Autor: Nachrichten

  • Eine vermutlich seit vier Jahren verstorbene Frau wurde jetzt in ihrer Wohnung in Lille entdeckt

    Eine vermutlich seit vier Jahren verstorbene Frau wurde jetzt in ihrer Wohnung in Lille entdeckt

    Feuerwehrleute und Polizisten entdeckten die Leiche einer Frau in ihrer Wohnung in Lille. Sie war wahrscheinlich schon seit vier Jahren tot. Der Alarm wurde von Gerichtsvollziehern nach einer Reihe von unbezahlten Rechnungen ausgelöst.

    Makaberer Fund in einer Wohnung in Lille. Die Polizei und die Feuerwehr entdeckten den skelettierten Körper einer Frau, der neben dem Bett auf dem Boden lag. Das Alter der Frau ist nicht bekannt. Die Frau soll bereits vor etwa 4 Jahren gestorben sein, ihr Tod soll auf das Jahr 2019 zurückgehen, berichtet die Zeitung La Voix du Nord.

    Unter den Nachbarn hatte sich offensichtlich niemand um das Schicksal der Toten gesorgt. Im Nachhinein hatte es einige Anzeichen gegebne, dass etwas nicht stimmt. Der Briefkasten war zum Bersten voll. Er war so voll mit Prospekten, dass die Polizei Schwierigkeiten hatte, ihn zu öffnen. Einem anderen Nachbarn kam es seltsam vor, dass ein Fenster zur Hofseite immer offen stand.

    Alles beschleunigte sich dank eines Schreibens eines Gerichtsvollziehers vor drei Wochen. Der Brief war für die Verstorbene bestimmt und landete im Briefkasten des Nachbarn. Er rief daraufhin die Kanzlei des Gerichtsvollziehers an, die ihm mitteilte, dass das Schreiben in andere Briefkästen im Gebäude gewandert sei, da die Nachbarin nichts von sich hören ließ. Die Gerichtsvollzieher versuchten, eine Reihe von unbezahlten Rechnungen einzutreiben.

    Am Mittwoch dann wurde die Polizei und die Feuerwehr alarmiert, um die Wohnung der Toten in der Rue des Stations in Lille zu öffnen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Todesursache zu ermitteln.

    Im Jahr 2012 war in der Altstadt von Lille die Leiche eines Mannes entdeckt worden, der zum Zeitpunkt des Auffindens bereits seit etwa 15 Jahren tot war. Auch in diesem Fall hatte sich niemand um das Schicksal des Mannes spanischer Herkunft gekümmert.

  • Camilla und Brigitte Macron: Königin und First Lady spielen Ping Pong

    Camilla und Brigitte Macron: Königin und First Lady spielen Ping Pong

    Als Königin Camilla und Brigitte Macron in Saint-Denis, nördlich von Paris, unterwegs waren, um sich mit jungen Sportlern zu treffen, überkam sie die Lust auf ein kurzes Ping-Pong-Match. Die Königin und die First Lady hatten sichtlich Spass.

    Am zweiten Tag ihres Staatsbesuchs in Frankreich haben König Charles III. und Königin Camilla einen anstrengenden Tag. Am Mittag fuhren sie in Begleitung von Brigitte Macron nach Saint-Denis nördlich von Paris. Sie trafen sich mit jungen Sportlern, die sich in einer Halle versammelt hatten, in der anlässlich der Rugby-Weltmeisterschaft Veranstaltungen stattfanden.

    Königin Camilla tauschte ein paar Bälle mit der 19-jährigen Tischtennisspielerin Prithika Pavade aus, die Mitglied der französischen Tischtennisnationalmannschaft ist. Offensichtlich konnte die Königin keinen einzigen Punkt erzielen. Camilla tauschte anschließend ein paar Bälle mit Brigitte Macron aus, König Charles, die Leute im Saal und natürlich auch die beiden Frauen selbst hatten offensichtlich viel Spass. Brigitte Macron spielte etwas besser!

    Am Vormittag hatte König Charles im Senat vor 300 französischen Parlamentariern eine Rede gehalten. Er plädierte auf Französisch und Englisch für eine neue „Entente“ mit Paris in der Klimapolitik und versicherte die „unerschütterliche Entschlossenheit“ von London und Paris, die Ukraine zu unterstützen. Die „Entente cordiale“ ist ein Text, der 1904 von den beiden Ländern unterzeichnet wurde, um ihre damaligen starken Differenzen zu beenden.

    Am Donnerstagnachmittag besteht das Programm des Königspaares aus einem Besuch des Blumenmarkts und einer Fahrt nach Notre-Dame-de-Paris, um die mit der Restaurierung der Kathedrale beschäftigten Arbeiter zu treffen. Anschließend wird Charles III. im Muséum d’histoire naturelle einem Kolloquium zum Thema „Klimafinanzierung“ beiwohnen, bei dem es um Maßnahmen der Finanzwelt zur Bekämpfung des Klimawandels geht.

  • Departement Seine-Maritime: 11 Schulen nach Attentatsdrohungen evakuiert

    Departement Seine-Maritime: 11 Schulen nach Attentatsdrohungen evakuiert

    Neun Gymnasien, ein Collège und eine Berufsschule (CFA) in der Metropolregion Rouen (Seine-Maritime) erhielten am 19. und 20. September Anschlagsdrohungen per E-Mail. Sie wurden daraufhin evakuiert. Eine Untersuchung wurde eingeleitet und ein 17-jähriger Jugendlicher wurde festgenommen.

    Am Mittwoch, dem 19. September und am darauffolgenden Tag erhielten neun Gymnasien, ein Collège und eine Berufsschule in der Metropole Rouen (Seine-Maritime) Anschlagsdrohungen per E-Mail. Sie wurden daraufhin evakuiert. In der E-Mail war zu lesen, dass ein Mann sich „mit einer Zeitbombe bis 11.30 Uhr in die Luft sprengen“ würde. Eine Gymnasiastin, die am Mittwochmorgen zum Zeitpunkt der Warnung im Unterricht war, sagte gegenüber France Télévisions: „Es ist sicher, dass es sich komisch anfühlt. Es hat geklingelt, also bin ich nach unten gegangen, um mit meinem Freund in die Kantine zu gehen. Dann haben wir bemerkt, dass viele Leute das Gymnasium verließen, bis wir einige Lehrer sahen, die uns rauswinkten und sagten: ‚Evakuieren Sie!’“, fuhr die Schülerin des Lycée M.Sembat in Sotteville-lès-Rouen (Seine-Maritime) fort. In jeder der betroffenen Schulen wurde eine Sicherheitsdurchsuchung durchgeführt, um alle Zweifel auszuräumen. Die Ermittler der Gebietsdirektion der Kriminalpolizei führten Untersuchungen im Rahmen einer von der Staatsanwaltschaft Rouen eingeleiteten Ermittlung durch. Inzwischen wurde ein 17-jähriger Jugendlicher festgenommen.

  • Universitätsprofessor getötet: Ehefrau von Patrice Charlemagne gesteht den Mord

    Universitätsprofessor getötet: Ehefrau von Patrice Charlemagne gesteht den Mord

    Die Ehefrau des Universitätsprofessors Patrice Charlemagne, der am Montag, dem 18. September 2023, in seinem Haus in der Nähe von Dünkirchen erstochen aufgefunden wurde, hat in am Mittwoch in der Untersuchungshaft gestanden, ihn getötet zu haben.

    Die Ehefrau von Patrice Charlemagne, der in der Nacht von Sonntag auf Montag, dem 18. September 2023 in seinem Haus in der Nähe von Dünkirchen erstochen aufgefunden wurde, hat im Polizeigewahrsams jetzt gestanden, den Professor getötet zu haben.

    Die 30-jährige Dozentin für Literaturwissenschaft, die wie der Verstorbene an der Université du Littoral Côte d’Opale lehrte, hatte zunächst die Polizei alarmiert und behauptete, ihr Mann sei Opfer von Einbrechern geworden. Am Montag wurde von der Kriminalpolizei eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet.

    Die Täterin und Ehefrau ist neben ihrer Lehrtätigkeit auch Stadträtin von Dünkirchen. Sie wurde 2020 auf der Liste des Bürgermeisters Patrice Vergriete gewählt, der inzwischen Minister für Wohnungsbau der Regierung von Elisabeth Borne ist. Sie wurde am Mittwoch in Polizeigewahrsam genommen, um „ihre Version der Ereignisse mit den in der Untersuchung gesammelten Elementen zu vergleichen“, wie die Staatsanwaltschaft erklärte.

    Es wurden mehrere verdächtige Beweisstücke gefunden, dazu gehörten „eine Spur an ihrer linken Hand, die mit einem am Tatort gefundenen Handschuh übereinstimmte“ und „die Analyse der Smartphones, die auf Spannungen in der Ehe schließen ließ“, sowie „Ungereimtheiten in der Schilderung der Ereignisse“.

    Der 50-jährige Patrice Charlemagne war in einem Zimmer im ersten Stock der ehelichen Wohnung am Quai aux Fleurs im Stadtteil Rosendaël am Stadtrand von Dünkirchen mit mehreren Messerstichen im Körper tot aufgefunden worden.

    Zwei blutige Messer, ein Paar Handschuhe, eine Taschenlampe und ein Laptop wurden in der Nähe des Hauses gefunden, wie eine Polizeiquelle berichtete.

    „Unsere Stadt wurde heute Nacht von einer schrecklichen Tragödie getroffen, die einem Mann aus Dünkirchen das Leben gekostet hat. Ich möchte meine tiefe Betroffenheit und meinen Schock zum Ausdruck bringen“, reagierte Wohnungsbauminister Patrice Vergriete am Montag auf Facebook und sprach den Angehörigen des Opfers sein „tiefstes Mitgefühl“ aus.

  • König Charles III. spricht vor dem französischen Senat – eine Premiere für einen britischen König

    König Charles III. spricht vor dem französischen Senat – eine Premiere für einen britischen König

    Zum ersten Mal spricht ein britischer König am Donnerstag im Plenarsaal des Senats vor fast 300 Abgeordneten und Senatoren. Der britische König setzte seinen Besuch in Frankreich fort. Charles III. begann seine Rede am Donnerstag, dem 21. September, im Plenarsaal des Senats vor fast 300 Senatoren und Abgeordneten, die sich versammelt hatten. Es ist eine Premiere für einen britischen Herrscher, denn 2004 hatte sich seine Mutter Elizabeth II. noch mit dem Konferenzsaal des Senats begnügen müssen. „Das Vereinigte Königreich wird immer einer der engsten Verbündeten und einer der besten Freunde Frankreichs sein“, sagte Charless III. Er erinnerte auch an die „unerschütterliche“ Entschlossenheit von London und Paris, die Ukraine gegen den Überfall Russlands zu unterstützen. 

    Ein voller Tag. Am Mittag wird König Charles III. in Begleitung von Königin Camilla und der französischen First Lady Brigitte Macron mit Jugendlichen in Saint-Denis…

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  • Französisches Überseedepartement Mayotte: 600.000 Liter Trinkwasser in Flaschen geliefert

    Französisches Überseedepartement Mayotte: 600.000 Liter Trinkwasser in Flaschen geliefert

    Das französische Überseedepartement Mayotte ist aufgrund einer starken Dürre mit einer schweren Wasserkrise konfrontiert. Das jetzt vom Staat gelieferte Wasser ist in erster Linie für Säuglinge, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen oder Menschen mit Langzeiterkrankungen sowie für schwangere Frauen bestimmt. Am Mittwoch, dem 20. September, traf ein Schiff in Mayotte ein, das 600.000 Liter Wasser in Flaschen an Bord hatte, die an die am stärksten gefährdeten Menschen verteilt werden sollen. Das französische Überseedepartement leidet unter einer schweren Wasserkrise. Etwa 50.000 Personen wurden gezählt, die durch den Wassermangel besonders gefährdet sind. Das ist ein Sechstel der rund 310.000 Einwohner dieses französischen Archipels im Indischen Ozean, erklärte der Präfekt Thierry Suquet, der am Hafen von Longoni in der Gemeinde Koungou im Norden von Grande-Terre das Schiff mit der Wasserlieferung begrüßte. Mayotte ist das ärmste Departement Frankreichs und leidet unter der größten…

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  • Ein König im Schloss von Versailles

    Ein König im Schloss von Versailles

    Am Mittwochabend, dem 20. September, fand im Schloss von Versailles (Yvelines) ein Staatsdinner zu Ehren von König Charles III. statt. Der Sender Franceinfo berichtet über diesen besonderen Termin und die geladenen Gäste. Nach Hugh Grant und Carole Bouquet traf am Mittwochabend, dem 20. September, auch Charlotte Gainsbourg im Schloss Versailles (Yvelines) ein, um am Abendessen zu Ehren von König Charles III. teilzunehmen: „Wir haben sogar Mick Jagger, den französischsten der Rolling Stones, gesehen, der gleich nach Charlotte Gainsbourg eintraf und mit seinem britischen Akzent sogar ein kleines ‚bonsoir‘ in die Menge rief.“ Mick Jagger ging über den langen roten Teppich und wurde von den anwesenden Fotografen bejubelt. Insgesamt waren an diesem Abend zwischen 150 und 170 Gäste zu dem, wie man sich vorstellen kann, sehr prunkvollen Dinner mit einem sehr umfangreichen Sicherheitsprotokoll geladen. „Allein hier in Versailles sind rund 800 Polizisten und Gendarmen mobilisiert“, so der Journ…

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  • King Charles III. in Frankreich: Höhepunkte des gestrigen Tages

    King Charles III. in Frankreich: Höhepunkte des gestrigen Tages

    Am Abend des Mittwoch, den 20. September, war das Staatsdinner in Versailles der Höhepunkt des Besuchs des britischen Königspaares. Der Sender Franceinfo bietet einen Blick zurück auf die Höhepunkte des gestrigen Tages. Bei typisch englischem Wind steigt das englische Königspaar am Mittwoch, dem 20. September, aus seinem Airbus. Es ist 14 Uhr, als Charles und Camilla französischen Boden betreten und von der Premierministerin Elisabeth Borne begrüßt werden. Das Königspaar stieg anschließend in einen Bentley und fuhr zu den Champs Élysées, wo Brigitte und Emmanuel Macron auf den königlichen Besuch warteten. Die Zuschauer waren begeistert. King Charles und Präsident Macron entzündeten die Flamme an der Gedenkstätte des Unbekannten Soldaten unter dem Triumphbogen, während die Republikanische Garde die Marseillaise anstimmt und die Patrouille de France und die Royal Air Force den Himmel bunt färben. Emmanuel Macron hat Mühe, seinen Stolz neben dem König zu verbergen, der eher stoisch ersche…

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  • Immigration: Der gefährliche Weg über die Berge zwischen Italien und Frankreich

    Immigration: Der gefährliche Weg über die Berge zwischen Italien und Frankreich

    Die Überwachung der italienischen Grenze wurde in den vergangenen tagen deutlich verstärkt, aber man kann ein Land nicht hermetisch abzuriegeln.

    Für viele Exilanten, die in Italien angekommen sind, ist das Erreichen von Frankreich die nächste oder sogar letzte Etappe ihrer langen Reise. Sie legen viele Kilometer zurück, oft nachts, um der Polizei zu entgehen. Nahe der Grenze ist eine italienische Notunterkunft der einzige Ruhepunkt. Jeden Tag kommen hier 150 Personen an. Der Start der gefährlichen Wanderung erfolgt von dem italienischen Dorf Claviere aus. Für eine Gruppe von Migranten aus Guinea ist es inzwischen der dritte Versuch.

    Für sie beginnt ein langer Marsch durch den Nebel. Es ist 5 °C kalt und die einzige Orientierungshilfe ist ein GPS-Gerät. Nach drei Stunden sehen sie in der Ferne die Lichter von Montgenèvre (Hautes-Alpes). Aufgrund der Anwesenheit des französischen Militärs ist dies die riskanteste Passage. Polizisten und Gendarmen patrouillieren um das Dorf herum und haben die Anweisung, keinen Migranten passieren zu lassen.

    Etwa 260 Migranten wurden allein in der vergangenen Woche nach Italien zurückgebracht. Der Grenzpolizei gelang es jedoch nicht, diese Gruppe abzufangen, die nach einem sechsstündigen Marsch endlich in Briançon (Hautes-Alpes) ankam. Jeden Tag kommen etwa 50 Personen nach Briançon. „Im August hatten wir 2.000 Ankünfte. Normalerweise ist das die Zahl der Ankünfte für sechs Monate“, sagt Jean Gaboriau, Verwalter des Vereins Refugees solidaires in Briançon (Hautes-Alpes) gegenüber dem Sender France 2. Viele der in Frankreich angekommenen Migranten werden nun hier Asyl beantragen. „Ich will nach Lyon, und danach bin ich bereit, überall zu arbeiten“, sagt ein junger Mann.

  • Hälfte aller Franzosen laut Umfrage gegen legale Einwanderung nichteuropäischer Menschen in die EU

    Hälfte aller Franzosen laut Umfrage gegen legale Einwanderung nichteuropäischer Menschen in die EU

    Laut einer Umfrage des Think Tanks Confrontations Europe und des Viavoice-Instituts, die in zehn europäischen Ländern durchgeführt wurde, äußern sich die Franzosen am kritischsten eine legale Einwanderung von nicht-europäischen Bevölkerungsgruppen in die EU.

    Jeder zweite Franzose ist gegen die legale Einwanderung nicht-europäischer Bevölkerungsgruppen in die Europäische Union (EU). Dies geht aus den Ergebnissen einer europaweiten Umfrage hervor, die von dem Think Tank Confrontations Europe und dem Institut Viavoice initiiert und unter den Einwohnern von zehn EU-Ländern durchgeführt wurde, wie der Sender Franceinfo am Mittwoch, dem 20. September, meldete.

    Nur 12% der befragten Franzosen sind „voll und ganz“ für die legale Einwanderung nichteuropäischer Bevölkerungsgruppen in die EU, 29% „eher“ dafür, während 30% der befragten Franzosen „eher“ dagegen sind und 20% „voll und ganz“ dagegen. 9% gaben keine Stellungnahme ab. Laut dieser Umfrage sind die französischen Einwohner von allen befragten Europäern mit am kritischsten gegenüber der legalen Einwanderung von Nicht-EU-Bürgern in die EU: 78% der Spanier sind dafür, 76% der Italiener, 70% der Rumänen, 56% der Griechen, 49% der Schweden, 48% der Deutschen, 46% der Belgier und Polen und 43% der Ungarn.

    Was die Freizügigkeit von EU-Bürgern innerhalb der EU-Länder betrifft, so sind die Rumänen, Italiener, Spanier und Griechen am positivsten eingestellt – mehr als 9 von 10 befürworten es, während die Belgier (75 %), Franzosen und Schweden (71 %) etwas zurückhaltender sind.

    In allen befragten europäischen Ländern ist die Mehrheit der Bevölkerung der Ansicht, dass es in ihrem Land und in Europa zu viel Einwanderung gibt, mit Ausnahme von Griechenland. Dort sind nur 45 % der Meinung, dass es in ihrem Land zu viel Einwanderung gibt, für Europa sehen es 38 % so. In Rumänien sind 53 % der Meinung, dass es in Europa zu viel Einwanderung gibt, aber nur 38 % meinen das für Rumänien. Die Deutschen (74 %), die Italiener (73 %) und die Franzosen (71 %) sind am stärksten der Ansicht, dass es in ihrem jeweiligen Land zu viel Einwanderung gibt. Es sind auch diese Länder, die zusammen mit Ungarn am stärksten der Meinung sind, dass die Einwanderung in Europa zu hoch ist (73% in Deutschland, 69% in Frankreich und Ungarn und 68% in Italien).

    Aus der Umfrage geht allerdings auch hervor, dass die Europäer nur wenig über die Einwanderung auf dem Kontinent wissen. Die Umfrage offenbart die große Bedeutung der Medienberichte zum Beispiel über die Fahrten von Migranten über das Mittelmeer. Im Jahr 2022 sind etwa 2 Millionen Menschen legal in die Europäische Union eingewandert – diese Zahl ist zwei Dritteln der Europäer unbekannt oder wird überschätzt. In den befragten Ländern gaben weniger als 3 von 10 Menschen eine richtige Antwort auf diese Frage, wobei ein großer Teil überhaupt keine Antwort wußte.

    Für 8 von 10 befragten Ländern ist der Hauptvorteil der Einwanderung in die Europäische Union die Bereitstellung von Arbeitskräften für unqualifizierte Berufe. Danach folgen das Bevölkerungswachstum in alternden Ländern (erste Antwort in Spanien, aber auch in den anderen Mittelmeerländern Italien und Griechenland weit verbreitet) und die Bereitstellung von qualifizierten Arbeitskräften (erste Antwort in Deutschland).

    Angesichts der Herausforderung, die die Migrationsströme nach Europa in den nächsten fünf Jahren darstellen werden, haben die Europäer unterschiedliche Prioritäten: Für Frankreich, Ungarn, Polen und Griechenland wird von den befragten Menschen als erste politische Maßnahme die Verstärkung der Grenzkontrollen an den Grenzen der EU-Länder genannt (begleitet von einer Verstärkung der Grenzkontrollen an den Grenzen der Herkunftsländer der Migranten). In Spanien, Rumänien und Schweden ist die Förderung der sozialen Integration von Zuwanderern durch Sprache, Bildung, Arbeit und Wohnraum zuerst erwünscht, während in Deutschland und Italien insbesondere eine zahlenmäßige Verteilung der Zuwandererbevölkerung auf die EU-Länder gefordert wird.