – sie sind nicht der einzige. Die Welt ist groß. Wer weiß – vielleicht entstehen aus der Krise ja neue Partnerschaften, neue Ideen, neue Chancen?

    Klingt naiv? Vielleicht. Aber wer nicht träumt, der findet auch keine Lösungen.

    Andreas M. Brucker

  • Feueralarm in den Alpen: Serie von Bränden erschüttert beliebte Skiorte

    Feueralarm in den Alpen: Serie von Bränden erschüttert beliebte Skiorte

    Ein lauter Knall, beißender Rauch – und dann ging alles ganz schnell. In der Nacht vom 8. auf den 9. April verwandelte sich der Urlaub für hunderte Gäste im beliebten Skiort La Plagne in ein regelrechtes Albtraumszenario. Die Ferienanlage Village Club MMV Plagne 2000 stand in Flammen. Ein dramatischer Zwischenfall, der zum Glück glimpflich ausging – zumindest, wenn man bedenkt, was hätte passieren können.

    Die Bilanz: 520 Menschen mussten evakuiert werden, darunter 460 Urlauber. Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen und wurden ins Krankenhaus von Bourg-Saint-Maurice gebracht. Für die übrigen gab es immerhin schnell Zuflucht – eine Mehrzweckhalle in der Nähe diente als Notunterkunft. Auch wenn dort kein Kamin knisterte, bot sie zumindest Wärme und Sicherheit.

    Das Feuer selbst brach Berichten zufolge im Untergeschoss aus – in einem Container. Was genau darin gelagert war und wie sich die Flammen so rasch ausbreiten konnten, ist bislang unklar. Die Ermittlungen laufen. Klar ist nur: Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Über 100 Einsatzkräfte rückten mit 46 Fahrzeugen an – und kämpften sich stundenlang durch dichten Rauch, um Schlimmeres zu verhindern.

    Die Bürgermeisterin von La Plagne, Corine Maironi-Gonthier, zeigte sich betroffen. Die Schäden seien erheblich, sagte sie. Das trifft die Region hart, schließlich gehört La Plagne zu den touristischen Zugpferden der französischen Alpen.

    Doch das war nicht der einzige Vorfall dieser Art – ganz im Gegenteil.

    Nur drei Tage zuvor, am 5. April, traf es die Ferienresidenz La Muzelle in Les Deux-Alpes. Auch hier musste evakuiert werden – 560 Urlauber waren betroffen. Und am 6. April loderten Flammen in einer Sauna in Sainte-Foy-Tarentaise. 40 Gäste kamen dabei mit dem Schrecken davon.

    Drei Brände in weniger als einer Woche – das ist kein Zufall mehr, sondern ein Alarmsignal.

    Man fragt sich unwillkürlich: Wie steht es um die Brandschutzmaßnahmen in den Alpenregionen?

    Gerade zur Hochsaison sind die Ferienanlagen voll bis unters Dach – mit Familien, Kindern, Wintersportfans. Die Sicherheitsstandards müssten eigentlich auf höchstem Niveau sein. Doch wenn sich solche Vorfälle in so kurzer Zeit häufen, muss hinterfragt werden, ob Kontrollen regelmäßig genug stattfinden – und ob man sich vielleicht zu sehr auf Altsysteme verlässt, die den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

    In Ferienanlagen schlummern viele Gefahrenquellen: überlastete Heizsysteme, elektrische Geräte, Mülllagerung, Saunen. Alles potenzielle Brandherde, die – wenn sie einmal Feuer fangen – rasch außer Kontrolle geraten können. Gerade in Gebäuden, die nicht selten aus Holz gebaut sind oder zumindest holzverkleidet, reicht ein kleiner Funke.

    In der Bevölkerung und bei Urlaubsgästen wächst nun das Unbehagen. Die Vorstellung, dass der gemütliche Winterurlaub zur Flucht aus einer brennenden Unterkunft werden könnte, ist beunruhigend – und vollkommen berechtigt.

    Natürlich ist jede Unterkunft verpflichtet, Sicherheitsstandards einzuhalten. Aber sind diese Standards noch zeitgemäß? Und wie oft werden sie wirklich kontrolliert?

    Nach den jüngsten Vorfällen dürfte das Thema in den kommenden Wochen auf politischer Ebene weiter Fahrt aufnehmen. Behörden, Brandschutzexperten und Betreiber stehen unter Zugzwang. Es wird erwartet, dass die Kontrollen verschärft und eventuell neue Vorschriften auf den Weg gebracht werden.

    Denn eines steht fest: Vertrauen in die Sicherheit vor Ort ist entscheidend für die touristische Attraktivität der Region. Ein Skiurlaub, bei dem man nachts aufwacht, weil Sirenen heulen und Rauch durchs Fenster zieht, bleibt nicht als Wintermärchen in Erinnerung – sondern als Schockmoment.

    Trotz allem bleibt eines positiv: Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr und der koordinierten Evakuierungsmaßnahmen kamen alle Menschen mit dem Leben davon. Das ist nicht selbstverständlich – und spricht für die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte vor Ort.

    Jetzt braucht es nachhaltige Maßnahmen, die über das bloße Löschen hinausgehen. Prävention muss das Schlagwort sein – nicht Reaktion. Vielleicht ist dieser dramatische Frühling der Weckruf, den die Branche gebraucht hat.

    Von C. Hatty

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  • 1987: Der Prozess gegen Klaus Barbie – Frankreichs spätes Gewissen

    1987: Der Prozess gegen Klaus Barbie – Frankreichs spätes Gewissen

    Im Mai 1987 blickte die Welt nach Lyon. Dort, im Justizpalast am Ufer der Rhône, begann ein historischer Gerichtsprozess, der Frankreich nicht nur juristisch, sondern auch moralisch und emotional herausforderte: Klaus Barbie, einst Chef der Gestapo in Lyon und berüchtigt als der „Schlächter von Lyon“, musste sich vor der cour d’assises für seine Verbrechen während der deutschen Besatzung verantworten. Nicht irgendein Prozess – sondern der erste in Frankreich, der sich auf den Straftatbestand der Verbrechen gegen die Menschlichkeit stützte.

    Fast 40 Jahre nach Kriegsende – warum erst jetzt? Diese Frage lag wie ein schwerer Schatten über dem Gerichtssaal.

    Ein Angeklagter, der lieber schwieg

    Der Angeklagte saß regungslos auf der Anklagebank, weigerte sich jedoch, an den meisten Verhandlungen teilzunehmen. Auf Anraten seines Anwalts Jacques Vergès – ein Mann, der ebenso provokant wie brillant war – verzichtete Barbie auf die Konfrontation mit seinen Opfern. Doch seine Abwesenheit wurde nicht als Schwäche interpretiert. Im Gegenteil: Viele empfanden sie als weiteren Akt der Verachtung gegenüber den Leidenden, als Fortsetzung seiner Grausamkeit mit anderen Mitteln.

    Das Tribunal der Überlebenden

    Was diesen Prozess so eindringlich machte, waren nicht nur die historischen Dimensionen – sondern vor allem die Stimmen derer, die überlebt hatten. Sie gaben dem Unvorstellbaren ein Gesicht, eine Stimme, eine zittrige Hand auf dem Rednerpult.

    Da war Lise Lesèvre, eine Résistance-Kämpferin, die 1944 verhaftet und in der Montluc-Gefängniszelle gefoltert wurde. Ihre Worte über Barbie: „Er war keine Person. Er war eine Bestie.“ Die Torturen, die sie schilderte – Elektroschocks, Schläge, psychische Zerstörung – waren kaum auszuhalten.

    Oder Simone Lagrange, die mit gerade einmal 13 Jahren in Barbies Fänge geriet. Ihre Kindheit endete in einem Verhörraum. Sie wurde geschlagen, erniedrigt, nach Auschwitz deportiert. Wer ihr zuhörte, spürte sofort: Es ging hier nicht nur um Gerechtigkeit – es ging um Würde.

    Alice Vansteenberghe, Ärztin und ebenfalls Widerstandskämpferin, identifizierte Barbie zweifelsfrei im Saal. Sie berichtete von Verbrennungen, von körperlichen Narben, die nie verheilten – und von seelischen, die noch tiefer saßen. Eine Stimme, die trotz Zitterns aufrecht blieb.

    Izieu – das unaussprechliche Verbrechen

    Und dann war da Izieu.

    Im April 1944 ließ Barbie 44 jüdische Kinder und ihre Betreuer aus der kleinen Waisenhaus-Kolonie Izieu deportieren. Keines der Kinder überlebte. Dieses Massaker, das den Anklagepunkt „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ besonders belastete, wurde zum moralischen Kern des Prozesses. Eine Zeugin, Edith Klebinder, berichtete über das abrupte Ende einer Kindheit, die nie hätte enden dürfen. Man hätte meinen können, das Publikum im Saal würde den Atem anhalten – aber es war ohnehin mucksmäuschenstill.

    Der lange Weg zur Verurteilung

    Die Justiz nahm sich Zeit – neun Wochen dauerte der Prozess, 145 Stunden Videomaterial wurden aufgezeichnet, 113 Nebenkläger traten auf, begleitet von rund 900 Journalisten aus aller Welt. Frankreich – ein Land, das sich jahrzehntelang schwergetan hatte, die Rolle von Kollaboration, Mitwisserschaft und Gleichgültigkeit aufzuarbeiten – sah sich im Spiegel.

    Am 4. Juli 1987, nach mehr als sechs Stunden Beratung, wurde Barbie schuldig gesprochen – in 17 Fällen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das Urteil lautete: lebenslange Haft.

    Doch nicht das Strafmaß war das Entscheidende. Vielmehr war es die symbolische Bedeutung des Urteils – ein späte, aber klare Positionierung gegen das Vergessen.

    Ein Land im Selbstgespräch

    Frankreich war 1987 ein anderes Land als zur Zeit der Résistance – aber die Erinnerung an diese Epoche lag wie eine dünne Staubschicht auf jeder Institution. Der Barbie-Prozess blies diesen Staub weg. Er machte sichtbar, was viele lieber übersehen wollten: Dass die Täter nicht nur von außen kamen. Dass Schuld nicht verschwindet, nur weil man schweigt. Und dass Erinnerung eine aktive Aufgabe ist – unbequem, schmerzhaft, aber notwendig.

    Der Prozess wirkte wie ein kollektives Gewissenstraining. Schülergruppen saßen im Gerichtssaal, Historiker diskutierten öffentlich im Fernsehen. Die Vergangenheit klopfte nicht mehr – sie trat die Tür ein.

    Ein Vermächtnis, das bleibt

    Die Wirkung des Prozesses reichte weit über das Urteil hinaus. In Frankreich führte er zu einem neuen Umgang mit der Vichy-Vergangenheit. Plötzlich war Raum für andere Prozesse – gegen Paul Touvier oder Maurice Papon. Der Barbie-Prozess war wie ein Dammbruch. Die Wahrheit floss – und sie spülte viele alte Lügen mit sich fort.

    Bis heute bleibt der Fall Barbie ein Mahnmal. Nicht, weil er alles gelöst hätte. Sondern weil er gezeigt hat, wie schwer es ist, sich der eigenen Geschichte zu stellen – und wie wichtig.

    Oder mal ehrlich: Wie wollen wir aus der Geschichte lernen, wenn wir sie nicht einmal aushalten?

    Ein Editorial von C. Hatty

  • Denkwürdige Ereignisse am 9. April: Ein Blick in die Geschichte

    Denkwürdige Ereignisse am 9. April: Ein Blick in die Geschichte

    Der 9. April hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche bedeutende Ereignisse hervorgebracht, die die Weltgeschichte geprägt haben. Von militärischen Wendepunkten über politische Entscheidungen bis hin zu kulturellen Meilensteinen – dieser Tag ist reich an historischen Begebenheiten.

    1682: La Salle beansprucht das Mississippi-Gebiet für Frankreich

    Am 9. April 1682 erreichte der französische Entdecker Robert de La Salle die Mündung des Mississippi und erklärte das gesamte Flussgebiet für Frankreich. Diese Gebietsbeanspruchung legte den Grundstein für die spätere französische Kolonialisierung in Nordamerika und hatte langfristige Auswirkungen auf die geopolitische Landschaft des Kontinents.

    1865: Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs

    Ein bedeutender Wendepunkt in der US-Geschichte ereignete sich am 9. April 1865, als der konföderierte General Robert E. Lee im Appomattox Court House in Virginia vor dem Unionsgeneral Ulysses S. Grant kapitulierte. Diese Kapitulation markierte faktisch das Ende des blutigen Bürgerkriegs, der das Land vier Jahre lang zerrissen hatte.

    1917: Die Schlacht von Arras und Vimy Ridge

    Während des Ersten Weltkriegs begann am 9. April 1917 die Schlacht von Arras. Besonders hervorzuheben ist der Angriff des kanadischen Korps auf den strategisch wichtigen Vimy-Kamm. Innerhalb weniger Tage gelang es den kanadischen Truppen, die stark befestigten deutschen Stellungen zu erobern. Dieser Erfolg stärkte das nationale Selbstbewusstsein Kanadas und wird oft als Geburtsstunde der kanadischen Nation betrachtet.

    1940: Deutsche Invasion in Dänemark und Norwegen

    Am 9. April 1940, während des Zweiten Weltkriegs, startete Deutschland die Operation Weserübung und fiel in Dänemark und Norwegen ein. Dänemark wurde nahezu widerstandslos besetzt, während Norwegen heftigen Widerstand leistete. Die Kontrolle über Norwegen war für Deutschland strategisch wichtig, um den Zugang zu den schwedischen Eisenerzlieferungen zu sichern und die Nordseeherrschaft auszubauen.

    1942: Beginn des Todesmarsches von Bataan

    Nach der Kapitulation der alliierten Streitkräfte auf der philippinischen Halbinsel Bataan am 9. April 1942 zwangen japanische Truppen etwa 75.000 amerikanische und philippinische Kriegsgefangene zu einem brutalen Marsch von rund 105 Kilometern unter extremen Bedingungen. Tausende starben an Erschöpfung, Krankheiten oder wurden hingerichtet. Der Bataan-Todesmarsch bleibt ein düsteres Kapitel der Kriegsgeschichte.

    1959: Vorstellung der ersten NASA-Astronauten

    Am 9. April 1959 präsentierte die NASA ihre ersten sieben Astronauten, bekannt als die „Mercury Seven“. Diese Gruppe, bestehend aus Scott Carpenter, Gordon Cooper, John Glenn, Gus Grissom, Wally Schirra, Alan Shepard und Donald Slayton, legte den Grundstein für das bemannte US-Raumfahrtprogramm und inspirierte Generationen von Raumfahrtbegeisterten.

    1967: Jungfernflug der Boeing 737

    Ein weiterer Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte wurde am 9. April 1967 erreicht, als der Prototyp der Boeing 737 seinen Erstflug absolvierte. Dieses Modell entwickelte sich zum meistverkauften Verkehrsflugzeug der Welt und prägt bis heute den kommerziellen Luftverkehr.

    2005: Hochzeit von Prinz Charles und Camilla Parker Bowles

    In der britischen Monarchie fand am 9. April 2005 die Hochzeit von Prinz Charles und Camilla Parker Bowles statt. Nach Jahren der Kontroversen und öffentlichen Aufmerksamkeit wurde ihre Verbindung offiziell besiegelt, und Camilla erhielt den Titel Herzogin von Cornwall.

    Ereignisse in Frankreich am 9. April

    Auch in Frankreich gab es am 9. April bemerkenswerte Ereignisse:

    • 1917: Beteiligung an der Schlacht von Arras: Französische Truppen unterstützten die britischen Streitkräfte bei der Offensive gegen die deutschen Linien, insbesondere im Bereich von Saint-Quentin. Diese koordinierte Aktion zielte darauf ab, die deutschen Verteidigungsstellungen zu durchbrechen und den Krieg im Westen zu verkürzen.
    • 1944: Luftangriffe auf Toulouse: In der Nacht vom 5. auf den 6. April 1944 führten alliierte Bomber einen Angriff auf eine Flugzeugfabrik in Toulouse durch. Dies war Teil der strategischen Bombardements, um die deutsche Kriegsproduktion in besetzten Gebieten zu schwächen.

    Reflexion und Bedeutung

    Der 9. April steht exemplarisch für die Vielschichtigkeit der Geschichte. Von Entdeckungen über militärische Auseinandersetzungen bis hin zu kulturellen und politischen Entwicklungen spiegelt dieser Tag die Dynamik menschlicher Ereignisse wider. Er erinnert uns daran, wie eng Vergangenheit und Gegenwart verknüpft sind und wie historische Begebenheiten die Welt, in der wir heute leben, geformt haben.

  • Rückkehr der Masern in der Region Isère – Ein Weckruf für die Impfbereitschaft

    Rückkehr der Masern in der Region Isère – Ein Weckruf für die Impfbereitschaft

    Seit dem 12. März 2025 ist in der französischen Region Isère, insbesondere im Bièvre-Gebiet, ein beunruhigender Ausbruch von Masern zu beobachten. Innerhalb weniger Wochen wurden bis zum 8. April bereits 22 Fälle gemeldet, davon 18 durch Labortests bestätigt. Die Infektionen traten hauptsächlich im familiären Umfeld sowie in Schulen auf – genau dort, wo sich Menschen nahekommen und das Virus leicht die Runde macht. Wenn die Schule zum Infektionsherd wird Alles begann im landwirtschaftlichen Gymnasium von La Côte-Saint-André. Dort wurde der erste Fall festgestellt, der sich wie ein Lauffeuer auf andere Schulen übertrug: die Institution Saint-François Sainte-Cécile sowie das Collège Jongkind sind ebenfalls betroffen. Um dem entgegenzuwirken, startete am 31. März eine Impfaktion für Schüler und Personal, deren Impfschutz nicht vollständig war. Bis jetzt haben rund 100 Personen in diesen Einrichtungen eine Impfung erhalten – ein Schritt, der dringend nötig war. Die Impfkampagne wird ausgew…

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  • Wenn Freunde zu Gegnern werden – ein Kommentar zu den US-Zöllen

    Wenn Freunde zu Gegnern werden – ein Kommentar zu den US-Zöllen

    Da steht man jahrzehntelang Seite an Seite, kämpft für Freiheit, Demokratie, Freihandel – und dann das. Die USA, einst Partner, jetzt plötzlich Protektionist in Reinform. 20 Prozent Zölle auf französische Produkte. Ohne Vorwarnung. Ohne Dialog. Einfach so. Das fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Nicht nur für unsere Industrie. Für uns alle.

    Frankreich exportiert nicht einfach nur Stahl, Wein oder Autoteile. Es exportiert Ideen, Qualität, Vertrauen. Und was kommt zurück? Misstrauen. Abschottung. Misstöne statt Marktöffnung. Da fragt man sich unweigerlich: Was ist von dieser transatlantischen Freundschaft eigentlich noch übrig?

    Natürlich – nationale Interessen sind legitim. Aber diese Maßnahme ist mehr als ein wirtschaftlicher Trick. Sie ist eine Botschaft. Und die lautet: „America first, die anderen zuletzt.“ Dabei ist gerade jetzt Zusammenarbeit gefragt. Unsere Welt taumelt von Krise zu Krise, und was tun die Vereinigten Staaten? Sie schieben ihre Partner aufs Abstellgleis – und öffnen damit gefährlichen Alleingängen Tür und Tor.

    Und Frankreich? Frankreich steht da mit erhobenem Kopf, aber auch mit geballter Faust in der Tasche. Denn unsere Industrie kann was. Sie ist kreativ, robust, widerstandsfähig. Doch auch sie hat ihre Grenzen – und die sind erreicht, wenn das Spielfeld einseitig wird.

    Es wäre jetzt einfach, nach Rache zu rufen. Aber das ist nicht unser Stil. Wir setzen auf kluge Gegenmaßnahmen, auf europäische Geschlossenheit – und ja, auch auf Selbstbewusstsein. Denn wer glaubt, Frankreich lasse sich durch ein paar Strafzölle einschüchtern, der hat unsere Geschichte nicht verstanden.

    Die USA mögen einen wirtschaftlichen Druck ausüben – aber sie riskieren etwas viel Wertvolleres: das Vertrauen. Und wenn das erst einmal verloren ist, helfen auch keine Steuererleichterungen mehr.

    Frankreich wird sich behaupten. Nicht mit lauten Parolen, sondern mit Haltung. Und vielleicht – ja, vielleicht – wird man in Washington irgendwann merken, dass Größe nicht im Protektionismus liegt, sondern in Partnerschaft.

    Von Catherine H.

  • Handelsstreit mit den USA – Frankreich sucht die Balance zwischen Stärke und Vernunft

    Handelsstreit mit den USA – Frankreich sucht die Balance zwischen Stärke und Vernunft

    Die transatlantischen Beziehungen geraten wieder einmal ins Wanken – und Frankreich steht mitten im Sturm. Die jüngst verhängten US-Strafzölle von 20 Prozent auf Importe aus der EU treffen nicht nur politische Nerven, sondern vor allem wirtschaftliche Existenzen. Vom Stahl bis zum Auto, vom Aluminium bis zum Maschinenbau – kaum ein Industriesektor bleibt verschont. In Paris schrillen die Alarmglocken. Doch anstatt sich kopflos in einen Handelskrieg zu stürzen, setzt die französische Regierung auf eine Taktik der klugen Zurückhaltung. Keine „quoi qu’il en coûte“-Strategie – also keine Hilfen um jeden Preis. Aber auch keine Passivität. Gesucht wird: die goldene Mitte. Ein Schulterschluss mit der Industrie Bereits am 8. April trafen sich Vertreter des Industrieministeriums mit den Spitzen der französischen Wirtschaft im Rahmen des Conseil national de l’industrie. Ziel: den realen Schaden abschätzen und gemeinsam überlegen, wie man am besten auf den Druck aus Washington reagiert. Alexandre…

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  • Mayotte im Visier: Frankreich verschärft Staatsbürgerschaftsrecht – und die Debatte um Identität

    Mayotte im Visier: Frankreich verschärft Staatsbürgerschaftsrecht – und die Debatte um Identität

    Ein neues Gesetz entfacht alte Spannungen. Frankreich hat am 8. April 2025 eine tiefgreifende Verschärfung seines Staatsbürgerschaftsrechts für das Überseegebiet Mayotte beschlossen – ein Schritt, der für viele wie ein politisches Beben wirkt. Die Regelung zielt direkt auf das sogenannte droit du sol, das Geburtsortsprinzip, und markiert einen Wendepunkt im französischen Umgang mit Migration und nationaler Zugehörigkeit. Was hat sich geändert? Künftig gilt: Kinder, die in Mayotte geboren werden, erhalten nur dann automatisch die französische Staatsbürgerschaft, wenn beide Elternteile mindestens ein Jahr vor der Geburt legal und ununterbrochen in Frankreich gelebt haben. Zuvor genügte ein Elternteil – und die Frist lag bei drei Monaten. Damit verschärft der Gesetzgeber eine bereits bestehende Sonderregelung für das Département Mayotte erheblich. Und das mit voller Absicht. Warum gerade Mayotte? Mayotte – eine kleine Insel im Indischen Ozean, nur rund 70 Kilometer von den Komoren entfern…

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  • Verbannung im Namen der Sicherheit? – Wauquiez’ Internierungsvorschlag sorgt für Empörung

    Verbannung im Namen der Sicherheit? – Wauquiez’ Internierungsvorschlag sorgt für Empörung

    Ein Ort, der eher für seine Fischerei als für politische Skandale bekannt ist, steht plötzlich im Zentrum einer nationalen Debatte: Saint-Pierre-et-Miquelon, das kleine französische Überseegebiet vor der kanadischen Küste, soll – geht es nach Laurent Wauquiez – zu einem Internierungslager für „gefährliche Ausländer“ werden. Was wie ein schlechtes Drehbuch klingt, ist bitterer politischer Ernst. Ein Vorschlag, der schockiert In einem Interview mit dem Magazin JDNews erklärte der Vorsitzende der republikanischen Fraktion in der französischen Nationalversammlung, man solle abgelehnte Asylbewerber mit einer Ausweisungsverfügung (OQTF) auf das abgelegene Archipel bringen. Die geografische Isolation, das raue Klima – im Schnitt fünf Grad Celsius und fast fünf Monate Regen oder Schnee – seien aus seiner Sicht ideale „abschreckende“ Bedingungen. Wauquiez’ Kalkül: Der Aufenthalt dort könnte genug Druck erzeugen, um die Rückkehrwilligkeit in die Herkunftsländer zu erhöhen. Eine Art politischer H…

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  • Kultur ohne Schutz – Wie Frankreichs Kulturszene ihre Talente zerreibt

    Kultur ohne Schutz – Wie Frankreichs Kulturszene ihre Talente zerreibt

    Ein Bericht, der schockiert. Eine Branche, die sich eigentlich immer selbst feiern will – und dabei ihre Abgründe lange ignorierte. Die französische Kulturszene steht am Scheideweg: Die Untersuchungskommission der Nationalversammlung, geleitet von der Grünen-Politikerin Sandrine Rousseau, legt in ei…

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