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  • Die 13 Desserts der Provence: Rosinen – Eine süße Verbindung zur Tradition

    Die 13 Desserts der Provence: Rosinen – Eine süße Verbindung zur Tradition

    In der Provence sind die 13 Desserts eine der charmantesten Weihnachtstraditionen, die kulturelles Erbe und kulinarischen Genuss verbinden. Jedes Dessert in dieser heiligen Liste trägt eine symbolische Bedeutung, und die bescheidene Rosine ist keine Ausnahme. Lassen Sie uns eintauchen in ihre Rolle …

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  • „Nackter Kampf“ ums Überleben: Kleinhändler im Var kämpfen um Aufmerksamkeit

    „Nackter Kampf“ ums Überleben: Kleinhändler im Var kämpfen um Aufmerksamkeit

    In der beschaulichen Gemeinde Le Beausset im Var haben zehn mutige Kleinhändler einen ungewöhnlichen Weg gewählt, um auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen: Sie ließen die Hüllen fallen und posierten nackt für einen Kalender. Mit Humor und einer Prise Provokation wollen sie die Blicke auf ihre Läden lenken – und auf die Realität, die viele kleine Geschäfte in Frankreich trifft.

    Mutige Aktion gegen schwindende Kundschaft

    Mitten im Shooting steht Alexandre Cornet, ein junger Metzger und Charcutier, vor der Kamera – nackt, nur mit einem Stück Fleisch bedeckt. „Allez, regarde-moi!“, ruft der Fotograf. Cornet lächelt tapfer, und der Blitz löst aus.

    Warum dieser Schritt? „Die Leute gehen nicht mehr zu den kleinen Händlern“, erklärt Cornet. „Sie kaufen beim Supermarkt, weil es billiger ist.“ Eine Entwicklung, die nicht nur ihn betrifft: Insgesamt zehn Ladenbesitzer aus dem Zentrum von Le Beausset – von der Bäckerin bis zum Restaurantbetreiber – haben sich für diesen Kalender fotografieren lassen.

    David gegen Goliath: Kampf gegen die großen Ketten

    Die Konkurrenz durch Super- und Hypermärkte ist eine Herausforderung, der viele Kleinhändler in Frankreich gegenüberstehen. Eine INSEE-Studie aus dem Jahr 2015 zeigt, dass die Expansion großer Handelsketten in ländlichen Gegenden oft zum Rückgang lokaler Geschäfte führt. Auch Céline Massal, eine Geographieprofessorin, beschreibt in einer Publikation, wie die Dominanz der großen Märkte kleine Händler verdrängt.

    „In den Supermärkten ist die Qualität geringer“, sagt Cornet. „Wir sind hier, um das Niveau zu heben.“ Doch Qualität allein reicht oft nicht, um Kunden zurückzugewinnen, die auf günstigere Preise setzen – besonders in wirtschaftlich angespannten Zeiten.

    Ein Restaurantpaar zieht blank

    Nicht nur Cornet, sondern auch Vincent Fournet und seine Frau, die ein kleines Restaurant führen, haben sich für den Kalender ablichten lassen. Vincent versteckt sich hinter einem riesigen Käselaib, seine Frau bedeckt sich mit zwei Suppenkellen. Ihre Botschaft ist klar: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand.“

    Das Paar berichtet von sinkenden Umsätzen – allein im Sommer gingen Tausende Euro verloren. Die Gründe? Neben der Konkurrenz durch größere Betriebe sehen sie auch Versäumnisse auf kommunaler Ebene. Fournet kritisiert die Ansiedlung von Banken und Büros im Stadtzentrum: „Solche Gewerbe ziehen keine Kundschaft an.“

    Ein Kalender mit Hoffnung auf Veränderung

    Die Fotos sollen nun in Kalenderform veröffentlicht werden – eine Taktik, die schon Rugbyspieler erfolgreich nutzten, um Aufmerksamkeit zu generieren. Verbreitet über soziale Netzwerke und lokale Kanäle, erhoffen sich die Händler, wieder mehr Menschen in ihre Geschäfte zu locken.

    Doch wird dieser Akt des Widerstands ausreichen?

    Die Realität der Kleinhändler in Frankreich

    Das, was in Le Beausset passiert, ist ein Abbild einer landesweiten Entwicklung. Während immer mehr Konsumenten ihre Einkäufe in großen Märkten erledigen oder online bestellen, kämpfen viele lokale Händler ums Überleben. Ihre Läden sind nicht nur Orte des Handels, sondern oft auch soziale Treffpunkte, die die Identität und den Charakter einer Gemeinde prägen.

    Die Aktion der Händler ist ein verzweifelter, aber zugleich kreativer Versuch, diesem Verlust entgegenzuwirken. Sie erinnert uns daran, dass hinter jeder Ladentheke Menschen stehen, die für ihre Existenz kämpfen – und die einen großen Unterschied machen, wenn wir uns entscheiden, lokal statt billig zu kaufen.

    Also: Wann warst du das letzte Mal beim Metzger oder im kleinen Café um die Ecke? Vielleicht ist jetzt genau der richtige Moment, um einen Unterschied zu machen.

  • Tragödie im Calvados: Mann stirbt während der Sturmfront Darragh

    Tragödie im Calvados: Mann stirbt während der Sturmfront Darragh

    Ein Mann aus Mézidon-Vallée d’Auge (Calvados) wurde am 8. Dezember 2024 tot in einem überfluteten Fluss entdeckt – ein tragisches Opfer der zerstörerischen Sturmfront Darragh. Der 66-Jährige war seit dem Morgen vermisst worden, nachdem er trotz Unwetterwarnung sein Zuhause mit dem Fahrrad verlassen hatte.

    Eine riskante Entscheidung bei Sturmwarnung

    Der Mann hatte offenbar den Ernst der Wetterlage unterschätzt. Seine Partnerin meldete ihn frühzeitig als vermisst, nachdem er trotz der geltenden Unwetterwarnung aufbrach. Eine Entscheidung, die tragische Folgen hatte: Der Sturm Darragh brachte nicht nur heftige Regenfälle und Sturmböen, sondern führte auch zu gefährlichen Überflutungen in der Region.

    Die Behörden reagierten schnell. Innerhalb kürzester Zeit durchsuchte ein Team von zehn Gendarmen die Gegend, wobei die Suche durch das extrem schlechte Wetter erschwert wurde. Stunden später entdeckten sie den leblosen Körper des Mannes in einem über die Ufer getretenen Fluss.

    Unfall statt Suizid – die Ermittlungen der Gendarmen

    Nach Gesprächen mit den Angehörigen und einer ersten Einschätzung der Umstände gehen die Ermittler von einem tragischen Unfall aus. Hinweise auf ein Selbsttötungsdelikt fanden sich nicht, und alles deutet darauf hin, dass der Mann von den Fluten überrascht wurde. Die Strömung in den durch Regen angeschwollenen Gewässern war offenbar zu stark, um sich zu retten.

    Der Sturm Darragh hinterlässt Spuren

    Sturm Darragh, der am Wochenende über Teile Frankreichs fegte, hatte bereits im Vorfeld mit einer „Alerte Orange“ gewarnt – die zweithöchste Stufe im Unwettersystem. Neben heftigen Regenfällen wurden Sturmböen gemeldet, die örtlich über 100 km/h erreichten. Solche Bedingungen sind nicht nur gefährlich für den Verkehr, sondern führen auch zu plötzlichen Überschwemmungen, wie sie in der betroffenen Region auftraten.

    Die Tragödie zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, Unwetterwarnungen ernst zu nehmen. Selbst kurze Ausflüge können bei solchen Bedingungen lebensgefährlich werden – eine schmerzhafte Lektion für alle, die durch solche Vorfälle in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Das Schicksal des Mannes sollte als eindringliche Warnung dienen. Unwetter sind unberechenbar, und ihre Folgen können fatale Ausmaße annehmen. Auch wenn man glaubt, sicher zu sein, kann eine kurze Unachtsamkeit oder eine falsche Einschätzung der Lage schnell zum Verhängnis werden.

    Gleichzeitig macht dieser Vorfall aber auch die Bedeutung schneller und kooperativer Rettungsmaßnahmen deutlich. Der Einsatz der Gendarmerie verdient Anerkennung – trotz der widrigen Umstände handelten sie rasch und professionell. Leider konnte in diesem Fall keine Rettung mehr erfolgen, doch ihr Engagement zeigt, wie wichtig ein gut koordiniertes System in Krisenzeiten ist.

    Fragen, die bleiben

    Was trieb den Mann dazu, sich an einem solch gefährlichen Tag auf den Weg zu machen? War es Unwissenheit, Leichtsinn oder der Glaube, dass schon nichts passieren würde? Wir werden es wohl nie erfahren. Doch eines steht fest: Seine tragische Geschichte wird viele Menschen dazu bringen, sich bei der nächsten Sturmwarnung zweimal zu überlegen, ob sie das Haus wirklich verlassen müssen.

  • Nach 24 Jahren: Verdächtiger im Mordfall Leïla Afif festgenommen

    Nach 24 Jahren: Verdächtiger im Mordfall Leïla Afif festgenommen

    Der Mord an Leïla Afif, einer fünffachen Mutter, erschütterte im Jahr 2000 die Gemeinde La Verpillière (Isère). Nun, mehr als zwei Jahrzehnte später, gibt es Hoffnung auf Gerechtigkeit. Ein 63-jähriger Mann wurde verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Seine Festnahme wirft neues Licht auf diesen Fall und möglicherweise auf weitere ungelöste Verbrechen in der Region. Ein Leben in der Ungewissheit „Ich wusste, dass die Wissenschaft sich weiterentwickeln würde“, sagt Dounia, die älteste Tochter von Leïla Afif, im Gespräch mit France Bleu Isère. Dieser Glaube und ihre unermüdliche Hartnäckigkeit hielten sie all die Jahre aufrecht. Leïla Afif war am 12. Mai 2000 tot in einem Kanal aufgefunden worden – mit einer Kugel im Kopf. Seitdem lebte die Familie in einem Alptraum. Dounia erinnert sich an die Stärke ihrer Mutter, die ihre Kinder allein großzog. „Sie war unser Anker, eine wahre Kämpferin“, erzählt sie. Als Leïla an jenem verhängnisvollen Tag nicht nach Hause kam, war für die Famil…

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  • 2024: Ein negativer Wendepunkt in der Klimakrise?

    2024: Ein negativer Wendepunkt in der Klimakrise?

    Das Jahr 2024 wird mit Sicherheit in die Geschichtsbücher eingehen – und zwar als das heißeste Jahr, das jemals auf unserem Planeten aufgezeichnet wurde. Dies bestätigen die neuesten Daten des europäischen Copernicus-Klimabeobachtungsdienstes. Doch nicht nur das: 2024 wird auch das erste Jahr sein, das den symbolischen Schwellenwert von +1,5°C über den vorindustriellen Temperaturen überschreitet. Ein deutliches Zeichen, dass die Klimakrise in vollem Gange ist.

    Ein neuer Rekord, der keine Überraschung ist

    Mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 14,1°C war der November 2024 der zweitwärmste November aller Zeiten – nur übertroffen von November 2023. Die Daten sind alarmierend: Seit Beginn des Jahres zeigt sich eine Temperaturabweichung von +0,14°C im Vergleich zur gleichen Periode des Vorjahres. Copernicus-Expertin Samantha Burgess betonte, dass die Wahrscheinlichkeit, dass 2024 nicht das wärmste Jahr wird, praktisch bei null liegt. Selbst ein ungewöhnlich kalter Dezember könnte diesen Trend nicht umkehren.

    Doch was bedeutet es, dass 2024 die 1,5°C-Marke überschritten hat? Bedeutet dies, dass das Pariser Abkommen gebrochen wurde? Nein, zumindest nicht formal. Dieser Schwellenwert ist als langfristiger Durchschnitt zu verstehen. Dennoch ist die Botschaft klar: Es braucht ambitioniertere Maßnahmen.

    Regionale Unterschiede – eine Welt der Extreme

    Während die globale Durchschnittstemperatur immer neue Höchstwerte erreicht, zeigt ein genauer Blick auf die Daten ein differenziertes Bild. Europa beispielsweise erlebte im November 2024 keine außergewöhnliche Wärme. Tatsächlich schaffte es der Monat hier nicht einmal in die Top 10 der wärmsten November seit Beginn der Aufzeichnungen. Ganz anders sah es jedoch in Regionen wie dem Osten Kanadas, den zentralen und östlichen USA, Australien und großen Teilen Afrikas aus – hier waren die Temperaturen deutlich überdurchschnittlich.

    Aber es gibt auch Gegenden, die sich kühler als üblich zeigten. Im Westen der USA, Teilen Nordafrikas und weiten Teilen der Antarktis lagen die Temperaturen deutlich unter dem Durchschnitt. Diese regionalen Schwankungen verdeutlichen, dass die globale Erwärmung zwar ein allgemeines Phänomen ist, sich jedoch in den verschiedenen Regionen der Erde unterschiedlich auswirkt.

    Die Rolle der Meere – ein kaum beachteter Faktor

    Nicht nur an Land, sondern auch in den Weltmeeren war der November 2024 ein Rekordmonat. Mit einer durchschnittlichen Meeresoberflächentemperatur von 20,58°C lag der Wert nur knapp unter dem Rekord von 2023. Dies ist nicht nur ein statistischer Wert – es sind die Ozeane, die maßgeblich das globale Klima und Wettergeschehen beeinflussen. Wärmere Meere bedeuten intensivere Hurrikane, steigende Meeresspiegel und Bedrohungen für marine Ökosysteme.

    Warum ist das alles passiert?

    Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Erde bereits um 1,1°C erwärmt – ein rasantes Tempo, das in der Geschichte des Planeten ohne Beispiel ist. Die Ursache ist eindeutig: der exzessive Verbrauch fossiler Energien wie Kohle, Öl und Gas. Wissenschaftler sind sich einig, dass dieser menschgemachte Klimawandel nicht nur unser Wetter, sondern auch unsere Gesellschaften und Ökosysteme bedroht.

    Doch anstatt in Schockstarre zu verharren, sollten wir uns fragen: Was können wir tun? Ist es möglich, diesen Kurs zu korrigieren?

    Hoffnung und Lösungen

    Die gute Nachricht ist: Es gibt Lösungen. Der Ausbau erneuerbarer Energien, der bewusste Umgang mit Ressourcen und eine Reduktion des Fleischkonsums können eine enorme Wirkung haben. Jeder Einzelne, aber vor allem auch die Politik und Wirtschaft, haben es in der Hand, einen Unterschied zu machen.

    Natürlich ist das kein leichter Weg. Es erfordert Mut, Entschlossenheit und ein Umdenken in vielen Lebensbereichen. Aber mal ehrlich – ist es nicht besser, jetzt zu handeln, als später den Preis für die Untätigkeit zu zahlen?

    2024 könnte als ein Jahr in Erinnerung bleiben, das die Dringlichkeit der Klimakrise ins Bewusstsein rückte. Ob wir diesen Moment nutzen, um die richtigen Weichen zu stellen, bleibt unsere Entscheidung. Die Zeit drängt – aber sie ist noch nicht abgelaufen.


    Quellen:

    • Copernicus-Klimabeobachtungsdienst, Dezember 2024
    • Pariser Klimaabkommen (2015)
  • Syrien: Das Ende einer grausamen Ära – Sturz von Bashar al-Assad markiert das Ende von 50 Jahren Diktatur

    Syrien: Das Ende einer grausamen Ära – Sturz von Bashar al-Assad markiert das Ende von 50 Jahren Diktatur

    In Syrien beginnt ein neues Kapitel. Der Sturz von Bashar al-Assad und die Einnahme von Damaskus durch Rebellen beenden fünf Jahrzehnte autoritärer Herrschaft. Es ist ein Moment, der Millionen Syrer:innen Hoffnung auf einen Neuanfang gibt, nachdem das Land durch Jahrzehnte der Repression und Gewalt gezeichnet wurde. Doch was führte zu diesem historischen Wendepunkt?


    Die Anfänge der Assad-Dynastie: Machtübernahme durch Hafez al-Assad

    Die Geschichte des Assad-Regimes beginnt 1970 mit einem Putsch von Hafez al-Assad. Als führendes Mitglied der Baath-Partei etabliert er eine autoritäre Herrschaft, die von Überwachung, Angst und Unterdrückung geprägt ist. Selbst kleinste Zeichen von Dissens wurden brutal bestraft – Gefängnis oder Schlimmeres war die Regel.

    Ein symbolträchtiges Beispiel seiner Härte war die Niederschlagung eines Aufstands der Muslimbrüder 1982 in Hama. Schätzungen zufolge wurden damals zwischen 10.000 und 40.000 Menschen getötet – die Stadt versank in Trümmern. Die Botschaft war klar: Opposition wird nicht geduldet.

    Über drei Jahrzehnte hinweg baute Hafez al-Assad ein System auf, das auf Loyalität zur Familie und absoluten Gehorsam gegenüber dem Staat beruhte. Mit seiner Machtübernahme 1971 durch ein inszeniertes Referendum bis zu seinem Tod im Jahr 2000 blieb er der unangefochtene Herrscher Syriens.


    Die Ära Bashar al-Assad: Hoffnung und Ernüchterung

    Nach dem Tod von Hafez al-Assad übernahm sein Sohn Bashar – ein überraschender Nachfolger, der ursprünglich eine Karriere als Augenarzt verfolgte. Anfangs schien Bashar für Reformen offen zu sein. Er sprach von Modernisierung und Freiheit, hob einige Repressionen auf und ließ politische Gefangene frei. Viele Syrer:innen glaubten, er könne das Land in eine neue Ära führen.

    Doch diese Hoffnungen wurden schnell zerschlagen. Bereits 2001, nach dem sogenannten „Damaszener Frühling“, ließ Bashar Aktivist:innen und Intellektuelle verhaften. Der kurze Moment der Öffnung wurde von einer Rückkehr zur autoritären Politik abgelöst.


    Der Arabische Frühling und die Eskalation in Syrien

    2011 erreichte der Arabische Frühling Syrien. Friedliche Proteste forderten politische Reformen, Demokratie und ein Ende der Korruption. Doch anstatt die Forderungen der Menschen ernst zu nehmen, ließ Bashar al-Assad seine Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstrant:innen eröffnen. Die Gewalt eskalierte – und der Konflikt entwickelte sich zu einem verheerenden Bürgerkrieg.

    Die Bilanz? Über 500.000 Tote, Millionen Vertriebene und ein zerstörtes Land.

    Assad zeigte keine Kompromissbereitschaft. Mit chemischen Waffen, Bombardements und der Unterstützung Russlands und Irans hielt er sich an der Macht. Die Opposition, darunter gemäßigte Gruppen und radikale Islamisten, wurde systematisch bekämpft. Es war ein brutaler Machtkampf – und die Bevölkerung zahlte den höchsten Preis.


    Der Wendepunkt: Der Fall von Damaskus

    Im Dezember 2024 wendete sich das Blatt. Rebellen, angeführt von islamistischen Kämpfern, eroberten Damaskus in einem rasanten Angriff. Die Assad-Regierung verlor entscheidende Unterstützer – Russland und Iran zogen sich zurück, und die geschwächte syrische Armee konnte nicht länger Widerstand leisten.

    Die Einnahme von Damaskus war mehr als ein militärischer Sieg. Sie symbolisierte das Ende einer Ära – und die Hoffnung auf einen Neubeginn. Gefängnisse wie Saidnaya, Synonym für Folter und Tod, wurden befreit. Tausende Menschen, die jahrelang in Dunkelheit gehalten wurden, erblickten wieder das Tageslicht.


    Was kommt als Nächstes?

    Syrien steht an einem Scheideweg. Die Herausforderungen sind immens: Ein zerrissenes Land, zerstörte Infrastruktur, Millionen Vertriebene und die Notwendigkeit, Gerechtigkeit für die Opfer der Diktatur zu schaffen. Doch wie gestaltet man einen Neuanfang, wenn jahrzehntelange Wunden die Gesellschaft spalten?

    Die Frage ist – wie viele Chancen hat ein Land, sich aus den Trümmern einer Diktatur zu erheben? Syrien wird Antworten auf diese Frage finden müssen.

    Der Sturz von Bashar al-Assad ist nicht das Ende der Geschichte, sondern erst der Anfang eines langen und mühsamen Weges in Richtung Frieden und Demokratie. Doch vielleicht ist dies genau der Moment, den die Menschen gebraucht haben, um den ersten Schritt zu wagen.

  • Frankreichs Notfallplan: Sondergesetz soll Staatshandeln ohne Haushalt sichern

    Frankreichs Notfallplan: Sondergesetz soll Staatshandeln ohne Haushalt sichern

    Die französische Regierung bereitet sich darauf vor, eine außergewöhnliche Situation zu bewältigen: Eine Sondergesetzgebung soll sicherstellen, dass der Staat auch ohne verabschiedeten Haushalt handlungsfähig bleibt. Laurent Saint-Martin, der zurückgetretene Haushaltsminister, bestätigte am Montag, den 9. Dezember, dass der Gesetzesentwurf fertiggestellt ist und dem Ministerrat vorgelegt werden kann. Seit fünf Tagen arbeitet Saint-Martin intensiv an diesem Text. „Seit der Absetzung der Regierung bin ich damit beschäftigt, dieses Sondergesetz vorzubereiten, das beim nächsten Ministerrat vorgestellt werden könnte. Es reicht aus, den Rat einzuberufen, damit es eingereicht werden kann“, erklärte er im französischen Fernsehen TF1. Präsident Emmanuel Macron hatte in seiner Rede am 5. Dezember angekündigt, ein solches Sondergesetz Mitte Dezember ins Parlament einzubringen. Es soll sicherstellen, dass die staatlichen Dienstleistungen und das öffentliche Leben kontinuierlich weiterlaufen können…

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  • Auf Tuchfühlung mit der Urzeit: Ein Tag in der Ferme aux Crocodiles in Pierrelatte

    Auf Tuchfühlung mit der Urzeit: Ein Tag in der Ferme aux Crocodiles in Pierrelatte

    Willkommen in der größten Krokodilfarm Europas, der Ferme aux Crocodiles in Pierrelatte! Dieses außergewöhnliche Ausflugsziel im Herzen der Drôme Provençale ist nicht nur ein Highlight für Tierliebhaber, sondern auch ein spannendes Abenteuer für Familien und Naturfreunde. Taucht ein in eine Welt, die gleichzeitig urzeitlich und modern wirkt, und lasst euch von über 600 Krokodilen und […]

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  • Historische Ereignisse am 9. Dezember: Ein Blick auf bedeutende Momente weltweit und in Frankreich

    Historische Ereignisse am 9. Dezember: Ein Blick auf bedeutende Momente weltweit und in Frankreich

    Der 9. Dezember markiert in der Geschichte zahlreiche bedeutende Ereignisse, die sowohl global als auch in Frankreich stattgefunden haben. Werfen wir einen Blick auf einige dieser Schlüsselmomente.

    Weltweite Ereignisse

    • 1824: Schlacht bei Ayacucho
      In Peru besiegten die Unabhängigkeitskämpfer unter General Antonio José de Sucre die spanischen Royalisten in der Schlacht bei Ayacucho. Dieser Sieg war entscheidend für die Unabhängigkeit der südamerikanischen Staaten von der spanischen Kolonialherrschaft.
    • 1948: Verabschiedung der Völkermord-Konvention
      Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete die Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes. Dieses Dokument legte erstmals eine völkerrechtlich verbindliche Definition des Begriffs „Völkermord“ fest und verpflichtete die Unterzeichnerstaaten zur Prävention und Bestrafung solcher Verbrechen.
    • 1979: Ausrottung der Pocken
      Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die Pocken offiziell für ausgerottet. Dies war das Ergebnis einer weltweiten Impfkampagne und markierte einen Meilenstein in der Geschichte der Medizin.

    Ereignisse in Frankreich

    • 1905: Trennung von Kirche und Staat
      Am 9. Dezember 1905 verabschiedete die französische Nationalversammlung das Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat. Dieses Gesetz legte die Grundlagen für den Laizismus in Frankreich und definierte die religiöse Neutralität des Staates.
    • 1799: Tod von Guillaume Voiriot
      Der französische Porträtmaler Guillaume Voiriot verstarb am 9. Dezember 1799. Voiriot war bekannt für seine Porträts prominenter Persönlichkeiten des 18. Jahrhunderts und trug zur Entwicklung der französischen Porträtkunst bei. Wikipedia

    Geburtstage am 9. Dezember

    • 1964: Hape Kerkeling
      Der deutsche Komiker, Entertainer und Autor Hape Kerkeling wurde am 9. Dezember 1964 geboren. Er ist bekannt für seine Comedy-Figur „Horst Schlämmer“ und sein Buch „Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg“. Stuttgarter Zeitung

    Weitere historische Ereignisse

    • 1935: Hoare-Laval-Pakt
      In Paris unterzeichneten der britische Außenminister Samuel Hoare und der französische Ministerpräsident Pierre Laval ein Abkommen, das Italien die Annexion großer Teile Abessiniens (heutiges Äthiopien) zugestand. Dieses Abkommen stieß international auf Kritik und wurde letztlich nicht umgesetzt. Chroniknet
    • 1945: Unfall von General Patton
      General George S. Patton erlitt bei Mannheim einen Autounfall, der ihn vom Hals abwärts lähmte. Er verstarb wenige Tage später an den Folgen des Unfalls. Wikipedia

    Der 9. Dezember ist somit ein Datum, das in verschiedenen Epochen und Regionen bedeutende Ereignisse hervorgebracht hat. Von militärischen Siegen über politische Entscheidungen bis hin zu kulturellen Beiträgen – dieser Tag spiegelt die Vielfalt der Geschichte wider.

  • Die Pflicht, sich zu erinnern – und zu handeln

    Die Pflicht, sich zu erinnern – und zu handeln

    Am 9. Dezember begehen wir den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Verbrechens des Völkermordes und ihrer Würde und der Verhütung dieses Verbrechens. Es ist ein Tag, der uns nicht nur mahnt, sondern uns auch eine klare Verantwortung auferlegt: die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und dafür zu sorgen, dass solche Verbrechen nie wieder geschehen. Doch wo stehen wir heute, in einer Welt, die sich zu oft als unfähig erweist, aus der Vergangenheit zu lernen?

    Warum dieser Tag existiert

    Der 9. Dezember wurde nicht zufällig gewählt. Er erinnert an den Tag im Jahr 1948, an dem die Vereinten Nationen die Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes verabschiedeten. Diese Konvention war ein Meilenstein, weil sie erstmals das Verbrechen des Völkermords klar definierte: die vorsätzliche Vernichtung einer nationalen, ethnischen, rassischen oder religiösen Gruppe – sei es durch Tötung, psychische Zerstörung, erzwungene Lebensbedingungen oder andere grausame Mittel.

    Der Holocaust, der Genozid in Ruanda, das Massaker in Srebrenica – diese dunklen Kapitel der Geschichte sind Mahnmale dafür, wohin Hass, Ignoranz und systematische Gewalt führen können. Und sie sind Warnungen: Solche Verbrechen sind nicht nur Ausnahmen in der Geschichte, sondern eine stets präsente Gefahr, wenn wir nicht wachsam bleiben.

    Gedenken als aktiver Prozess

    Gedenken ist mehr als das bloße Erinnern an die Opfer. Es ist ein Akt der Verantwortung gegenüber ihrer Würde. Wir müssen die Geschichten derjenigen, die im Schatten solcher Verbrechen gelitten haben, ins Licht rücken. Jedes Schicksal ist einzigartig, jede Stimme zählt. Nur so wird aus anonymen Zahlen wieder Menschlichkeit.

    Doch Gedenken bedeutet auch, die Mechanismen zu hinterfragen, die solche Gräueltaten erst ermöglichen. Wie entstehen Hass und Vorurteile? Warum eskaliert Gewalt? Und welche Rolle spielen wir als Gesellschaft dabei – sei es durch Schweigen, Untätigkeit oder gar Zustimmung?

    Die Verpflichtung zur Prävention

    Der zweite Teil dieses Gedenktages ist ebenso entscheidend: die Verhütung von Völkermord. Prävention ist eine schwierige Aufgabe, denn sie erfordert den Mut, frühzeitig zu handeln. Oft zeigt die Geschichte, dass die Welt zu spät eingreift – aus politischem Kalkül, aus Desinteresse oder weil die Gefahr verharmlost wird.

    Die Vereinten Nationen haben mit der Schaffung eines Sonderberaters für die Prävention von Völkermord einen wichtigen Schritt getan. Doch Institutionen allein reichen nicht aus. Prävention beginnt bei uns allen: in Schulen, in Gemeinden, in sozialen Netzwerken. Wir müssen eine Kultur des Respekts und der Toleranz fördern – nicht nur als Reaktion auf Gewalt, sondern als Fundament unserer Gesellschaft.

    Völkermord: ein Verbrechen, das nie „der Vergangenheit angehört“

    Es wäre bequem, Völkermord als ein Relikt längst vergangener Zeiten abzutun. Doch die Realität zeigt: Das Risiko besteht weiterhin. Von ethnischen Säuberungen bis hin zur systematischen Unterdrückung von Minderheiten – die Welt ist voller Warnsignale, die wir nicht ignorieren dürfen.

    In Myanmar, in Xinjiang, im Nahen Osten – an vielen Orten der Welt gibt es Berichte über Verbrechen, die an die Definition von Völkermord heranreichen. Doch oft bleibt die internationale Gemeinschaft zögerlich. Was hindert uns, entschieden einzugreifen? Die Angst vor politischen oder wirtschaftlichen Konsequenzen? Das Misstrauen gegenüber internationalen Institutionen? Oder die schlichte Unfähigkeit, uns die Schrecken solcher Verbrechen vorzustellen?

    Was können wir tun?

    Die Verantwortung liegt nicht nur bei Regierungen und Organisationen, sondern bei uns allen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Welt sicherer zu machen:

    • Bildung fördern: Eine aufgeklärte Gesellschaft ist weniger anfällig für Hass und Propaganda.
    • Frühzeitig handeln: Warnzeichen wie die Entmenschlichung von Gruppen oder aufhetzende Rhetorik müssen erkannt und adressiert werden.
    • Solidarität zeigen: Opfer von Diskriminierung und Gewalt brauchen Unterstützung, nicht Isolation.

    Gleichzeitig müssen Regierungen mutigere Schritte gehen: klare Sanktionen gegen Regime, die Menschenrechte verletzen, stärkere Unterstützung für internationale Strafgerichte und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – auch wenn es unbequem ist.

    Ein Tag der Hoffnung

    Der 9. Dezember ist kein Tag der Resignation. Er ist eine Erinnerung daran, dass wir die Macht haben, die Zukunft zu gestalten. Doch diese Zukunft wird nur dann sicherer und gerechter sein, wenn wir uns aktiv dafür einsetzen.

    Könnte es nicht unsere größte Ehrung der Opfer sein, wenn wir aus ihrem Leid die Kraft schöpfen, eine Welt zu schaffen, in der solche Verbrechen unmöglich werden? Das bleibt unsere Herausforderung – heute und jeden Tag.