Autor: Nachrichten

  • Angriff auf das Polizeirevier von La Courneuve: Neun Personen im Zusammenhang festgenommen

    Angriff auf das Polizeirevier von La Courneuve: Neun Personen im Zusammenhang festgenommen

    In den späten Stunden des Sonntagabends wurde das Polizeirevier in La Courneuve, einem Vorort von Paris, von einer gewalttätigen Gruppe mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Dieser Überfall ereignete sich nur vier Tage nach dem tragischen Tod eines jungen Mannes aus La Courneuve in Aubervilliers, welcher während einer Verfolgungsjagd mit der Polizei ums Leben kam, nachdem er sich einer Kontrolle entzogen hatte.

    Der Polizeipräfekt von Paris, Laurent Nuñez, gab am Montag, dem 18. März, bekannt, dass im Nachgang zu den Unruhen am Sonntagabend neun Verdächtige festgenommen wurden. Sie stehen im Verdacht, an dem Angriff mit Feuerwerksmörsern auf das Polizeirevier von La Courneuve in Seine-Saint-Denis teilgenommen zu haben. „Kurz vor 23 Uhr griff eine Gruppe von etwa fünfzig Personen das Revier mit Feuerwerksmörsern an“, erläuterte er während einer Pressekonferenz.

    Auf sozialen Netzwerken geteilte Videos zeigen, wie mehrere Gruppen massiv Feuerwerkskörper auf die Fassade der Polizeistation abfeuern. Nuñez erwähnte, dass er umfassende Sicherheitsvorkehrungen in Kraft gesetzt habe, um das Polizeirevier von La Courneuve sowie die Stadt selbst in den kommenden Stunden und Tagen vor Unruhen und Übergriffen zu schützen.

    Der Angriff folgt auf den Tod von Wanys, einem jungen Mann aus La Courneuve, der vier Tage zuvor in Aubervilliers nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei starb, als er einen Haltebefehl missachtete. Nuñez machte später auf dem Sender BFMTV eine Verbindung zwischen dem Angriff auf das Polizeirevier und dem Todesfall deutlich, indem er darauf hinwies, dass die Angreifer offensichtlich aus dem Viertel stammten, aus dem auch der Verstorbene kam.

  • Wie man sich in Frankreich zur Teilnahme an den Europawahlen anmeldet

    Wie man sich in Frankreich zur Teilnahme an den Europawahlen anmeldet

    In Frankreich, wie in anderen EU-Ländern auch, haben EU-Bürger das Recht, an den Europawahlen teilzunehmen. Die Registrierung als Wähler ist ein wesentlicher Schritt, um dieses Recht auszuüben. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie sich in Frankreich für die Europawahlen registrieren können: Online-Registrierung

    Benötigte Dokumente: Sie benötigen eine gültige nationale Identitätskarte oder einen Reisepass (oder eine Aufenthaltsgenehmigung für Nicht-EU-Bürger) und einen Nachweis über Ihren Wohnsitz in Frankreich. Zudem ist eine schriftliche Erklärung erforderlich, in der Sie angeben, dass Sie Ihr Wahlrecht nur in Frankreich ausüben und nicht in einem anderen EU-Staat wählen werden. Antragsstellung: Die Anmeldung kann über die offizielle Online-Plattform zur Registrierung in die Wählerverzeichnisse erfolgen. Auf dieser Plattform laden Sie die erforderlichen Dokumente hoch und füllen das Antragsformular aus.

    Persönliche Registrierung

    Im Rathaus: Sie können sich auch pers…

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  • Achtung Hausbesitzer: Frankreich hat die Regeln zur Reinigung von Schornsteinen geändert

    Achtung Hausbesitzer: Frankreich hat die Regeln zur Reinigung von Schornsteinen geändert

    In Frankreich haben sich die Vorschriften zur Reinigung von Kaminen und Ofenrohren kürzlich geändert, um eine nationale Einheitlichkeit und erhöhte Sicherheit zu gewährleisten. Bis zum 1. Oktober 2023 wurden die Regeln für das Kehren von Schornsteinen lokal festgelegt, doch mit dem neuen nationalen Gesetz ist nun vorgeschrieben, dass alle Schornsteinbesitzer ihre Schornsteine mindestens einmal pro Jahr von einem professionellen Schornsteinfeger reinigen lassen müssen. Diese Regelung zielt darauf ab, die Sicherheit und Effizienz von Holz- und Pellet-Heizsystemen zu verbessern und verantwortungsvolle sowie sichere Heizpraktiken in allen Haushalten zu fördern.

    Die Reinigung und Wartung von Schornsteinen umfasst die Säuberung, Inspektion und gegebenenfalls Justierung der Anlage zur Gewährleistung ihres ordnungsgemäßen Betriebs. Dabei muss auch der Schornsteinzug und die Lufteinlässe inspiziert werden. Die erste Wartung neu installierter oder ausgetauschter Systeme muss innerhalb von 12 Monaten nach der Installation durchgeführt werden.

    Laut Gesetz müssen die Schornsteinfegerarbeiten von einer qualifizierten Fachkraft durchgeführt werden, die eine Bescheinigung ausstellt, aus der hervorgeht, dass der Schornsteinzug vollständig frei ist. Diese Bescheinigung muss vom Besitzer oder Verwalter des Hauses aufbewahrt und auf Anfrage vorgelegt werden können.

    Die Preise für die Reinigung von Schornsteinen variieren in Frankreich und können zwischen 60 € und 100 € pro Schornstein liegen, wobei in Gebieten wie Paris die höchsten Preise zu finden sind. Es ist wichtig, sich bei der Wahl eines Schornsteinfegers über dessen Qualifikationen zu informieren und darauf zu achten, dass die Verwendung von Schornsteinreinigungsmitteln allein nicht ausreichend ist, da diese manchmal brüchige Ablagerungen im Schornstein hinterlassen, die dann gründlich entfernt werden müssen.

    Abschließend sei gesagt, dass die Einhaltung dieser Vorschriften nicht nur eine gesetzliche Anforderung ist, sondern auch entscheidend für die Sicherheit Ihres Hauses und die Gültigkeit Ihrer Hausversicherung sein kann. Bei Nichtbeachtung können Strafen von bis zu 450 € oder noch schwerwiegendere Konsequenzen drohen, falls die Vernachlässigung der Schornsteinwartung zu einem ernsthaften Brand führt.

  • Pyrénées-Atlantiques: Das Schloss Abbadia – eine Einladung zu einer unvergesslichen Reise

    Pyrénées-Atlantiques: Das Schloss Abbadia – eine Einladung zu einer unvergesslichen Reise

    Im Herzen der französischen Atlantik-Pyrenäen, eingebettet zwischen dem rauschenden Atlantik und den sanft ansteigenden Hügeln des Baskenlandes, erhebt sich das Château d’Abbadia – eine architektonische Perle, die sowohl die Wissenschaft als auch die Phantasie feiert. Entworfen vom berühmten Architekten Eugène Viollet-le-Duc im Auftrag von Antoine d’Abbadie, einem leidenschaftlichen Astronomen, Ethnologen und Geographen, entführt das Schloss […]

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  • Guide Michelin – heute ist der Tag der Sterne

    Guide Michelin – heute ist der Tag der Sterne

    Der Guide Michelin, das kulinarische Sternenbild, das den Gourmet-Himmel erleuchtet – wer hätte gedacht, dass eine Idee, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Köpfen zweier Brüder aus der Reifenbranche entstand, die Gastronomie weltweit revolutionieren würde? André und Édouard Michelin, die Köpfe hinter dem berühmten Reifenhersteller Michelin, wollten nicht nur für mehr Reifenabsatz sorgen, sondern auch das Reisen per Automobil populär machen. Und wie lockt man Autofahrer besser auf die Straßen als mit einem Versprechen auf kulinarische Entdeckungen entlang der Route?

    Ein Stern wird geboren

    1900 wurde der erste Guide Michelin veröffentlicht – kostenlos verteilt an Autofahrer, um ihnen Werkstätten, Tankstellen und natürlich gute Restaurants auf ihrer Reise durch Frankreich nahezubringen. Wie ein feines Soufflé, das im Ofen aufgeht, so entwickelte sich der Guide Michelin zu einem entscheidenden Faktor in der Gastronomie. Anfangs noch eine praktische Hilfe, wandelte er sich über die Jahre zu einer Institution, die Restaurants bewertet und mit begehrten Sternen auszeichnet. Ein Stern signalisiert eine „sehr gute Küche“, zwei Sterne versprechen „exzellente Kochkunst, die einen Umweg wert ist“, und drei Sterne verkünden „außergewöhnliche Küche, die eine Reise wert ist“.

    Einfluss und Kontroversen

    Man könnte meinen, ein Reifenhersteller und Haute Cuisine hätten so viel gemeinsam wie Schnecken und Schnellzüge. Doch gerade diese ungewöhnliche Kombination brachte eine neue Ära der Gastronomie hervor. In Frankreich, dem Mutterland der Haute Cuisine, wurde der Guide Michelin schnell zum Maß aller Dinge. Chefköche strebten nach Sternen, als wären es Michelin-Reifen, die sie über holprige Karrierewege zum Erfolg tragen würden.

    Aber wie steht’s mit Deutschland? Nun, der Einfluss des Guide Michelin machte natürlich nicht an der Grenze halt. In Deutschland hat der Guide eine ähnliche Entwicklung durchlaufen und ist zu einem entscheidenden Faktor für den Erfolg und das Prestige von Restaurants geworden. Deutsche Chefköche wie Harald Wohlfahrt oder Joachim Wissler erreichten durch ihre Sterne internationales Renommee. Aber – und hier kommt ein kleines Aber – die Anerkennung durch den Guide Michelin ist nicht ohne Kontroversen. Die Kriterien für die Vergabe der Sterne bleiben für viele ein Mysterium, eingehüllt in die Geheimnisse der französischen Küche.

    Revolution in der Gastronomie

    Aber was genau hat der Guide Michelin in der französischen und deutschen Gastronomie bewirkt? Ganz einfach: Er hat die Küche revolutioniert. Restaurants, die mit Sternen ausgezeichnet wurden, setzten neue Maßstäbe in Sachen Qualität und Kreativität. Sie wurden zu Tempeln der Gastronomie, zu denen Pilger aus aller Welt strömten.

    Aber – und das ist ein großes Aber – der Druck, Sterne zu halten oder gar zu gewinnen, hat auch seine Schattenseiten. Küchenchefs stehen unter enormem Druck, und Geschichten über Burnouts sind keine Seltenheit. Nicht jeder kann im Rampenlicht stehen, ohne die Hitze zu spüren.

    Und heute?

    Heute ist der Guide Michelin mehr als nur ein Restaurantführer; er ist eine globale Institution, die Gastronomietrends setzt und über das Schicksal von Restaurants entscheidet. Doch bei aller Kritik – der Guide hat die Gastronomie zweifellos bereichert, indem er herausragende Leistungen würdigt und Gourmets auf der ganzen Welt inspiriert.

    Fragen wir uns also: Wäre die Gastronomie heute dieselbe ohne den Guide Michelin? Wohl kaum. Dieses kleine Buch, ursprünglich gedacht als Wegweiser für Autofahrer, hat sich zu einem Leuchtturm der Gastronomie entwickelt. Es zeigt uns, dass auch die ungewöhnlichsten Ideen zu etwas Großartigem führen können. Wie die Michelin-Brüder bewiesen haben, braucht es manchmal nur ein bisschen Kreativität – und vielleicht ein paar Reifen – um die Welt zu verändern.

    Immer gute Reise und besonders gutes Essen wünscht euch die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Bald ist der „Teufelskomet“ über uns am Himmel zu sehen

    Bald ist der „Teufelskomet“ über uns am Himmel zu sehen

    Der Komet 12P/Pons-Brooks, laut Wissenschaftlern einer der hellsten Kometen, wird am Wochenende des 22. März am Himmel sichtbar sein. Mit einem Fernglas und günstigen Wetterbedingungen wird es möglich sein, ihn am Abend zu beobachten.

    Das seltene astronomische Phänomen, der Komet 12P/Pons-Brooks, auch bekannt als „Teufelskomet“, wird voraussichtlich ab Freitag, dem 22. März, und für etwa zwei Wochen in der Nacht sichtbar sein.

    Das Himmelsobjekt bewegt sich derzeit auf die Sonne zu, bevor es seinen sonnennächsten Punkt am 21. April erreicht. Man sollte früh in der Nacht, zwischen 20:00 und 21:30 Uhr, nach einem blau-grünen Punkt Ausschau halten, der in Richtung Nord/Nordwest unterwegs ist.

    Aufgrund seiner Helligkeit wird das Objekt relativ leicht auch mit bloßem Auge zu beobachten sein, mit einem Fernglas oder einem Teleskop wird es allerdings leichter zu sehen sein. Die Flugbahn wird sich allmählich nach Westen verschieben, bevor sie vom Himmel der Nordhalbkugel verschwindet. Im Juni werden nur noch Bewohner der Südhalbkugel den Kometen beobachten können.

    Wenn das Wetter es zulässt, sollten Sie dieses seltene Phänomen nicht verpassen: Der „Teufelskomet“ wird erst in 71 Jahren, im Sommer 2095, wieder in Erdnähe kommen. Sein origineller Spitzname geht auf das ungewöhnliche Aussehen zurück, das der Komet im Juli 2023 annahm. Im Sommer vergangenen Jahres erlebte der Komet eine Explosion, die ihm eine „Horn“- oder „Hufeisen“-Form verlieh, mit hellen Spitzen und einem dunkleren Zentrum.

    Solche Gasexplosionen, obwohl noch ungeklärt, scheinen ein häufiges Phänomen für diesen Kometen zu sein.

  • Guide Michelin 2024: 62 neue Sterne in Frankreich

    Guide Michelin 2024: 62 neue Sterne in Frankreich

    Der Guide Michelin, der 1900 von den Brüdern André und Édouard Michelin für Autofahrer ins Leben gerufen wurde, ist heute in 45 Ländern weltweit vertreten. Kurz vor seiner feierlichen Vorstellung, die am heutigen Montagnachmittag geplant ist, steigert der Rote Restaurant-Führer die Spannung, indem er die Anzahl der Sterne bekannt gibt, die an Restaurants während der Zeremonie im Palais des Congrès in Tours verliehen werden sollen.

    Nachdem in diesem Jahr erstmals die vollständige Liste der 31 Restaurants, die herabgestuft oder gar ganz aus dem Guide entfernt wurden, mit einem Vorlauf von zwei Wochen veröffentlicht wurde, um die Feier für die neuen Sterne nicht zu trüben, verkündete der Guide nun über die Nachrichtenagentur AFP die Anzahl der Sterne, die am Montag von der Journalistin Anaïs Bouton, die wie im letzten Jahr die Veranstaltung moderiert, vergeben werden.

    Insgesamt werden 62 Gastronomiebetriebe in Frankreich ausgezeichnet (gegenüber 44 in 2023), darunter 52 Restaurants, die ihren ersten Stern erhalten (gegenüber 39 in 2023). Unter diesen 52 Adressen haben 23 erst im Laufe des Jahres 2023 eröffnet und nach Einschätzung der Michelin-Inspektoren bereits den Test der „Beständigkeit und Robustheit“ bestanden.

    Die Nachrichtenagentur AFP hebt hervor, dass unter den Preisträgern natürlich schon bekannte Köche zu finden sind, sei es durch ihre Medienpräsenz oder durch ihre Zeit in renommierten Küchen; aber auch viele Adressen in ländlichen Gebieten Frankreichs, in 40 Gemeinden und Dörfern.

    „Es ist eine hervorragende Auswahl, die sowohl qualitativ als auch quantitativ den kulinarischen Dynamismus Frankreichs auf der Weltbühne bezeugt“, erklärte Gwendal Poullennec, der Chef des Roten Restaurant-Führers, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Es geht nicht mehr nur um ein Erbe der französischen Gastronomie, sie gehört nicht der Vergangenheit an“, betonte Poullennec und sagte, dass in diesem Jahr „eine ganze neue Generation zum Vorschein kommt“.

  • Guide Michelin: Ein Leben im Verborgenen – wer vergibt eigentlich die begehrten Sterne?

    Guide Michelin: Ein Leben im Verborgenen – wer vergibt eigentlich die begehrten Sterne?

    Der unverzichtbare Führer der Gastronomie wird diesen Montag eine neue Runde von Sternen vergeben. Dies bietet die Gelegenheit, ein wenig Licht in die Arbeit der Inspektoren des Guide Michelin zu bringen.

    Sie werden „bezahlt, um in den besten Restaurants der Welt zu essen“, aber vor allem, um so anonym zu bleiben wie Geheimagenten.

    Michelin gibt weder die Anzahl seiner Teams noch Details zu seinen Mitarbeitern preis, um die vollständige Anonymität seiner restaurant-Inspektoren zu gewährleisten und das Überraschungselement ihrer Besuche nicht zu gefährden.

    Bekannt ist nur, dass die Inspektoren aus 25 verschiedenen Nationalitäten stammen. Es handelt sich um Männer und Frauen jeden Alters, die in Frankreich, Europa und den 45 anderen vom Guide Michelin abgedeckten Ländern unterwegs sind.

    Die meisten Mitarbeiter kommen aus der Welt der Gastronomie, der Sommelierkunst oder des Hotelgewerbes und müssen laut der Webseite des Restaurantführers „mindestens zehn Jahre“ Erfahrung in der Branche vorweisen.

    Die Direktion des Guides erhält jedes Jahr etwa 8.000 spontane Bewerbungen, so der Chef Gwendal Poullennec. Die wichtigsten Rekrutierungskriterien sind „Professionalität“ und „Offenheit“ für Reisen, Weltkulturen und Neues im allgemeinen.

    Ein neu eingestellter Inspektor wird mit erfahreneren Inspektoren in einem Team für eine Ausbildungszeit von bis zu zwei Jahren zusammenarbeiten, was etwa 800 Mahlzeiten entspricht, um die fest definierte „Michelin-Methode“ zu erlernen.

    Die Inspektoren leben inkognito. In der Regel sind nur ihre engsten Familienmitglieder, die sie manchmal ins Restaurant begleiten, um die Legende zu vervollkommnen, über ihre Tätigkeit informiert.

    Freunden und weiter entfernten Familienmitgliedern müssen die Inspektoren erzählen, dass sie im „Consulting“ für Restaurants tätig sind – eine gute Ausrede, um das Land zu bereisen und üppig zu speisen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

    Die Mitarbeiter des Guide Michelin wechseln regelmäßig ihre Zahlungsmittel und sogar ihre Telefonnummern, um sicherzustellen, dass sie bei der Reservierung, die immer unter einem Pseudonym erfolgt, nicht enttarnt werden.

  • Frankreich: Schüler lernen mit Geld umzugehen

    Frankreich: Schüler lernen mit Geld umzugehen

    Ab diesem Montag erhalten Schüler in Frankreich eine Kurzeinführung in richtiges Budgetmanagement.

    „Es ist nie zu früh, mit Kindern über Geld zu sprechen“, sagte am Montag, 18. März, Marguerite Collignan de Durand, die Direktorin für finanzielle Bildung bei der Banque de France, auf dem Sender France Inter. Sie fügte hinzu, dass man bereits mit kleinen Kindern anfangen könne, wenn zum Beispiel für jeden verlorenen Milchzahn eine Münze unter das Kopfkissen gelegt wird. Das Finanzinstitut möchte Schülern beibringen, wie man ein Budget richtig verwaltet. Diese Woche werden 750.000 Schüler der achten Klasse eine Mini-Schulung erhalten, um sich mit den Grundlagen von Ausgaben, Sparen und Krediten vertraut zu machen. Sie werden damit ihren sogenannten „Educfi-Pass“ erwerben.

    Dieses Schulungsmodul wurde in Zusammenarbeit mit dem französischen Bildungsministerium entwickelt. Es ist Teil der „Woche der finanziellen Bildung“, die von der Banque de France organisiert und bereits vor 12 Jahren von der OECD ins Leben gerufen wurde. Die Schüler der achten Klasse wurden ausgewählt, weil sie „kurz davor stehen, ihr erstes Bankkonto und ihre erste Zahlungskarte“, erklärt Marguerite Collignan de Durand. Zudem sind sie in einem Alter, in dem sie viel im Internet unterwegs sind, oft mit ungenügender elterlicher Kontrolle, und können daher Ziel von finanziellen Betrügereien werden.

    Marguerite Collignan de Durand ist der Ansicht, dass es immer noch die Aufgabe der Eltern ist, ihre Kinder zu sensibilisieren, aber „wir wollen alle aufklären, wir wollen unbedingt, dass eine ganze Generation darauf vorbereitet ist, alle finanziellen Entscheidungen zu treffen, die im Leben auf sie zukommen“, erklärt sie. Dies ist besonders wichtig, da es große Unterschiede im finanziellen Wissen gibt, abhängig vom sozialen Hintergrund der Kinder.

    Grundlagen der finanziellen Bildung vermitteln
    Der Educfi-Pass wurde 2020 getestet. „Er war sehr erfolgreich, deshalb wird er jetzt flächendeckend eingeführt“, präzisiert die Direktorin für finanzielle Bildung bei der Banque de France. Die Schulung dauert zwei Stunden und wird von einem Lehrer der Schule durchgeführt. Lehrer aller Fächer können sich freiwillig für dieses Modul entscheiden. „Wir sind ziemlich sicher, dass die Schüler nach zwei Stunden interessiert und in der Lage sein werden, die ersten finanziellen Fragen richtig zu beantworten, die sie sich in ihrem Leben stellen müssen. Aber es wird notwendig sein, dass sie danach weiterhin Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen erhalten“, erklärt sie.

    Im Allgemeinen haben die Franzosen eine „korrekte“ finanzielle Kultur, sagt sie, mit einer Note von „12,5 von 20“, laut der letzten OECD-Umfrage von 2023. „Das ist keine schlechte Note, aber es ist eine Note, die Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt.“ Frankreich belegt im weltweiten Vergleich den 14. Platz. Die Spitzenreiter sind Deutschland, Thailand und Hongkong.

  • 2024: Außergewöhnliches Jahr mit Olympischen Spielen und der Wiedereröffnung von Notre-Dame de Paris

    2024: Außergewöhnliches Jahr mit Olympischen Spielen und der Wiedereröffnung von Notre-Dame de Paris

    Frankreich wird voraussichtlich dieses Jahr seine Position als weltweit führendes Reiseziel weiter festigen.

    Tourismusexperten setzen große Hoffnungen in die bedeutenden Ereignisse, die im Laufe des Jahres 2024 in Frankreich stattfinden werden und ausländische Besucher ins Land locken sollen. Die Olympischen und Paralympischen Spiele im Sommer könnten nach letzten Schätzungen bis zu 16 Millionen Besucher anziehen, abgesehen von den vier Milliarden Zuschauern, die das Ereignis im Fernsehen oder Radio verfolgen werden. Bereits im Juni stehen zudem die Gedenkfeiern zum 80. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie an. Jährlich ziehen die Gedenkstätten und Besichtigungsorte der Schlacht um die Normandie fünf Millionen Besucher an. Die Wiedereröffnung der Kathedrale Notre-Dame de Paris und der für den Herbst geplante Gipfel der Frankophonie sind weitere Highlights, die Branchenprofis Grund zur Freude geben. Diese trafen sich vom 14. bis 17. März in Paris auf der Tourismusmesse.

    Seit 30 Jahren ist Frankreich das weltweit führende Reiseziel. Im Jahr 2024 dürfte das Land seine Spitzenposition aufgrund der positiven Entwicklung weiter festigen. Das Jahr 2023 war bereits sehr erfolgreich mit einem Anstieg der Buchungen und markierte die Rückkehr amerikanischer und asiatischer Gäste nach der Covid-Krise. Insgesamt freute sich Frankreich im letzten Jahr über etwa 100 Millionen internationale Besucher. Ohne größere Rückschläge, wie terroristische Anschläge oder langanhaltende Streiks, die das Land lahmlegen könnten, wird in 2024 mit noch mehr Touristen gerechnet.

    Der Tourismus ist ein entscheidender Faktor für die französische Wirtschaft und repräsentiert nahezu zwei Millionen Arbeitsplätze im ganzen Land. Diese Arbeitsplätze sind größtenteils ortsgebunden und nicht verlagerbar. Es handelt sich um einen Wachstumssektor, in dem im vergangenen Jahr mehr als 38.000 neue Stellen geschaffen wurden. Der Tourismus allein macht 7,5% des französischen Bruttoinlandsproduktes aus, das entspricht einem Umsatz von 200 Milliarden Euro.

    Die Regierung möchte den Tourismus-Sektor weiter ausbauen
    Im Januar organisierte Emmanuel Macron ein Gipfeltreffen mit dem Namen „Destination France“. Dabei versammelte er im Schloss Chantilly nahezu 200 Unternehmensführer der größten internationalen Tourismuskonzerne, um ihnen die Vorzüge Frankreichs vor Augen zu führen – die Vielfalt der Landschaften, die Infrastruktur, das Verkehrsnetz, aber auch das Engagement Frankreichs für den Umweltschutz. Die Regierung hat das Ziel, Frankreich zur weltweit führenden Destination für nachhaltigen Tourismus zu machen.