Autor: Nachrichten

  • Demonstrationen zur Verteidigung der Kaufkraft und Erhöhung der Löhne

    Demonstrationen zur Verteidigung der Kaufkraft und Erhöhung der Löhne

    Am Donnerstag, dem 29. September, mobilisierten sich die Arbeitnehmer, um die Kaufkraft zu verteidigen. Angesichts der Inflation fordern viele eine Erhöhung der Löhne und Gehälter. Sie sind auch gegen die geplante Rentenreform.

    Am Donnerstag, dem 29. September, streikten und marschierten Beschäftigte in Frankreich, um ihre Löhne und Renten zu verteidigen. Ein Berufsfeuerwehrmann kann sich nicht vorstellen, bis 65 zu arbeiten. „Können Sie sich einen 65-jährigen Feuerwehrmann vorstellen, der kommt, um Sie aus einer brennenden Wohnung zu retten?“, fragt er vor der Kamera des Senders France 3. Im Demonstrationszug steht die Kaufkraft im Mittelpunkt der Forderungen. Zwei Haushaltshilfen fordern eine Lohnerhöhung. „Wir kämpfen um die Rente, wir kämpfen, um gut zu leben“, gesteht eine von ihnen. „Ich arbeite seit 30 Jahren und ich sage Ihnen, mein Bruttolohn beträgt 1.650 Euro“, fügt die andere hinzu.

    40.000 Demonstranten in Paris, so die Gewerkschaften.
    Ein Forscher am CNRS demonstriert ebenfalls für die Kaufkraft. „Ich bin Beamter, es Erhöhungen, die aber weit unter der aktuellen Inflation liegen“, beklagt er. Auch Lehrer gingen auf die Strasse. „40% streiken in den Berufsschulen, das will schon was heißen, denke ich“, sagte eine Berufsschul-Lehrerin. Mit 20 Jahren Betriebszugehörigkeit verdient sie gerade mal 2.200 Euro netto im Monat und macht sich Sorgen um ihren Lebensstandard. Nach Angaben der Gewerkschaften demonstrierten in Paris 40.000 Menschen.

  • Rechnungshof mahnt: Franzosen reduzieren ihren Müll nicht ausreichend

    Rechnungshof mahnt: Franzosen reduzieren ihren Müll nicht ausreichend

    In einem aktuellen Bericht legt der Rechnungshof den Finger auf das französische Abfallaufkommen. Im Durchschnitt produziert ein französischer Einwohner 582 kg Abfall pro Jahr. Diese Zahl liegt deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

    Die Mülltonnen sind voll. Zumindest für den französischen Rechnungshof. In seinem jüngsten Bericht zeigt der Rechnungshof mit dem Finger auf die Müllentsorgung in Frankreich. In dem Bericht heißt es, dass jeder Einwohner Frankreichs im Durchschnitt für 582 kg Müll pro Jahr verantwortlich ist. Dies Volumen ist in den letzten zehn Jahren kaum gesunken. Das Thema ist umso wichtiger, als der Hausmüll nur 12% des in Frankreich produzierten Mülls ausmacht, aber 61,5% der Ausgaben in diesem Bereich, nämlich fast 16 Milliarden Euro, verursacht.

    Die französischen Behörden wollen das Hausmüllaufkommen pro Kopf bis 2030 auf 501 kg senken, was einem Rückgang von 15% entsprechen würde. Laut dem Rechnungshof wird dieses Ziel nur durch entsprechende „Präventionsmaßnahmen“ sowohl in Bezug auf die Mülltrennung als auch auf die Abfallbehandlung erreicht werden können. Laut dem Bericht werden durchschnittlich nur 200 kg des Mülls in Recyclingtonnen geworfen, um anschliessend besser sortiert zu werden. Die Folge: Nur 44% der kommunalen Abfälle konnten 2018 recycelt werden – im Vergleich zu 47% im EU-Durchschnitt. Frankreich hatte sich für 2020 eigentlich ein Ziel von 55% gesetzt. Zum Vergleich: Deutschland recycelt im Durchschnitt 67% seiner Abfälle.

    Der Rechnungshof nennt einige Möglichkeiten, wie Frankreich die Abfallreduzierung verbessern könnte. Als Beispiel nennt er unter anderem die Ausweitung der sogenannten „anreizorientierten Preisgestaltung“. Das Ziel: Die Haushalte sollen die Müllabfuhr nicht mehr nach dem Wert ihrer Wohnung, sondern nach der Menge des anfallenden Mülls bezahlen. Derzeit sind nur etwa 6 Millionen Haushalte von dieser Maßnahme betroffen, wie TF1 Info berichtet. Der Staat hatte sich eigentlich zum Ziel gesetzt, bis 2020 mindestens 15 Millionen Haushalte zu erreichen.

    Der Rechnungshof zeigt auch mit dem Finger auf den Tourismus. Da die touristischen Aktivitäten zu zusätzlichen Abfallmengen führt, regt der Rechnungshof die Einführung eines „Zuschlags auf die Kurtaxe“ in bestimmten Gebieten an.

  • Lot-et-Garonne: Toter und mehr als zwanzig Verletzte bei Frontalzusammenstoß zwischen Schulbus und Lieferwagen

    Lot-et-Garonne: Toter und mehr als zwanzig Verletzte bei Frontalzusammenstoß zwischen Schulbus und Lieferwagen

    Gegen 17:30 Uhr am 29. September kam es zwischen den Gemeinden Monbalen und Saint-Antoine de Ficalba zu einem schweren Verkehrsunfall. Einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Schulbus und einem Kleintransporter. Bei dem Unfall starb ein 50-jähriger Mann. Es gab zahlreiche Verletzte, von denen einer in Lebensgefahr schwebte und mit dem Hubschrauber abtransportiert werden musste.

    Am Donnerstag, dem 29. September, kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Schulbus (mit 24 Personen, hauptsächlich Schülern) und einem Lkw. Ein weiteres Fahrzeug war ebenfalls in den Unfall verwickelt.
    Der Bus wurde auf der linken Seite erfasst und prallte gegen einen Baum. Der Lkw kam durch die Wucht des Aufpralls einige Meter weiter auf der Fahrbahn zum Stehen.

    Leider konnten die Rettungskräfte nichts mehr für den 50-jährigen Fahrer des Lastwagens tun, der in der Fahrgastzelle eingeklemmt war. Er verstarb an der Unfallstelle.

    Der Fahrer des Schulbusses wurde lebensgefährlich verletzt per Hubschrauber abtransportiert.

    Vor Ort wurde medizinische Sofortbetreuung eingerichtet. Die Insassen des Busses, hauptsächlich Schüler der Gymnasien Couffignal und Georges-Leygues in Villeneuve-sur-Lot, konnten so schnell von Ärzten untersucht werden. Sechs von ihnen konnten nach Hause entlassen werden. Die anderen wurden mit leichten Verletzungen in verschiedene Krankenhäuser evakuiert, um sich dort weiteren Kontrolluntersuchungen zu unterziehen.

    Nach ersten Erkenntnissen kam der Lkw von seiner Fahrspur ab und kollidierte mit dem Bus, der in Richtung Villeneuve-sur-Lot/Agen unterwegs war. Bei dem Versuch auszuweichen, prallten der LKW und der Schulbus gegen Bäume am Strassenrand.

  • Rennes: Ehemaliger Zauberer wegen Vergewaltigung von 27 Kindern vor Gericht

    Rennes: Ehemaliger Zauberer wegen Vergewaltigung von 27 Kindern vor Gericht

    Ein ehemaliger Amateurzauberer wird am Freitag, 30. September, vor dem Schwurgericht des Departements Ille-et-Vilaine erscheinen, weil er zwischen 2006 und 2017 fast 30 Kinder im Alter von 3 bis 15 Jahren vergewaltigt haben soll.

    Ein ehemaliger Amateurzauberer steht ab Freitag, dem 30. September, vor dem Schwurgericht für Minderjährige im Departement Ille-et-Vilaine wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe auf fast 30 Kinder, die meisten davon zwischen 2006 und 2017, vor Gericht.

    Dem heute 36-jährigen Angeklagten wird Vergewaltigung an 27 Kindern, die zum Zeitpunkt der Taten zwischen 3 und 15 Jahre alt waren, vorgeworfen. Der Prozess, der drei Wochen dauern soll, könnte ganz oder teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Das Urteil wird für den 21. Oktober erwartet.

    In den ersten Fällen wird dem Mann vorgeworfen, eine Cousine und eine Halbschwester inzestuös vergewaltigt zu haben, als er selbst noch minderjährig war. Ab 2006 soll der Angeklagte, ein selbstständiger Zauberei-Unternehmer, jedoch begonnen haben, seine Arbeit zu nutzen, um sich Kindern aus seinem Familien- und Freundeskreis zu nähern. Laut einer mit dem Fall vertrauten Quelle soll es ihm auf diese Weise gelungen sein, „besondere Beziehungen“ zu den Minderjährigen aufzubauen.

    Die Eltern sahen den Mann als „Freund der Familie, als guten Onkel, der auf die Kinder aufpasst“, so Gwendoline Tenier, Anwältin einer Mutter, deren Tochter missbraucht wurde. Dem 30-Jährigen werden zahlreiche Vergewaltigungen vorgeworfen, die er größtenteils in der Bretagne, aber auch in der Normandie, im Departement Deux-Sèvres und in der Schweiz, oftmals im Haus der Eltern der Opfer, begangen haben soll.

    Manche der erst erst drei oder fünf Jahre alten Opfer, hätten nicht bemerkt, dass sie sexuell missbraucht wurden. Einige Kinder litten später unter psychischen Folgen.

    Eine erste Anzeige wurde 2014 erstattet, aber der Fall kam erst 2017 vollständig ans Licht, als der Angeklagte einer Mutter gestand, „ihrem Kind etwas angetan zu haben“. Daraufhin wurde er in Polizeigewahrsam genommen. In Untersuchungshaft gab er den Großteil der ihm zu Last gelegten Taten zu.

    2011 bereits war der Mann wegen eines Übergriffs auf ein kleines Mädchen, das er in einem Freizeitzentrum kennengelernt hatte, zu 10 Monaten Haft auf Bewährung und einem Verbot, sich Minderjährigen zu nähern, verurteilt worden. Da er als Wiederholungstäter vor Gericht steht, drohen ihm jetzt 20 Jahre Haft. Am Prozess wollen etwa 30 Nebenkläger teilnehmen.

  • Camaïeu wird am Samstagabend alle Geschäfte schließen: 40 Jahre Prêt-à-porter-Mode gehen zu Ende

    Camaïeu wird am Samstagabend alle Geschäfte schließen: 40 Jahre Prêt-à-porter-Mode gehen zu Ende

    Das Handelsgericht in Lille hat die bekannte französische Modekette Camaïeu unter Insolvenzverwaltung gestellt. 512 Geschäfte werden geschlossen und 2.600 Arbeitsplätze werden abgebaut. Rückblick auf die Geschichte eines ehemaligen Modegiganten.

    Die Camaïeu-Saga ist zu Ende. Die Geschichte der 1984 in Roubaix im Norden Frankreichs gegründeten Prêt-à-porter-Marke geht diese Woche zu Ende. Das Handelsgericht in Lille verkündete die gerichtliche Liquidation der Marke, was die Schließung der 512 Geschäfte in Frankreich und die Entlassung von 2.600 Beschäftigten zur Folge haben wird.

    Camaïeu befand sich zwei Jahre nach der Übernahme durch den Aktionär Hermione People and Brands (HPB) im gerichtlichen Sanierungsverfahren. Der Aktionär und Investor hatte dem Handelsgericht einen Plan vorgelegt, der den Abbau von 500 Arbeitsplätzen zur Folge gehabt hätte. Er hatte vom Staat einen Kredit in Höhe von 48 Millionen Euro verlangt. Ohne Erfolg. Das Gericht kam schliesslich zu der Ansicht, dass Camaïeu keine Zukunft mehr habe.

    Bei seiner Gründung in den 1980er Jahren hatte Camaïeu einen durchschlagenden Erfolg. Die Konfektionskette bietet seither ein ständig wechselndes Angebot. Innerhalb von zehn Jahren wurde sie mit 200 Geschäften zum Marktführer im Bereich Konfektionskleidung in Frankreich. In den 90er Jahren wurden Camaïeu homme und Camaïeu enfant eingeführt. Ende der 90er Jahre verkauft Camaïeu seinen Herrenbereich, der in Jules umbenannt wird, sowie das Kindersegment, das bis heute Okaïdi heißt. Ab Anfang der 2000er Jahre expandiert Camaïeu international in rund 15 Länder. Und verschuldet sich zunehmend.

    Die Jahre vergehen, der Textilmarkt schrumpft, und Camaïeu schafft es nicht rechtzeitig, die Kurve zum Online-Verkauf zu kriegen. Neben diesem Fehlschlag etablieren sich auf französischem Boden Billigmarken mit ebenfalls ständig wechselnden Kollektionen: die spanische Zaza, die schwedische H&M, die irische Primark. Der Wettbewerb ist hart. Mehrere Investmentfonds kaufen die Aktien von Camaïeu auf.

    Im Mai 2020, mitten in der Covid-Krise, befindet sich Camaïeu in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren. Die Justiz überträgt die Zügel Michal Ohayon, einem Geschäftsmann, der die Financière Immobilière Bordelaise leitet. Seine Tochtergesellschaft Hermione People and Brands besitzt die Marken La Grande Récré, Go sport, Gap France und mehrere Galeries Lafayette. Er behält zunächst 511 der 634 Geschäfte und 2.600 von 3.100 Arbeitsplätzen bei. Ein Jahr später, im Juni 2021, ist Camaïeu Ziel einer großen Cyberattacke. Der Betrieb wird komplett lahmgelegt, der daraus entstandene Verlust beläuft sich auf 45 Millionen Euro.

    Obwohl die Marke wiederbelebt werden konnte, wollte das Management nicht die gesamte Miete für die Geschäfte zahlen, die während der Pandemie geschlossen geblieben waren. Keine Frage entscheidet das Kassationsgericht am 30. Juni. Ladeninhaber können während des Covid-Zeitraums keine Senkung ihrer Mieten erwirken. Camaïeu muss also seine Mieten begleichen – und das versetzte der Modekette den Todesstoss.

    Am Samstagabend werden die Camaïeu-Geschäfte endgültig schliessen müssen.

  • Sabotage der Nord Stream-Pipelines: Viertes Leck in der Ostsee identifiziert

    Sabotage der Nord Stream-Pipelines: Viertes Leck in der Ostsee identifiziert

    Jetzt wurde noch ein viertes Leck an einer der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee festgestellt, durch die russisches Gas nach Europa transportiert werden sollte.

    In der Ostsee wurde jetzt noch ein viertes Leck bei den Nord Stream-Pipelines identifiziert, wie die schwedische Küstenwache am Donnerstag berichtete.

    „Es gibt zwei Lecks auf schwedischer Seite und zwei Lecks auf dänischer Seite“, sagte ein Beamter der schwedischen Behörde der Nachrichtenagentur AFP und erklärte, dass die beiden Lecks auf schwedischer Seite „in unmittelbarer Nähe zueinander“ lägen. Bisher hatten die Behörden beider Länder von einem Leck auf schwedischer Seite und zwei Lecks auf dänischer Seite berichtet.

    Lesen Sie auch: Plötzliche Gaslecks in den Nord Stream-Pipelines – Verdacht auf Sabotage

    Russland, das nach der mutmaßlichen Sabotage sofort unter Verdacht stand, schlug am Mittwoch zurück, indem es auf die USA zeigte und eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats forderte, während Washington im Gegenzug von einer neuen „Desinformationskampagne“ sprach.

    In der Zwischenzeit scheint sich in Stockholm die Vermutung einer vorsätzlichen Sabotage zu verfestigen. Die Ermittlungen wurden dem schwedischen Geheimdienst übertragen. Die schwedische Sicherheitsbehörde (Säpo) „hat die vorläufigen Ermittlungen im Zusammenhang mit den Ereignissen bei Nord Stream von der Polizei übernommen. Der Vorwurf lautet derzeit auf schwere Sabotage“, erklärte die Behörde in einer Pressemitteilung. Am Vortag hatte die Ukraine einen „möglichen terroristischen Angriff“ Russlands „auf Europa“ angeprangert.

    Moskau ging am Mittwoch in die Gegenoffensive über. „Russland beabsichtigt, im Zusammenhang mit den Provokationen bezüglich der Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 eine offizielle Sitzung des UN-Sicherheitsrats einzuberufen“, schreibt die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, auf Telegram.

    Die russische Diplomatie beschuldigte implizit die USA und forderte von US-Präsident Joe Biden „Antworten“ über die Beteiligung seines Landes. „Der US-Präsident ist gezwungen, die Frage zu beantworten, ob die USA ihre Drohung wahr gemacht haben“, schrieb Sacharowa auf Telegram und bezog sich damit auf eine Erklärung Joe Bidens von Anfang Februar, in der er ankündigte, Washington würde Nord Stream 2 „beenden“, wenn Moskau militärisch in der Ukraine intervenieren würde.

    „Wenn Russland (in die Ukraine) einmarschiert, dann wird es kein Nord Stream 2 mehr geben“, hatte Joe Biden am 7. Februar, zwei Wochen vor Beginn der russischen Offensive, gedroht. Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums fordert nun, dass „Europa die Wahrheit kennen muss“.

    Achtung: Bisher gibt es keine Beweise dafür, dass ein Land für die angebliche Sabotage der derzeit ungenutzten, aber mit Gas gefüllten Pipelines von Russland nach Deutschland verantwortlich ist.

  • Oise: Bauern posieren nackt für einen Kalender

    Oise: Bauern posieren nackt für einen Kalender

    Im Departement Oise haben einige Landwirte beschlossen, nackt für einen Kalender zu posieren. Mit dem gesammelten Geld soll eine Reise ins Ausland finanziert werden.

    Nach Rugbyspielern und Feuerwehrleuten sind nun junge Landwirte an der Reihe, ihre Hosen fallen zu lassen. Einer von ihnen heißt Gilles. Er ist Milchviehzüchter. Für den Kalender der Landwirte des Departements Oise hat er sich bereit erklärt, das nackige Spiel mit zu spielen. „Es ist eine atypische Erfahrung, (…) aber es war eine Herausforderung, der man sich stellen musste, und wir haben uns ihr gestellt“, erklärt er vor der Kamera des Senders France 2.

    Die zwölf jungen Landwirte, neun Männer und drei Frauen, zeigten sich, wie Gott sie geschaffen hat. Die Entscheidung, nackt in einem Kalender zu posieren, trafen sie, um eine Reise ins Ausland zu finanzieren, auf der sie andere landwirtschaftliche Produktionssysteme kennenlernen wollen. „Es wird ein bisschen geredet und gelächelt, aber das Ziel war nicht, einen Kalender mit dröger Nacktheit zu machen, sondern eher etwas Poetisches“, sagt Gwenaëlle Desrumaux, Präsidentin der Jeunes agriculteurs de l’Oise. Das Publikum jedenfalls scheint den Kalender zu lieben. „Warum nicht ein bisschen Leichtigkeit, das tut gut“, schwärmt eine Frau.

  • Bei Waldbränden zerstörte Wälder werden zur Herstellung von Parkett recycelt

    Bei Waldbränden zerstörte Wälder werden zur Herstellung von Parkett recycelt

    In Nouvelle-Aquitaine versuchen die Sägewerke nach den Bränden dieses Sommers, das gesamte verbrannte Holz zu verwerten, sofern dies noch möglich ist.

    Jeden Tag liefern in Saint-Martin-d’Ary (Charente-Maritime) etwa 50 Lastwagen Holzstämme aus Seekiefer an. Seit den Bränden in diesem Sommer stammt ein grosser Teil davon direkt aus den verbrannten Wäldern. Verbranntes Holz, das sehr schnell verarbeitet werden muss: ein wahrer Wettlauf gegen die Zeit.

    Ein Scanner analysiert die Qualität des Holzes.
    Nach der Abladung wird das Holz direkt im Sägewerk verarbeitet, entrindet, gehobelt und zu Brettern geschnitten. Um die Qualität seiner Produktion zu gewährleisten, verwendet der Sägewerksbetreiber einen Scanner, mit dem die Qualität des Holzes analysiert werden kann. Am Ende dieses Prozesses ist es unmöglich, die einzelnen Parkettstäbe voneinander zu unterscheiden, obwohl einige von ihnen aus verbranntem Holz hergestellt werden. In diesem Sommer brannten 35.000 Hektar Wald in der Region Nouvelle-Aquitaine. Das entspricht der Parkett-Produktion von sechs bis sieben Monaten.

  • Shakira in Spanien wegen Steuerhinterziehung vor Gericht: Ihr drohen 8 Jahre Haft

    Shakira in Spanien wegen Steuerhinterziehung vor Gericht: Ihr drohen 8 Jahre Haft

    Die spanische Steuerbehörde wirft Shakira vor, in den 2010er Jahren 14,5 Millionen Euro nicht angegeben zu haben. Der Latino-Star wird sich in Barcelona wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von acht Jahren gefordert.

    Der kolumbianische Popstar Shakira soll zwischen 2012 und 2014 etwa 14,5 Millionen Euro am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Sie wird deshalb wegen Steuerhinterziehung vor Gericht gestellt, wie die spanischen Justizbehörden am Dienstag bekannt gaben. Der Termin für den Prozess, der vor dem Provinzgericht in Barcelona stattfinden wird, muss noch festgelegt werden.

    Die 45-jährige Shakira, die ihre Unschuld beteuerte, hatte Ende Juli mitgeteilt, dass sie sich weigere, eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft zu schließen, da sie eine Gerichtsverhandlung dem Schuldanerkenntnisverfahren vorziehe. Die Staatsanwaltschaft hatte einige Tage später mitgeteilt, dass sie eine Haftstrafe von mehr als acht Jahren und eine Geldstrafe von fast 24 Millionen Euro gegen die Interpretin der Hits „Hips don’t lie“, „Waka Waka“ oder „Loca“ beantragen werde.

    Leben in Spanien, Steuerwohnsitz auf den Bahamas.
    Laut Anklage lebte Shakira seit 2011, als ihre Beziehung mit dem Fußballspieler des FC Barcelona Gerard Piqué öffentlich wurde, in Spanien, hatte aber bis 2015 ihren steuerlichen Wohnsitz auf den Bahamas, die als Steuerparadies gelten, beibehalten. Das Paar, das zwei Kinder hat, gab im Juni 2022 seine Trennung bekannt.

    Shakiras Verteidigung macht geltend, dass ihr Einkommen bis 2014 hauptsächlich aus ihren internationalen Tourneen oder ihrer Teilnahme an der US-Show „The Voice“ stammte und dass sie nicht länger als sechs Monate pro Jahr in Spanien lebte, was eine Voraussetzung für die Begründung ihres steuerlichen Wohnsitzes in dem Land ist. Der Star machte außerdem geltend, dass er bereits 17,2 Millionen Euro an die spanische Steuerbehörde gezahlt habe und daher keine Schulden mehr bei diesen habe.

    „Ich schulde dem Finanzamt nichts“
    „Diese Anschuldigungen sind falsch“, beteuerte Shakira letzte Woche in einem Interview mit der Zeitschrift ELLE und versicherte, dass sie in diesen Jahren den größten Teil der Zeit auf Tournee war und daher nicht als steuerlich in Spanien ansässig betrachtet werden konnte. „Die Steuerbehörden sahen, dass ich mit einem spanischen Staatsbürger liiert war, und begannen zu geifern. Es war klar, dass sie das Geld haben wollten, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie sie es bekommen können“, fügte sie hinzu. „Ich schulde dem Finanzamt nichts und ich bin mir sicher, dass ich genügend Beweise habe, um meinen Fall zu untermauern und dafür zu sorgen, dass die Justiz zu meinen Gunsten entscheidet“, sagte die Sängerin weiter, für die es „eine Frage des Prinzips“ ist, vor Gericht zu gehen.

    Der Name Shakira wird auch in den Pandora Papers genannt, einer umfassenden Untersuchung, die Ende 2021 vom Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten veröffentlicht wurde und in der mehrere hundert Prominente beschuldigt werden, ihr Vermögen in Offshore-Firmen versteckt zu haben, insbesondere zum Zweck der Steuervermeidung.

  • Covid-19 und 8. Welle: Das sind die in Frankreich derzeit geltenden Regeln

    Covid-19 und 8. Welle: Das sind die in Frankreich derzeit geltenden Regeln

    Während die Zahl der Covid-19-Infektionen in Frankreich wieder ansteigt, haben sich die von den Gesundheitsbehörden erlassenen Isolationsregeln relativ stark verändert. Fast einen Monat nach Beginn des Schuljahres 2022 steigen die Krankmeldungen und die Fehlzeiten in den Schulen wieder an. In Frankreich gibt es jeden Tag durchschnittlich mehr als 34.000 neue Ansteckungen, was einem Anstieg von 21% innerhalb einer Woche entspricht. Wissenschaftler befürchten eine achte Infektionswelle. Lesen Sie auch: Covid-19: Die neuen Impfstoffe stehen ab 3. Oktober zur Verfügung Für die erwartete neue Welle haben die französischen Gesundheitsbehörden neue Regeln eingeführt, sei es in Bezug auf die Isolation, die Screening-Politik oder die Kinderbetreuung. Wenn Sie positiv auf Covid-19 getestet werden Wenn bei Ihnen Symptome auftreten (Fieber, Husten, Müdigkeit, Geruchsverlust, Halsschmerzen, Atembeschwerden), werden Sie aufgefordert, einen Test auf Covid-19 zu machen, entweder einen Antigen-Test (in…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…