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  • Holzheizung: Ab heute kann man Regierungshilfe von 50 bis 200 Euro beantragen

    Holzheizung: Ab heute kann man Regierungshilfe von 50 bis 200 Euro beantragen

    Seit Dienstag, dem 27. Dezember, kann in Frankreich online eine finanzielle Unterstützung von 50 bis 200 Euro für Haushalte, die mit Holz heizen, beantragt werden.

    Der Online-Schalter für die staatliche Unterstützung für Holzheizungen ist geöffnet! Sie können seit Dienstag, dem 27. Dezember, auf einer Online-Plattform eine finanzielle Unterstützung beantragen, allerdings nur, wenn Holz Ihre Hauptheizmethode ist und nicht als Zusatzheizung dient.

    Um die Hilfe zu erhalten, ist das erste Kriterium das Einkommen. Gemäß dem im Journal Officiel veröffentlichten Dekret kann die Hilfszahlung bis zu 200 Euro erreichen, wenn das steuerliches Referenzeinkommen unter 14.400 Euro liegt. 50 bis 100 Euro erhalten diejenigen, deren steuerliches Referenzeinkommen zwischen 14.400 und 27.500 Euro liegt. Für eine alleinstehende Person darf das Einkommen 2.260 Euro pro Monat nicht überschreiten. Für eine Familie mit zwei Kindern dürfen es nicht mehr als 4.750 Euro im Monat sein.

    Ein weiteres Kriterium ist der verwendete Brennstoff. Die Beihilfe beträgt bis zu 100 Euro für Holzscheite, Scheitholz oder Hackschnitzel. Für Pellets, deren Preis sich innerhalb eines Jahres verdoppelt hat, beträgt sie bis zu 200 Euro.

    Wer förderfähig ist (siehe oben), muss seine letzte Rechnung für Holz oder Pellets bereithalten. Sie muss auf den Namen des Empfängers lauten, nicht älter als 18 Monate sein und einen Betrag von mehr als 50 Euro aufweisen. Dann kann man auf der Website chequeboisfioul.asp-public.fr ein. Die Beantragungsfrist läuft am 30. April nächsten Jahres ab.

    Die ersten Schecks werden ab Mitte Februar 2023 verschickt und können bis zum 31. März 2024 bei einem Holz- oder Pelletsverkäufer eingelöst werden. Nach Schätzungen der Regierung sind 70% der Haushalte, die mit Holz heizen, förderfähig, d. h. etwa 2,6 Millionen Haushalte. Diese Förderung ist mit dem Energiecheck kumulierbar, den 12 Millionen Haushalte erhalten, um den steigenden Preisen entgegenzuwirken.

  • La Poste: Ende der roten Briefmarke – das Ende einer Ära

    La Poste: Ende der roten Briefmarke – das Ende einer Ära

    Die berühmte rote Briefmarke wird am 1. Januar endgültig verschwinden. Seit mehr als eineinhalb Jahrhunderten kennzeichnete sie die Prioritätspost in Frankreich. Die Post digitalisiert sich, ein Schritt, der bei weitem nicht von allen Franzosen begrüßt wird.

    Damit der Brief zu  Weihnachten pünktlich ankommt, werden die Franzosen im nächsten Jahr keine rote Briefmarke mehr brauchen. Die rote Briefmarke, die der garant dafür war, dass Briefe in Frankreich innerhalb eines Tages befördert wurden, wird am 1. Januar 2023 verschwinden. Sie wird durch einen elektronischen Brief ersetzt. Man tippt dann eine E-Mail in den Computer, die anschliessend von der Poststelle, die dem Empfänger am nächsten ist, ausgedruckt wird. In einem Umschlag verpackt wird sie dann vom Postboten zugestellt. Die Resonanz auf diese kleine Revolution ist eher gemischt.

    Der Preis der roten Briefmarke ist in 10 Jahren um 148% gestiegen.
    „Alles, was mit Computern zu tun hat, ist für mich mit 84 Jahren nichts mehr“, sagt ein Mann im Gespräch mit France Télévisions. Das ist also das Ende der roten Briefmarke. In der Tat ist ihre Verwendung in den vergangenen 12 Jahren um den Faktor 14 gesunken. Aber die Post lässt bisher immer noch Flugzeuge, Züge und Lastwagen für die Post mit der roten Briefmarke rollen oder fliegen. Die Folge: Ihr Preis ist innerhalb von 10 Jahren um 148% gestiegen. Und auch der neue Brief wird 6 Cent mehr kosten, nämlich 1,49 Euro.

    Die Briefmarke gehörte seit 1849 zum Alltag in Frankreich.

  • Anonymer Spender schickt Umschläge mit Bargeld an mehrere Gemeinden im Departement Nord

    Anonymer Spender schickt Umschläge mit Bargeld an mehrere Gemeinden im Departement Nord

    Unbekannter Spender schickten 12.000 Euro in bar an etwa 30 Gemeinden. Die Geldscheine steckten in Umschlägen mit dem einfachen Satz: „C’est pour le Téléthon“ (Das ist für die Telethon-Spendenaktion).

    Es ist ein oder eine mysteriöse(r) Spender(in), der oder die in Nordfrankreich für Gesprächsstoff sorgt. Anonyme Briefe mit jeweils mehreren hundert Euro wurden an Gemeinden im Departement Nord geschickt. Vor einem Monat erhielt der Bürgermeister von Renescure, einer Gemeinde mit etwa 2.000 Einwohnern, einen dieser Briefe. „Eine Spende von 450 Euro in diesen Zeiten ist grossartig“, freut sich Frédéric Jude auf dem Sender France 2. Etwa 30 Gemeinden sollen ähnliche Briefe mit der gleichen Anweisung erhalten haben, die Spenden an den Telethon zu übermitteln.

    Insgesamt wurden von den Gemeinden so mehrere Tausend Euro an die Association française contre les myopathies überwiesen. Um mehr über die Person zu erfahren, die hinter den Spenden steht, hat der Sender France 2 diese Briefe einer Expertin gezeigt. „Ich würde tendenziell von einer weiblichen Handschrift ausgehen. Wir haben eine sehr zittrige Handschrift, die mich darauf schließen lässt, dass diese Person eher älter sein könnte“, analysierte die Graphologin Marie-Eléonore Gandouly. Es ist aber sehr schwer, die genaue Identität der Person festzustellen, die auf diese mysteriöse Art ein außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk gemacht hat.

    In Frankreich ist der Telethon eine sehr populäre Wohltätigkeitsveranstaltung, die seit 1987 von der Association française contre les myopathies (AFM) organisiert wird, um Forschungsprojekte zu finanzieren, die sich hauptsächlich mit neuromuskulären genetischen Erkrankungen (Myopathien, Steinertsche Myotonie), aber auch mit anderen seltenen genetischen Erkrankungen befassen. Das Geld wird auch zur Unterstützung und Begleitung von an Myopathie leidenden Patienten im Alltag verwendet.

    Der Telethon wird mit Hilfe von France Télévisions organisiert, das jedes Jahr am ersten Wochenende im Dezember einen Fernsehmarathon auf seinen Kanälen veranstaltet, sowie mit Hilfe des Lions Clubs.

  • Sie schrieb „Ein so schöner Horizont“: Die Bestsellerautorin Françoise Bourdin starb jetzt im Alter von 70 Jahren

    Sie schrieb „Ein so schöner Horizont“: Die Bestsellerautorin Françoise Bourdin starb jetzt im Alter von 70 Jahren

    Sie war mit über fünfzehn Millionen verkauften Büchern eine der meistgelesenen Schriftstellerinnen Frankreichs. Françoise Bourdin lebt nicht mehr. Die erfolgreiche Romanautorin starb im Alter von 70 Jahren, wie Editis, die Muttergesellschaft ihres Verlags Belfond, am Montag, dem 26. Dezember bekannt…

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  • Ukraine-Krieg: Die New York Times konnte die Urheber des Massakers von Butscha identifizieren

    Ukraine-Krieg: Die New York Times konnte die Urheber des Massakers von Butscha identifizieren

    Eine Untersuchung der „New York Times“ beweist auf die Verantwortung der russischen Streitkräfte für die Massaker in Butscha zu Beginn des Krieges und ermöglichte es, einige der Verantwortlichen für die Übergriffe zu identifizieren.

    Die New York Times hat eine umfassende Untersuchung auf ihrer Website veröffentlicht. Es ist das Ergebnis von acht Monaten Arbeit. Der Artikel enthält vernichtende Enthüllungen über die Beteiligung der russischen Streitkräfte an den Massakern, die in den ersten Kriegswochen in Butscha, einem Vorort von Kiew, verübt wurden.

    Diese Untersuchung war ein regelrechtes Eintauchen in ein Butscha unter russischer Besatzung. Die Journalisten hatten das Gefühl, die Schrecken so zu erleben, als wären Sie selbst Einwohner der Stadt: verschanzt in ihren Kellern, versteckt hinter ihren Fenstern, bei dem Versuch, die Übergriffe der Armee von Wladimir Putin zu dokumentieren. Die Einwohner waren in gewisser Weise die ersten Ermittler. Sie waren es, die Videos, die sie unter grossem persönlichen Risiko mit ihren Smartphones gedreht hatten, manchmal durch Mauerlöcher hindurch, den Journalisten übergaben. Auch Bilder privater Videoüberwachungskameras wurden zur Verfügung gsetsellt. Es sind allesamt genau datierte, zeitlich abgestimmte und georeferenzierte Blickwinkel auf die berüchtigte Yablonska-Straße.

    Das für die Massaker verantwortliche Regiment wurde identifiziert
    Die Reportage geht ganz speziell auf verschiedene Ereignisse ein. Da ist zum Beispiel dieser Panzer, der auf eine Frau schießt, die auf ihrem Fahrrad um eine Straßenecke biegt. Männer, die von einem Einwohner von Butscha gefilmt wurden, wie sie auf dem Boden knieten während Soldaten mit ihren Waffen auf sie zielten. Und dann, einige Minuten später, gibt es diese Drohnenbilder, die am selben Ort dieselben Männer zeigen, wie sie leblos auf dem Boden liegen. Alles erscheint insgesamt sehr methodisch zu sein, es handelt sich nicht um Gewalttaten einzelner Soldaten.

    Die Journalisten der New York Times konnten genaue Angaben, wie etwa Abzeichen auf den russischen Uniformen, die aufgemalten Markierungen auf den Panzern, dokumentieren. All diese Details weisen auf das 234. Fallschirmjägerregiment hin, das im Westen Russlands stationiert ist. Und ein weiteres brutales Detail gab absolute Gewissheit: Die Journalisten stellten fest, dass fast jedes Mal, wenn in Butscha ein Zivilist starb, sein Telefon benutzt wurde, um Anrufe nach Russland zu tätigen. Dies geschieht meist in den Minuten unmittelbar nach den Tötungen. Und alle Anrufe gehen an Angehörige von Mitgliedern des 234. Fallschirmjägerregiments!

    Russischen Soldaten ist es verboten, ihre privaten Telefone zu benutzen oder ihre Familien anzurufen. Sie nutzten daher die Geräte ihrer Opfer, um mit ihren Frauen oder Eltern zu sprechen.

    Die Rolle des „Kameraden Oberst“.
    In den Straßen von Butscha sprechen die Soldaten einen „Kameraden Oberst“ an, wie es auf einem Video zu hören ist. Nur hochrangige Offiziere werden auf diese Weise angesprochen. Der einzige, der diese Bezeichnung im 234. Regiment für sich beanspruchen kann, heißt Artyom Golodirov. Er wird dabei beobachtet, wie er an den Leichen von Zivilisten vorbeimarschiert, ohne seinen Männer wegen der Tötungen Vorhaltungen zu machen. Ganz so, als ob er die Massaker gutheißen würde.

    Abgesehen von der Ermittlungs- und Dokumentationsarbeit, die zweifellos von Nutzen sein wird, wenn diese Männer eines Tages wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt werden, ermöglicht es diese Arbeit der Journalisten auch, vielen der Leichen von Zivilisten, die wir alle im Fernsehen auf dieser Straße liegend gesehen haben, Namen zu geben. Der Mann, der tot neben seinem Fahrrad lag, hieß Vladimir Brovchenko und war 68 Jahre alt. Und derjenige, dessen Körper mit einem weißen Tuch auf dem Rücken gefesselt auf der Straße lag, war Oleksander Tschumak…

  • Syroco: Segelboot für eine kohlenstofffreie Zukunft

    Syroco: Segelboot für eine kohlenstofffreie Zukunft

    Ein Start-up-Unternehmen aus Marseille hat den Ehrgeiz, den Schiffsverkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Mit einem Schiff, das von einem Segel wie ein Kitesurfer gezogen wird.

    Es sieht aus wie ein kleines Flugzeug und ist doch ein Boot. Ein unglaubliches Gerät, mit dem sein Konstrukteur eine Geschwindigkeit von über 150 km/h erreichen und damit den Geschwindigkeitsrekord im Segeln brechen will. Dieses „Speed Craft“, derzeit noch ein Prototyp im Maßstab 1:3, verfügt über ein Segel, das dem eines Kitesurfers ähnelt, und einen speziellen Kiel, um es auf dem Wasser zu halten. Ohne diese technologische Innovation würde dieses Gerät, das halb Boot und halb Flugzeug ist, davonfliegen. Schlüsselelement dieses innovativen Konzepts ist der Kite (Drachensegel), der es ermöglicht, alle Kräfte des Windes an einem einzigen Punkt zu bündeln.

    Entwicklung des kohlenstofffreien Seetransports
    Dieses revolutionäre Boot verdanken wir einem der erfolgreichsten französischen Kitesurfer. Alex Caizergues aus Marseille kann auf 15 Jahre Wettkampferfahrung, 6 Weltrekorde und 4 Weltmeistertitel verweisen. „Ich habe im Laufe meiner Karriere Vieles erreicht, jetzt wollte ich noch einen Schritt weiter gehen und in meiner täglichen Arbeit einen Beitrag für die Umwelt leisten“.

    Um über seine sportlichen Leistungen noch hinauszuwachsen, hat der Rekordhalter ein Start-up-Unternehmen gegründet. Der französische Champion hat ein hochkarätiges Team von 17 Personen um sich geschart, Ingenieure und Schiffsarchitekten, die alle vom Segeln begeistert sind. Ziel des jungen Unternehmens aus Marseille: die Dekarbonisierung des Seeverkehrs voranzutreiben. Der ganzen Welt soll bewiesen werden, dass es möglich ist, mithilfe des Windes, einer sauberen und kostenlosen Energie, eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen. „Ganz sicher werden wir morgen Schiffe haben, die einen niedrigen Energieverbrauch haben. Sie werden vielleicht Segel oder ‚Foils‘ haben“, erklärt Alex Caizergues gegenüber France Télévivions.

    Der nächste Schritt für den Unternehmer ist, die geplante 7-Meter-Version seines neuartigen Bootes in den kommenden Monaten zu Wasser zu lassen. Ein Prototyp, mit dem Alex Caizergues den Geschwindigkeitsrekord in Angriff nehmen wird, den er noch „vor den Olympischen Spielen 2024“ brechen möchte.

  • Umwelt: In Frankreich soll mit widerstandsfähigeren Baumarten aufgeforstet werden

    Umwelt: In Frankreich soll mit widerstandsfähigeren Baumarten aufgeforstet werden

    In Frankreich sind viele Baumarten von Dürreperioden oder Insekten bedroht. Es muss also experimentiert werden, um eine Aufforstung mit anderen, widerstandsfähigeren Baumarten zu ermöglichen.

    An den Hängen des Mont Ventoux (Provence-Alpes-Côte d’Azur) liegt ein jahrhundertealter Wald, ein ökologisches Juwel mit vielen verschiedenen Baumarten. Zedern, Kiefern, Buchen, mit vielen orangefarbenen Tönen. Die Farben sind Zeugnis des Herbstes, aber auch ein Symptom für kranke Bäume. Auf einer der Parzellen mussten jetzt etwa 800 Kiefern gefällt werden. „Hinter mir sieht man eine Hakenkiefer, die gerade von Borkenkäfern befallen wird, kleinen Insekten, die von der Schwächung des Baumes profitieren“, erklärt Olivier Delaprison, Forst-Verantwortlicher der Region Vantoux, auf dem Sender France 2.

    Nach den Fällungen der vergangenen Monate muss der Wald regeneriert werden. An diesem Tag beaufsichtigt Olivier Delaprison eine Wiederaufforstungsmaßnahme auf einer Fläche von einem Hektar. „Wir arbeiten mit Zedernsetzlingen, die zwei Jahre gewachsen sind. Die Samen stammen aus Ménerbes im Luberon. In 40 Jahren werden diese Bäume selbst Samen produzieren“, erklärt er. Innerhalb von 50 Jahren könnten neue Baumarten in der Hälfte aller französischen Wälder auftauchen.

  • Im Iran inhaftierte Französin Cécile Kohler darf zum ersten Mal seit sieben Monaten mit ihrer Familie sprechen

    Im Iran inhaftierte Französin Cécile Kohler darf zum ersten Mal seit sieben Monaten mit ihrer Familie sprechen

    Die Französin Cécile Kohler, die von Teheran der Spionage beschuldigt wird, wird seit Mai letzten Jahres zusammen mit ihrem Lebensgefährten im Iran festgehalten. Die französische Lehrerin konnte am 18. Dezember zum ersten Mal seit sieben Monaten Kontakt zu ihren Eltern aufnehmen. Wie erst jetzt bekannt wurde, konnte Cécile Kohler am Sonntag, dem 18. Dezember, einige Minuten lang über WhatsApp mit ihren Eltern sprechen. Ein Gespräch unter Aufsicht, bei dem sie einen Schleier tragen musste. Die französische Lehrerin, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten seit Mai letzten Jahres im Iran inhaftiert ist, wird von Teheran der Spionage beschuldigt. Seitdem wird sie in einem Hochsicherheitsgefängnis festgehalten, das für seine extrem schwierigen Haftbedingungen bekannt ist. Bisher wurde kein Datum für den Prozess bekannt gegeben.Ihre Familie zeigt sich alarmiert. „Wir haben gespürt, dass sie psychisch sehr angeschlagen ist. Sie leidet sehr darunter, dass sie in mehr als sieben Monaten keinen …

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  • Frankreich: Hausärzte ab Montag zum Streik aufgerufen

    Frankreich: Hausärzte ab Montag zum Streik aufgerufen

    Das Kollektiv „Ärzte für morgen“ und andere Gewerkschaften der freiberuflichen Ärzte rufen ab Montag, dem 26. Dezember, zu einer weiteren Woche Streik auf.

    Die Ärzteschaft plant, sich durch einen Streik zwischen Weihnachten und dem beginn des neuen Jahres Gehör zu verschaffen. Nach einem Aufruf von Médecins pour demain (Ärzte für morgen) werden die niedergelassenen Ärzte und Bereitschaftsärzte vom 26. Dezember bis zum 2. Januar streiken. Die Gewerkschaften schließen eine Verlängerung des Streiks nicht aus. Dies ist der zweite Streik der freiberuflichen Ärzte in diesem Monat. Anfang Dezember hatten sie bereits ihre Unzufriedenheit mit den Arzthonoraren durch einen Arbeitsausstand zum Ausdruck gebracht. Das Kollektiv Ärzte für morgen teilte außerdem mit, dass am Donnerstag, dem 5. Januar eine Demonstration in Paris geplant sei.

    Andere Gewerkschaften schlossen sich dem Aufruf zu einem einwöchigen Streik an. Sie streiken bereits seit dem 24. Dezember und haben zusätzlich zu den Praxisschließungen auch zu einem Streik der Bereitschaftsdienste aufgerufen. Menschen, die von den Schließungen betroffen sind, können sich an folgende Nummern wenden: 11.84.18 für Bereitschaftsdienste und 15 für Notfälle.

    Zu den Forderungen der Gewerkschaften gehörte neben dem Ärzte- und Fachkräftemangel und dem Mangel an Mitteln auch die Forderung nach einer Verdoppelung des Tarifs für die ärztlichen Konsultation von 25 Euro auf 50 Euro. Diese Forderungen waren bereits Gegenstand der ersten Arbeitsniederlegung der Ärzte Anfang Dezember.

  • Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Ein Wintersturm, der eisige Winde mit sich führte und seit Tagen über das Zentrum und den Osten der USA fegt, forderte bereits mehr als 30 Todesopfer und ließ Zehntausende Amerikaner am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen frieren.

    „Das ist nicht das Weihnachten, das wir uns vorgestellt haben“: Ein Wintersturm mit eisigen Winden fegt schon seit Tagen über das Zentrum und den Osten der Vereinigten Staaten und hat schon mehr als 30 Menschenleben gefordert. Zehntausende Amerikaner sassen am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen.

    Zweiunddreißig Todesfälle wurden in neun Bundesstaaten bestätigt, darunter allein 13 in Erie County im Bundesstaat New York, zu dem auch die Stadt Buffalo gehört, wo die Schneehaufen inzwischen stellenweise bis zu drei Meter hoch sind. Einige Opfer wurden in ihren Autos gefunden, andere auf der Straße inmitten der Schneemassen.

    „Menschen sitzen seit über zwei Tagen in ihren Autos fest“
    Seit Mittwochabend werden die USA von diesem ungewöhnlich starken Wintersturm heimgesucht, dessen polare Winde vor allem in der Region der Great Lakes (Großen Seen) zu starken Schneefällen führten. „Es gibt Menschen, die seit mehr als zwei Tagen in ihren Autos festsitzen und andere in ihren Häusern mit frostigen Temperaturen“, berichtet Mark Poloncarz, ein Verwaltungsbeamter des Landkreises Erie County. Er befürchtet, dass es bald weitere Todesfälle in seinem County geben könnte.

    Trotz Fahrverbot sassen Hunderte von Menschen in ihren Fahrzeugen fest. Die Rettungskräfte gingen am Sonntag von Auto zu Auto, um zu sehen, „ob sie Leichen finden“, beschreibt Mark Poloncarz die Situation auf CNN.

    „Das ist eine große Krise“, sagt die Gouverneurin des Bundesstaates New York Kathy Hochul, selbst eine gebürtige Buffaloerin. „Ich habe alle großen Winterstürme der letzten 60 Jahre erlebt. Das hier ist der schlimmste.“

    Mehr als 48.000 Haushalte waren am Sonntag an der Ostküste der USA ohne Strom. Das Unwetter hatte laut der Website Poweroutage.us ursprünglich rund 150.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.

    Mehr als 3.000 Flüge wurden am Sonntag gestrichen, zusätzlich zu den etwa 3.500 am Samstag und weiteren 6.000 am Freitag, wie die Webseite Flightaware.com berichtete.

    In Städten, wie Denver oder Chicago, wurden Notunterkünfte eröffnet, um Bedürftige aufzunehmen, damit sie sich aufwärmen können und vor Unterkühlung geschützt sind.

    Kanada ebenfalls betroffen
    Der Wintersturm betraf auch Kanada, wo ein Busunfall auf einer vereisten Straße in British Columbia nach Angaben der Behörden mindestens vier Todesopfer und Dutzende Verletzte forderte. Mehr als 150.000 Menschen waren auch i9n Kanada ohne Strom, vor allem in den Provinzen Ontario und Quebec. Zudem mussten alle Züge von Toronto nach Ottawa und Montreal am Weihnachtstag nach der Entgleisung eines Zuges eingestellt werden, wie die kanadische Eisenbahngesellschaft mitteilte.

    Laut dem National Weather Service der USA sollen die Temperaturen „bis Mitte nächster Woche auf jahreszeitlich normale Werte“ zurückgehen.

    https://twitter.com/NWXweather/status/1605993104804151296