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  • Verbotene Lieferflüge: Wie Drogen und Handys per Drohne ins Gefängnis kamen

    Verbotene Lieferflüge: Wie Drogen und Handys per Drohne ins Gefängnis kamen

    Ein düsteres Netzwerk von Hightech-Schmugglern ist aufgeflogen: Über Monate hinweg wurden Insassen der Justizvollzugsanstalt Mulhouse-Lutterbach mit Drogen, Mobiltelefonen und anderen illegalen Gegenständen versorgt – per Drohne. Was klingt wie ein Thriller aus dem Fernsehen, war für die Beteiligten ein gut organisiertes Geschäft mit festen Rollen und klaren Abläufen. Jetzt wurde das Netzwerk zerschlagen. Am Montag, dem 26. Mai, meldete die Staatsanwaltschaft Mulhouse einen großen Ermittlungserfolg: Drei Männer wurden angeklagt wegen Drogenbesitzes und -handels, unerlaubter Übergabe an Gefangene sowie Bildung einer kriminellen Vereinigung. Sie sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Dimensionen des Falls sind beachtlich. Der zentrale Punkt: Der Drohnenpilot, der nicht nur in Mulhouse aktiv war, sondern mutmaßlich auch in vielen anderen Gefängnissen in ganz Frankreich operierte. Der Mann ließ sich pro Flug zwischen 200 und 300 Euro bezahlen. Ein lukrativer Nebenverdienst – wenn man …

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  • Verlängerte Waffenreichweite für die Ukraine: Moskaus Warnung an Deutschland

    Verlängerte Waffenreichweite für die Ukraine: Moskaus Warnung an Deutschland

    Die diplomatischen Spannungen rund um den Ukraine-Krieg nehmen erneut Fahrt auf – diesmal ausgelöst durch eine Aussage des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz. Er erklärte, dass es keine Reichweitenbeschränkungen mehr für westliche Waffenlieferungen an Kiew gebe. Die russische Reaktion kam prompt und deutlich.

    Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Putin, nannte diese Entscheidung „ziemlich gefährlich“. In einer Videoansprache, verbreitet über russische Medien, kritisierte er das Ende dieser militärischen Zurückhaltung scharf. Kein Wunder: Für den Kreml steht nicht nur die militärische Lage auf dem Spiel – sondern auch das diplomatische Narrativ, mit dem Russland seit Beginn des Krieges versucht, seine Außenpolitik zu rechtfertigen.

    Faktisch bedeutet die Aussage von Merz zwar nicht automatisch, dass Deutschland nun umgehend weitreichende Marschflugkörper wie den Taurus liefert. Aber sie markiert einen politischen Wendepunkt. Bisher galt die Reichweite der gelieferten Waffensysteme als heikles Thema – denn Waffen mit großer Reichweite könnten tief ins russische Territorium vordringen. Ein Schritt, der Moskau zu weiteren Eskalationen veranlassen könnte.

    Doch während Berlin (noch) zögert, setzt die Realität an der Front neue Maßstäbe. Russische Truppen melden, sie hätten die ukrainischen Dörfer Volodymyrivka und Bilovody in der Region Sumy eingenommen – etwa 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Moskau erklärt diese Angriffe mit dem Ziel, eine „Pufferzone“ gegen ukrainische Angriffe zu schaffen. De facto handelt es sich jedoch um einen weiteren Vorstoß auf ukrainisches Staatsgebiet.

    Parallel dazu verstärkt Russland seine Luftoffensive in bisher unbekanntem Ausmaß. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden laut ukrainischem Militär 355 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert – so viele wie noch nie seit Kriegsbeginn. 288 davon sollen abgefangen worden sein. Ein klares Zeichen, dass der Kreml versucht, mit Drohnen und Raketen – darunter neun Marschflugkörper vom Typ X-101 – die ukrainische Infrastruktur systematisch zu zerschlagen.

    Was macht das mit der ukrainischen Bevölkerung? Präsident Selenskyj spricht von einer „dritten Nacht in Folge russischen Terrors“. Der psychologische Druck, den diese Angriffe ausüben, lässt sich kaum in Zahlen fassen. Wie lebt es sich in einem Land, das jede Nacht mit massiven Drohnenangriffen rechnen muss?

    Währenddessen eskaliert auch der Ton in den USA. Donald Trump nannte Wladimir Putin „verrückt“ – eine Aussage, die in ihrer Deutlichkeit überrascht. Noch bemerkenswerter ist jedoch Trumps Prognose: Sollte Putin versuchen, die gesamte Ukraine zu besetzen, „könnte das den Untergang Russlands bedeuten“. Worte, die man sonst eher aus sicherheitspolitischen Thinktanks hört – nicht von einem US-Präsidenten.

    Der Kreml ließ diese Provokation natürlich nicht unbeantwortet. Moskaus Sprecher konterte, Putin schütze lediglich „die Sicherheit Russlands“. Ein altbekanntes Argument – und doch so brisant wie eh und je. Schließlich nutzt Russland dieses Narrativ, um nahezu jede militärische Maßnahme zu rechtfertigen. Doch wann kippt der Spagat zwischen Verteidigung und Aggression endgültig?

    Ein Lichtblick inmitten der Gewalt: Der größte Gefangenenaustausch seit Kriegsbeginn fand am Sonntag statt. 303 ukrainische Soldaten wurden gegen ebenso viele russische Kämpfer ausgetauscht. Für viele Familien auf beiden Seiten bedeutete das: endlich ein Wiedersehen nach Monaten der Ungewissheit. Solche Momente geben Hoffnung – auch wenn sie den Krieg nicht beenden.

    Und was bedeutet all das für Europa? Die Aufhebung der Waffenreichweiten-Beschränkung signalisiert, dass der Westen mehr Vertrauen in die ukrainische Militärführung setzt – und möglicherweise auch weniger Furcht vor Moskaus Drohgebärden hat. Doch die Grenze zwischen Unterstützung und Eskalation bleibt dünn. Wird Deutschland als nächstes doch noch den Taurus liefern?

    Es scheint, als würde der Krieg immer unberechenbarer. Moskau droht, Washington provoziert, Berlin tastet sich vor – und die Ukraine verteidigt sich Nacht für Nacht.

    Von Andreas M. Brucker

  • Weniger Wut, mehr Rücksicht: Wie Frankreichs Autofahrer 2025 (etwas) entspannter unterwegs sind

    Weniger Wut, mehr Rücksicht: Wie Frankreichs Autofahrer 2025 (etwas) entspannter unterwegs sind

    Französische Straßen könnten 2025 ein wenig sicherer geworden sein – zumindest, wenn man der aktuellen Umfrage zur verantwortungsvollen Fahrweise der Fondation Vinci Autoroutes Glauben schenkt. Die jüngsten Ergebnisse zeigen: Die Zahl der gemeldeten Verkehrsdelikte und gefährlichen Fahrmanöver ist rückläufig. Ein kleiner, aber spürbarer Schritt in Richtung zivilisierterer Verkehrskultur. Doch was steckt wirklich hinter diesen Zahlen? Weniger Handy, mehr Aufmerksamkeit? Die Nutzung von Smartphones oder GPS-Geräten während der Fahrt bleibt weit verbreitet – drei Viertel aller französischen Fahrer greifen laut Studie weiterhin am Steuer zum Handy. Immerhin: Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Auch das Telefonieren am Steuer geht zurück, von 65 auf 61 Prozent. Dennoch, so betont Bernadette Moreau von der Fondation Vinci Autoroutes: „Zwei Sekunden Ablenkung bei Tempo 130 – das sind 72 Meter blindes Fahren.“ Man stelle sich vor, man läuft blindlings 70 Meter durch eine ü…

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  • Verhängnisvolle Parade in Liverpool – Auto rast in Menschenmenge und verletzt 47

    Verhängnisvolle Parade in Liverpool – Auto rast in Menschenmenge und verletzt 47

    Was als ausgelassene Siegesfeier begann, endete in einem Schockmoment: Während die Fans des FC Liverpool am Montagnachmittag in den Straßen ihrer Stadt das Team für den Premier-League-Triumph feierten, riss ein Auto die jubelnde Menge jäh aus der Euphorie. Auf der Water Street raste ein Fahrzeug plötzlich in die Menschenmenge – 47 Personen wurden verletzt, darunter auch Kinder.

    27 Verletzte mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, vier davon sind Kinder. Zwei der Betroffenen schweben in Lebensgefahr – unter ihnen ein Kind. Weitere 20 Menschen wurden noch an Ort und Stelle medizinisch versorgt. Die Parade, die um 14:30 Uhr (Pariser Zeit) begann, wurde durch das Ereignis abrupt überschattet. Die Stimmung kippte – von ausgelassen zu panisch.

    Die Polizei wurde um kurz nach 18 Uhr alarmiert. Der Fahrer, ein 53-jähriger weißer Brite aus der Region Liverpool, wurde noch am Tatort festgenommen. Das Fahrzeug kam nach der Kollision zum Stehen, der mutmaßliche Täter leistete offenbar keinen Widerstand.

    Die Ermittlungen laufen, doch erste Erkenntnisse geben zumindest etwas Entwarnung: „Wir gehen von einem isolierten Vorfall aus“, erklärte Jennys Simms, stellvertretende Polizeichefin von Liverpool, in einer Pressekonferenz. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die Behörden vorerst aus.

    Doch was hat den Mann zu dieser Tat getrieben? War es ein Unfall? Vorsatz? Oder ein psychischer Ausnahmezustand? – Die Ermittlungen sollen nun Klarheit bringen. Die Polizei rief die Öffentlichkeit dazu auf, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und sich nicht an Spekulationen in sozialen Netzwerken zu beteiligen.

    Premierminister Keir Starmer zeigte sich bestürzt: „Die Szenen in Liverpool sind erschütternd. Meine Gedanken sind bei allen Verletzten und ihren Familien.“ Auch der Verein FC Liverpool reagierte schnell mit einem Statement: Man sei in engem Austausch mit den Behörden und hoffe auf baldige Genesung aller Betroffenen. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen, die von diesem schlimmen Vorfall betroffen sind.“

    Was als Fußballfest begann, wurde zu einer Tragödie. Der offene Doppeldeckerbus mit den Spielern rollte rund vier Stunden durch die Stadt – umringt von den Menschenmassen, die ihre Helden feiern wollten. Die Fans jubelten, tanzten, schwenkten Schals. Als die Parade fast vorüber war, kam es zur Katastrophe. Die genaue Ursache – ob technische Probleme, menschliches Versagen oder bewusste Tat – bleibt vorerst unklar.

    Einige Augenzeugen berichten von Panik, andere von einer erschreckenden Stille nach dem Aufprall. „Man hörte nur noch Schreie“, sagte eine Frau, die mit ihren Kindern am Straßenrand stand. „Die Musik verstummte, und es fühlte sich an, als hätte jemand den Stecker gezogen.“

    Es ist kaum auszudenken, wie dieser Tag hätte enden können, wenn das Auto früher oder mitten in die Parade gerast wäre. Dass nicht noch mehr Menschen verletzt wurden, scheint fast wie ein Wunder.

    Jetzt hofft eine Stadt auf Antworten – und auf schnelle Genesung der Verletzten.

    Von Andreas M. B.

    https://twitter.com/BritFirst/status/1927071793619112005
  • Vertrauensverlust in der Flasche – Perrier kämpft mit massivem Absatzrückgang

    Vertrauensverlust in der Flasche – Perrier kämpft mit massivem Absatzrückgang

    Seit dem Jahresbeginn schrumpft der Absatz von Perrier-Wasser dramatisch: Ganze 14 Prozent weniger Käufer griffen zu der einst so ikonischen grünen Flasche – und im April war der Einbruch mit satten 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr besonders heftig. Der Grund? Ein Skandal, der das Vertrauen der Konsumenten tief erschüttert hat. Nestlés Mineralwassermarke Perrier im Tief Was ist passiert? Medienrecherchen von Radio France und Le Monde brachten ans Licht, dass in mehreren Nestlé-Werken – darunter auch die für Perrier verantwortlichen – kontaminierte Mineralwasser abgefüllt worden sein sollen. Die Öffentlichkeit reagierte prompt. Die Konsumdaten, analysiert vom Marktforschungsunternehmen Circana, sprechen eine klare Sprache: Die Verbraucher wenden sich ab. Doch es ist nicht die gesamte Branche, die leidet. Christophe Lekieffre, Generalsekretär des französischen Verbandes für Quell- und Mineralwässer (SESEMN), betont: „Dieses Misstrauen betrifft nicht das gesamte Segment.“ Die Zahlen ge…

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  • Kunstfreiheit oder Kindeswohl? Der brisante Fall Bastien Vivès vor Gericht

    Kunstfreiheit oder Kindeswohl? Der brisante Fall Bastien Vivès vor Gericht

    Es ist einer dieser Prozesse, der Frankreich in zwei Lager spaltet – und das schon bevor das Urteil gesprochen ist. Am Dienstag, dem 27. Mai 2025, begann vor dem Strafgericht in Nanterre ein aufsehenerregender Prozess: Der gefeierte Comiczeichner Bastien Vivès muss sich wegen des Vorwurfs der Verbre…

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  • Gefährliche Spielzeuge: Mega-Fund in Bayonne entlarvt riskanten Schwarzmarkt

    Gefährliche Spielzeuge: Mega-Fund in Bayonne entlarvt riskanten Schwarzmarkt

    Die Welt der Kinderspielsachen sollte eigentlich bunt, kreativ und sicher sein – doch was, wenn sich hinter den fröhlichen Figuren ein echtes Risiko verbirgt? Im April 2025 deckten französische Zollbeamte in Bayonne einen Skandal auf, der alle Alarmglocken schrillen lässt: Mehr als 517.000 gefälschte Spielzeuge wurden in einer einzigen Operation sichergestellt. Ein Rekordfund, der die Dimension und Gefährlichkeit der Spielzeugpiraterie gnadenlos offenlegt. Eine unscheinbare Routinekontrolle mit dramatischer Wendung Was als banaler Routinecheck begann, entwickelte sich zu einem Krimi mit weitreichenden Folgen. Am 14. April durchsuchten Zöllner ein Logistikzentrum in den Pyrenäen-Atlantiques – und fanden Spielkarten, die verdächtig stark einer weltbekannten Marke ähnelten. Kein Zufall. Es folgte eine intensive Untersuchung, die schließlich zu einem privaten Verkäufer führte, der unter verschiedenen Online-Profilen die gefälschten Produkte vertickte. Bei der anschließenden Hausdurchsuchun…

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  • Brigitte Macron und die vermeintliche Ohrfeige: Was wirklich hinter dem Video steckt

    Brigitte Macron und die vermeintliche Ohrfeige: Was wirklich hinter dem Video steckt

    Ein scheinbar beiläufiger Moment wird plötzlich zum Politikum: Beim Ausstieg aus dem Flugzeug in Vietnam filmt eine Kamera, wie Brigitte Macron ihrem Ehemann Emmanuel ans Gesicht schlägt – oder besser gesagt: ihm scheinbar ins Gesicht schlägt. In Windeseile verbreitet sich das Video in sozialen Netzwerken und heizt Spekulationen an. Einige User witterten sofort eine „Ehekrise im Präsidentenpalast“ – andere sogar eine „öffentliche Zurechtweisung“. Doch was steckt tatsächlich hinter diesem viralen Clip?

    Wenn ein kleiner Moment eine Lawine lostritt

    Die Szene dauert kaum drei Sekunden. Der Präsident und seine Frau stehen hinter der geöffneten Tür des Flugzeugs, Brigitte macht eine kurze Bewegung in Richtung seines Gesichts. Kein erhobener Ton, kein sichtbarer Streit – nur ein flüchtiger, kaum interpretierbarer Moment. Doch im Netz entfaltete diese Geste ein Eigenleben. Die Gerüchteküche brodelte: „Hat sie ihm eine Szene gemacht?“, „Krise im Élysée?“ – die Kommentare reichten von spöttisch bis dramatisch.

    Man kennt das ja mittlerweile: Ein kurzer Clip, ohne Kontext, und schon geht die Fantasie mit dem Publikum durch. Ist das normal? Vielleicht. Ist das problematisch? Ziemlich sicher.

    Der Präsident kontert mit Humor – und einem Hauch Kritik

    Emmanuel Macron ließ die Gerüchte nicht lange im Raum stehen. Noch am selben Tag stellte er bei einer Pressekonferenz in Hanoï klar: „Wir haben gescherzt – wie wir das oft tun.“ Er lachte, seine Körpersprache entspannt – keine Spur von Verstimmung.

    Auch der Élysée selbst bezeichnete den Moment als eine Szene „der Komplizenschaft“ zwischen dem Präsidentenpaar. Das gemeinsame Lachen, so hieß es, sei Ausdruck ihrer Nähe – nicht etwa eines Streits.

    Der Präsident nutzte die Gelegenheit jedoch, um ein ernstes Thema anzusprechen: die zunehmende Verbreitung von Fehlinterpretationen und Verschwörungstheorien im digitalen Raum. „Das ist nicht das erste Mal, dass eine Szene aus dem Kontext gerissen wird“, betonte Macron. Er erinnerte an frühere Vorfälle, in denen harmlose Gesten dramatisch uminterpretiert wurden. Und das bringt uns zu einem Punkt, den wir uns alle mal durch den Kopf gehen lassen sollten.

    Wie viel Wahrheit steckt in viralen Videos?

    Was zeigt ein Video wirklich – und was sehen wir nur, weil wir es sehen wollen? Die digitale Welt macht aus flüchtigen Momenten dauerhafte Eindrücke. Wer den Clip von Brigitte Macron sieht und nicht weiß, was davor oder danach geschah, kann leicht zu falschen Schlüssen kommen.

    Gerade Politikerinnen und Politiker leben heute unter der ständigen besonderen Beobachtung der Öffentlichkeit. Jedes Lächeln, jede Geste, jeder Seitenblick – alles kann zur Schlagzeile werden. Für das Ehepaar Macron ist das nichts Neues. Doch dass selbst ein harmloser Scherz Anlass für internationale Diskussionen wird, zeigt, wie schmal der Grat zwischen Neugier und Sensationsgier ist.

    Eine Reise mit diplomatischem Tiefgang

    Ungeachtet des Medientrubels verlief die Vietnamreise des französischen Präsidenten wie geplant. Es ging um mehr als symbolische Gesten – es wurden Abkommen unterzeichnet, Gespräche über Wirtschaft, Bildung und Zusammenarbeit geführt. Die Kontroverse? Für die politische Agenda eher eine Fußnote.

    Und trotzdem wirft dieser Vorfall ein Schlaglicht auf den medialen Alltag im digitalen Zeitalter. Denn während Staatschefs früher nur bei offiziellen Ansprachen im Rampenlicht standen, sind sie heute permanent präsent – und jede Bewegung wird analysiert, kommentiert, manchmal auch ausgeschlachtet.

    Lachen, Lieben, Leiten – das Macron’sche Dreigestirn?

    Was also bleibt von dieser Szene? Ein bisschen Irritation, viel Spekulation – und ein Präsident, der lieber lacht, als sich zu ärgern. Man kann über die Ehe der Macrons sagen, was man will – sie sind öffentlich präsent, humorvoll im Umgang miteinander und offenbar immun gegen kleinere Skandälchen.

    Aber Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht schon mal im Spaß seinem Partner einen kleinen Stups gegeben – und hätte nie gedacht, dass daraus ein international diskutiertes Ereignis werden könnte?

    In Zeiten digitaler Dauerbeobachtung ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn man über sich selbst lachen kann. Und noch besser, wenn man sich gegenseitig genug vertraut, um solche Momente mit Gelassenheit zu nehmen.

    Von C. Hatty

  • USA und EU beginnen Handelsverhandlungen – und weitere World-News

    USA und EU beginnen Handelsverhandlungen – und weitere World-News

    Maros Sefcovic, der Handelskommissar der EU, sprach gestern mit Howard Lutnick, dem US-Handelsminister, einen Tag nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, dass er die 50-prozentigen Zölle auf alle EU-Importe verschieben werde, um mehr Zeit für Verhandlungen zu schaffen. Sefcovic schrieb später in sozialen Medien, dass sich die EU „nach wie vor voll und ganz konstruktiven und zielgerichteten Bemühungen“ für ein Abkommen verpflichtet fühle.

    Am Sonntag sprach Trump telefonisch mit Ursula von der Leyen, der Präsidentin der Europäischen Kommission. Eine Sprecherin der Kommission, Paula Pinho, sagte gestern, dass das Gespräch zwischen den beiden Führungspersönlichkeiten den Verhandlungen „neuen Schwung“ gegeben habe. Ziel ist es, vor dem 9. Juli eine Lösung zu finden – an diesem Tag sollen ansonsten die Zölle in Kraft treten.

    Doch der Weg zur Deeskalation bleibt schwierig. Die USA und die EU verfolgen weiterhin unterschiedliche Prioritäten. Und es ist unklar, ob sich die Forderungen oder Angebote überhaupt signifikant verändert haben.

    Ein Sprecher der Kommission sagte gestern, dass die EU weiterhin vorschlage, dass beide Seiten die Zölle auf Industriegüter auf null senken. Er deutete außerdem an, dass die EU ihre Listen für Vergeltungszölle überarbeite – mit denen europäische Länder amerikanische Importe wie Maschinen, Sojabohnen und Bourbon belegen könnten.

    Die Trump-Regierung hat von den europäischen Ländern verlangt, ihr Verbrauchssteuersystem sowie zentrale digitale Vorschriften zu ändern – Forderungen, die europäische Beamte ablehnen.


    Ukraine: Während Russland weiter angreift, zieht sich die USA zurück

    Russland startete gestern erneut massive Luftangriffe auf ukrainische Städte und Dörfer, während sich die USA zunehmend aus dem Konflikt und diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Kriegs zurückziehen.

    Mindestens 355 russische Drohnen seien laut der Ukraine über das Land geschwärmt, begleitet von neun Raketen, die von Bombern abgefeuert wurden. Der Angriff erfolgte, nachdem Trump in sozialen Medien Präsident Wladimir Putin beschuldigte, „völlig DURCHZUDREHEN“ in seinem Versuch, die Ukraine zu erobern – gleichzeitig warf er jedoch dem ukrainischen Präsidenten vor, provokative Worte benutzt zu haben. In einem Kommentar sagte er: „Das ist nicht Trumps Krieg.“

    Trotz seiner Rhetorik hat Trump sich geweigert, sich den Europäern bei neuen Finanzsanktionen gegen Russland anzuschließen, und hat der Ukraine keine neuen Waffen oder andere Hilfen angeboten. Trumps Beschwerden über das anhaltende Töten, gepaart mit seiner Weigerung, Putin auch nur einen bescheidenen Preis zahlen zu lassen, sei ein bekanntes Muster, sagen Experten und Beamte.


    Ein Autofahrer rast in eine Menschenmenge in Liverpool

    Fast 50 Menschen wurden gestern verletzt, als ein Fahrer in eine Menschenmenge raste, die den Premier-League-Sieg Liverpools feierte. Vier Kinder wurden verletzt, eines davon schwer. Der Fahrer, ein 53-jähriger Brite, wurde von der Polizei festgenommen.

    Die stellvertretende Polizeichefin Jenny Sims sagte, die Ermittler gingen davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handle, der nicht als Terrorakt eingestuft werde. Sie sagte, die Behörden suchten keine weiteren Beteiligten, machte aber bisher keine Angaben zu einem möglichen Motiv.


    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    Venezuela: Die Partei des Autokraten Nicolás Maduro erklärte sich bei den Regional- und Parlamentswahlen zum Sieger, doch die Wahllokale waren nahezu leer, und die Ergebnisse wurden nicht veröffentlicht.

    Gaza: Der Leiter eines neuen, umstrittenen Hilfsprogramms im Gazastreifen trat zurück, da er seine Arbeit nicht unabhängig ausüben könne.

    Migration: Die Trump-Regierung hat Tausende venezolanische Migranten zur freiwilligen Ausreise gedrängt .

    Energie: US-Firmen, die große Batterien zur Speicherung grüner Energie produzieren, sind auf chinesische Komponenten und staatliche Subventionen angewiesen. Trumps Zölle und Steuerpläne könnten das gefährden.

  • Auch heute wieder: Frankreich im Schneckentempo -Taxifahrer legen das Land lahm

    Auch heute wieder: Frankreich im Schneckentempo -Taxifahrer legen das Land lahm

    Es ist Montagmorgen, der 26. Mai 2025 – doch statt gewöhnlichem Berufsverkehr herrscht in vielen Regionen Frankreichs Stau auf Ansage. Der Grund: Eine groß angelegte Protestwelle der Taxifahrer, die mit sogenannten „opérations escargot“ – also Schneckenfahrten – ihren Unmut über die geplante Reform der Krankenfahrten zum Ausdruck bringen. Der Verkehr steht, die Geduld vieler Autofahrer auch. Doch die Taxifahrer geben sich unbeugsam. Schnecken auf der Überholspur Schon vor Sonnenaufgang versammelten sich zahlreiche Taxi-Kolonnen an strategisch wichtigen Punkten. In Paris stauten sich die Fahrzeuge um die Flughäfen Roissy und Orly und bahnten sich von dort im Schneckentempo ihren Weg Richtung Boulevard Raspail – direkt vors Verkehrsministerium. Auch in Marseille war kein Durchkommen: Die Taxifahrer blockierten Zufahrten zur Gare Saint-Charles und dem Flughafen Marseille-Provence. Selbst im Osten, in der Moselle, zog sich der Protestzug wie ein endloser Lindwurm über die Autobahn A31 – in…

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