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  • Waffen und Töpferwaren: In Paris zeigt eine Ausstellung mehr als 100 in der Seine gefundenen Objekte

    Waffen und Töpferwaren: In Paris zeigt eine Ausstellung mehr als 100 in der Seine gefundenen Objekte

    Die Ausstellung „Dans la Seine“ öffnete am Mittwoch im Museum der archäologischen Krypta auf der Île de la Cité in Paris. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Nutzung des Flusses Seine und der Besiedlung ihrer Ufer seit der Vorgeschichte. Seit Mittwoch, dem 31. Januar, kann man im Museum der a…

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  • Malediven: Künstliche Inseln gegen den steigenden Meeresspiegel

    Malediven: Künstliche Inseln gegen den steigenden Meeresspiegel

    Um sich gegen den durch die globale Erwärmung bedingten Anstieg des Meeresspiegels zu wappnen, haben die Malediven mit dem Bau von künstlichen Inseln begonnen.

    Es gibt türkisfarbenes Wasser, einen feinen Sandstrand, ein Luxushotel – aber diese Insel auf den Malediven ist künstlich. Eine dänische Firma hat sie gebaut. Die Inselgruppe der Malediven wird bis zum Ende des Jahrhunderts im Indischen Ozean versinken. Um den Tourismus aufrechtzuerhalten, aber auch um die Hauptstadt zu entlasten, werden jetzt neue Inseln geschaffen. Eine schwimmende Stadt dieser Art könnte im Jahr 2025 immerhin 13.000 Familien beherbergen.

    „Die Höhe der Insel beträgt 1,50 Meter. Wenn ein Sturm kommt: keine Sorge, sie bleibt immer auf der gleichen Höhe. Aber wir greifen die Umwelt nicht an“, sagt Ibrahim Riyaz, der Direktor der Maldive Floating City, auf dem Sender France 2. Für diese Innovation haben die Malediven 1 Milliarde Euro reserviert, was einige Umweltaktivisten verärgert. Die Behörden antworten auf die Kritik, dass sie auf den bevorstehenden Untergang des Archipels reagieren müssen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, könnten sie sich sogar in Indien oder Sri Lanka ein Stück Territorium kaufen.

  • Marseille: Les Beaux Mets – ein öffentliches Restaurant im Gefängnis Des Baumettes

    Marseille: Les Beaux Mets – ein öffentliches Restaurant im Gefängnis Des Baumettes

    Das Baumettes-Gefängnis in Marseille ist das einzige in Frankreich, das über ein Restaurant verfügt, das der Öffentlichkeit zugänglich ist. In der Küche arbeiten Häftlinge. Eine Möglichkeit für sie, einen Beruf zu entdecken und sich auf ihre Wiedereingliederung vorzubereiten.

    Es ist ein einzigartiges Restaurant in Frankreich – zwei Drittel des Personals sind Strafgefangene. Sie befinden sich alle in einer kurzen oder auslaufenden Haftstrafe und verdienen jeden Monat 45 % des Mindestlohns. Les Beaux Mets, ein Restaurant, das dem Gefängnis Baumettes in Marseille angegliedert ist, aber für die Öffentlichkeit zugänglich. „Man sieht neue Leute, man arbeitet, das bringt einen Rhythmus in mein Leben. Und ich lerne einen Beruf. (…) Es ist ein toller Beruf, er gefällt mir“, sagt Oussama, der seit fünf Monaten inhaftiert ist, gegenüber dem Online-Medium Brut. Hier sind die Regeln für Reservierungen allerdings etwas ungewöhnlich: Das Strafregister und die Identität der Kunden werden überprüft. Minderjährige Kunden und Mobiltelefone sind in dem Restaurant nicht erlaubt.

    Sandrine Sollier ist Chefin des Restaurants Les Beaux Mets. Sie erklärt gegenüber Brut: „Sie haben viel mehr Motivation. Ihr ursprünglicher Wunsch ist es natürlich, die Zelle zu verlassen, aber wenn sie hier sind, geht es darum, zu lernen (…) Die Disziplin, die es in der Küche gibt, kann sie lehren, Arbeitsregeln zu respektieren, und auch den Teamzusammenhalt. Auch wenn sie nicht die besten Freunde der Welt sind, hier müssen sie zusammenhalten“.

  • Bauernproteste: Die Rechnung für die angekündigten Maßnahmen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro

    Bauernproteste: Die Rechnung für die angekündigten Maßnahmen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro

    Die Bauerngewerkschaften haben die Protestbewegung der französischen Landwirte nach den letzten Ankündigungen von Premierminister Gabriel Attal vorläufig beendet. Die Gesamtkosten der versprochenen Maßnahmen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro.

    400 Millionen Euro: Das war der Preis, den es zu zahlen galt, um die Protestbewegung der französischen Landwirte zu besänftigen. Die neuen Ankündigungen von Premierminister Gabriel Attal scheinen tatsächlich einen Teil der Erwartungen der Landwirte zu erfüllen, da die Bauerngewerkschaft FNSEA und die Gruppierung Jeunes agriculteurs die Bewegung pausieren lassen und die Blockaden nach und nach aufgelöst werden. Nur der Verband Confédération Paysanne möchte seine Aktionen fortsetzen.

    Bei Besuchen einer Rinderfarm im Departement Haute-Garonne und auf einem Gemüseanbaubetrieb in Indre-et-Loire hat Gabriel Attal seit einer Woche zahlreiche Maßnahmen versprochen. Gesamtrechnung für den Staatshaushalt: über 400 Millionen Euro. Ein großes Budget, das Steuer- und Sozialerleichterungen umfasst, die der Staat nicht unbedingt eingeplant hatte. Dies gilt auch für den Rabatt auf Dieselkraftstoff, der nicht für den Straßenverkehr bestimmt ist, den die Landwirte seit vielen Monaten fordern. Allein diese Steuererleichterung wird dieses Jahr 70 Millionen Euro kosten und nach Berechnungen der Zeitung Le Parisien wird der Ausfall für die Staatskasse bis 2030 auf 1,4 Milliarden Euro steigen.

    Angesichts der wütenden Landwirte hat die französische Regierung ab diesem Jahr 150 Millionen Euro bewilligt, um die steuerliche und soziale Belastung von Viehzüchtern zu verringern, 50 Millionen für den Bio-Sektor, 50 Millionen für die von der epizootischen hämorrhagischen Krankheit (EHD) betroffenen Rinderzüchter, 150 Millionen für Rinderzüchter in Form von Steuerbefreiungen, wenn der Rinderbestand an Wert gewinnt, 80 Millionen für den Notfallfonds für Weinbauern und Staatshilfen für Rodungen in Höhe von 150 Millionen über zwei Jahre und ausserdem 20 Millionen für bretonische Landwirte für einen Notfallplan nach dem Sturm Ciaran.

    Landwirtschaftsminister Marc Fesneau, der heute Morgen bei CNews und Europe 1 zu Gast war, vertrat die Ansicht, dass die Unterstützung für Landwirte „keine schlechte Investition ist, wenn sie mittel- bis langfristig ist“.

  • Ukraine-Krieg: Zwei Franzosen bei russischem Luftschlag in der Südukraine getötet

    Ukraine-Krieg: Zwei Franzosen bei russischem Luftschlag in der Südukraine getötet

    Zwei Franzosen wurden laut einer ukrainischen Nachrichtenagentur am späten Donnerstag bei einem russischen Angriff in der Südukraine getötet. Ihre Identitäten und ihr Hintergrund sind noch nicht bekannt.

    Die 27 europäischen Länder stimmten am Donnerstag einstimmig – also mit Ungarn – für eine Hilfe von 50 Milliarden Euro, aufgeteilt auf vier Jahre, für die Ukraine. Der ungarische Premierminister Viktor Orban erklärte, er habe „Garantien“ erhalten, dass das ungarische Geld „nicht in der Ukraine landen wird“.

    Frankreich gab 109 Caesar-Kanonen der neuen Generation bei der Firma Nexter in Auftrag. Diese Kanonen werden in der Lage sein, sechs Geschosse in einer Minute auf eine Entfernung von 50 km zu verschießen. Die Lieferung an die Ukraine ist für 2026 geplant.

    Tod von zwei Franzosen in der Ukraine: noch keine Reaktion des französischen Außenministeriums
    Zwei französische „Freiwillige“ wurden am Donnerstag bei einem russischen Luftangriff in Beryslav, in der Nähe von Cherson in der Südukraine, getötet und mehrere andere Personen leicht verletzt. Der ukrainische Beamte, der diese Meldung veranlasste, gab weder die Rolle noch die Identität der „Freiwilligen“ an. Sie starben bei einem Drohnenangriff. Das französische Außenministerium reagierte bisher nicht auf diese Information.

    Russland hat in der Nacht die Ukraine mit 24 Drohnen angegriffen
    Die ukrainische Luftwaffe berichtet heute Morgen, dass Russland in der Nacht 24 Angriffsdrohnen gegen die Ukraine gestartet hat. In einer Erklärung heißt es, dass 11 der 24 Drohnen abgeschossen wurden und 7 Drohnen ihre Ziele nicht erreicht haben. Eines der Hauptziele war „kritische Infrastruktur“ in der Region Dnipropetrovsk.

    Der Internationale Gerichtshof, das höchste Gericht der Vereinten Nationen entscheidet am Freitag, ob es für die Verhandlung eines Falles zuständig ist, den die Ukraine kurz nach der russischen Invasion im Jahr 2022 angestrengt hat, wobei Kiew Reparationen von Moskau fordert. In diesem Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) mit Sitz in Den Haag beschuldigt die Ukraine Russland, sich fälschlicherweise auf einen Völkermord berufen zu haben. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Invasion nämlich zu einem wichtigen Teil mit dem Vorwurf eines von Kiew inszenierten „Völkermords“ in der russischsprachigen Ostukraine gerechtfertigt.

    Valery Zaluzhny, der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, äußerte sich besorgt darüber, dass die Hilfen der verbündeten Länder in Zukunft möglicherweise geringer ausfallen werden. In der Ukraine hat die Armee Schwierigkeiten, neue Freiwillige zu finden. Um weiterhin gegen die ungefähr 600.000 Mann starken russischen Truppen zu kämpfen und den inzwischen erschöpften ukrainischen Soldaten die Möglichkeit zu geben, sich ablösen zu lassen, müssten „450.000 bis 500.000 Menschen“ mobilisiert werden, meint Zaluzhny.

  • 75.897 Menschen saßen am 1. Januar in französischen Gefängnissen – ein neuer Rekord

    75.897 Menschen saßen am 1. Januar in französischen Gefängnissen – ein neuer Rekord

    In allen französischen Gefängnissen gab es am 1. Januar genau 61.767 betriebsbereite Plätze. Die Belegungsdichte betrug somit 122,9%, wobei sie in einigen Einrichtungen sogar 200% erreichte oder überstieg.

    Es ist ein erneuter Rekord. Die Zahl der Häftlinge in Frankreich lag am 1. Januar bei 75.897 Personen. Dies geht aus Zahlen hervor, die das Justizministerium am Mittwoch, dem 31. Januar, veröffentlichte. Die Daten zeigen einen Anstieg um 0,3% innerhalb eines Monats und um 5,2% innerhalb eines Jahres. 19.936 Personen befinden sich in Untersuchungshaft.

    Auch die Zahl der betriebsbereiten Plätze in französischen Gefängnissen steigt leicht an. Am 1. Januar gab es 61.767 Plätze (+1,8% im Jahresvergleich). Die Belegung in den Haftanstalten, in denen Häftlinge in Untersuchungshaft auf ihr Urteil warten, und solche, die zu kurzen Strafen verurteilt wurden, untergebracht sind, liegt bei 147,6%. In 14 Anstalten erreicht oder übersteigt die Belegungsdichte sogar 200%.

    Frankreich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt
    Aufgrund der Überbelegung der Gefängnisse müssen derzeit 2.840 Häftlinge auf einer Matratze auf dem Boden schlafen, das sind 36,5 % mehr als vor einem Jahr. Angesichts der chronischen Überbelegung der Gefängnisse, die Frankreich im Juli 2023 erneut eine Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einbrachte, hofft die Regierung darauf, dass bis 2027 mindestens 15.000 neue Gefängnisplätze gebaut werden.

    Insgesamt befanden sich am 1. Dezember 2023 91.647 Personen in Haft. Darunter waren 15.750 Personen, die mit einer elektronischen Fußfessel außerhalb des Gefängnisses untergebracht waren. Der Anteil der weiblichen Häftlinge (3,7%) und der Minderjährigen (1%) blieb nahezu unverändert.

  • Straßenverkehrssicherheit: 3.170 Menschen starben 2023 auf den Straßen Frankreichs

    Straßenverkehrssicherheit: 3.170 Menschen starben 2023 auf den Straßen Frankreichs

    Das Jahr 2023 war gekennzeichnet durch einen Rückgang der Zahl der Todesfälle von Verkehrsteilnehmern in allen Kategorien um 3%, wie aus einer vorläufigen Bilanz der französischen Verkehrssicherheitsbehörde hervorgeht.

    Der positive Abwärtstrend setzt sich fort. Rund 3.170 Menschen starben im Jahr 2023 auf den Straßen Frankreichs und Korsikas, 3% weniger als im Jahr 2022, wie die Sécurité routière am Donnerstag, dem 1. Februar, in einer vorläufigen Bilanz bekannt gab. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Verkehrstoten in allen Kategorien gesunken, mit Ausnahme der Fahrer von motorisierten persönlichen Fortbewegungsmitteln wie Tretrollern, wo 42 Todesfälle zu beklagen waren, was einem Anstieg um 7% gegenüber dem Jahr 2022 entspricht.

    Im Einzelnen sinkt die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr für Autofahrer mit 1.525 Todesfällen (-40 Todesfälle), ebenso wie für Nutzer motorisierter Zweiräder mit 707 Todesfällen (-11 Todesfälle). Die Zahl der getöteten Radfahrer lag bei 226 im Jahr 2023, ein Rückgang um 8 % im Vergleich zu 2022. Auch bei den Fußgängern war 2023 ein deutlicher Rückgang der Todesfälle zu verzeichnen, um 10 % mit insgesamt 440 Opfern.

    Etwa 232.000 Menschen wurden im Jahr 2023 im Straßenverkehr verletzt, davon 16.000 schwer. Die Entwicklung der Zahl der Verletzten geht im Vergleich zu 2022 mit -1,9 % ebenfalls zurück. Die Zahl der männlichen Getöteten sinkt um 1,6 % (-40 Getötete) und die Zahl der weiblichen Getöteten sinkt um 4,6 % (-34 Getötete). Somit bleibt der Anteil der Männer bei den Verkehrstoten und Verletzten vorherrschend: Insgesamt sind 75 % der Schwerverletzten männlichen Geschlechts, ein Verhältnis, das dem von 2022 entspricht, aber höher ist als 2019.

  • Nach neuesten Angeboten der Regierung beenden die französischen Landwirte ihre Blockaden

    Nach neuesten Angeboten der Regierung beenden die französischen Landwirte ihre Blockaden

    Die Bauernverbände rufen ihre Mitglieder dazu auf, „in eine neue Form der Mobilisierung einzutreten“, indem sie mit den Präfekturen und Ministerien an der Umsetzung der von Gabriel Attal angekündigten Maßnahmen arbeiten.

    „Die Bewegung hört nicht auf, aber sie verändert sich“, fasst der Präsident des Bauernverbandes FNSEA, Arnaud Rousseau, zusammen. Die FNSEA und die Gruppierung Jeunes Agriculteurs rufen dazu auf, „die Blockaden auszusetzen und in eine neue Form der Mobilisierung einzutreten“, nachdem Gabriel Attal am Donnerstag, dem 1. Februar, neue Ankündigungen gemacht hat. Beide Netzwerke rufen ihre Mitglieder dazu auf, mit den Präfekturen und Ministerien zusammenzuarbeiten, um die von Gabriel Attal angekündigten Maßnahmen umzusetzen, um den Forderungen der Landwirte, die seit mehreren Tagen überall in Frankreich protestiert haben, nachzukommen.

    Die Regierung wird die Bestimmungen zur Reduzierung des Pestizideinsatzes „pausieren“. „Wir werden den Ecophyto-Plan (…) auf Eis legen, um eine Reihe von Aspekten zu überarbeiten und zu vereinfachen“, erklärte Landwirtschaftsminister Marc Fesneau am Donnerstag, dem 1. Februar.

    Wirtschaftsminister Bruno Le Maire kündigte „10.000 Kontrollen“ über die Herkunft von Produkten in Supermärkten an. Die Sanktionen könnten bis zu 10 % des Umsatzes der Unternehmen oder Händlern betragen, die gegen die Verpflichtung, französische Produkte zu bevorzugen, verstossen, so der Wirtschaftsminister. „In den nächsten Tagen werden ausnahmslos alle großen Handelsketten kontrolliert“, teilte der Wirtschaftsminister mit.

    Gabriel Attal kündigte „150 Millionen Euro“ für Landwirte und Züchter an. „Eine Arbeitsgruppe mit der Branche wird es ermöglichen, die Modalitäten zu präzisieren“, fügte der Premierminister hinzu. „Wir werden das Ziel der Ernährungssouveränität im Gesetz verankern“, versprach Gabriel Attal ausserdem. All dies werde „mit den Landwirten“ und „mithilfe von Indikatoren, die mit ihnen festgelegt werden“, definiert, so der Premierminister.

    Die in Rungis festgenommenen Demonstranten wurden freigelassen. Die Polizeigewahrsam der 79 Demonstranten wurde aufgehoben, wie der Sender Franceinfo unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Créteil mitteilte. Die Demonstranten waren in den Markt von Rungis eingedrungen und wurden daraufhin verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen.

    Tausend Traktoren fahren durch Brüssel. Während sich die europäischen Staats- und Regierungschefs in der belgischen Hauptstadt treffen, wurden mehrere Straßen in Brüssel in der Umgebung des Gipfels und der EU-Institutionen blockiert.

  • Editorial: Lehrermangel ist die große Herausforderung für die Regierung von Gabriel Attal

    Editorial: Lehrermangel ist die große Herausforderung für die Regierung von Gabriel Attal

    Frankreich steht vor einer ernsthaften Herausforderung im Bildungsbereich, die das Fundament der Gesellschaft betrifft: einen akuten Lehrermangel und zugleich tiefgreifende Probleme im Schulsystem. Der Mangel an qualifizierten Pädagogen hat weitreichende Auswirkungen auf die Qualität der Bildung und auf die Zukunft der Schülerinnen und Schüler.

    In den letzten Jahren hat sich der Lehrermangel in Frankreich drastisch verschärft. Dies betrifft nicht nur Grund- und Sekundarschulen, sondern auch weiterführende Schulen und Hochschulen. Insbesondere in bestimmten Fachbereichen wie Mathematik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen ist der Mangel besonders akut. Es fehlen vor allem qualifizierte und erfahrene Pädagogen.

    Mehrere Faktoren tragen zu diesem alarmierenden Mangel bei. Geringe Anreize, niedrige Gehälter im Vergleich zu anderen Berufen, hoher Arbeitsdruck und fehlende berufliche Anerkennung sind nur einige der Gründe, warum immer weniger Menschen in Frankreich den Beruf des Lehrers ergreifen oder in ihm dauerhaft verbleiben wollen. Auch die steigende Belastung durch administrative Aufgaben und wachsender sozialer Druck tragen dazu bei, dass viele Lehrkräfte vorzeitig aus dem Beruf ausscheiden.

    Der Lehrermangel hat direkte Auswirkungen auf die Bildungsqualität in Frankreich. Klassen sind übervoll, persönliche Betreuung wird erschwert, und es fehlt oft an Fachkenntnissen in speziellen Fachbereichen. Dies beeinträchtigt nicht nur die individuelle Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, sondern gefährdet auch eine erfolgreiche Zukunft der französischen Wirtschaft und Kultur, die auf gut ausgebildeten und kompetenten Bürgerinnen und Bürgern aufbaut.

    Zusätzlich zum Lehrermangel stehen französische Schulen vor weiteren Herausforderungen. Die zentralisierte Struktur des Bildungssystems und der hohe Prüfungsdruck setzen Lehrkräfte und Schüler unter enormen Stress. Kritiker argumentieren, dass das System zu wenig Raum für kreatives Denken, individuelle Förderung und moderne pädagogische Methoden lässt.

    Um dem Lehrermangel und den Herausforderungen im Schulsystem zu begegnen, sind umfassende Reformen erforderlich. Diese müssten die Erhöhung von Lehrergehältern, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eine stärkere berufliche Anerkennung und die Umgestaltung des Prüfungssystems umfassen. Es ist darüberhinaus auch notwendig, die Ausbildung von Lehrkräften zu überdenken und sicherzustellen, dass sie auf die vielfältigen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler vorbereitet sind.

    Fazit: Lehrermangel und die Reforme im Schulsystem sind eine drängende Angelegenheit für Frankreich. Die Zukunft des Landes hängt von einer qualitativ hochwertigen Bildung ab, die von engagierten und kompetenten Lehrkräften ermöglicht wird. Die Überwindung dieser Herausforderungen erfordert nicht nur kurzfristige Maßnahmen, sondern auch langfristige Strukturreformen, die die Wertschätzung des Lehrerberufs und die Qualität der Bildung in den Mittelpunkt stellen. Nur so kann Frankreich sicherstellen, dass seine Schülerinnen und Schüler die bestmöglichen Bildungschancen erhalten und für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet sind.

  • Lehrerstreik: Laut Gewerkschaften befinden sich 47% der Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien im Streik

    Lehrerstreik: Laut Gewerkschaften befinden sich 47% der Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien im Streik

    Das Bildungsministerium hingegen spricht von einer Streikbeteiligung der Lehrkräfte von 20,26%. Die französischen Lehrer streiken am heutigen Donnerstag, um der Regierung „eine Warnung“ bezüglich der Arbeitsbedingungen, der Gehälter und der öffentlichen Schule zukommen zu lassen. In ganz Frankreich sind mehrere Demonstrationen geplant. „47% des Personals an den Mittelschulen und Gymnasien streiken, mehr als jeder zweite Lehrer in den Mittelschulen, wo die Wut sehr groß ist“, sagte Sophie Vénétitay, Generalsekretärin der Lehrer-Gewerkschaft Snes-FSU, am Donnerstag, dem 1. Februar, auf dem Sender Franceinfo. Das Bildungsministerium spricht seinerseits von einer durchschnittlichen Streikquote von 20,26%. In den Vor- und Grundschulen meldet das Ministerium eine durchschnittliche Streikquote von 20,11% und in den Sekundarschulen und Gymnasien eine durchschnittliche Streikquote von 20,40%. Die Wut der Lehrer wurde insbesondere durch die jüngsten Äußerungen der neuen Bildungsministerin Amélie…

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